Vor vier Monaten schrieb ich anhand von Vorfaellen in Paris und Amsterdam darueber, dass eine verbreitete muslimische Auffassung auch im Westen Nicht-Muslimen gegenueber Muslimen kein Recht auf Selbstverteidigung einraeumt.
Jetzt wird meine These auch durch einen Vorfall in Deutschland belegt:
(…)
Nach bisherigen Ermittlungen hatte das Opfer gemeinsam mit einem Begleiter (19) zuvor versucht, den 20-Jährigen und seinen Freund (17) zu berauben. Mit seinem Freund sei der 20-Jährige gegen 23 Uhr auf dem Weg in eine Pizzeria gewesen, als die beiden Kontrahenten plötzlich aufgetaucht seien. Sie hätten den Jüngeren der beiden aufgefordert, seine Schultertasche zu übergeben. Als sich dieser zur Wehr setzte, sei er durch den gleichaltrigen Angreifer in einen Hauseingang gedrängt und zu Boden geschlagen worden, berichtet die Polizei.
In diesem Moment habe der 19-jährige Mittäter auch auf den 20-Jährigen eingeschlagen. „Aus Angst zog der Geschlagene sein in der Hosentasche befindliches Messer und stach damit einmal auf sein Gegenüber ein“, heißt es im Bericht der Polizei. Der Verletzte habe seinen Angriff daraufhin sofort beendet und sei mit seinem 19-jährigen Begleiter geflüchtet. Nach 70 Metern sei er aufgrund seiner schweren Verletzungen zusammengebrochen. Der junge Mann, der den Messerstich ausgeführt hatte, habe sofort den Notruf alarmiert und auf das Eintreffen von Rettungsdienst und Polizei gewartet.
Wie die Polizei erklärt, hat die Kölner Staatsanwaltschaft am Samstagmorgen entschieden, dass gegen den 20-Jährigen keine Anklage erhoben wird. „Obwohl objektiv ein Tötungsdelikt vorliegt, wird es nicht zur Anklage gebracht, weil der Rechtfertigungsgrund der Notwehr vorliegt“, sagt Polizeisprecherin Catherine Maus. Nachdem er noch in der Nacht auf der Polizeistation vernommen worden war, sei der 20-Jährige danach entlassen worden.
Es scheint sich um einen ziemlich klaren Fall zu handeln. Irgendwie habe ich meine Zweifel, dass andernfalls selbst rassistische Polizisten so aus der Huefte entscheiden wuerden, dass Russlanddeutsche straffrei Marokkaner toeten duerfen. Aber es gibt offensichlich genuegend Menschen, die das anders sehen.
Salih L. ist tot. In Köln Kalk herrscht Trauer und Ratlosigkeit. Jeden Abend demonstrieren Menschen an dem Ort, an dem Salih L. verblutet ist. Sie können und wollen nicht fassen, dass der 17-jährige hier auf der Straße in Notwehr getötet wurde. Für Hunderte ist die Stelle, an der Salih starb, in den letzten Tagen zum Wallfahrtsort geworden. Für Salihs Freunde zählen Fakten längst nicht mehr. Salih ist zum Märtyrer geworden. Der Tote wird auf T-Shirts und im Internet bei YouTube sogar als Engel mit Flügeln dargestellt.
Dabei kannten viele Demonstranten Salih nicht mal persönlich. Ihnen geht es um mehr. Zorn und Trauer entladen sich in Gewalt gegen Deutsche. In Kalk ist seit Salihs Tod das Klima rauer geworden, Deutsche und Ausländer stehen sich feindlich gegenüber.
Hervorhebungen von mir
Abgelegt unter : Legales, Psychologisches


Dazu muß man wissen, dass Salih aus der Gegend um Nador, in Marokko stammt. Nador hat seit jeher, unter Marokkanern, den schlechtesten Ruf (Räuberhöhle) in Marokko. Ich kenne etliche Marokkaner, von denen ich dies gehört habe. Es geht nicht um Islam oder Nichtislam sondern um eine schlechte Integration von Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund, der nicht unbedingt islamisch sein muß. Schau dir einmal die mangelhafte Integration der Russlanddeutschen an, hier fühlen sich mehr der russischen Identität verbunden als der mitteleuropäischen. Es gibt hunderttausende türkisch- und marokkanischstämmige Deutsche die sich durch nichts von dem Rest der Bevölkerung unterscheiden. Von einigen wird der Islam nur als Deckmäntelchen, für ihre Unfähigkeit zum Integratonwillen, missbraucht. Andere widerum sind unzufrieden oder fühlen sich unfair behandelt und der Islam scheint ihnen ein vermeintliches Refugium zu bieten. Was kann der Islam dafür, dass er von diesen Leuten missbraucht wird ?
Perry,
hier geht es ueberhaupt nicht um Salih, sondern um diejenigen, die ihn zum Maertyrer verklaeren und Gewalt gegen Deutsche als Antwort sehen.
Das ist das Weltbild vom Kriegszustand zwischen dem Islam und der der nicht-muslimischen Welt. In diesem Krieg ist jeder muslimische Gefallene ein Maertyrer. Dass er selbst als Erster zur Gewalt gegriffen hat, tut dem keinerlei Abbruch, eher im Gegenteil.
Dieses Weltbild stammt aus dem Islam, es stellt nicht den ganzen Islam dar, aber die Verbindung ist eindeutig vorhanden.
So wie ich das sehe, akzeptiert der Erbischof von Canterbury, Rowan Williams, mittlerweile den Suprematsanspruch:
http://www.n-tv.de/915950.html
Vielleicht sollte er gleich Muslim werden – wäre weniger umständlich.