Die Letzten werden die Ersten sein


Letzte Raketen vor dem Waffenstillstand
Erste Raketen, die den Waffenstilstand brechen. Auch auf Beer Sheva wurden bei dieser Gelegenheit Raketen abgeschossen. Mein Mann und ich sassen im Schutzraum und zaehlen zwei Explosionen. Und noch eine auf Ashdod.

Bisher haben schon 12 Raketen den Waffenstillstand gebrochen. Wenigstens hat die 13. kein Unglueck gebracht.

Und schon beginnt wieder die uebliche Arbeitsteilung “we cease, they fire”:
Yacimovich: Give cease-fire a chance to succeed
Netanyahu: Give ceasefire a chance

Und im Gazastreifen koennen die Feiern zu Ehren des Attentats inTel Aviv gleich als Siegesfeier fortgesetzt werden.

Update: Heute kurz nach 10:00 morgens Raketenalarm. 

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8 Antworten

  1. Es war absurd, als bei Baraks Waffenstillstands-Rede unten ins Bild eingeblendet wurde: Alarm in Beer Sheva, Alarm in Eshkol…

    Verrueckte Welt.

    Dass sie feiern wuerden wie der Schwarze Ritter, war klar. Auch wenn nur ein einziger Hamasnik uebrig waere, wuerde der seinen Sieg feiern. sie sind verblendet.

    Ich schreibe morgen mal eine Einschaetzung. Die Hamas ist jedenfalls tuechtig zurueckgestutzt worden, wie auch die Hisbollah. Und zwar von Obama und Mursi, oh Erstaunen. Und noch tuechtiger der Iran.

    Leider haengt die Loesung des Konflikts, egal wie er gefuehrt wird, per Diplomatie, Luftwaffe oder Bodenoffensive, ueberhaupt nicht von uns ab. Bis die Palaestinenser nicht auf Tel Aviv verzichten, koennen wir uns auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln – das aendert alles nichts.

    Wie man sie zur Vernunft bringen kann? Keine Ahnung. Ich achte Obamas Versuch, das zu tun, und werde ihm das nicht vergessen.

    The proof is in the pudding….

  2. Ich habe Deinen Text gekürzt hier eingesetzt in die Kommentarspalte:

    http://www.nzz.ch/aktuell/international/israel-und-hamas-vereinbaren-waffenruhe-1.17830704

    (Kurzes Aufatmen im Palästina-Konflikt)

  3. Tachles hat eine Umfrage gemacht, vielleicht interessant für Dich?

    http://tachles.ch/news/recht-auf-legitime-verteidigung

    Die Meinungen waren und sind unterschiedlich:

    GAZA-KONFLIKT

    «Recht auf legitime Verteidigung»

    22. November 2012

    Vor Ankündigung des Waffenstillstandes hat tachles jüdische Persönlichkeiten der Schweiz zum aktuellen Gaza-Konflikt befragt, die fast durchwegs einig antworten: Israel hat das Recht, sogar die Pflicht, sich zu wehren und seine Bevölkerung zu beschützen.
    «Die Operation gegen Gaza geschah in Ausübung des von der Charta der Vereinten Nationen anerkannten Rechts auf legitime Verteidigung», sagte alt Botschafter François Nordmann. Sie habe präzise militärische Ziele verfolgt, nämlich die Eliminierung von Raketen und die Zerstörung der Abschussbasen: «So handelt ein Staat, der sich gegen Terrororganisationen verteidigt.» Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand, die in Kairo, auch in Anwesenheit von Beobachtern aus Katar, stattfanden, widerspiegelten die politischen Veränderungen in der Region. Nordmann fragt sich, ob die Gespräche ein dauerhaftes, zumindest mittelfristiges Abkommen bringen? «Dies sollte das Ziel der internationalen Diplomatie sein, aber es ist zweifellos ein zu ehrgeiziges Projekt.»
    Shelley Berlowitz, Autorin von «Die Erfahrung der Anderen. Konfliktstoff im palästinensisch-israelischen Dialog», 2012, sagt, der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt sei das Problem, nicht die Lösung. «Selbstverständlich muss Israel auf die Raketen aus Gaza reagieren: fragt sich nur, wie. Weder mit Bombardierung aus der Luft, noch mit einer Bodeninvasion, sondern mit Gesprächen über eine Waffenruhe, wie es auch Bewohnerinnen und Bewohner der hauptsächlich betroffenen Regionen im Süden von der Regierung Netanyahu fordern (siehe: «The other voice»). Ahmed Jabari (der getötete Militärchef der Hamas) soll dem Vernehmen nach kurz vor seiner Ermordung zu einem Waffenstillstand bereit gewesen sein.
    Alt Brigadier Eugénie Pollak wünscht sich, «dass auf beiden Seiten eine Generation heranwachsen möge, die den Teufelskreis von Aktion und Reaktion durchbrechen kann und es schafft, gemeinsam die Zukunft an die Hand zu nehmen». Für sie geht es vor allem darum, beide Seiten aus der Opferrolle heraus zu holen, damit jeder einzelne wirklich Verantwortung für die persönlichen Taten übernimmt.
    Eine Invasion mit Bodentruppen schien einigen Befragten vor dem Waffenstillstand von Mittwoch Abend unter gewissen Voraussetzungen fast unausweichlich, aber die politische Dimension überwog stets die militärischen Erwägungen. «Man kommt nach einem Einmarsch nicht mehr so leicht wieder hinaus», sagte Nationalrat Daniel Jositsch. Der gleichen Ansicht war alt SIG-Präsident Rolf Bloch, der auf eine andere Lösung auf diplomatischem Weg hoffte. Auch alt Nationalrat François Loeb warnte vor einer Bodeninvasion, «die viele Unwägbarkeiten der Eskalation in sich birgt». Dass, wie immer, Zivilisten auf beiden Seiten Opfer des Konfliktes seien, mache ihn am meisten betroffen, sagte SIG-Präsident Herbert Winter: «Persönlich hoffe ich, dass es nicht zu einer Bodenoffensive der israelischen Armee kommt und vertraue darauf, dass Israel diejenigen militärischen Massnahmen ergreifen wird, die zum Schutz seiner Zivilbevölkerung notwendig sind.» [GB]

  4. Israel und die Nachrichten in der ARD usw.:

  5. Jacques Ungar raportiert die Zweifel in Israel:

    http://tachles.ch/news/waffenstillstand-mit-verspaetung

    [...]“Seit 23 Uhr Ortszeit schweigen die Waffen, doch das Misstrauen auf der israelischen Seite ist recht gross, ruht doch auch am Donnerstag der gesamte Schulbetrieb im Süden des Landes, und die Polizei behält den hohen Bereitschaftsgrad aus Angst vor weiteren Anschlägen wie das Attentat vom Mittwoch auf einen Autobus in Tel Aviv vorläufig bei. In den von den palästinensischen Raketen am meisten betroffenen Gegenden kam es zu einigen Kundgebungen, an denen gegen den Waffenstillstand protestiert wurde. Viele Israeli hätten gerne den Einmarsch der IDF-Truppen in den Gazastreifen gesehen, um die Hamas «ein- für allemal in die Schranken zu weisen». In der besonders hart betroffenen Stadt Sderot gingen 30 Menschen auf die Strasse”. [...]

  6. In der FAZ kann man die Zitate aus der vagen Übereinkunft (Waffenstillstand) lesen. Vielleicht interessant?

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/gaza-konflikt-waffenruhe-hat-vorerst-bestand-11968122.html

  7. Danke Urs, fuer Deine Unterstuetzung und die Links!

  8. Gerne geschehen, liebe Ruth.

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