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	<title>Kommentare zu: Vier Professoren oder die psychischen Nachwirkungen der Nazizeit im deutschen Bewusstsein</title>
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	<description>was so eine Perspektive ausmacht...</description>
	<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 14:36:25 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Hinweise auf die Mechanismen von sekundaerem Antisemitismus &#171; Freunde der offenen Gesellschaft</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4879</link>
		<dc:creator>Hinweise auf die Mechanismen von sekundaerem Antisemitismus &#171; Freunde der offenen Gesellschaft</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 06:26:44 +0000</pubDate>
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		<description>[...] wir die Grundlage der negativen Erwartungshaltung von Deutschen gegenueber Israelis, auf die ich hier schon zu sprechen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] wir die Grundlage der negativen Erwartungshaltung von Deutschen gegenueber Israelis, auf die ich hier schon zu sprechen [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flowerkraut</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4856</link>
		<dc:creator>flowerkraut</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 17:10:58 +0000</pubDate>
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		<description>@Manfred
Nur das Problem war, dass es hier immer schwer gefallen ist, auf konstruktive Art und Weise herauszufinden, was diese „Solidargemeinschaft oder Kollektive“ (diese Worte helfen hier auch nicht weiter) –nach innen und außen- bedeuten und ausmachen, bzw. wer dazugehören darf (!) und muß(!)! Seit Beginn der Epoche der Nationalstaaten, war das fast immer der Fall: Vor Bismarck, während Bismarck, danach, im Kalten Krieg und eigentlich in anderer Form auch jetzt. Und wenn die westlichen Alliierten nicht für ein wenig Ordnung in unseren Köpfen gesorgt hätten, wäre die Bundesrepublik erneut mehrmals über ihre eigenen Füße gestolpert. Ich vermute in Österreich hat sich dieses Problem so nie dauerhaft gestellt: K&#38;K war da immer eher der Getriebene, die deutsche Mentatlität eher ein Antreiber, der nie recht wusste was er wollte, und wenn doch ... war es meist falsch.

@Oren
1)Stimme dir sonst weitgehend zu, obwohl während der Nazibarbarei in  D der Protestantismus weitaus stärker versagt hat als der Katholizismus.
2)„Die Welt von Gestern“ ist nicht nur in diesem Zusammenhang ein absolut lesenswertes und hochinteressantes Buch. 

Ok, das war es von meiner Seite!

