einen ausgezeichneten Hintergrundartikel zur Schweizer Politik

Dezember 19, 2007

Und immer wieder die NZZ

Dezember 18, 2007

«Die humanitäre Hilfe ist ein Feigenblatt» beklagt dort die Chefin des Internationalen Roten Kreuz:

(…) Das führt zu einer Reihe von humanitären Problemen, die Infrastruktur der Spitäler sowie der Wasser- und Abwasseranlagen verschlechtert sich zusehends. Da kann die humanitäre Hilfe alleine nicht helfen. (…)

Verraeterisch sind die Wasser- und Abwasseranlagen: Fuer die braucht man naemlich Rohre. Und Rohre sind gleichzeitig Rohmaterial fuer die Kassamraketen, mit denen Israel vom Gazastreifen aus beschossen wird.

Im Dezember sind nach sehr konservativer Zaehlung (nur Kassam, keine Moerser und nur bei einwandfreier Berichterstattung) bereits 55 Raketen abgeschossen worden.

Sollten die verschiedenen Terrororganisationen tatsaechlich den fortwaehrenden Raketenbeschuss wichtiger finden als die Versorgerung der Bevoelkerung mit Wasser und ein funktionierendes Abwassersystem?

Aber das kann weder das IKRK noch die NZZ von ihrer reflexhaften Verurteilung Israels abhalten…


Kulturpessismus

Dezember 18, 2007

Auf Acht der Schwerter bin ich auf diesen Text gestossen:

Trauert nicht, Kinder Europas

Gestern abend fand zum ersten Mal in diesem (juedischen Jahr) wieder der Thora-Talmud-Kurs statt, dessen Themen mich schon mehr als einmal zu Blogeintraegen angeregt hat.

Als Thema fuer die naechsten Shiurim gab die Leiterin uns das Verhaeltnis zu Eretz Israel vor:

Im konkretesten Verstaendnis bedeutet Eretz Israel das Gebiet, das zu biblischen Zeiten den juedischen Koenigreichen zugerechnet wurde. Heute wird der Begriff von Antisemiten und Antizionisten missbraucht, die ihre eigenen Grossmachtambitionen auf den Staat Israel projezieren. Danach haette Israel Appetit auf das Gebiet vom Nil bis zum Euphrat. Den Unfug dieser Behauptung zeigen auch die weiter unten aufgefuehrten Karten auf dieser Seite, die genau mit dieser Projektion hausieren geht: Das biblische Israel hat selbst in seiner groessten Ausdehnung, den Nil und den Eurphrat nie auch nur annaehernd erreicht.

Abgesehen von diesem konkreten Verstaendnis steht ‘Eretz Israel’ aber vor allem fuer eine Utopie. Das Land wurde schon Avraham (damals noch Avram) fuer seine Nachkommen verheissen. Dem Verheissenen Land entspricht der Bund. Wenn Israel den Bund nicht einhaelt, kann es aus dem Land vertrieben werden. Das ist die traditionelle Erklaerung fuer das babylonishe Exil. Diese Deutung wurde auch fuer die Zerstreuung durch die Roemer gewaehlt.

Angesichts der hohen Anforderungen fuehlen einige Stroemungen von Haredim (ultraorthodox ist die uebliche Beschreibung), dass Juden besser bis zur Ankunft des Messias gewartet haetten und dass die Gruendung des modernen Staates ein Sakrileg darstellt.

Auch in anderen politischen Zusammenhaengen ist das ein verbreitetes Denkmuster. Ein Beispiel kann dieser Blog sein, fuer den die Raeumung der juedischen Siedlungen im Gazastreifen klar in dieses Modell passt. Eine gute Zusammenstellung juedischer religioeser Texte zum Thema findet sich hier (nur die ersten sind hebraeisch, alle folgenden dann englisch).

Unsere Kursleiterin meinte zu Anfang der Stunde, eine Besonderheit im Verhaeltnis von Volk Israel zu Land Israel laege darin, dass wir nicht “von hier” seien. Ich widersprach: Besonders ist nur, dass dieses Bewusstsein bewahrt wurde.

