Die Hexenparty liegt noch vor uns, deswegen habe ich nicht viel Zeit zum Schreiben, aber der eigentliche Geburtstag ist vorbei.
Eigentlich wollte ich mit den Kindern ja einen Ausflug machen und hatte eigens einen Tag Urlaub angemeldet, weil gestern auch der letzte Tag der Chanukkaferien war. Aber als ich die Kleine vorgestern von ihrer Keitana (Ferienbetreuung) abholte, stellte sich heraus, dass sie von ihrem Geburtstag erzaehlt hatte und dass in der Keitana ein Geburtstagspicknick zu ihren Ehren stattfinden sollte. Das konnte ich ihr natuerlich nicht verwehren. Auf die Schnelle und mit den vorhandenen Zutaten habe ich schnell noch einen Geburtstagskuchen fuer das Picknick gebacken.
Waehrend die Kleine feierte, half mir die Grosse mit verschiedenen Besorgungen, alle im Zeichen der Hexenparty. Gegen Mittag holten wir die Kleine wieder ab, gingen zusammen Pizza essen und anschliessend ins Kino. Mit der Kritik stimme ich vollkommen ueberein, aber den Maedchen hat es trotzdem Spass gemacht. Zuhause mussten wir dann ein bisschen Ordnung schaffen, wobei alle fleissig mitarbeiteten, dann wurde der Geburtstagstisch gedeckt.
Waehrend wir auf meinen Mann warteten, machten wir uns an die Manufaktur von Zauberstaeben. Die Grosse und ich hatten in der Altstadt Holzstaebe mit dem richtigen Durchmesser gefunden, die saegte ich nun in Stuecke von ca. 30 cm Laenge und die Maedchen beklebten und bemalten zuerst ihre eigenen Zauberstaebe, dann noch ein, zwei fuer Kinder, die zu spaet zur Party kommen.
Wir wollen naemlich in Diagon Alley anfangen: Eintreffende kleine Hexen gehen sich einkleiden (wie heisst das entsprechende Geschaeft noch?), dann kommen sie zu Ollivander und haben dort die Chance, ihren Zauberstab noch selbst zu gestalten. Erst dann kommt das Willkommensbanket und schliesslich die Spiele.
Die ganze Zeit ueber standen die verpackten Geschenke auf dem Tisch, aber die Kleine quengelte kein einziges Mal. Als mein Mann schliesslich kam, zuendeten wir Wunderkerzen an, assen Kuchen und erst dann packte sie ihre Geschenke aus. Offensichtlich gefielen sie ihr alle. Inzwischen kochte ich Gnocci zum Abendessen, und Schulranzenpacken, Zaehneputzen und ins Bett.
Die Kleine hatte sich schon beim Auspacken der Geschenke bei uns allen bedankt. Als ich ihr den Gutenachtkuss gegeben hatte und schon aus dem Zimmer wollte, toente es noch einmal aus den Kissen: “Vielen Dank Imma, fuer die Geschenke und ueberhaupt fuer Alles.” Das warme Gefuehl, das mich ueberkam, kennen andere Eltern sich auch.
Totmuede (wir waren am Vorabend im Theater gewesen und die Geburtstagsvorbereitungen hatten mich bis 2 Uhr nachts wach gehalten) und sehr zufrieden sank auch ich ins Bett.
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