Verdient er schon den Titel “Alibijude”?


Oder muss sich Larry Derfner noch ein bisschen mehr anstrengen? Die Jury (ich) ist sich noch nicht einig.

Mit Saetzen wie diesem

MEANWHILE, KARSENTY has become a Jewish hero -

naehert sich Derfner dem Ziel. Schliesslich laesst sich kaum uebersehen, wessen Held Charles Enderlin und damit auch Larry Derfner ist…

Was die Verschwoerungstheorien angeht, hat Soccerdad schon die Antwort geschrieben. Derfner gibt sich keine Muehe, irgendwelche Argumente zu entwickeln oder zu widerlegen. Wie Enderlin haelt auch er dafuer, dass die Welt sich gefaelligst an seine Weltanschauung anzupassen habe!

Selbstlosigkeit vs. Egoismus


(unter besonderer Beruecksichtung der Situation muslimischer Maedchen)

Schon im Januar vor einem Jahr hat X von The Middle East Interest einen Beitrag veroeffentlicht, in dem er rhetorisch die Frage stellt, ob die Beduerfnisse und Wuensche von Frauen kulturuebergreifend sind oder ob sie jeweils eine Funktion der kulturellen Umwelt sind.

In den nachfolgenden Kommentaren meldete sich erst im Maerz 2008 eine Betroffene zu Wort. Pakistani Apostate Girl schreibt ihren eigenen Blog. Ich weiss von ihr maximal genau so viel, wie selber preisgibt, eher weniger, da ich sicher einiges ueberlesen habe.

Im Mai meldete sich dann eine andere Betroffene zu Wort. Bushra Ul Hussaini ist glaeubige Muslimin und besteht ebenfalls auf Universalitaet, nur in die andere Richtung, als die die X und Pakistani Girl sehen. Ein Leben nach islamischen Wertvorstellungen ist das einzig richtige, so dass auch Frauen im Westen gut daran taeten, ihr falsches Bewusstsein und Verhalten zu aendern.

Frauen brauchen kein eigenes Geld, muessen keine Sexspielzuege sein, sich nicht zu Sklavinnen ihrer Liebhaber machen. Ihre Familie und ihre Gemeinde ist dazu aufgerufen, sie zu beschuetzen, fuer sie zu sorgen und sie zu lieben. (In dieser Reihenfolge)

Diese Haltung wirkt auf mich infantil. Nur ein Saeugling kann und soll sich mit dieser bedingungslosen und seinerseits voellig passiven Versorgung zufrieden geben. Jede Entwicklung des Kindes bedeutet eine fortschreitende Loesung aus dieser Situation und zunehmende Eigeninitiave und Verantwortung.

In meiner ersten Reaktion schrieb ich Bushra sofort ab. Zu meiner Ueberraschung kennen sich Bushra und Pakistani Girl offensichtlich auch persoenlich und Pakistani Girl gab zu Protokoll, dass Bushra eine der wenigen war, die zu ihr hielt, als es ihr dreckig ging. Vor diesem Hintergrund revidierte ich meine Reaktion und versuchte, mich in ein junges Maedchen hineinzudenken, das alle islamischen Werte voellig Ernst nimmt und mit jugendlichem Idealismus versucht, ihnen zu entsprechen.

Inzwischen ging der Austausch zwischen Pakistani Girl und Bushra eifrig weiter.

Vor einigen Wochen habe ich Ayn Rands “Fountainhead” gelesen. Ehrlich gesagt, gefiel mir “Atlas Shrugged” besser und in beiden Werken sind mir die Charaktere zu holzschnittartig. Am menschlichsten sind noch die Figuren, die nicht von vornherein als “gut” oder “boese” angelegt sind. In Fountainhead also Peter Keating und Catherine Halsey.

Bushra erinnerte mich immer mehr an Catherine Halsey in ihrer Beteuerung, dass sie nicht egoistisch sein koenne und dem Wohl anderer, nahestehender Menschen ihrem eigenen Wohlergehen vorziehe.

thing is that i can’t be selfish.i learn patience,tolerance and trust in allah.so i don’t blame othres and i try my best to put my family and close one’s happiness and comfort before my own.

Das entspricht ja wirklich der landlaeufigen Auffassung von Selbstlosigkeit, sich selber hintanstellen, andere Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Das kleine Problem ist nur: Wer definiert denn eigentlich das “Wohl” und das “Wohlergehen”? Wenn jedes “ich” seine eigenen Wuensche und Beduerfnisse negiert, dann kommt niemand dazu, fuer sich selber zu definieren, was sein Wohl und sein Wohlergehen ist. Die Deutungshoheit von “Wohl” und “Wohlergehen” fuer den anderen kann demnach von demjenigen beansprucht werden, der fuer sich dem widmet. Jedes “ich” verzichtet also darauf, eigene Wuensche und Beduerfnisse anzumelden und diktiert anderen, was deren Wuensche und Beduerfnisse zu sein haben!