Die Voelker Europas koennen nicht als “Ureinwohner” gehandelt werden. Das Stichwort “Voelkerwanderung” sollte eigentlich jedem im Schulunterricht mal begegnet sein. Die Alemannen bespielsweise, von denen die Schweiz entscheidend gepraegt wurde, wanderten erst im 3. Jh n. Chr. in dieses Gebiet ein. Moeglicherweise gibt es Schweizer Juden, deren Vorfahren schon frueher dort ansaessig waren… Slawen sollen erst um 500 n.Chr. nach Polen gekommen sein, usw.

Die “Kinder Europas” (europäischstämmig) sind also allenfalls eine poetische Ueberhoehung mit kurzem, historischen Gedaechtnis.

“Sie waren groß von Statur”, werden sie sagen, “und hatten Haare wie Gold und Augen wie ein tiefer See. Sie konnten wunderschöne Musik komponieren und eindrucksvolle Maschinen bauen. Aber ihr Wohlstand machte sie selbstzufrieden und träge, und sie beschlossen freiwillig, auf das Wertvollste zu verzichten, was sie hatten: Ihre Kinder. Und weil sie nun keine Kinder mehr hatten, da ließen sie in ihrer Verzweiflung die Menschen herein aus dem Ödland. So kam es, dass sie überrannt wurden von den Barbaren, die heute in diesen Landen herrschen, groben Menschen, deren Herzen erfüllt waren von lodernder Wut. Und die Barbaren zerstörten alles, was die Weißen erschaffen hatten, und ließen es verfallen, große, funkelnde Städte und grüne Gärten.

Mit der Karte der Voelkerwanderung im Hintergrund wird klar, welche Ironie darin besteht, diejenigen, die selber als Barbaren gekommen waren und eine entwickelte Zivilisation verfallen liessen, nun als die tragischen Helden zu sehen, denen dasselbe widerfaehrt, was durch sie dem Roemischen Reich geschehen war. Auch der Islam brachte eine Zivilisation hervor, gerade weil er das Erbe des ostroemischen Reiches unmittelbarer und schneller antrat als das christliche Abendland.

Mir scheint, dass in diesem Text zwei voellig unterschiedliche Konzepte, unzulaessigerweise vermischt werden. Was “Europa” und den “Westen” ausmacht, kann nicht mit der Hautfarbe gleichgesetzt werden. (Vom Bloedsinn der blonden Haare und blauen Augen mal ganz abgesehen.) Es geht um eine bestimmte Kultur, die moeglicherweise zu geschwaecht ist, um sich einer aggressiveren Kultur gegenueber durchsetzen zu koennen.

Zurueck zum Shiur: Unsere Kursleiterin liess jeden Teilnehmer zu Beginn einige persoenliche Assoziationen zum Begriff “Eretz Israel” sagen. Ich war unangenehm beruehrt, dass die Mehrheit der Teilnehmer eine ambivalente bis ablehnende Position zum Besten gaben.

Kulturpessimus hat die Tendenz, eine “self-fulfilling prophesy” zu sein. Das scheint mir ein ausreichender Grund zu sein, um eine solche Haltung abzulehnen.


Wie war das noch mit den Klima-Leugnern?

Dezember 17, 2007

Don’t fight, adapt

(…)

The United Nations Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) has issued increasingly alarming conclusions about the climatic influences of human-produced carbon dioxide (CO2), a non-polluting gas that is essential to plant photosynthesis. While we understand the evidence that has led them to view CO2 emissions as harmful, the IPCC’s conclusions are quite inadequate as justification for implementing policies that will markedly diminish future prosperity. In particular, it is not established that it is possible to significantly alter global climate through cuts in human greenhouse gas emissions. On top of which, because attempts to cut emissions will slow development, the current UN approach of CO2 reduction is likely to increase human suffering from future climate change rather than to decrease it.

