Ein gutes und suesses Neues Jahr!


Moegen wir alle ins Buch des Lebens eingetragen sein.

Abwasser im Westjordanland


Entgegen den landlaeufigen Auffassungen stiehlt Israel nicht das Wasser der PA, sondern die PA hat auch 14 Jahre nach Oslo keine Infrastruktur zur Wasserversorgung auf die Beine gebracht.

Was fuer die Versorgung mit Frischwasser gilt, gilt mit Zinsen fuer die Behandlung von Abwasser. Es wurden keine neuen Klaeranlagen gebaut, obwohl die Bevoelkerung zugenommen hat. Existierende Anlagen wurden nicht modernisiert. Der Anschluss an israelische Klaersysteme wird abgelehnt, weil das als “Kooperation mit dem Besatzer” gesehen werden koennte.

the Palestinians see any such cooperation as a collaboration with their occupiers .

So much so, in fact, that even the relatively simple solution of connecting Palestinians cities to auxiliary, rear-guard Israeli treatment pipelines, was deemed unacceptable.

Stattdessen werden die Abwaesser ungereinigt oder nur wenig geklaert in die Wadis geleitet, die im Sommer so gut wie kein Wasser fuehren und sich erst durch Regenfaelle im Herbst/Winter in Baeche verwandeln. Da der Boden vor allem aus Kalkfelsen besteht, wird dadurch auch das Grundwasser gefaehrdet.

Und jetzt ueberlasse ich es den sog. Pro-Palaestinensern die sprichwoertlich tiefe, palaestinensische Heimatliebe und den sehnlichen Wunsch, in einem eigenen Staat neben Israel in Frieden zu leben, auszumachen. Fuer mein Teil sehe ich mal wieder die Tendenz, sich ins eigene Fleisch zu schneiden, Hauptsache, das kann irgendwie als “Widerstand gegen die Besatzung” dargestellt werden.

Und noch etwas Persoenliches


Gestern abend ging ich spaet ins Bett. In einem hausfraulichen Anfall hatte ich am Nachmittag die Fenster geputzt (und natuerlich fuer den kommenden Tag gekocht) und als die Kinder im Bett waren noch den Grosseinkauf erledigt. Weil ich aber einfach jeden Tag eine gewisse Zeit fuer mich allein brauche, sass ich noch lange wach am Computer lesend und mit einem Buch in der Hand, um die Zeit, die der Computer jeweils zum Laden der Seiten braucht, auch auszunuetzen. (Uebrigens lese ich gerade Sebastian Haffner: Germany Jekyll and Hyde und Ian Black, Benny Morris: Israel’s Secret Wars.)

Als ich ins Bett ging, war ich todmuede und schlief sofort fest. In den fruehen Morgenstunden hoerte ich viele Flugzeuge. Ich war nicht sicher, ob ich traeumte und schaute meinen Mann an, der mit offenen Augen dalag, aber nichts sagte. Ich muss sofort wieder eingeschlafen sein und traeumte einen Traum von grenzenloser Einsamkeit. In meinem Traum hatte ich niemanden, der mir nahestand, niemanden, dem ich etwas Persoenliches haette mitteilen koennen oder wollen. Nach dem Aufstehen fragte ich meinen Mann, ob er die Flieger auch gehoert haette. Ja, das seien sicher Uebungen gewesen. Ich glaube mein Traum von der Einsamkeit kommt daher, dass mir scheint, dass Israel ganz auf sich allein gestellt ist. Auf der Geschaeftsreise, von der ich gerade zurueckkomme, sass ich einem Geschaeftspartner gegenueber, der mir stolz vom Irangeschaeft erzaehlte. Der Mann wirkt auf mich sehr sympathisch, und ich gehe davon aus, dass wir gute Geschaefte miteinander machen werden. In diesem Augenblick war ihm einfach gar nicht praesent, wie anders sich diese Dinge mit israelischen Ohren anhoeren.

Spaeter dachte ich dann an andere Menschen, die sich mit ebensoviel oder mit viel mehr Grund verlassen fuehlen. Die Menschen in Georgien, als die Russen einmarschierten. Die Menschen in Dafur, die vor den arabischen Berittenen fliehen. Hausangestellte in Saudiarabien, die so gut wie rechtlos sind usw.

Am Fruehstueckstisch heute


sagte mir die Kleine (knapp acht Jahre alt) apropos von nichts, dass sie die Loesung habe: Wir muessen einfach das Land mit den Palaestinensern teilen, dann koennen alle in Frieden leben. Ich antwortete ihr, dass das eine sehr logische Idee ist, die auch seit 100 Jahren immer wieder mal vorgeschlagen wird. Nur scheiterte sie daran, dass die Araber prinzipiell keinen juedischen Staat hier wollen, ganz egal wie gross oder klein.