PS: Gute Besserung für all die Kranken!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Manfred<br />
Nur das Problem war, dass es hier immer schwer gefallen ist, auf konstruktive Art und Weise herauszufinden, was diese „Solidargemeinschaft oder Kollektive“ (diese Worte helfen hier auch nicht weiter) –nach innen und außen- bedeuten und ausmachen, bzw. wer dazugehören darf (!) und muß(!)! Seit Beginn der Epoche der Nationalstaaten, war das fast immer der Fall: Vor Bismarck, während Bismarck, danach, im Kalten Krieg und eigentlich in anderer Form auch jetzt. Und wenn die westlichen Alliierten nicht für ein wenig Ordnung in unseren Köpfen gesorgt hätten, wäre die Bundesrepublik erneut mehrmals über ihre eigenen Füße gestolpert. Ich vermute in Österreich hat sich dieses Problem so nie dauerhaft gestellt: K&amp;K war da immer eher der Getriebene, die deutsche Mentatlität eher ein Antreiber, der nie recht wusste was er wollte, und wenn doch &#8230; war es meist falsch.</p>
<p>@Oren<br />
1)Stimme dir sonst weitgehend zu, obwohl während der Nazibarbarei in  D der Protestantismus weitaus stärker versagt hat als der Katholizismus.<br />
2)„Die Welt von Gestern“ ist nicht nur in diesem Zusammenhang ein absolut lesenswertes und hochinteressantes Buch. </p>
<p>Ok, das war es von meiner Seite!</p>
<p>PS: Gute Besserung für all die Kranken!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: oren1</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4855</link>
		<dc:creator>oren1</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 08:16:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://beer7.wordpress.com/?p=642#comment-4855</guid>
		<description>friedrich torberg hat einmal gesagt: "der grösste unterschied zwischen deutschen und österreichern liegt in der gemeinsamen sprache." österreich und deutsch sind immer miteinander verbunden gewesen. man sollte jedoch nicht vergessen, dass österreich aus der tradition eines vielvölkerstaates entstanden ist. schon in diesem staat gab es nationale strömungen. es müsig darüber nachzudenken, wer angefangen hat, irgendwer wirds wohl gewesen sein. nimmt man den deutschen nationalismus heraus, so gab es lange vor hitler äusserst unsympathische deutschnationalisten in österreich, die natürlich auch mit dem antisemitismus stimmung machten. aber es gab auch einen lueger. der war christlich sozial und einer der grössten antisemiten, noch immer sind nach ihm plätze und strassen in wien benannt. weiters gab es im alten österreich einen starken tschechischen  und serbischen nationalismus, die beide sehr destruktiv waren. der ungarische nationalismus war stolz aber durch seine souveränität (eigenes königreich - sisi) nicht so beissend.
das habsburgerreich war durch und durch katholisch. über katholischen antisemitismus etwas zu sagen, erübrigt sich wohl. trotzdem war es ein habsburger, josef der zweite, ein sohn maria theresias, der das toleranzpatent einsetzte. soetwas wie eine gleichberechtigung der anderen religionen.
die idee eines vereinten europas, kann man schon in stefan zweigs "die welt von gestern" nachlesen. europa war in den köpfen der intellektuellen, der kaffeehausliteraten, zeitungsherausgeber usw. ein fixer bestandteil. nicht umsonst wurde das reinste deutsch weder in deutschland noch in österreich gesprochen sondern in prag. leider haben die nazis nicht nur die ganze welt in einen fürchterlichen krieg getrieben sondern auch das geistesleben in deutschland und österreich vollkommen zerstört. wenige haben überlebt. einige konnten flüchten, noch weniger kamen zurück. nicht umsonst gibt es noch immer nobelpreisträger, die 1938 flüchteten, und mit denen sich österreichische zeitungen jetzt brüsten, die vertreibung 1938 steht kleingedruckt im anhang, wenn überhaupt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>friedrich torberg hat einmal gesagt: &#8220;der grösste unterschied zwischen deutschen und österreichern liegt in der gemeinsamen sprache.&#8221; österreich und deutsch sind immer miteinander verbunden gewesen. man sollte jedoch nicht vergessen, dass österreich aus der tradition eines vielvölkerstaates entstanden ist. schon in diesem staat gab es nationale strömungen. es müsig darüber nachzudenken, wer angefangen hat, irgendwer wirds wohl gewesen sein. nimmt man den deutschen nationalismus heraus, so gab es lange vor hitler äusserst unsympathische deutschnationalisten in österreich, die natürlich auch mit dem antisemitismus stimmung machten. aber es gab auch einen lueger. der war christlich sozial und einer der grössten antisemiten, noch immer sind nach ihm plätze und strassen in wien benannt. weiters gab es im alten österreich einen starken tschechischen  und serbischen nationalismus, die beide sehr destruktiv waren. der ungarische nationalismus war stolz aber durch seine souveränität (eigenes königreich - sisi) nicht so beissend.<br />
das habsburgerreich war durch und durch katholisch. über katholischen antisemitismus etwas zu sagen, erübrigt sich wohl. trotzdem war es ein habsburger, josef der zweite, ein sohn maria theresias, der das toleranzpatent einsetzte. soetwas wie eine gleichberechtigung der anderen religionen.<br />
die idee eines vereinten europas, kann man schon in stefan zweigs &#8220;die welt von gestern&#8221; nachlesen. europa war in den köpfen der intellektuellen, der kaffeehausliteraten, zeitungsherausgeber usw. ein fixer bestandteil. nicht umsonst wurde das reinste deutsch weder in deutschland noch in österreich gesprochen sondern in prag. leider haben die nazis nicht nur die ganze welt in einen fürchterlichen krieg getrieben sondern auch das geistesleben in deutschland und österreich vollkommen zerstört. wenige haben überlebt. einige konnten flüchten, noch weniger kamen zurück. nicht umsonst gibt es noch immer nobelpreisträger, die 1938 flüchteten, und mit denen sich österreichische zeitungen jetzt brüsten, die vertreibung 1938 steht kleingedruckt im anhang, wenn überhaupt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4854</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 00:33:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://beer7.wordpress.com/?p=642#comment-4854</guid>
		<description>Indem die Österreicher nach 1945 aufhörten, sich als Deutsche zu definieren, haben sie kollektiv die Flucht aus ihrer eigenen Geschichte angetreten. (Österreich hat ja eine sehr alte eigene Staatstradition, die aber immer die Tradition des führenden DEUTSCHEN Staates war - um die Political Incorrectness auf die Spitze zu treiben: Österreich hat entweder eine deutsche Identität - oder gar keine).

