Waffenstillstand wie gehabt VI


Eigentlich haette die Waffenruhe bis heute Mitternacht eingehalten werden sollen.

Gerade eben wurden aber drei Raketen auf Beer Sheva abgefeuert.

Bei Israellycool musste deshalb das Spiel, wer die genaueste Zeitangabe zur naechsten Rakete schafft, vorzeitig beendet werden.

 

Hamas-Strategie gescheitert


Meine Spekulationen vom 26. Juli waren anscheinend recht zielgenau.

Wie die Jerusalem Post berichtet, plante Hamas mehrere grosse Attentate gegen Israel im oder aus dem Westjordanland heraus. Israels Reaktion sollte dann die dritte Intifada ausloesen und im so entstandenen Chaos wollte Hamas gegen die Fatah im Westjordanland putschen und die Macht uebernehmen.

Soweit, so einleuchtend. Nur frage ich mich, warum Mahmoud Abbas sich mit der “Einheitsregierung” der Hamas geradezu an den Hals warf, obwohl seine Erinnerungen an 2007 wahrscheinlich noch eindringlicher sind als meine?

Ich kann nur annehmen, dass er durch die USA und ihre “Friedensgespraechen” sich mit dem Ruecken zur Wand gedraengt sah. Wie ich immer wieder festhalte, gibt es einen breiten palaestinensischen Konsens fuer die Kein-Staat-Israel-Loesung. Kein PLO Chef kann sich darueber hinwegsetzen. Jedes Abkommen kann nur als Teil des Stufenplans zur Vernichtung Israels verkauft werden.

Durch Kerry und Obama in die Enge gedraengt, ergriff Abbas wohl die Flucht nach vorn. Hamas war zu diesem Zeitpunkt relativ schwach und durch die Wiedereinsetzung von politisch zuverlaessigen oeffentlichen Bediensteten im Gazastreifen erhoffte sich Abbas moeglicherweise einen etwas staerkeren Stand im Gazastreifen. Im Westjordanland konnte er sich darauf verlassen, von Israel gestuetzt zu werden.

Aber auch Hamas ergriff offensichtlich die Flucht nach vorn. Auch wenn ihre Strategie fuer diesen Sommer und Herbst gescheitert ist, sorgt die internationale Gemeinschaft wieder dafuer, dass sie an der Macht bleiben wird und erneut aufruesten kann. Die naechste Runde ist damit vorprogrammiert.

Palaestinensische Identitaet


Eine absolute Mehrheit der Palaestinenser strebt immer noch die Kein-Staat-Israel Loesung an. Der Hass auf Israel ist das konstitutioniernde Element der palaestinensischen Identitaet.

Der Kontext des Interviews von Abdel Bari Atwan im libanesischen Fernsehen ist natuerlich, dass Hamas sich wuenscht, Hizbollah moege eine zweite Front gegen Israel eroeffnen oder wenigstens Waffen schicken.

BBCWatch (hattip) betont, dass Atwan hier offen zugibt, wie Arafat die 2. Intifada von langer Hand geplant und vorbereitet hatte, waehrend die BBC immer noch die Propagandaluegen von wegen spontanen Protesten gegen Sharons Besuch auf dem Tempelberg verbreitet.

Ich moechte das Augenmerk darauf lenken, was er gegen Ende des Clips (1:34) sagt:

This is the spirit that unifies us, even if ideologically Hamas is the exact opposite of Fatah. Despite this, resistance is what unites [the factions] and gives legitimacy.

Das ist der Geist, der uns eint, selbst wenn Hamas ideologisch das genaue Gegenteil der Fatah ist. Trotzdem, Widerstand verbindet [die Parteien] und verleiht Legitimitaet.

Fuer “Widerstand” kann man getrost Terror lesen. Warum gerade “Widerstand” das konstitutionierende Element der palaestinensischen Identiaet bildet, hat Richard Landes versucht zu erklaerenWegen der Legitimation, die Terror verleiht, kann Fatah nicht voellig abseits stehen, wenn Hamas Raketen auf Israel abschiesst. Die Medien, gerade auch die israelischen Medien haben kein Sterbenswoertchen darueber berichtet.