Die Kleine ueberlegte einen Augenblick und kam dann mit dem naechsten Vorschlag: Wir geben ihnen alles und dann leben wir in Frieden zusammen. Es tat mir leid, ihr sagen zu muessen, dass auch das kein Rezept fuer Frieden ist. In den arabischen Staaten gibt es entweder keine Juden oder sie werden als Buerger zweiter Klasse behandelt. Als Beispiel fuer die fuer uns nicht nachvollziehbare Ablehnung, erzaehlte ich ihr von dem aegyptischen Jungen, der sein Medikament nicht bekommen kann, weil es auf einem israelischen Patent beruht.

Inzwischen war die Grosse dazu gekommen und interessierte sich fuer die Details, wie Medikamente entwickelt werden und was Patente bedeuten. Ich antwortete ihr, aber nach einer Weile fiel mir auf, wie geknickt die Kleine da sass. Sie folgte mir ins Schlafzimmer, waehrend ich mich schminkte, fragte sie weiter, ob es denn keinen Weg gaebe. Ich sagte ihr, dass es manchmal sehr hart sei zu erkennen, dass man selber wenig oder nichts unternehmen kann. Aber es gaebe groessere Entwicklungen, die auch unsere Situation veraendern koennten. Eigentlich hatte ich an den Krieg gegen den Terror gedacht, aber die Kleine interpretierte “groessere Entwicklungen” anders. Sie dachte an die “starke Hand”, die Israel aus Aegypten herausgefuehrt hat und war getroestet.

Was ist das Haupthindernis im Friedensprozess im Nahen Osten?


Da koennten verschiedene, fundierte Antworten genannt werden, die kontrovers diskutiert werden koennten. Manfreds Korananalyse und seine daraus gewonnenen Rueckschluesse auf muslimische Gesellschaften z.B. hat es in sich. Auch die psychologischen Ueberlegungen von Dr. Sanity zur Schamkultur und die Serie von Shrinkwrapped zur Entwicklung des arabischen Denkens geben interessante Anstoesse.

Aber in Frankreich sieht man keinen Anlass fuer Nachdenken. Der Fall ist klar: Die israelischen Siedlungen natuerlich!

The European Union has urged Israel to remove roadblocks in the Palestinian territories and to stop Israeli settlement.

French Foreign Ministry spokesman Frederic Desagneaux says the settlements are “one of the main obstacles to the peace process. … We condemn settlements.”

France currently holds the rotating EU presidency

Natuerlich eignet sich keine Zeit besser fuer das Entfernen von Kontrollposten als der friedliche Monat Ramadan. Schliesslich wissen wir alle, dass die Checkpoints nur den Hass schueren und ansonsten keine Wirkung zeigen, nicht wahr?
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Terror in Jerusalem (mal wieder)


Gestern abend hat ein 19jaehriger Araber aus demselben Jerusalemer Vorort, aus dem auch der Moerder des Yeshivaanschlags stammte, sein Auto in eine Menschenmenge gesteuert und dabei 17 Menschen verletzt, einige davon schwer.

Elder of Ziyon hat ein paar Reaktionen aus der Fatahpresse, sie sind durchweg positiv.

Nun wird ueber die Motive spekuliert. Ma’an berichtet, dass eine bisher unbekannte Organisation “Nisour Al-Jalil” den Terroranschlag fuer sich reklamiere. Gleichzeitig weiss man bei Ma’an aber schon genau, dass diese unbekannte Gruppe zum Islamischen Jihad gehoert und dass es sich um eine “natuerliche Reaktion” handle:

The militant group affiliated with Islamic Jihad said the operation was “a natural reaction to the ongoing Israeli atrocities against the Palestinian people,” according to a statement obtained by Ma’an.

Hamas sieht das genauso.

In Y-net mutmasst Hanan Greenberg, dass der junge Mann sich aus unerwiderte Liebe zu dem Attentat entschloss. Dort erfahren wir auch, dass das Mordwerkzeug ein schwarzer BMW war.

Die Jerusalem Post hat noch etwas mehr Information zum Auto:

He left his east Jerusalem home with the car that his parents had bought him and which was to be his when he got his driver’s license, and went on the rampage.

Hier wird uns wieder einmal schlagend vorgefuehrt, dass Armut zu Terror fuehrt. Wahrscheinlich handelte es sich um ein gebrauchtes Fahrzeug anstatt um einen neuen BMW.