The IPCC Summaries for Policy Makers are the most widely read IPCC reports amongst politicians and non-scientists and are the basis for most climate change policy formulation. Yet these Summaries are prepared by a relatively small core writing team with the final drafts approved line-by-line by ­government ­representatives. The great ­majority of IPCC contributors and ­reviewers, and the tens of thousands of other scientists who are qualified to comment on these matters, are not involved in the preparation of these documents. The summaries therefore cannot properly be represented as a consensus view among experts.

(…)

In stark contrast to the often repeated assertion that the science of climate change is “settled,” significant new peer-reviewed research has cast even more doubt on the hypothesis of dangerous human-caused global warming. But because IPCC working groups were generally instructed (see http://ipcc-wg1.ucar.edu/wg1/docs/wg1_timetable_2006-08-14.pdf) to consider work published only through May, 2005, these important findings are not included in their reports; i.e., the IPCC assessment reports are already materially outdated.

(…)

Hervorhebungen von mir.

Die Liste der Unterschreibenden scheint fuer meine Laienaugen recht eindrucksvoll.

Update: Auf der Achse des Guten gibt es eine Uebersetzung des Briefes ins Deutsche, fuer alle, die sich mit langen, englischen Texten schwer tun!


Geberkonferenz in Paris

Dezember 17, 2007

Fuer 2008 hat die EU 650 Millionen US$ zugesagt,
Deutschland, Frankreich und Grossbritannien wollen noch 1.08 Milliarden dazulegen,
Die USA haben 555 Millionen US$ versprochen,

650,000,000
1,080,000,000
555,000,000
_____________
2,285,000,000

Wir sind also schon be 2.29 (aufgerundet) Milliarden angekommen.
Laut Wikipedia hat die PA nur ein jaehrliches Defizit von 720 Millionen Dollar. Auch wenn die verdoppelte Zahl des Independent von 1.4 Milliarden US$ zutreffen sollte, scheint reichlich Geld fuer Korruption und/oder Waffen eingeplant zu werden. Kein Wunder, dass die arabischen Brueder sich nicht dazu aufgerufen fuehlen, den Palaestinensern ihrerseits beizustehen:

Saudi Arabia has so far refused to commit to budget support for the emergency government set up by the Palestinian President Mahmoud Abbas, in a political move casting a shadow over Monday’s international donors’ conference in Paris.

(ebd.)

Natuerlich ist der Hintergrund, dass die arabischen Laender nicht sicher sind, auf wen sie setzen sollen: Wenn Iran die kommende Hegemonialmacht wird, sollte man es sich nicht mit der Hamas verscherzen, indem man Abbas finanziert. Und die USA haben sich den Ruf erworben, ihre Allierten tendenziell schlechter zu behandeln als ihre Feinde, so dass niemand ein allzu grosses Risiko eingeht, wenn er ihnen in die Suppe spuckt.


Mord an einer Prostituierten in Beer Sheva

Dezember 17, 2007

Aus dem englischen Wikipedia-Artikel zu Beer Sheva:

According to CBS figures, Beersheba had 61,016 salaried workers and 3,010 self-employed citizens in 2000. Salaried workers earned an average monthly wage of 5,223 NIS. Men earned an average monthly wage of NIS 6,661 (a real change of 5.2%) compared to NIS 3,760 for females (a real change of 3.9%). Self-employed persons had an average income of NIS 6,533. A total of 4,719 persons received unemployment benefits, and 26,469 persons received income supplements. The largest employers in Beersheba are the municipality, Israel Defence Forces, Ben-Gurion University and the Soroka Medical Center. There are also a number of electronics and chemical plants (e.g. TEVA) in and around Beersheba.

