Die Wellen um die Baugenehmigung fuer Ramat Shlomo werden kuenstlich hochgepeitscht. Das Uebertriebene in den amerikanischen Reaktionen legt nahe, dass die Obamaregierung nach einem Vorwand gesucht hat, um auf Israel eindreschen zu koennen. Mit dem Timing hat Shas ihr einen Trumpf in die Haende gespielt. Aber schon vorher war sichtbar, dass eine israelische “Provokation” gesucht wurde und daher auch gefunden werden wuerde. Notfalls haetten es auch die 112 Baueinheiten in Beitar Illit getan.
Was steckt dahinter: Warum sucht Obama den Konflikt mit Israel? Man sollte meinen, die Demokraten hatten mit der unpopularen Gesundheitsreform schon genuegend schwer Verdauliches auf ihrem Teller in einem Wahljahr? Die amerikanische Bevoelkerung hat ein positives Verhaeltnis zu Israel. Sie wird sich fragen, warum Iran und Syrien immer neue Charmekampagnen verdienen, waehrend sie intern die Bevoelkerung unterdruecken und extern Terror betreiben. Und warum andererseits Israel, das mit einseitigen Zugestaendnissen versucht hat, der US Regierung politisch entgegenzukommen, dermassen abgekanzelt wird.
Noah Pollack meint, dass es sich um Einschuechterungsmassenahmen im Stil der Chicagoer Gangsterbosse handelt: Israel soll so verunsichert werden, dass es keinen militaerischen Schlag gegen den Iran wagt.
Ich wuerde noch darueber hinausgehen. Die Obamaregierung kann sich denken, dass Israel womoeglich nicht von einem Militaertschlage gegen den Iran ablassen kann. Fuer diesen Fall wollen die USA sich schon im voraus deutlich von Israel distanzieren.
Diese Politik hat die zu erwartenden Konsequenzen: Im Libanon weiss man sich von den USA verraten. Nach Rafik Hariri sieht sich nun auch Wadi Jumblatt in der Lage, vor Syrien zu Kreuz kriechen zu muessen.
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Noah Pollacks Einschätzung wir auch von Anne Bayefsky geteilt:
Nun, dieser war absehbar, Obama hat in etwa Carters Niveau.
Warum wird der Konflikt gesucht? Nun, zum einen können linke Elemente in oder mit Israel nicht gut umgesetzt werden, der Feind ist streng religiös aufgestellt und tut sein Bestes, alle Menschen sind also im linken Sinne hier nicht gleich, und anderseits kommt die innewohnende Dummheit des Kollegen Obama heraus.
Also, nicht bös gemeint, aber in der Person und der aktuellen demokratischen Politik angelegt.
MFG
WB
Was sagt man denn so in Israel dazu, dass Obama nicht selbst kommt, aber aus dem Hintergrund beim traditionell ganz wichtigen Verbündeten Israel so abartig Druck macht? Zudem, wenn die Iran-Sache auf der Speisekarte steht (und offensichtlich nicht sanktionierend gelöst werden kann)?
Webbaer,
ich kann eigentlich nur fuer mich und meinen Mann sprechen und wir sehen das so, wie ich hier schreibe. In der Arbeit vermeide ich immer noch sorgfaeltig politische Gespraeche und sonst habe ich keine Moeglichkeiten, um die Stimmung zu testen. Ich halte aber dafuer, dass Ben-Eliezer Recht hat:
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3862573,00.html
Ist auch ein interessates Versuchsfeld i.p. Wehrhaftigkeit und was man sich so bieten lässt, wird der PM “reprimanded”, dann bricht entweder alles zusammen oder – wie normalerweise zu erwarten – die Systeme verbessern sich.
Hrgg, Obama ist ja so eine hohle Nuss.
[...] gegen das iranische Atomwaffenprogramm zu verhindern oder sich zumindest so früh wie möglich von Israel zu distanzieren. Als Mittel hierfür bleibt der Obama-Regierung angesichts ihres offensichtlichen Unwillens, das [...]
[...] versucht hat, der US Regierung politisch entgegenzukommen, dermaßen abgekanzelt wird. Beer7, 15.03.10 über Obamas seltsame Sucht nach Konflikt mit [...]