Sind “moderater Palaestinenser” und “Heuchler” Synonyme?

Mai 13, 2008

Ich will die Frage noch nicht endgueltig beantworten, tendiere aber dazu, sie zu bejahen. Ziad Khalil Abu Zayyad, mit dem ich auf seinem Blog auch schon zu diskutieren versuchte, ist ein gutes Beispiel:

Er stammt aus einer alteingesessenen pal. Familie. Man muss sich immer wieder mal klarmachen, dass die pal. Gesellschaft immer noch nach feudalen Prinzipien verfasst ist. Pal. Politiker in den hoeheren Raengen stammen in der Regal aus solchen Notabelnfamilien. Beispiele: Arafat selber gehoerte zu den Husseinis (wie der beruechtigte Mufti und natuerlich auch Faisal Husseini mit dem entlarvenden letzten Interview). Nusseibeh nimmt gar in Anspruch, dass seine Familie schon mit Mohammed in Jerusalem eingetroffen sei.

Ein Onkel von unserem Ziad, nach dem dieser wahrscheinlich benannt wurde, hatte auch schon politische Aemter in der PA inne. Er sass als Repraesent des Jerusalemer Districts im PLC, der pal. gesetzgebenden Versammlung. Sein Neffe bereitet sich offensichtlich auch auf eine politische Karriere vor, wie sein Studium der Politikwissenschaften nahelegt. Anthony Robbins hat zumindest bei Ziad mE ganz richtig einen potentiellen, kuenfitgen Palaestinenserfuehrer herausgepickt.

Sein letzter Beitrag Sixty Years of Nakbah and Israel Independence Day ist aber wieder mal ein ungenierter Griff in die Rumpelkiste pal. Propaganda. Er hat dann auch noch die Stirn, sich beleidigt zu geben, weil ich das “cheap propaganda” nenne…

Auch seine Haltung zum Iran scheint mir charakteristisch in ihrem widerspruechlichen Ansatz. Der Hauptpunkt auch bei Ziad scheint zu sein, dass es gegen Israel geht. Dann ist er bereit, sich auch dem Iran anzubiedern, obwohl er mit Sicherheit viel besser weiss als ich, was ihn und Familien wie die seine unter einem iranisch affilierten Regime, wie es die Hamas im Gazastreifen betreibt, erwarten wuerde.

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Alibijuden in der ZEIT

Mai 13, 2008

Die ZEIT hat wie vorausgesehen Ilan Pappe einen Text zum 60. Unabhaengigkeitstag schreiben lassen. Den tue ich mir aber nicht an. Den Inhalt kann sich jeder auch ohne Lektuere vorstellen, wenn man sich die Homepage des Herrn ansieht, die mit zwei pal. Fahnen und typischen pal. Ikonen (alter Mann mit Schluessel, Felsendom etc.), geschmueckt ist. Unter “Links” werden die notorische antisemitischen Seiten, Counterpunch und Electronic Intifada, als Nachrichtenquellen angeboten.

In Israel ist Pappe voellig diskreditiert, gerade auch von Linken.

Jetzt stellt sich nur die Frage, was ein schlechteres Licht auf die ZEIT werfen wuerde: Dass sie keinerlei Ueberpruefung des Autors unternimmt, bevor sie ihre Seiten fuer dessen Texte oeffnet oder dass sie Pappe nicht in Unkenntnis sondern gerade wegen dessen pathologischem Hass auf Israel als Autoren fuer diese Reihe zur “Feier” des 60. Unabhaengigkeitstags gewaehlt hat.

Entweder der Antisemitismus oder die Verbloedung oder beides zusammen ist in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen.

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Was geht uns Israel an?

Mai 12, 2008

Joshuapundit hat zum 60. Unabhaengigkeitstag einen langen Text verfasst, der mir so gut gefaellt, dass ich ins Deutsche uebersetzt habe:

Israel feiert also seinen 60. Geburtstag…

Um diese Zeit halten anscheined viele Leute fuer angesagt, sich gedruckt und laut dauerber zu wundern, ob das Land ueberleben kann oder ob es ueberleben sollte.

