Waffenschwemme im Gazastreifen

In der NZZ ist ein guter Hintergrundartikel zu den Schmugglern von Rafah erschienen:
Rafahs Schmuggler bleiben im Geschäft

Interessant finde ich folgende Passage:

(…)

Ahmeds Hauptproblem ist nicht die Hamas, sondern das Geschäft, das seit längerem schlecht läuft. Denn mit der Schwemme an Waffen, die in den vergangenen Monaten legal und illegal in den Gazastreifen gelangt sind, sind die Preise für das lukrativste Schmuggelgut drastisch gefallen.

Bald lohne sich der Export von Waffen nach Ägypten mehr als der Import in den Gazastreifen, sagt Ahmed frustriert. Heute würden hauptsächlich Zigaretten, Haschisch, Heroin, Düngemittel, Nahrungsmittel, Elektroteile und Personen unter der Grenze durchgebracht. Die Tunnels, die von der Hamas kontrolliert würden, würden für den Transport von Sprengstoff und Bargeld benützt.

(…)

In den letzten Monaten war es also moeglich, so viele Waffen – legal oder illegal – in den Gazastreifen einzufuehren, dass der Markt fast zusammengebrochen ist.

Dabei hat doch erst vor 2 Wochen der UN Funktionaer Kevin Kennedy die Welt alarmiert:
Gaza Strip: UN official warns of worsening humanitarian conditions

(…)

Factories in import-dependent industries have had to close because of a lack of basic materials (…)

(…)

Messerscharf laesst sich daraus folgern, dass nur Industrien schliessen mussten, die nicht im Ruestungsbereich arbeiten. Kriegsfuehrende Nationen setzen eben Prioritaeten.

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