Das koennte das Konstrukt erschuettern, wonach Abbas ein Mann des Friedens und der Verhandlungen sei, mit dem ein Abkommen mit ein bisschen gutem Willen und Entgegenkommen (natuerlich nur von Seiten Israels) moeglich waere.

Dass Abbas die letzten Verhandlungen abgebrochen hatte, wird allerseits verdraengt. Mir leuchtet seine Position ein: Die abgehalfterte Fatah haelt sich im Westjordanland nur deshalb an der Macht und an den Pfruenden, weil sie diskret von Israel gestuetzt wird. Im Gegenzug haelt Abbas derzeit seine Autonomiegebiete verhaeltnismaessig ruhig. Noch mehr Entgegenkommen kann er aber nicht zeigen, weil die Bevoelkerung das nicht mittraegt und in der palaestinensischen Gesellschaft auf “Kollaboration mit dem Feind” die Todestrafe steht.

Humanitaere Katastrophe – wie bestellt


Hamas hat ein Handbuch herausgegeben, wie menschliche Schutzschilde am besten eingesetzt werden.

Ein indisches Fernsehteam konnte vom Hotel aus filmen, wie ein Raketenwerfer unter dem Schutz eines Zeltes aufgebaut und die Rakete am folgenden Morgen abgeschossen wurde. Der Film wurde erst freigegeben, nachdem das Team den Gazastreifen verlassen hatte.

Zum Schluss werden die Vorteile erwaehnt, die die Zerstoerung von Privatwohnungen mit sich bringt:

The destruction of civilian homes: This increases the hatred of the citizens towards the attackers [the IDF] and increases their gathering [support] around the city defenders (resistance forces[i.e. Hamas]).

Die Zerstoerung von zivilen Wohnungen: Das erhoeht den Hass der Buerger auf die Angreifer [IDF] and sorgt dafuer, dass sie sich um die Verteidiger der Stadt (Widerstandstruppen [z.B. Hamas]) sammeln.

Hamas hatte die humanitaere Katastrophe bestellt und sie tat und tut einiges, um sie moeglichst umfassend zu bekommen:

Wir wissen, dass Hamas viele Privathaeuser in Sprengfallen verwandelt hat. Wenn ein vermintes Haus explodiert, duerfte der Vorteil fuer Hamas derselbe sein, ausser der Wohnungsbesitzer hat die Verminung durch Hamas mitbekommen und wagt es, anderen davon zu erzaehlen. Dass es mehr komplett zerstoerte Gebaeude gibt als Einschlagkrater koennte ein Hinweis sein, dass ein Teil der Gebaeude von innen explosiert sind. Die Photos vorher/nachher zeigen uebrigens auch sehr deutlich, wie zielgenau der Beschuss war. Die von den Medien verbreiteten Aufnahmen suggerieren Flaechenbombardement, aber das war offensichtlich nicht der Fall.

Um die medizinische Versorgung der verletzten Zivilisten zu gewaehrleisten hat Israel direkt an der Grenze ein Feldlazarett aufgeschlagen, aehnlich wie damals in Haiti. Aber im Gegensatz zu Haiti hat das medizinische Team kaum etwas zu tun. Die wenigen Patienten, die dort behandelt werden, sind entweder von IDF Soldaten oder von Personal der UNRWA oder dem Internationalen Roten Kreuz ins Lazarett gebracht worden. Hamas verhindert nach Kraeften, dass Verletzte ins Lazarett kommen koennen.

In den internationalen Medien wird das totgeschwiegen. Anscheinend empfanden manche Journalisten, es sei zynisch von Israel, das Lazarett einzurichten und zu erwarten, dass sich Palaestinenser vom Feind behandeln liessen.