Dabei haben die Österreicher nur kollektiv das gemacht, was viele Deutsche individuell getan haben, nämlich sich von der eigenen Nation verabschiedet; es gibt in Deutschland ziemlich viele Leute, die sich als Europäer, Weltbürger oder "einfach Menschen" verstehen. Das klingt human, ist es aber nicht, weil es die Aufkündigung einer Solidargemeinschaft - eben der Nation - bedeutet, ohne eine andere an ihre Stelle zu setzen. Solche Völker - oder überhaupt Kollektive - die ihren eigenen Interessen und Bedürfnissen nicht den Vorrang vor denen anderer geben, fallen über kurz oder lang stärkeren Kollektiven zum Opfer. Das heißt ja nicht, dass man sich rücksichtslos über alle Anderen hinwegsetzt. Aber wenn einem das Hemd nicht näher ist als der Rock, dann steht man irgendwann ohne Hemd und sogar ohne Hosen da.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Indem die Österreicher nach 1945 aufhörten, sich als Deutsche zu definieren, haben sie kollektiv die Flucht aus ihrer eigenen Geschichte angetreten. (Österreich hat ja eine sehr alte eigene Staatstradition, die aber immer die Tradition des führenden DEUTSCHEN Staates war - um die Political Incorrectness auf die Spitze zu treiben: Österreich hat entweder eine deutsche Identität - oder gar keine).</p>
<p>Dabei haben die Österreicher nur kollektiv das gemacht, was viele Deutsche individuell getan haben, nämlich sich von der eigenen Nation verabschiedet; es gibt in Deutschland ziemlich viele Leute, die sich als Europäer, Weltbürger oder &#8220;einfach Menschen&#8221; verstehen. Das klingt human, ist es aber nicht, weil es die Aufkündigung einer Solidargemeinschaft - eben der Nation - bedeutet, ohne eine andere an ihre Stelle zu setzen. Solche Völker - oder überhaupt Kollektive - die ihren eigenen Interessen und Bedürfnissen nicht den Vorrang vor denen anderer geben, fallen über kurz oder lang stärkeren Kollektiven zum Opfer. Das heißt ja nicht, dass man sich rücksichtslos über alle Anderen hinwegsetzt. Aber wenn einem das Hemd nicht näher ist als der Rock, dann steht man irgendwann ohne Hemd und sogar ohne Hosen da.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flowerkraut</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4853</link>
		<dc:creator>flowerkraut</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 19:26:20 +0000</pubDate>
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		<description>1)Denke ich auch, Geschichte ist ein Prozeß und überall ist alles einweing anders, aber gerade Albanien/Kosovaren sind ein Beispiel dafür:

http://www.hagalil.com/archiv/2003/09/antisemitismus.htm

2)Das Problem mit der alltäglichen deutschen Geschichtswahrnehnung (bis hinein ins akademische Milieu) ist, dass viele nicht begreifen wollen, dass die Shoa, eben kein Bestandteil eines militärischen  Konfliktes war, sondern aus rassitischen Überzeugungen heraus geschah. Und im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern, gab es in D/Ö keine Besatzungsmacht, die einige Einheimische zu Greultaten ermutigen mußte. Wer sich das nicht einbesteht, betrügt. Es ist nur natürlich, dass "unbefleckte patriotische Gefühle"(wenn sie denn notwendig sein sollen)  hier schwerlich für sich alleine stehen können. Aus dieser Fehldeutung kommt auch die Vielzahl an irrigen Gleichsetzungen zum Nahostkonflikt, selbst wenn sie oft nur angedeutet sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1)Denke ich auch, Geschichte ist ein Prozeß und überall ist alles einweing anders, aber gerade Albanien/Kosovaren sind ein Beispiel dafür:</p>
<p><a href="http://www.hagalil.com/archiv/2003/09/antisemitismus.htm" rel="nofollow">http://www.hagalil.com/archiv/2003/09/antisemitismus.htm</a></p>
<p>2)Das Problem mit der alltäglichen deutschen Geschichtswahrnehnung (bis hinein ins akademische Milieu) ist, dass viele nicht begreifen wollen, dass die Shoa, eben kein Bestandteil eines militärischen  Konfliktes war, sondern aus rassitischen Überzeugungen heraus geschah. Und im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern, gab es in D/Ö keine Besatzungsmacht, die einige Einheimische zu Greultaten ermutigen mußte. Wer sich das nicht einbesteht, betrügt. Es ist nur natürlich, dass &#8220;unbefleckte patriotische Gefühle&#8221;(wenn sie denn notwendig sein sollen)  hier schwerlich für sich alleine stehen können. Aus dieser Fehldeutung kommt auch die Vielzahl an irrigen Gleichsetzungen zum Nahostkonflikt, selbst wenn sie oft nur angedeutet sind.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: beer7</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4852</link>
		<dc:creator>beer7</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 09:01:26 +0000</pubDate>
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		<description>Oren,

es kann gut sein, dass oesterreichische Identitaet nur schwer ohne Antisemitismus auskommt. Hast Du mal bei Manfred nachgelesen, wie er den europaeischen Antisemitismus ableitet? Da Oesterreich ansonsten eine ziemlich schwachbruestige Konstruktion ist. Das Erbe des Habsburgischen Vielvoelkerstaat kann es ja nicht antreten und so bleibt es ohne wirklich eigene Geschichte, Kultur und mit einer Sprache, die es mit dem groesseren Nachbarn teilt, ziemlich ohne tieferes Identifikationsangebot.

Das bedeutet aber immer noch nicht, dass Patriotismus grundsaetzlich synonym mit Antisemitismus und/oder Fremdenhass sei.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oren,</p>
<p>es kann gut sein, dass oesterreichische Identitaet nur schwer ohne Antisemitismus auskommt. Hast Du mal bei Manfred nachgelesen, wie er den europaeischen Antisemitismus ableitet? Da Oesterreich ansonsten eine ziemlich schwachbruestige Konstruktion ist. Das Erbe des Habsburgischen Vielvoelkerstaat kann es ja nicht antreten und so bleibt es ohne wirklich eigene Geschichte, Kultur und mit einer Sprache, die es mit dem groesseren Nachbarn teilt, ziemlich ohne tieferes Identifikationsangebot.</p>
<p>Das bedeutet aber immer noch nicht, dass Patriotismus grundsaetzlich synonym mit Antisemitismus und/oder Fremdenhass sei.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: oren1</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4851</link>
		<dc:creator>oren1</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 08:08:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://beer7.wordpress.com/?p=642#comment-4851</guid>
		<description>beer7.

http://community.aon.at/a/board.topic?id=47404

das ist ein kleines beispiel. der grösste provider des landes betreibt ein forum, indem es vor antisemiten nur so wimmelt. dieses forum zeichnet die durchschnittsmeinung des durchnittsösterreichers auf. was hat sich geändert?
grüße oren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>beer7.</p>
<p><a href="http://community.aon.at/a/board.topic?id=47404" rel="nofollow">http://community.aon.at/a/board.topic?id=47404</a></p>
<p>das ist ein kleines beispiel. der grösste provider des landes betreibt ein forum, indem es vor antisemiten nur so wimmelt. dieses forum zeichnet die durchschnittsmeinung des durchnittsösterreichers auf. was hat sich geändert?<br />
grüße oren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: beer7</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4850</link>
		<dc:creator>beer7</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 07:50:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://beer7.wordpress.com/?p=642#comment-4850</guid>
		<description>Oren,

Patriotismus hat ein Comeback, zumindest wuerde ich Kosovo &#38; Co. so einordnen.

