Gestern war ich mit den Maedchen in der Auffuehrung von LOGON (Light Opera Group of the Negev).

Alle 592 Plaetze im Theater waren belegt. Die Auffuehrung war grandios!
Nach Ende der Vorstellung ging der Vorhang auf und Freunde und Verwandte der Darsteller durften auf die Buehne. In meinen ersten beiden Jahren in Beer Sheva habe ich auch bie LOGON mitgewirkt und unter den “royal children” ist eine Freundin von meinen beiden. Wir gingen also auch auf die Buehne und die Kinder waren hin und weg davon, hinter die Kulissen und in die Gardaroben schauen zu koennen.
Auf dem Rueckweg weinte vor allem die Kleine sehr darueber, dass sie noch nicht auftreten koenne. Die Grosse, die von Schulveranstaltungen schon ein bisschen Erfahrung mit Lampenfieber hat, war zoegerlicher. Ich erklaerte ihnen, dass sie eigentlich auf gutem Wege seien, wenn sie spaeter mitspielen wollten. Der Balletunterricht und das Singen im Schulchor (auch die Kleine singt seit einem Monat dort mit) sind ausgezeichnete Vorbereitungen und auch Englisch lernten sie schon. Ich erinnerte sie daran, dass sie sogar schon mitgeholfen hatten, Buehnenbilder fuer LOGON zu bauen und dass wir jederzeit wieder dabei helfen koennen. Das beruhigte die Kleine halbwegs. Zuhause dann mit einem Affenzahn das Abendprogramm durchgespult: Essen, Waschen, Nachthemden, Schultasche packen und ab ins Bett!
Dazwischen dachte ich ein bisschen ueber die vielen Brechungen nach, die in der Auffuehrung stecken:
Der Blick einer Englaenderin auf Siam 1860.
Der Blick von Amerikanern auf die Geschichte einer Englaenderin in Siam.
Der Blick von Israelis auf das amerikanische Musical einer Englaenderin in Siam.
Theater auf dem Theater:
Onkel Toms Huette als weisser Blick auf die Sklaverei in den USA
The little house of Uncle Thomas als thailaendisches Ballet, in dem die Konkubine Tuptim sich selbst in der amerikanischen Sklaverei wiedererkennt.
Die Darstellerin von Anna arbeitet am Sapir College in Sderot, die Darstellerin von Eliza studiert dort. Ueber Monate hinweg pendelten sie von Sderot nach Beer Sheva zu den Proben.
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