Bushra spricht es auch sehr deutlich aus: Ihre Art der liebenden und fuersorglichen Zuwendung kann durchaus beinhalten, dass sie andere Menschen verletzt, aber das geschieht dann zu derem eigenen Besten, das natuerlich von Bushra definiert wurde:

thats why i try to show you bitter truth.i thought suger Coated wards are not needed……i tried to realized where all pain come from????that’s why i post that comment’s….which hurt u most….iam sorry but that was for your good

Damit haben wir die landlaeufige Vorstellung von Selbstlosigkeit wieder verlassen. Der Selbstlose sollte anderen Menschen Gutes tun, nicht aber ihnen seine eigene Vorstellung von Wahrheit und “Gutem” aufzwingen.

Aber ist das ueberhaupt moeglich? Wie kann der Selbstlose das Selbst anderer Menschen respektieren, wenn er sein eigenes Selbst entweder nie entwickelt hat oder gewaltsam negiert? “Was du nicht willst, das man dir tu, das fueg auch keinem anderen zu”, “liebe deinen naechsten wie dich selbst” und andere Varianten derselben Maxime gehen ja gerade von einem entwickelten Selbst aus. Wenn das “ich” seine eigenen Wuensche unterdrueckt, abwertet, verleugnet, dann ist es nur angemessen, wenn es die echten Wuensche von anderen Menschen ebenfalls unterdrueckt, abwertet und verleugnet.

Hier habe ich uebrigens einen interessanten Text gefunden, in dem Hillary Clinton mit Catherine Halsey in Verbindung gebracht wird. Die innere Leere in Verbindung mit dem Anspruch, andere zu ihrem Glueck zwingen zu duerfen, ja muessen, sind gefaehrliche Symptome:

It takes a village, or a Toohey, or an Alinsky, to fill such a void. This is a candidate for the Presidency of the United States. Hillary has progressed from doubting the effectiveness of massive government programs to help the poor to seeing them as the only answer, in the name of “social justice.” Like Alinsky, like Toohey, she wishes to crush the individualist independence of Americans and replace it with dependence on the state – and she would be the state – chiefly because she has grown to fear and hate independence in anyone.

Syrische Propaganda in der WELT


Bewohner des Golan wünschen sich den Frieden

so titelt die WELT und vergisst zu qualifizieren, dass es sich ausschliesslich um syrische Bewohner* des Golans handelt. Auf der israelischen Seite sieht man das ein bisschen anders.

„Wir wollen Land für Frieden“, sagt Sulyeman Haddad, im Einklang mit der Deklaration des Gipfels der Arabischen Liga vom März in Damaskus: Israel gibt alle besetzten Gebiete zurück und wird im Gegenzug von den arabischen Staaten anerkannt. Haddad glaubt, dass mit der Lösung dieser Frage auch das Problem des Extremismus in der Region gelöst werde. Der hoch gewachsene Syrer im eleganten schwarzen Anzug war von 1987 bis 1997 Botschafter seines Landes in der Bundesrepublik. Syrien gebe derzeit fast 70 Prozent seines Haushalts für die Rüstung aus und dies, obwohl die Armee aus dem Libanon abgezogen sei. „Der Preis ist Israel“, begründet Haddad. „Und das wollen wir nicht mehr.“

Das allewitische Regime in Damaskus haelt sich ueber seinen Unterdrueckungsapparat an der Macht. Die hohen Ausgaben fuer Geheimdienste, Armee und Waffen haben daher erst mal gar nichts mit Israel zu tun, sondern sind der Preis der Macht. Der Konflikt mit Israel ist aus Sicht des syrischen Regimes ein Asset und kein Nachteil, weil er sich eignet, die Unterdrueckung zu rechtfertigen. Ausserdem fuerchtet das Regime die Entstehung einer wirtschaftlich florierenden und daher notwendig selbstbewussten Mittelschicht wie der Teufel das Weihwasser. Verarmte und eingeschuechterte Buerger lassen sich viel leichter dirigieren.