Ueber Kerem Shalom werden Lebensmittel, Treibstoff, Medikamente und andere Hilfsgueter in den Gazastreifen eingefuehrt. Hier eine Liste der Einfuhren waehrend der Militaeraktion Schutzkante, Stand vom 4. August. Das ist natuerlich der Grund, warum Hamas gerade diesen Punkt staendig beschiesst. Abgesehen vom Moerserbeschuss war auch ein Selbstmordattentat geplant, dass aegyptische Truppen verhinderten.

Die Logik der Hamas ist bestechend: Je schlechter es den Menschen im Gazastreifen geht, um so mehr unterstuetzen sie die Terrororganisationen. Und umso eindruecklicher die Bilder vom Elend im Gazastreifen sind, desto schaerfer verurteilen die westlichen Staaten Israel.

Update: Vielleicht sind die Einwohner des Gazastreifens doch nicht so verblendet, wie Hamas meint. Ihr Sprecher Sami Abu Zuhri soll am Samstagabend verpruegelt worden sein, als er sich fuer ein Interview ins Shifa Krankenhaus begab.

“Beschuss” der UNRWA Schule


Israel wird von allen Seiten heftig verurteilt, weil die IDF eine UNRWA Schule voller Fluechtlinge beschossen haben soll.

Besonders scharf ist dieses Mal die Sprecherin des US State Departments.

We once again stress that Israel must do more to meet its own standards and avoid civilian casualties. UN facilities, especially those sheltering civilians, must be protected, and must not be used as bases from which to launch attacks. The suspicion that militants are operating nearby does not justify strikes that put at risk the lives of so many innocent civilians.

Wir betonen noch einmal, dass Israel mehr tun muss, um seine eigenen Masstaebe zu erfuellen und zivile Opfer zu vermeiden. UN Einrichtungen, besonders die, wohin sich Zivilisten gefluechtet haben, muessen beschuetzt werden und duerfen nicht als Angriffspositionen benutzt werden. Der Verdacht, dass Militante in der Naehe operieren, rechtfertigt jedoch keine Schlaege, die das Leben so vieler unschuldiger Zivilisten gefaehrden.

Ich bin nicht weiter ueberrascht, dass dem duennhaeutigen Obama jedes Mittel Recht ist, um auf das widerspenstige Israel einzudreschen. Allerdings sollte sich das State Department eigentlich darueber im Klaren sein, dass solche Aeusserungen auch gegen die USA verwendet werden koennen.

Kriegsvoelkerrecht ist eindeutig in diesem Punkt: Die Anwesenheit von Zivilisten verleiht keine Immunitaet. US Drohnen in Afghanistan toeten immer wieder Zivilisten. Nach Auffassung des State Departments muesste das als Kriegsverbrechen betrachtet werden.

Oder gelten fuer Israel andere Masstaebe als fuer den Rest der Welt? Der Hinweis auf “seine eigenen Masstaebe” koennte das bedeuten: Als weltweit einziger Staat darf Israel sich nur dann verteidigen, wenn keine Zivilisten gefaehrdet werden, also gar nicht. Mir faellt sofort der Kaufmann von Venedig ein:

Porzia:
Wart noch ein wenig: Eins ist noch zu merken!
Der Schein hier gibt dir nicht ein Troepfchen Blut;
Die Worte sind ausdruecklich: ein Pfund Fleisch!
Nimm denn den Schein, und nimm du dein Pfund Fleisch;
Allein vergiessest du, indem du’s abschneidst,
Nur einen Tropfen Christenblut, so faellt
Dein Hab und Gut nach dem Gesetz Venedigs
Dem Staat Venedigs heim.

