sind mir irgendwie wichtig: Die der Kinder, mein eigener und natuerlich der von meinem Mann.
Und der ist heute.

(Das Bild zeigt nicht unsere Wohnung und er ist auch erst 39 geworden)
Zur Zeit hat er sehr lange Arbeitstage. Es war also gar kein Problem, gestern nachmittag ungestoert den Geburtstagskuchen zu backen. Ich stellte nur die Zutaten in den richtigen Mengen hin, den Rest erledigten die Maedchen. Eine Klassenkamaradin der Grossen hatte sich angeschlossen und war auch mit Feuereifer dabei.
Am Abend war noch Vorstandssitzung von unserem Schulprojekt. Die Generalversammlung muss vorbereitet und ueberhaupt haben wir seit Beginn dieses Schuljahres viele und schwerere Probleme als in vergangenen Jahren. Ich kam daher nach Mitternacht nach Hause. Beim ins Bett bringen der Maedchen hatten wir fluesternd und auf Schweizerdeutsch (ah, die Illusion, dass er das nicht verstuende!) vereinbart, dass ich sie nach meiner Rueckkehr wecken wuerde, damit sie mir bei den Geburtstagsdekorationen helfen koennten.
Natuerlich meinte ich, sie schliefen tief und fest. Die Grosse ist auch am hellichten Morgen nur schwer zu wecken. Aber nein, auf ein gefluestertes “Es ist soweit” standen beide leise auf. Ballons wurden aufgeblasen und aufgehaengt, die Girlande ebenfalls. Geschenke wurden verpackt, der Tisch dekoriert. Nach 20 Minuten war alles fertig und wir schluepften zufriede und muede in unsere Betten.
Wnn ich am Morgen die Schlafzimmertuer oeffne, sitzt normalerweise das Katerchen auf der Schwelle und wartet schon. (Wenn ich laenger schlafe als sonst, faengt er auch an zu miauen und mit den Vorderfuessen gegen die Tuer zu trommeln.) Diesmal sass neben ihm schon die Kleine und wartete auch geduldig, dass sie zu ihrem Vater ins Bett springen und ihm zum Geburtstag gratulieren koennte.
Mein Mann freute sich, wie von ihm erwartet wurde. Die Buecher, die wir ihm ausgesucht haben, scheinen auch richtig getroffen zu sein. Die Maedchen waren stolz darauf, dass sie mir beim Aussuchen geholfen hatten. Weil ich hebraeisch so viel langsamer lese, hatte ich immer wieder um ihre Hilfe gebeten.
Spaeter, als wir mit Geburtstagskuchen fruehstueckten, erzaehlte er, dass er gestern nacht von unserem Rumoren aufgewacht sei und sich schon beschweren wollte, dass wir solchen Laerm machen. Zum Glueck sei ihm gerade noch eingefallen, was der Anlass sein koennte und so habe er sich auf die andere Seite gedreht und weiter geschlafen.
Mein Mann war sichtlich geruehrt. Ich hoffe, dass ihn dieses warme Gefuehl durch seinen langen Arbeitstag begleitet. Ich wuensche mir, dass die Maedchen diese Erinnerungen ihr Leben lang behalten und spaeter ihren Maennern zusammen mit ihren Kindern (be’ezrat hashem) aehnlich Freude machen werden.