Im Besonderen gibt es einen sehr grosszuegig finanzierter Versuch, die Geschichte umzuschreiben und der Beziehung zwischen den USA und Israel die Legitimation zu nehmen. Wenn man einigen dieser Leute zuhoert, dann ist Israel der Knackpunkt der Probleme, die wir mit der muslimischen Welt haben, und alles waere in bester Ordnung, wenn wir “ausgewogener”, soll heissen mehr pro-Araber waeren und unsere Unterstuetzung fuer diese aggressiven und halsstarrigen Juden reduzieren wuerden.

Andere verbreiten, dass Israel nicht ueberleben kann, ausser wenn es sich in eine nicht verteidigbare Enklave zurueckzieht und weitere Laendereien im Nahen Osten judenfrei werden, und vielleicht nicht einmal dann. Sie haben vergessen, dass Israel in der Vergangenheit schon bei schlechtere Chancen gewonnen hat. Sie sehen auch die grimmige Ironie in der Ermunterung, Israel solle sich “fuer Frieden” auf Grenzen zurueckziehen, die die Vernichtung des Landes und seiner Bevoelkerung wahrscheinlicher machen.

Aber lasst uns einen objektiven Blick darauf werfen. Also was? Was fuer einen Unterschied macht es fuer uns hier in Amerika, was Israel geschieht? Warum sollte uns das kuemmern? Warum ist das, was Israel passiert, wichtig fuer die USA? Wenn Israel nicht mehr existieren wuerde, machte das einen Unterschied?

Sehr legitime Fragen, besonders da viele Menschen die richtigen Antworten darauf nicht kennen. Den Rest des Beitrags lesen »


Kaum lege ich eine Nachrichtenpause ein

Mai 11, 2008

veraendert sich die politische Landschaft in unserer Region.

Diesmal hat sich die Hisbollah ein Beispiel an Hamas’ Machtuebernahme vor einem Jahr genommen und Beirut mit Waffengewalt eingenommen.

We have heard for many years from an array of journalists, scholars, and pundits that Hamas and Hezbollah are complicated social movements that employ violence in the service of their political goals, and that they are therefore susceptible to diplomatic engagement. Such tropes about Hamas have become standard — that there should be a Fatah-Hamas unity government, that Israel should diplomatically engage Hamas, that Hamas’s victory in the Palestinian elections make the group a legitimate political player, etc. — and likewise, similar claims are made about Hezbollah’s role in Lebanon: that it is a legitimate representative of the Shia, that it can be negotiated with, that, like Hamas, the magic elixir of political integration will dissuade Hezbollah from its traditional behavior, which is to terrorize and dominate any system in which it participates.

The Hezbollah rampage in Lebanon that we are witnessing should make it obvious to any sentient observer that Hezbollah’s claims to democratic political legitimacy have always been intended only to manipulate the credulous. Participation in politics requires the willingness to persuade your foes, to compromise, to stand down when you don’t get your way. But there is no record of Hamas or Hezbollah ever observing such restrictions: the moment Hezbollah was confronted with political pressure, it responded not within the political sphere, but with warlordism — with an exhibition of violence intended to make clear not just that Hezbollah is the most powerful force in the country, but that challenging it will result in its enemies’ humiliation and dispossession. In the streets of Beirut, with Kalashnikovs and RPGs, Hezbollah is making it abundantly clear that its participation in Lebanese politics ends when Hezbollah is asked to submit to the state’s authority. How many more Middle East “experts” are going to proclaim that the answer to Islamic supremacism is dialogue and political integration?

zitiert aus Noah Pollak in Commentary: The Lesson of Lebanon (erster Link)

Auch Khaled Abu Toameh sieht das in der Jerusalem Post aehnlich:

Many Arab analysts see the events in the Gaza Strip and Lebanon as part of a conflict between two camps in the Arab world - one supported by Teheran and Damascus, and the other openly affiliated with the US.

The Iranians and Syrians are using their proxies in Hizbullah and Hamas to undermine the “moderate” Arabs and to thwart what they see as Washington’s attempts to consolidate its “hegemony” in the Middle East.