In Israel wird Arbeitslosengeld nur fuer 3 Monate und bei aelteren Arbeitnehmern fuer 6 Monate gezahlt. Wer danach immer noch keine Erwerbsquelle hat, ist auf Sozialhilfe angewiesen. Wenn wir die 61,016 Angestellten und 3,010 Selbstaendigen mit den 4,719 Arbeitslosen und den 26,469 Sozialhilfempfaengern zusammenrechnen, bekommen wir insgesamt 95,214 Menschen im erwerbsfaehigen Alter. Die Arbeitnehmer und Selbstaendigen bilden davon 67% und die Arbeitslosen und Sozialhilfeempfaenger 33%. Die Zahlen sind natuerlich ueberholt, die wirtschaftliche Lage hat sich inzwischen verbessert. Im Jahr 2000 lag die offizielle Arbeitslosigkeit landesweit bei 9.1%, heute wird sie mit mit 7.4% angegeben. Aber der Sueden war immer ueberproportional betroffen.

Beachtet auch, dass Frauen nach den Wikipediaangaben durchschnittlich nur 56% des durchschnittlichen Gehalt eines Mannes nach Hause brachten. Dahinter steckt nicht in erster Linie eine Diskriminierung von Frauen, die bei gleicher Arbeit weniger Geld bekommen, sondern die Tatsache, dass Frauen mit Kindern weniger Wochenstunden arbeiten koennen.

Vor diesem Hintergrund ist klar, dass bei Prostitution ein Angebot geben muss.

Es gibt aber auch eine Nachfrage:

Aus demselben Wikipediaartikel:

Beersheba is surrounded by a number of satellite towns: the mainly Jewish Omer, Lehavim and Metar and several Bedouin towns, the largest of which are Rahat, Tel Sheva and Lakiya.

In der urspruenglichen Beduinenkultur sind Heiraten keine Privatsache, sondern eine Angelegenheit der Sippe. In islamischen Gemeinschaften sind voreheliche, sexuelle Beziehungen nicht zugelassen. Waehrend Beduinenmaedchen traditionell jung verheiratet werden, liegt das Heiratsalter der Maenner 4-5 Jahre hoeher.

Ein Ausweg aus der sexuellen Frustration kann Masturbation sein, wie in diesem Artikel in der aegyptischen Wochenzeitung Al-Ahram ausgefuehrt und beklagt:

Considering that marriage — an extremely expensive procedure — remains the only legitimate means to having sex, the figures might as well speak for themselves: seven million unemployed, nine million unmarried over 30, and 40 per cent of marriages between cousins (something that is particularly true of the provinces). No wonder sexual frustration is rife: a marriage based on family interests — to appease the elders or keep wealth within the family — as opposed to genuine affection and understanding, is unlikely to sustain a healthy sex life. For men, masturbating to porn or indeed Arab video clips — it costs no more than LE20 a month to have private access to satellite television or, as Mustafa puts it, “marry the TV” — is a convenient alternative to both the hassles and expenses of matrimony, which are absurdly exhausting by any standards, and the moral agony of engaging in premarital sex: “add to this the fact that the religious establishment in Egypt has often professed that masturbation is the lesser evil compared to sex out of wedlock.”

In Europa scheint Vergewaltigung von ncht-muslimischen Frauen eine Option zu sein:

Die Beduinen in Israel haben ein weiteres Ventil: Prostitution.

Der neue Bahnhof Beer Sheva Nord wurde ca. 500 m weiter oestlich an derselben Achse eroeffnet.

Der alte Bahnhof liegt seither verlassen und gleich daneben eine mit Baeumen locker bepflanzte Flaeche. Wenn ich vom woechentlichen Einkauf zurueckfahre, komme ich regelmaessig dort vorbei und kann die Frauen stehen sehen. Interessierte Freier fahren mit dem Auto an den Strassenrand und wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind, steigt die Frau ein, das Auto faehrt ein paar Meter zwischen die Baumstaemme, so dass es halbwegs privat zur Sache gehen kann.

Palestinian teen admits to killing prostitute for NIS 150

(…)

Yegudayev, a 28-year-old mother of three, was found by another prostitute in a grove near the Ben-Gurion University train station in the Negev city. Stab wounds and bruises were found all over her body.

Initially investigators believed the murder was carried out by a Beersheba resident, but a week ago, after processing evidence that was found at the scene of the crime, police arrested two brothers from the West Bank village of Dahariya, near Hebron.