Ich finde es zu kurz, Patriotismus einfach als Stolz auf das eigene Land zu verstehen. Es hat mehr mit dem Gefuehl der Zugehoerigkeit zu tun. Wir koennen uns ja auch nicht die Familie auszusuchen, in die wir geboren werden. Trotzdem wuerde es jedem absurd erscheinen, dass wir deswegen unseren Familien gegenueber dieselbe Distanz einnehmen sollten wie allen anderen Menschen. 

Mit der Zugehoerigkeit entsteht auch der Wunsch sich einzubringen. Wenn wir unsere Land lieben, dann wollen wir auch Dinge verbessern, von denen wir meinen, dass sie im Argen liegen. Vielleicht wollen wir die schmutzige Waesche nicht in aller Oeffentlichkeit waschen, aber dass sie schmutzig bleibt, wollen wir auch nicht!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oren,</p>
<p>Patriotismus hat ein Comeback, zumindest wuerde ich Kosovo &amp; Co. so einordnen.</p>
<p>Ich finde es zu kurz, Patriotismus einfach als Stolz auf das eigene Land zu verstehen. Es hat mehr mit dem Gefuehl der Zugehoerigkeit zu tun. Wir koennen uns ja auch nicht die Familie auszusuchen, in die wir geboren werden. Trotzdem wuerde es jedem absurd erscheinen, dass wir deswegen unseren Familien gegenueber dieselbe Distanz einnehmen sollten wie allen anderen Menschen. </p>
<p>Mit der Zugehoerigkeit entsteht auch der Wunsch sich einzubringen. Wenn wir unsere Land lieben, dann wollen wir auch Dinge verbessern, von denen wir meinen, dass sie im Argen liegen. Vielleicht wollen wir die schmutzige Waesche nicht in aller Oeffentlichkeit waschen, aber dass sie schmutzig bleibt, wollen wir auch nicht!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: oren1</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4846</link>
		<dc:creator>oren1</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 16:15:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://beer7.wordpress.com/?p=642#comment-4846</guid>
		<description>prinzipiell sind wir, deutsche oder österreicher, die nachfolger der nazis, zumindest die nachkommen. damit muss man leben. auch, dass man in israel als deutscher oder österreicher zuerst einmal gescannt wird, ist völlig verständlich. ich hab die erfahrung in israel gemacht, dass eine klare stellungnahme zu den fürchterlichen ereignissen völlig ausreicht, jedoch sollte die stellungnahme ohne jedes wenn und aber erfolgen, was ja eigentlich das mindeste ist. auch habe ich schon leute gehört, die sich beklagt haben, dass überlebende der shoah nicht mit ihnen geredet haben. mir ist das nie passiert. aber wenn, dann gibt es keinen grund sich larmoyant darüber zu beklagen. überempfindlich wird sofort die ablehnung einer kollektivschuld (die eine erfindung der antisemiten und revisionisten ist) verkündet. ich rate diesen leuten nicht so überempfindlich zu sein, angesichts dessen was ein überlebender der shoah erlebt hat, sind diese dinge nicht einmal fliegenkacke.