“The conflict in Lebanon is not between Sunnis and Shi’ites as the moderate Arabs claim,” notes Abdel Bari Atwan, editor-in-chief of the London-based Al-Quds Al-Arabi daily. “Rather, it’s a conflict between a program of resistance [against Israel] and a program of surrender. This is a conflict between those who have sided with the US in its wars against the Arabs and those who are on the other side. This is a conflict between those who defeated and humiliated Israel and those who were defeated by Israel.”

Hamas has succeeded in creating an Islamic state in the Gaza Strip that is largely dependent on Iran and Syria for survival. And Hizbullah is now on its way to turning Lebanon into an extremist country that is controlled via remote control by Bashar Assad and Mahmoud Ahmadinejad.

In both cases, the Iranians are providing the money and arms, while the Syrians are serving as couriers and facilitators.

Solange der Iran nicht ernsthaft angegangen wird, ist jede Nahostdiplomatie ziemlich obsolet, als wuerde ich staendig den Boden im Badezimmer aufwischen, aber nie den Hahn zudrehen…


ueberraschender Besuch am Unabhaengigkeitstag

Mai 11, 2008

Wie es sich gehoert, haben wir den Unabhaenigkeitstag grillend verbracht und zwar im Yatirwald,

zusammen mit einer Arbeitskollegin von mir, ihren Kindern und ihrem Hund. Alle hatten viel Spass, vor allem aber der Hund, weil wir natuerlich viel zu viel Fleisch dabei hatten und unmoeglich alles selber essen konnten

.

Am Nachmittag packten wir Kinder, Grill und Zelt wieder zusammen und fuhren nach Hause. Kaum war ich durch die Tuer getreten, klingelte mein Handy: Ein Mitblogger von FdoG meldete, sie seien in der Gegend. Ich bat sofort darum, sie moechten doch vorbeikommen. Meinem Mann konnte ich gerade noch zurufen: “Wir bekommen Gaeste.” da entwischte er schon ins Schwimmbad, um sich den Grillgeruch abzuschwimmen. (Grillen ist bekanntlich Maennersache.) Unsere Gaeste waren voellig ausgehungert, also fuetterten wir sie erstmal, mit allem, was die Kueche zu bieten hatte. Den Maedchen hat das Servieren sehr viel Freude gemacht und mir die persoenliche Bekanntschaft.

Nach dieser Erfahrung wuerde ich behaupten, dass der pro-israelische, politische Blogger offensichtlich maennlich, mindestens 1.80 gross und ca. 15 Jahre juenger als ich ist.


Korruption

Mai 6, 2008

Meine Firma liefert normalerweise per Kurier. Das Geschaeft ist gross genug, dass sich die Vertreter von UPS, DHL, Fedex & Co. bemuessigt fuehlen, uns gelegentlich zu besuchen und Geschenke zu bringen.

Heute wollten wir uns nicht lumpen lassen und haben den jungen Mann zum Mittagessen in die Kantine eingeladen, die so schlecht gar nicht ist, wie man es nach unserem kollektiven Jammern meinen sollte.

Im Gespraech kamen wir auf Verkehrssuenden zu sprechen. Erzaehlte der Vertreter, dass er unlaengst auf seinem Traktoron am Stadteingang gefahren sei und zwar ein Stueck gegen die Fahrtrichtung. Dazu muss man wissen, dass die Ausfallsstrasse eine Schnellstrasse ist mit jeweils 3 Spuren in beide Fahrtrichtungen mit einem Trennstreifen und Leitplanke dazwischen, also schon ziemlich autobahnmaessig. Kein Wunder also, dass ein Streifenwagen unseren Geisterfahrer anhielt. Der versuchte mit seinem gelaendetauglichen Gefaehrt zu entwischen. Die Polizei wollte ihn zu stoppen und dabei fuhr der junge Mann bei seiner Flucht auch noch in den Streifenwagen und verursachte Blechschaden am Polizeiauto. Als es kein Entrinnen mehr gab, sollte er seine Papiere zeigen, hatte aber nichts bei sich. Die Polizisten wollten ihn schon zur Polizeiwache mitnehmen, da rief der Erzaehler “seinen Offizier” an. Der redete mit den Polizisten und sie liessen ihn trotz Blechschaden laufen. Fuer seinen kleinen Traktor hatte er keine Versicherung abgeschlossen, das sparte ihm also eine Menge Geld.