Richtig ist, dass Syrien Land will und zwar im speziellen den Golan, von dessen Hoehen aus nicht nur der Norden Israels kontrolliert werden kann, sondern auch der ganze Suedlibanon und das Bekkaatal. Das ist deshalb wichtig, weil es die Zone beinhaltet, die bisher von der libanesischen Regierung kontrolliert wurde und die die beiden grossen Einflussgebiete der Hisbollah von einander trennt:

Israel beteiligt sich mit diesen Verhandlungen am Ausverkauf der Zedernrevolution. Und natuerlich bekommt es im Gegenzug nichts Greifbares. Der saudische Versuchsballon, auf den sich Haddad bezieht, ist laengst geplatzt. Er bot keine diplomatischen Beziehungen, keine Normalisierung und natuerlich keinen Verzicht auf das sog. Rueckkehrrecht fuer die Nachkommen von ehemaligen Fluechtlingen aus dem heutigen Staatsgebiets Israel. Ebenso ist heute schon klar, dass in Syrien keine Rede davon sein kann, aus der Allianz mit dem Iran auszuscheren.

Of course, the idea that Syria wants real peace, will recognize Israel, move away from Iran, abandon Hamas or Hizbullah, and cease terrorist meddling in Iraq is the purest nonsense. All these steps are against the regime’s vital interests. Yet, as demonstrated above, it can play the talks game without doing any of these things.

Meanwhile, Lebanon has fallen to Hizbullah, another state added to Iran’s bloc. This catastrophe is intensified by ignoring it.

sagt auch Barry Rubin

*Es ist aber auch ziemlich naiv, in einer Diktatur mit einem Angehoerigen der regierenden Elite herumzulaufen und zu erwarten, dass die befragten, einfachen Buerger ihre Meinung wahrheitsgetreu und unbefangen sagen…

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Zu den israelisch-syrischen Verhandlungen


will ich auch meinen Senf abgeben.

Ich erwarte mir keinen Durchbruch, kein Abkommen, nur Verhandlungen um der Verhandlungen willen. Und das ist die optimistische Einschaetzung. Die pessimistische Sicht ist, dass Olmert und Livni egozentrisch und dumm genug sind, wie im Fall des hochgelobten und in der Realitaet versagenden Resolution 1701, israelische Interessen preiszugeben und die israelische Bevoelkerung fuer dumm zu verkaufen.

Grundsaetzlich haben Assad und seine Clique kaum eine Chance, an der Macht zu bleiben, wenn sie sich aus der Allianz mit dem Iran und den dazu gehoerenden Terrororganisationen loesen. Man wird sich hueten, diese Karten abzugeben. Der Golan ist aus syrischer Sicht das Geschaeft nicht wert. Etwas anderes waere es vielleicht, wenn in einem Muenchner Abkommen II Syrien der Libanon wieder offiziell zugesprochen wuerde. Einen solchen Verrat an der Bewegung des 14. Maerz kann aber Israel nicht begehen, das muessen die USA und Frankreich machen und die sind tatsaechlich nahe daran, wie ihr Verhalten beim juengsten Putschversuch der Hisbollah beweist.

Das Timing, mit dem die Tatsache der Verhandlungen veroeffentlicht wurde, laesst sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Korruptionsvorwuerfe um Olmert zurueckfuehren.

Insider-Informationen zum Training der PA Polizeikraefte


Erinnert sich noch jemand an pal. Polizeitruppen, die unter der Schirmherrschaft von US Generalleutnant Keith Dayton trainiert wurden, um einen Abzug der IDF aus der Westbank zu erlauben, ohne dass die daraufhin der Hamas wie ein wurmstichiger Apfel in den Schoss faellt? Zum Auffrischen des Gedaechtnisses hier die Berichterstattung in der NZZ am 2. Novermber 2007.

Keith Daytons Anspruch auf Ruhm beschraenkt sich bisher darauf, im Gazastreifen auf das falsche Pferd, soll heissen auf Dahlan und die Fatah, gesetzt zu haben. Dabei stand er natuerlich nicht allein, sondern war das ausfuehrende Organ fuer Condoleeza Rice und ihr State Department.

Anscheinend moechte das State Department den Fehler korrigieren, indem es ihn in groesserem Ausmass wiederholt. Hattip My Right Word

Stephen Smith ist leitender Ausbilder beim Administration of Justice program des Gavilan College in Kalifornien und hat aehnliche internationale Monitoraufgaben fuer Polizeikraefte schon in Bosnien und Serbien uebernommen.

Was er bei dem palaestinensischen Ausbildungsprogramm in der Westbank gesehen hat, hat ihn dermassen schockiert, dass er von seiner Aufgabe zurueckgetreten ist. Andere Mitglieder werden vom State Department unter Druck gesetzt zu schweigen. Besucher, die vom Kongress zur Beurteilung des Ausbildungsprogramms geschickt wurden und Journalisten werden entweder auf Anweisung des State Departments oder mit dessen aktiver Unterstuetzung systematisch hinters Licht gefuehrt.

