alsharq - “der Osten”

Per Zufall bin ich auf diesen Blog geraten.

Man stellt sich dort so vor:

Was soll das?
alsharq ist das Projekt mehrerer Islamwissenschaft-Studenten der FU Berlin. Wir wollen mit unserem Blog über Nachrichten, Ereignisse und Meinungen im Nahen und Mittleren Osten berichten, die in deutschen Medien nicht vorkommen oder sehr einseitig aus dem “euro-zentrischen” Blickwinkel dargestellt werden. Unser Ziel ist es nicht, Meldungen, die durch spiegel-online oder andere Medien bereits einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden 1:1 weiter zu verbreiten. Natürlich freuen wir uns über Anregungen und Kritik und nehmen Themenvorschläge gerne entgegen.

Das klingt sehr honorig und serioes.

Ein bisschen irritieren mich fuer’s Erste zwei Punkte:

1) Im Beitrag vom 11. Oktober USA: Forderung nach Dialog mit Hamas und Syrien, wo voellig unkritisch und die falsche Position widergegeben wird, dass UN REsolutionen 242 und 338 die Errichtung eines pal. Staates in den Grenzen der 1967 von Israel eroberten Gebieten fordern wuerden.

2) Die Werbung fuer “Nahr el Barad Relief Campaign”. Die Kaempfe im libanesischen Fluechtlingslager wurden von Kaempfern initiiert, die mit Sicherheit Verbindungen zu Syrien und moeglicherweise auch zur Al Qaida hatten. Die Einwohner des Lagers haben mit Sicherheit unter den Kaempfen gelitten. Es nimmt aber wunder, dass die Diskriminierung von pal. Fluechtlingen und ihrer Nachkommen im Libanon insgesamt kein Thema ist. Ernsthafter als die beworbene Kampagne waere die Forderung, das Fluechtlingslager nicht wieder aufzubauen, sondern den Einwohnern endlich volle Rechte als libanesische Staatsbuerger zu gewaehren.

4 Antworten zu “alsharq - “der Osten””

  1. csydow sagt:

    erstmal freut es mich, dass ihr auf unseren blog aufmerksam geworden seid.
    zu den beiden punkten:

    1) in meinem beitrag heißt es: “Ausgehend von den UN-Resolutionen 242 und 338, der Arabischen Friedensinitiative und der Roadmap des Nahost-Quartetts fordern die Unterzeichner die Gründung eines palästinensischen Staates entlang der Grenzen von 1967.”

    die unterzeichner des briefes berufen sich eben auch aber nicht ausschließlich auf die beiden un-resolutionen. in der arabischen initiative und der roadmap wird sehr wohl die gründung eines palästinensischen staates gefordert. in den resolutionen wird ein rückzug aus den besetzten gebieten gefordert, der die voraussetzung für einen lebensfähigen palästinensischen staat darstellt.

    2) ziel der “nahr el bared relief campaign” war es nach ausbruch der kämpfe das leid der zivilbevölkerung in dem lager zu lindern. dieses anliegen halte ich für uneingeschränkt unterstützenswert. die behauptung, dass “die Diskriminierung von pal. Fluechtlingen und ihrer Nachkommen im Libanon insgesamt kein Thema ist”, ist schlicht falsch. so sei nur auf diese beiden beiträge von mir verwiesen:

    http://alsharq.blogspot.com/2007/05/libanon-gleichgltigkeit-gegenber-der.html

    http://alsharq.blogspot.com/2006/03/libanon-verheerende-bedingungen-in.html

  2. beer7 sagt:

    Danke fuer das Feedback, csydow,

    ich bin Einzeltaeter, kein “ihr”.

    1) Die Roadmap fordert einen Rueckzug aus besetzten Gebieten, nicht aus allen besetzten Gebieten und die Gruendung eines pal. Staates als Phase III. Vorher kommen allerdings Phase I und II, vor allem Beendigung der Feindseligkeiten und Absage an den Terror. Wir wissen beide, wie es darum bestellt ist…

    2) Dein zweiter Link vom 25.03.2006 widerlegt mich allerdings. So weit zurueck hatte ich gestern nicht gelesen. “I stand corrected.”

  3. flowerkraut sagt:

    alsharq ist in Ordnung. Ich lese ihn schon seit längerem, er fehlt auf meinen bloggroll weil die Liste sonst zu nahostlastig wird. Mit einem habe ich mal in einem Forum diskutiert.

    Viel Spaß

  4. beer7 sagt:

    Danke fuer die Empfehlung!

Eine Antwort hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.