Die UNRWA Schule wurde aber gar nicht beschossen. Das Ziel des Angriffs waren Terroristen – niedlich, wie nun auch das State Department lieber von “Militanten” faselt. Und die Terroristen wurden ausserhalb der Schule getoetet. Weil sich das aber nicht so gut macht, schleiften andere Terroristen, die sich offensichtlich ebenfalls in der Naehe der Schule aufhielten, die Leichen in den Schulhof. Die blutige Schleifspur ist auf den Bildern leicht zu erkennen. Woher das kleine Maedchen geholt wird und ob es tatsaechlich tot ist oder nur fuer tot ausgegeben wird, ist nicht klar. Wenn das Maedchen zu einer Fluechtlingsfamilie gehoeren sollte, die in der UNRWA Schule Schutz gesucht hat, dann wuerde ich erwarten, dass sich Familienangehoerige um das Kind draengen und nach einem Arzt rufen wuerden. Stattdessen sehen wir  Maenner im wehrfaehigen Alter, vermutlich Terroristen, die die Leichen arrangieren wie Tischdekoration. Elder of Ziyon hat noch mehr Bilder. Thomas Wictor ist zuversichtlich, dass das kleine Maedchen weder tot noch verletzt ist, auch bei den Terroristen selber sind Zweifel angebracht, ob es sich um Tote handelt, mindestens einer davon ist gesund und munter.

Der Zynismus von Hamas & Co. ist grenzenlos, und die Leichtglaeubigkeit der westlichen Medienschaffenden und Konsumenten arbeitet dem Terror zu. Die besondere Beliebtheit von “Israel = Kindermoerder” dabei ist ein Indiz fuer weitverbreiteten und tiefsitzenden Antisemitismus.

Wochenende mit Entfuehrung


Ich war so dumm und habe nicht nur diesen Artikel in der FAZ, sondern auch einen guten Teil der Kommentare dazu gelesen. Die Gehaessigkeit der meisten davon ist fast nicht ertraeglich. Auch die Berichterstattung der FAZ laesst an Klarheit zu wuenschen uebrig. Hier also meine Information:

Am Freitag, um 8:00 Ortszeit sollte eine Waffenruhe beginnen. Ich entschloss mich daher, erst nach 8:00 auf den Markt zu gehen. Am Freitag davor wurde ich auf dem Weg zum Markt von einer Sirene ueberrascht, da verging mir die Lust wieder. Als ich mit den Einkaeufen fertig und wieder im Auto war, hoerte ich im Radio schon, dass auf die Umgebung des Gazatreifens weiter Moerser geschossen werden und dass es um Rafah zu schweren Kaempfen gekommen sei. Das war damit der 6. Waffenstillstand, den die Hamas gebrochen hat.

In der Gegend um Rafah (an der aegyptischen Grenze) tauchten ploetzlich Terroristen aus einem Tunnel auf. Einer davon sprengte sich als Selbstmordattentaeter in die Luft. Das kostete zwei Soldaten das Leben. Die uebrigen Terroristen griffen einen dritten Soldaten und zerrten ihn mit sich in den Tunnel.

Das war offensichtlich eine im voraus geplante Aktion und kein spontanes Schiessen trotz Waffenstillstand.

Offensichtlich wurde umgehend das Hannibalprotokoll ausgeloest. Das ist das inzwischen verpflichtend vorgeschriebene Prozedere bei einem Entfuehrungsversuch, ich hatte schon darueber geschrieben.

Der bewaffnete Arm der radikal-islamischen Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, hatte am Samstagmorgen bestritten, den vermissten Soldaten Hadar Goldin in seine Gewalt gebracht zu haben. „Wir haben den Kontakt zu den an dem Überfall beteiligten Kämpfern verloren, und wir vermuten, dass sie alle bei dem (nachfolgenden israelischen) Bombardement getötet wurden“, hieß es in einer Mitteilung. Dabei sei wohl auch der Soldat ums Leben gekommen.

Das waere dann das Resultat gewesen, sowohl Entfuehrer wie Entfuehrter wurden getoetet. Ob eine israelische Kugel Hadar Goldin toetete, oder ob die Entfuehrer ihn vorher schon umbrachten, kann ich nicht sagen.

In Israel ging man bis Shabbatausgang davon aus, dass Goldin lebend in die Haende der Terroristen gefallen war. Der Appell seiner Familie an die Nation, ihn nicht im Gazastreifen zurueckzulassen, war herzzerreissend.