Der Clou der Geschichte: Der Erzaehler leistet freiwilligen Dienst als Verkehrspolizist. Seine Moral war denn auch: “Da sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, sich in die Gesellschaft einzubringen.”

Bei mir setzte es bei dieser Geschichte schon aus, als der Vertreter von der versuchten Fahrerflucht erzaehlte. Schon mehr als einmal habe ich von Kollegen gehoert, dass sie unseren Chef anrufen, der ebenfalls einen Teil seiner Freizeit als Verkehrspolizist Streife faehrt und dadurch ohne Bussgeld davonkommen. Einmal habe ich versucht zu vermitteln, dass ich das eigentlich nicht in Ordnung finde. Das ist bereits Korruption und wer gegen Korruption auf hoeherer Ebene ist, sollte bei sich selbst anfangen: die Verkehrsregeln beachten und notfalls seine Bussgelder zahlen. Ich habe damit nur verstaendnislose Blicke geerntet.

Am Nachmittag kam dann mein Chef in mein Buero und gab mir einen Tip, wo ich Einzelheiten zum neuesten Skandal um Olmert finden kann. Als ich meinte, es sei wirklich an der Zeit, dass Olmert zuruecktraete, reagierte mein Chef auch mit Unverstaendnis: Warum denn? Der Wirtschaft ginge es doch gut, nur im Libanonkrieg habe Olmert Fehler gemacht und korrupt sei schliesslich jeder…


Mehlkrise in Nablus (Shchem)

Mai 5, 2008

Die UN hat ihre eigene Hungerhilfe. Sie hoert auf den Namen World Food Programme

Wenn man da auf die Welthungerkarte geht und “Near East” anklickt, erlebt man die erste Ueberraschung: Israel mitsamt den Besetzten Gebieten gehoert nicht zum Nahen Osten. Zu Nordafrika gehoert es aber auch nicht. Es kommt ist auf der Welthungerkarte einfach nicht relevant, genausowenig wie Amerika noerdlich von Mexiko und Westeuropa.

Im Nahen Osten ergibt sich durch die Karte sofort, dass Jemen mit ueber 35% das Land ist, indem von verbreiteter Unterernaehrung gesprochen werden kann. Von den uebrigen Staaten schneidet Jordanien am schlechtesten ab, zwischen 5 und 19% der Bevoelkerung sollen unterernaehrt sein. Die uebrigen Staaten sind alle, sofern ueberhaupt Daten zu ihnen vorliegen, einheitlich senfgelb eingefaerbt: 2.5-4% Unterernaehrung in der Bevoelkerung. Den Rest des Beitrags lesen »


Freigelassene Kriegsgefangene

Mai 5, 2008

Nicht umsonst stipuliert die Genfer Konvention, dass Kriegsgefangene bis zum Ende des kriegerischen Konflikts festgehalten werden koennen.

Nicht nur im pal.-isr. Konflikt haben vorher freigelassene Kaempfer die Tendenz, sich wieder kriegerisch zu betaetigen.

Report: Former Guantanamo detainee carried out Iraq suicide attack

(…)

The cousin, Salem al-Ajmi, told Al-Arabiya on Thursday that the former detainee was behind the latest attack in Mosul, although he did not provide more details.

Three suicide car bombers targeted Iraqi security forces in Mosul on April 26, killing at least seven people.

(…)

Ob sich irgendeiner derjenigen, die sich im Namen der Menschenrechte fuer die Freilassung eingesetzt haben, ein Gewissen daraus macht?

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Wer ist Tony Robbins und was bezweckt die Middle East Post?

Mai 4, 2008

Anthony oder Tony Robbins steht hinter der Jugendgruppe, die ihrerseits das Rueckgrat der Middle East Post zu sein scheint.
Mein erster Eindruck ist, dass wir es mit dem Typus Sektengruender zu tun haben.