Ganz zufaellig fand das Attentat auch im Heiligen Fastenmonat Ramadan statt, obwohl der Widerspruch zur “Religion des Friedens” so eklatant ist, dass nur von einer anti-islamischen Aktion die Rede sein kann.

Ab Sonntag wieder mal auf Achse


Der Blog wird so lange ruhen muessen.

Achtung Shas: Jerusalem ist schon aufgeteilt


Arutz7 hat diesen Artikel schon im Februar dieses Jahres veroeffentlicht. Inzwischen hat sich US Generalkonsul Jacob Walles zu Wort gemeldet und die Nachricht bestaetigt.

Fuer alle, die sich in den Feinheiten weniger auskennen. Das US Generalkonsulat in Ostjerusalem ist sozusagen die US Vertretung bei der PA. Es ist nicht identisch mit der US Botschaft in Israel.

Jeder weitere Tag, an dem diese Regierung im Amt ist, kann gefaehrlich werden.

Warum hat Shas die Koalition noch nicht verlassen?

“Kein Friede im Nahen Osten, solange Israel existiert.”


Danke, Herr Nasrallah fuer die klare Darstellung.

Wenn sich nun auch noch diverse EU-Staaten durchringen koennten, die Hisbollah als Terrororganisation zu deklarieren.

The Europeans are not solidly opposed to listing Hezbollah as a terrorist group, the officials said. The Netherlands, Italy and Poland support the Bush administration’s view, several officials said, while Germany and Britain believe the issue is moot unless the French change their minds. One European diplomat said other countries were “hiding behind” France on the issue.

Auch in Deutschland kann der Fernsehsender der Hisbollah Al-Manar weiterhin empfangen werden, nur Frankreich und Spanien haben in verboten und die Niederlande verstecken sich hinter technischen und buerokratischen Vorwaenden.

Was muss Hisbollah und/oder Nasrallah eigentlich noch tun, um die Europaeer davon zu ueberzeugen, dass die Organisation sich selber nicht als karitative Einrichtung versteht?

Dreiste Luegen oder Wahrnehmungsstoerung?


Lauren Booth nennt den Gazastreifen das groesste Konzentrationslager der Welt.

Sie scheint nicht zu realisieren, dass die Photos von ihren Aktivitaeten im Gazastreifen ihre Behauptungen widerlegen:

“Nutrition here has deteriorated threefold over the last two years because it is impossible to bring food through the crossings.”



Der Laden sieht gut bestueckt aus.



Und die pal. Aktivisten und Hamas Funktionaere wirken alles andere als unterernaehrt.

“You were in the concentration camps, and I can’t believe that you are allowing the creation of such a camp yourselves.”


(April 12, 1945: Nordhausen Concentration Camp, where 20,000 inmates were believed to have died.)

Eine vergleichbare Situation?!

“This is a humanitarian crisis on the scale of Darfur.”

Koungoungo Refugee Camp (photo courtesy Brian Steidle)

Und hier die Skyline von Gaza City, bei ANSWERS gefunden Und der Strand sieht so aus:

Lauren Booth findet aber auch jetzt in der besten Saison fuer’s Strandleben ein ruhiges Plaetzchen:

Auch hier sehen wir die frappante Aehnlichkeit von Darfur-Fluechtlingslagern und der Lage in Gaza:

Als ich vor einiger Zeit Booths Erguesse zu ihrer Mutter, ihrer Schwester und ihrem Schwager las, hatte ich schon den Impuls, mal etwas zu ihrer psychischen Struktur zu arbeiten. Ich habe ihn unterdrueckt, weil ich die Frau nicht kenne und nicht wirklich beurteilen kann, ob mein Eindruck zutrifft. Ich vermute allerdings, dass die meisten Leser sich des Eindrucks nicht erwehren koennen, dass Booth sich fuer das Zentrum der Welt haelt. Wer sie nicht ganz toll findet und ev. sogar andere Meinungen vertritt, kann nur boese und/oder krank sein. Rein oberflaechlich scheint mir, dass dieser Narzissmus auch bei der pal. Weltsicht zentral ist. Moeglicherweise koennte dieses spezielle psychische Set-up bei sog. Pro-Palaestinensern statistisch signifikant ueberrepraesentiert sein. Bei Jeff Halper war es jedenfalls auch unverkennbar.

Nebenbei ist Booth natuerlich Antisemitin, wie sie durch ihren Holocaustvergleich belegt.

P.S. Elder of Zyion hat aehnlich, aber witziger dazu geschrieben. (auf Englisch)

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