One of the brothers reenacted the murder and said during his interrogation that he had killed the prostitute following an argument over money.

Superintendent David Shriki told Ynet that the teen said Yegudayev owed him NIS 150 (about $3 8) for sexual services that she was supposed to give him a week prior to the murder. According to the police officer, the Palestinian returned to Beersheba and stabbed the prostitute in the neck and then mutilated her body.

(…)

dayan emeth - Ich hoffe, dass jemand sich der Kinder annimmt.

Spaetestens die Verstuemmelung der Leiche ist ein Hinweis dafuer, dass der junge Mann ein gestoertes Verhaeltnis zu Frauen hat.

Dazu die Schlussaetze von ShrinkedWrapped:

Beyond all the psychoanalyzing of the Arab mind lies this: The Arab world offers no other way for the Arab male to feel powerful except through the degradation and submission of the female who he fears and desires yet can never approach. And this is the field in which the “honor” of the angry Muslim rapist is nurtured.

Ich habe das Thema auch schon einmal gestreift.


Viktor Kocher und die NZZ: Zur Kenntlichkeit entstellt

Dezember 16, 2007

Die Hamas wird sowohl von den USA wie auch von der EU als Terrororganisation definiert. Die NZZ weiss das natuerlich, hat aber keine Hemmungen, in der Zeitung einen Propagandatext zu veroeffentlichen. Charakteristisch ist, dass der interviewte Hamas-Funktionaer als “stellvertretender Leiters des Hamas-Politbüros, Musa Abu Marzuk” vorgestellt wird. Dabei gaebe es noch ein paar andere Fakten, die interessant zu wissen waeren:

Musa Abu Marzouk is the Deputy Chief of HAMAS’s Political Bureau based in Damascus, Syria. His activities include directing and coordinating terrorist acts by HAMAS against soldiers and civilians in Israel and the West Bank and Gaza. Marzouk maintains relationships with other terrorist organizations.

The Holy Land Foundation for Relief and Development, designated as an SDGT under EO 13224 in December 2001 based on its support of HAMAS, received start-up funding and instructions from Marzouk. Marzouk is implicated in receiving financing for HAMAS terrorist attacks, funds that have been used to mobilize military activity inside Israel and the West Bank/Gaza.

In seiner Charmeoffensive fuer die Hamas in der NZZ «Israel will ein Palästina-Ghetto erzwingen»

legt Viktor Kocher Herr Marzuk in den Mund:

Ihre Ziele sind denjenigen von Abbas in vielem ähnlich. So stellte Abu Marzuk klar, dass die Hamas einen Staat auf der gesamten Fläche von Cisjordanien, Ostjerusalem und Gaza erringen will.

Ich neige dazu, diese Einschaetzung zu teilen: Tatsaechlich ist auch die Fatah unter Abbas nicht bereit, Israel das Existenzrecht als juedischer Staat zuzugestehen und verfolgt weiterhin den Phasenplan Arafats. Aber Kocher meint natuerlich das Gegenteil: Da Abbas als Moderater gehandelt wird, sei auch die Hamas moderat.

Derselbe Marzuk hat sich uebrigens im Februar 2006 so geaeussert:

Senior Hamas member Musa Abu Marzuk described the Palestinian Authority’s recognition of Israel as “an error, which can be rectified,” speaking to reporters in Cairo Sunday.

“Where are the borders of this country? Are the settlements included in them? What will happen with the right to return?” Abu Marzuk demanded. “Until these questions are answered satisfactorily, we will not even consider changing our stance.”

Abu Marzuk’s comments came shortly after Damascus-based Hamas leader, Khaled Mashaal said last week that Hamas would never recognize the legitimacy of the “Zionist state which was established on our land”.

Und im Juli dieses Jahres schrieb er in der LA Times folgendes:

(…)

Yet in my many years of keeping an open mind to all sides of the Palestine question — including those I spent in an American prison, awaiting Israeli “justice” — I am forever asked to concede the recognition of Israel’s putative “right to exist” as a necessary precondition to discussing grievances, and to renounce positions found in the Islamic Resistance Movement’s charter of 1988, an essentially revolutionary document born of the intolerable conditions under occupation more than 20 years ago.