Mir leuchtet sofort ein, warum Robbins diese Jugendgruppe gegruendet hat. Der Nahostkonflikt ist sehr beliebt (”sexy”) in den Medien. Jeder Hanswurst & Co. fuehlt sich berufen, hier “Frieden” zu stiften, weil das fast autmatisch Prestige verleiht. Sollte irgendetwas aus der Middle East Post werden oder sollte einer der Teilnehmer zu Amt, Wuerden und/oder Einfluss gelangen, waere das eine enorme Werbung fuer Robbins und wie alle anderen Sekten lebt natuerlich auch die Robbins Community davon, dass ueber sie gesprochen wird.

Robbins hat nach Aussagen der Webseite persoenlich die Teilnehmer der Jugendgruppe auswaehlte, sie in sein eigenes Luxusferiendorf auf Fiji verfrachtet und sie dort nach seinen Methoden trainiert. So richtig erfolgreich scheint das Projekt bis jetzt nicht zu sein: Der fuer diesen Januar angekuendigte Dokumentarfilm hat sich (noch?) nicht materialisiert.

Ominoes wirkt auf mich, dass von den vier juedischen Teilnehmern

The group contains four Jews, Gal Raikh, Shira Yeffet, Janelle Segal and Ben Zion, three Christians, Marian Saadeh, Rasha Kardoosh, and George Deeck, and three Muslims, Areej Jaffari, Fawaz Abu Eisheh and Ziad Abu Zayyad

kein einziger wirklich aktiv ist. Auf der Seite “Israeli Point of View” gibt es genau vier Eintraege. Sie stammen alle von Janelle Segal, wurden von Ziad in ihrem Namen veroeffentlicht und verraten, dass Janelle entweder bereits voellig untergebuegelt wurde oder aber schon immer eher konfus und gefuehlsmaessig auf den Konflikt reagierte.

Da die Seite auf Englisch verfasst ist und vorgibt, multikulturell und -konfessionell zu sein, zielt sie offensichtlich auf ein westliches Publikum. Bis jetzt hat sie wenig Resonanz gefunden.

Insgesamt scheint der ganze Blog eine Ein-Mann-Show zu sein und zwar von Ziad Khalil Abu Zayyad. Sein beiden Texte: Memories of a Prisoner I und II sind die beiden aeltesten auf der Webseite und bei beiden wird ausgewiesen, dass sie noch frueher verfasst wurden. Ziad hat sie vermutlich zunaechst auf Arabisch verfasst und spaeter uebersetzt. Ich gehe davon aus, dass die poetische Intention, die auch aus dem Englischen Text noch klar erkennbar ist, auf Arabsich besser ausgefuehrt wurde. Fuer alle praktischen Zwecke scheint die Middle East Post der private Blog von Ziad zu sein. Er hat die Gegelegenheit ergriffen, die ihm Tony Robbins geboten hat und versucht sie fuer sich selbst zu nutzen. Das ist legitim. Sein Schwerpunkt scheint sich von subjektiven, poetisch gemeinten Texten mehr zu politischen Analysen verlagert zu haben, was ich tendenziell positiv finde. Ob Ziad eine klare Agenda hat oder einfach experimentiert, kann ich bis jetzt nicht beurteilen.

Ich muss mir noch ueberlegen, ob ich Texte auf der Middle East Post veroeffentlichen moechte, wie mir Ziad angeboten hat. Und wenn, welches Thema?

Vielleicht moechte sich einer meiner Leser dazu aeussern?


Ritterschlag erhalten

Mai 1, 2008

oder jedenfalls fuehlte ich mich so, als ich in einem E-mail von meinem Diskussionspartner aus der Middle East Post folgenden Satz las:

I know so many left Israelis but i would love to hear from more realist people

Diese Gegenueberstellung (hervogehoben von mir) macht mir natuerlich Freude, nicht zuletzt weil ich gerade erst den Eindruck hatte, dass mir “manglender Abstand” “Zorn”, “Abwehr” und Vorurteile gegenueber Tel Aviv unterstellt wurden.

Ich hatte ja den leisen Verdacht, dass es vielleicht dem einen oder anderen Palaestinenser etwas unangenehm ist, wenn er in der Weise umschwenzelt und gehaetschelt wird, wie es viele “Linke” (und nicht nur Israelis) machen. Dieses Verhalten verraet ja auch einen Mangel an Ernsthaftigkeit, entweder bei denen, die es betreiben oder gegenueber denen, die Adressaten davon sind.