nach dem in unseren ländern diese wahnsinnigen dinge passiert sind, haben sich auch die nachfolgenden generationen damit zu baschäftigen, da prinzipiell eine verantwortung, nicht für die vergangenheit, aber für den umgang mit der vergangenheit besteht. patriotismus scheint mir unangebracht, weil er im heutigen europa veraltert scheint oder ist. man kann sich nicht aussuchen wo man geboren wird, man kann nur darauf achten, was in seinem land passiert und versuchen mittels demokratischer und rechtstaatlicher mittel gerechtigkeit zu fordern. simon wiesenthal ist hier ein überlebensgrosses vorbild. selbst betroffen von den greueln und danach mit einer skandalösen nachkriegsjustiz für die mörder konfrontiert, hat er immer für die gerechtigkeit gearbeitet, ohne aus dem demokratischen rahmen zu fallen. zum dank dafür bekam er vom bundeskanzler kreisky den rat, österreich zu verlassen, weil er den fpö-klubobmann friedrich peter zurecht beschuldigt hat, bei der ss und bei den mordbrigaden dabei gewesen zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>prinzipiell sind wir, deutsche oder österreicher, die nachfolger der nazis, zumindest die nachkommen. damit muss man leben. auch, dass man in israel als deutscher oder österreicher zuerst einmal gescannt wird, ist völlig verständlich. ich hab die erfahrung in israel gemacht, dass eine klare stellungnahme zu den fürchterlichen ereignissen völlig ausreicht, jedoch sollte die stellungnahme ohne jedes wenn und aber erfolgen, was ja eigentlich das mindeste ist. auch habe ich schon leute gehört, die sich beklagt haben, dass überlebende der shoah nicht mit ihnen geredet haben. mir ist das nie passiert. aber wenn, dann gibt es keinen grund sich larmoyant darüber zu beklagen. überempfindlich wird sofort die ablehnung einer kollektivschuld (die eine erfindung der antisemiten und revisionisten ist) verkündet. ich rate diesen leuten nicht so überempfindlich zu sein, angesichts dessen was ein überlebender der shoah erlebt hat, sind diese dinge nicht einmal fliegenkacke.</p>
<p>nach dem in unseren ländern diese wahnsinnigen dinge passiert sind, haben sich auch die nachfolgenden generationen damit zu baschäftigen, da prinzipiell eine verantwortung, nicht für die vergangenheit, aber für den umgang mit der vergangenheit besteht. patriotismus scheint mir unangebracht, weil er im heutigen europa veraltert scheint oder ist. man kann sich nicht aussuchen wo man geboren wird, man kann nur darauf achten, was in seinem land passiert und versuchen mittels demokratischer und rechtstaatlicher mittel gerechtigkeit zu fordern. simon wiesenthal ist hier ein überlebensgrosses vorbild. selbst betroffen von den greueln und danach mit einer skandalösen nachkriegsjustiz für die mörder konfrontiert, hat er immer für die gerechtigkeit gearbeitet, ohne aus dem demokratischen rahmen zu fallen. zum dank dafür bekam er vom bundeskanzler kreisky den rat, österreich zu verlassen, weil er den fpö-klubobmann friedrich peter zurecht beschuldigt hat, bei der ss und bei den mordbrigaden dabei gewesen zu sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: eran1</title>
		<link>http://beer7.wordpress.com/2008/02/19/vier-professoren-oder-die-psychischen-nachwirkungen-der-nazizeit-im-deutschen-bewusstsein/#comment-4843</link>
		<dc:creator>eran1</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 11:45:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://beer7.wordpress.com/?p=642#comment-4843</guid>
		<description>"Ich bilde mir ein, auf der Achse des Guten von einem Fall gelesen zu haben, wo ein ganz normaler Deutscher (kein Alt- oder Neonazi) in Tel Aviv nach ein bisschen Alkohol Swastikas und Heil Hitler in ein Gaestebuch eintrug."



ich kenn den Fall eines deutscher Musiker der Berliner Philharmonie (?), der sein Hotelrechnung mit Heil Hitler in Jerusalem unterschrieb. 
War damals ein großer Skandal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich bilde mir ein, auf der Achse des Guten von einem Fall gelesen zu haben, wo ein ganz normaler Deutscher (kein Alt- oder Neonazi) in Tel Aviv nach ein bisschen Alkohol Swastikas und Heil Hitler in ein Gaestebuch eintrug.&#8221;</p>
<p>ich kenn den Fall eines deutscher Musiker der Berliner Philharmonie (?), der sein Hotelrechnung mit Heil Hitler in Jerusalem unterschrieb.<br />
War damals ein großer Skandal.</p>
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