(…)

I look forward to the day when Israel can say to me, and millions of other Palestinians: “Here, here is your family’s house by the sea, here are your lemon trees, the olive grove your father tended: Come home and be whole again.” Then we can speak of a future together.

Hier finden wir die altbekannte anitsemitische Leier, dass Israel die USA kontrollierte. Und als Loesungsvorschlag bietet Marzuk an, dass Israel den Palaestinenser einfach das Land uebergeben koennte, dann koenne ueber eine gemeinsame Zukunft gesprochen werden.

Und gestern feierte die Hamas so ihr 20jaehriges Bestehen:

Hamas on Saturday marked its 20th anniversary by vowing to continue the “jihad” against Israel and never recognize its right to exist.

(…)

Haniyeh pointed out that those who believe in the “resistance” and the concept that “Islam is the solution” have scored a number of victories over the past few years: the Israeli withdrawal from southern Lebanon in 2000, the Israeli withdrawal from the Gaza Strip in 2005, the abduction of IDF Cpl. Gilad Schalit in 2006 and the beginning of the “defeat” of the Americans in Iraq and Afghanistan this year.

Haniyeh said that “Whoever insists on not recognizing Israel, clings to Allah and doesn’t surrender in the face of the Israeli and US blockade, his popularity grows despite American hostility.” “As long as the Israeli oppression grows, so will his popularity.”

(…)

Syria-based Hamas leader Khaled Mashaal [Marzuks Chef, RB] threatened during a televised speech to launch a “third and fourth intifada” against Israel. He added that his movement had a lot of patience “despite the ongoing conspiracies and the blockade against the Gaza Strip.” He, too, said one of Hamas’s biggest achievements was to “expel” Israel from the Gaza Strip in 2005.

(…)

Diese laestige Kleinigkeit ist auch nicht wert, von Herrn Kocher erwaehnt zu werden:

Und diesen Mann und seine Bewegung will uns die NZZ als Verhandlungspartner andienen! Die politische Agenda der Zeitung wird immer deutlicher…


der Geburtstag

Dezember 13, 2007

Die Hexenparty liegt noch vor uns, deswegen habe ich nicht viel Zeit zum Schreiben, aber der eigentliche Geburtstag ist vorbei.

Eigentlich wollte ich mit den Kindern ja einen Ausflug machen und hatte eigens einen Tag Urlaub angemeldet, weil gestern auch der letzte Tag der Chanukkaferien war. Aber als ich die Kleine vorgestern von ihrer Keitana (Ferienbetreuung) abholte, stellte sich heraus, dass sie von ihrem Geburtstag erzaehlt hatte und dass in der Keitana ein Geburtstagspicknick zu ihren Ehren stattfinden sollte. Das konnte ich ihr natuerlich nicht verwehren. Auf die Schnelle und mit den vorhandenen Zutaten habe ich schnell noch einen Geburtstagskuchen fuer das Picknick gebacken.

Waehrend die Kleine feierte, half mir die Grosse mit verschiedenen Besorgungen, alle im Zeichen der Hexenparty. Gegen Mittag holten wir die Kleine wieder ab, gingen zusammen Pizza essen und anschliessend ins Kino. Mit der Kritik stimme ich vollkommen ueberein, aber den Maedchen hat es trotzdem Spass gemacht. Zuhause mussten wir dann ein bisschen Ordnung schaffen, wobei alle fleissig mitarbeiteten, dann wurde der Geburtstagstisch gedeckt.

Waehrend wir auf meinen Mann warteten, machten wir uns an die Manufaktur von Zauberstaeben. Die Grosse und ich hatten in der Altstadt Holzstaebe mit dem richtigen Durchmesser gefunden, die saegte ich nun in Stuecke von ca. 30 cm Laenge und die Maedchen beklebten und bemalten zuerst ihre eigenen Zauberstaebe, dann noch ein, zwei fuer Kinder, die zu spaet zur Party kommen.

