Bei Elder auf Zion habe ich diesen Beitrag gefunden: Palestinian Arab cavemen (really) and Reuters’ bias (again). In meinem Beitrag Shabbatausflug habe ich selber schon einmal ueber dieses Gebiet geschrieben.
Wie auf dieser Karte sichtbar, verlaeuft die Sperranlage im duenn besiedelten Sueden Israels weitgehend entlang der Gruenen Linie. Die einzige deutliche Ausbuchtung hat nichts mit der Annexion von Siedlungen zu tun, sondern wird wohl geo-strategisch begruendet sein.
Shani liegt direkt auf der Gruenen Linie und ist daher keine “Siedlung”, auch wenn Reuters (und Ha’aretz) das ihren Lesern einreden wollen. Ich kenne die Ortschaft gut. Frueher besuchten wir dort einen Studienfreund meines Mannes. Inzwischen ist es ein ehemaliger Kollege und Freund von mir. Shani hat wenig Landwirtschaft. Die Bewohner schaetzen die laendliche Lage und landschaftliche Schoenheit, sowie die niedrigen Preise sowohl beim Hauskauf wie auch bei der Miete und nehmen dafuer in Kauf, etwas weiter zur Arbeit pendeln zu muessen.
Der Wald von Yattir, der durch die Sperranlage fuer die pal. Bewohner der Westbank schwerer zugaenglich ist, wurde vom Jewish National Fund (JNF) auf Land angelegt, das mit von Juden gesammelten Geldern gekauft wurde und zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit noch bevor der Staat Israel gegruendet wurde.
Meine Aussage basiert auf dem Report von Al-Awda zum JNF. Dei “Palestine Land Society” leidet mit Sicherheit nicht unter einem pro-israelischen Vorurteil. Auf Seite 3 wird festgehalten, dass der JNF vor Mai 1948 bereits 936,000 Dunam Land besass. Auf derselben Seite lesen wir, dass die Aufforstngsbemuehungen des JNF bereits im Jahr 1905 begannen. Wenn wir uns die Karten auf Seite 10 und 11 ansehen, erkennen wir, dass das Land suedlich von Hebron, wo der Yattirforst liegt, nicht eingezeichnet ist. Die Karten zeigen angebliche Enteignungen. Ich gehe daher davon aus, dass im Fall von Yattir beim besten Willen keine Enteignung konstruiert werden konnte. Auch im Annex 2, Seite 35-42, finde ich keinen Hinweis auf Yattir.
http://www.jewishjournal.com/home/preview.php?id=18030