Die Pointe ist, dass die 300 so “ausgebildeten” Polizisten auch beim besten Willen (den ich ohnehin bezweifle) nicht geeignet sind, die IDF im Westjordanland zu ersetzen und eine schleichende oder putschartige Machtuebernahme durch die Hamas zu verhindern.

Stephen Smiths beschreibt seine Beobachtungen und Erfahrungen in der Herald Tribune. Wer kein Problem mit dem Englisch hat, sollte den Text unbedingt ganz lesen.

Die IDF befindet sich im Westjordanland, um israelische Buerger gegen Terroranschlaege und Raketenangriffe von dort aus zu schuetzen. Wenn sie auf amerikanischen Druck abgezogen werden sollte, dann werden mit Sicherheit israelische Buerger (Juden und Araber) mit dem Leben und ihrer Gesundheit dafuer bezahlen.

Blogger, bitte verbreitet diesen Text weiter. Wenn sich dieses Szenario nicht verhindern lassen sollte, dann soll hinterher wenigstens niemand sagen koennen, das habe man nicht vorhersehen koennen.

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Urteil im frz. Al-Dura Prozess


Natuerlich stand nicht Al-Dura vor Gericht (obwohl ich den Vater gern dort sehen wuerde). Angeklagt war Philip Karsenty, der die Berichterstattung von Charles Enderlin in France2 zu diesem Vorfall eine “Scharade” nannte und von ihm deswegen wegen Verleumdung angezeigt und in erster Instanz verurteilt worden war.

In der Berufung kassierte das Gericht die Verurteilung von Karsenty . Die Urteilsbegruendung ist noch nicht online, aber wir koennen gespannt sein.

Fast wuerde ich mir wuenschen, dass Charles Enderlin beim Obersten Gericht in Frankreich appeliert…

Angriffe auf Grenzuebergaenge zum Gazastreifen


Heute morgen wurde der Grenzuebergang Erez im Norden des Gazastreifens durch eine Autobombe verwuestet und zwar vor allem die palaestinensische Seite. Der Islamische Jihad uebernimmt nach ersten Informationen stolz die Verantwortung.

Das ist keineswegs ein vereinzelter Vorfall. Die Grenzuebergaenge werden seit der Machtuebernahme durch die Hamas gezielt angegriffen.

Elder of Ziyon hat hier die Vorfaelle der letzten drei Wochen am Uebergang von Nahal Oz detailliert festgehalten:

April 29: Fatah shoots two mortars at the Nahal Oz crossing, where Gazans get most of their fuel.
April 30: Islamic Jihad shoots four mortars at Nahal Oz.
May 2: The PRC shells Nahal Oz.
May 2: The DFLP shoots two mortars at Nahal Oz.
May 4: Israel ships fuel through Nahal Oz.
May 5: The Abu Ala Reesh Brigades shoots a mortar at Nahal Oz; Hamas shoots two mortars at Nahal Oz
May 9: Islamic Jihad shoots four mortars at Nahal Oz
May 10: Hamas shoots at least one mortar at Nahal Oz.
May 12: Israel ships fuel to Gaza through Nahal Oz.
May 15: Hamas shoots two mortars at Nahal Oz.
May 15: Islamic Jihad shoots five mortars at Nahal Oz.
May 16: The DFLP shoots two mortars at Nahal Oz.
May 19: Israel ships fuel through Nahal Oz.

Zu zwei anderen Grenzuebergaengen notiert er lakonisch:

The Sufa crossing was attacked on May 5, 6, 7, 10, 11, 13, 15, 17 and 19.

The Kerem Shalom crossing was attacked on April 29, May 5, 11 and 14.

Fuer jeden nicht voreingenommenen oder falsch informierten Menschen ist voellig klar, dass Hamas eine Verschlechterung der Lebenssituation der zivilen Bevoelkerung im Gazastreifen wuenscht und aktiv herbeizufuehren versucht. Wenn es jemandem ernst damit waere, dass Israel die volle Verantwortung fuer die Bevoelkerung im Gazastreifen trage, obwohl das Gebiet nicht mehr besetzt ist, dann muesste er/sie einen Wiedereinmarsch der IDF und die gewaltsame Entmachtung der Hamas fordern. Dass diese Forderung von Menschenrechtlern mW noch nie erhoben wurde, laesst mich folgern, dass es ihnen keineswegs um die leidende Bevoelkerung zu tun ist, sondern nur darum, Israel am Zeug zu flicken.

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