Wir wollen naemlich in Diagon Alley anfangen: Eintreffende kleine Hexen gehen sich einkleiden (wie heisst das entsprechende Geschaeft noch?), dann kommen sie zu Ollivander und haben dort die Chance, ihren Zauberstab noch selbst zu gestalten. Erst dann kommt das Willkommensbanket und schliesslich die Spiele.

Die ganze Zeit ueber standen die verpackten Geschenke auf dem Tisch, aber die Kleine quengelte kein einziges Mal. Als mein Mann schliesslich kam, zuendeten wir Wunderkerzen an, assen Kuchen und erst dann packte sie ihre Geschenke aus. Offensichtlich gefielen sie ihr alle. Inzwischen kochte ich Gnocci zum Abendessen, und Schulranzenpacken, Zaehneputzen und ins Bett.

Die Kleine hatte sich schon beim Auspacken der Geschenke bei uns allen bedankt. Als ich ihr den Gutenachtkuss gegeben hatte und schon aus dem Zimmer wollte, toente es noch einmal aus den Kissen: “Vielen Dank Imma, fuer die Geschenke und ueberhaupt fuer Alles.” Das warme Gefuehl, das mich ueberkam, kennen andere Eltern sich auch.

Totmuede (wir waren am Vorabend im Theater gewesen und die Geburtstagsvorbereitungen hatten mich bis 2 Uhr nachts wach gehalten) und sehr zufrieden sank auch ich ins Bett.


Briten sehen Auge in Auge mit den Israelis

Dezember 10, 2007

zumindest, was den NIE Bericht zum iranischen Atomwaffenprogramm angeht.

Iran ‘hoodwinked’ CIA over nuclear plans

British spy chiefs have grave doubts that Iran has mothballed its nuclear weapons programme, as a US intelligence report claimed last week, and believe the CIA has been hoodwinked by Teheran.

The timing of the CIA report has also provoked fury in the British Government, where officials believe it has undermined efforts to impose tough new sanctions on Iran and made an Israeli attack on its nuclear facilities more likely.

(…)

Dass Israel und UK uebereinstimmen, ist so selten, dass ich zu Ehren des Vorfalls ein paar fliegende Schweine einstelle:

und saisongemaess


Schon erstaunlich, dass ausschliesslich Israel den “Friedensprozess” gefaehrden kann

Dezember 6, 2007

PA: IDF offensive in Gaza would scuttle peace negotiations

A massive IDF operation in the Gaza Strip will force the Palestinian Authority to boycott peace talks with Israel, PA officials warned Wednesday.

Meanwhile, Kadoura Fares, a top Fatah operative in the West Bank, confirmed that his faction was planning to fight alongside Hamas’s forces if the IDF sent troops into the Gaza Strip. Earlier this week, the Post revealed that Fatah leaders had decided to join with Hamas to fight against the IDF inside Gaza.

(…)

However, the committee expressed concern over plans to build new housing units in the Jerusalem neighborhood of Har Homa, warning that this would undermine the peace process. The Palestinians consider Har Homa, which is inside the municipal boundaries of Jerusalem, a settlement that was built on lands captured by Israel during the Six Day War.

The PA’s chief negotiator said the decision to build new homes there was a “violation of the road map and the Annapolis conference.” He said the time had come for Israel to choose between peace and settlements.

(…)

Man koennte ja auch argumentieren, dass der fortwaehrende Beschuss aus dem Gazastreifen den Friedensprozess gefaehrdet und die Ankuendigung des Friedenspartners lieber auf der Seite derjenigen zu kaempfen, die Israel vernichten wollen, anstatt gegen sie vorzugehen, ebenfalls.

Die richtige Antwort lautet natuerlich, dass “Friedensprozess” ein Euphemismus fuer isr. Selbstaufgabe ist. Daher macht es schon Sinn, dass nur isr. Aktionen ihn gefaehrden koennen.