Offensichtlich wurden jedoch im Tunnel nach der Entfuehrung – wann genau kann ich nicht sagen, ich wuerde Shabbat vermuten – Koerperteile gefunden, die sich Hadar Goldin zuordnen liessen und zweifelsfrei verrieten, dass er nicht mehr am Leben war. Nach juedischer Tradition reichen wenige Ueberreste aus, um eine Beerdigung durchzufuehren. So hat z.B. auch der Astronaut Ilan Ramon ein Grab. Die gefundenen Leichenteile von Hadar Goldin reichen fuer eine Beerdigung. Die Familie von Oron Shaul hat nicht einmal diesen Trost.

Die Unterstellung, dass Israel von Anfang an wusste, dass Hadar Goldin tot war und die Suche nach ihm unter heftigen Kaempfen in Rafah nur fortsetzte, um nach Belieben Palaestinenser toeten zu koennen, verraet eine antisemitische Einstellung: Der Jude mordet mit Lust Unschuldige.

“Humanitaere” Hilfe aus der Tuerkei


Die IHH, eine tuerkische NGO, hatte weiland mit der Mavi Marmera der Hamas zu einem ueberwaeltigenden Propagandasieg verholfen. Im Rahmen des gegenwaertigen Konflikts kuendigte sie eine zweite Flottilla mit demselben Flaggschiff an, eventuell sogar unter Geleitschutz der tuerkischen Kriegsmarine.

Israel hat wirklich kein Interesse daran, noch einmal mit der Tuerkei aneinanderzugeraten. Anstelle der Flotte wurde angeboten, humanitaere Hilfsgueter fuer den Gazastreifen nach Israel einfuehren zu lassen und mit den israelischen LKWs in den Gazastreifen zu schicken. (Das selbe Angebot bestand uebrigens auch 2010, und Israel liess die mickrigen Gueter  schliesslich per LKW an die Grenze zum Gazstreifen karren, wo Hamas die Annahme verweigerte.)

Nun ist ein Container per Schiff im Hafen von Ashod eingetroffen und es zeigt sich, dass die Tuerkei eine etwas eigenartige Auffassung vertritt, was “humanitaere” Hilfsgueter angeht. Die Ladung enthielt Metallkugeln und Zementmischer. Die Metallkugeln werden in Raketen verwendet, um bei der Explosion mehr Schrapnell zu verstreuen. Die Zementmischer eignen sich gut, in den unterirdischen Tunneln gleich den Zement anzurichten, mit dem die Waende und Decken verstaerkt werden. Der Eigentuemer des Containers sagt, dass die Zementmischer und die Metallkugeln zur Schokoladenherstellung verwendet werden sollten. (Update 01/08/14) Das scheint inzwischen bestaetigt zu sein.

Das Geruecht, wonach eine humanitaere Lieferung per Luftfracht aus der Tuerkei eine Menge IDF-Uniformen enthielt, hat sich als falsch herausgestellt.

Die IHH moechte nach wie vor die Seeblockade brechen,  um Waffenlieferungen an die Hamas auch langfristig sicherzustellen. Hamas moechte natuerlich aus demselben Grund einen eigenen See- und Flughafen.

 

UNRWA und die selektive Verurteilung


Die USA und UNO fanden scharfe Worte fuer Israel. Tragischerweise toeteten israelische Panzergranaten 20 Fluechtlinge in einer UNRWA Schule und verletzten viele mehr.  Aus unmittelbarer Naehe dieser UNRWA Schule, wurde auf IDF Truppen geschossen. Das waere nicht das erste Mal in dieser Runde des Konflikts. Am 17. Juli erlebte ein kanadischer Reporter, dass in unmittelbarer Naehe einer UNRW Schule mit Fluechtlingen, Raketen abgeschossen wurden. Das bestaetigte gestern auch der fruehere Direktor von UNRWA und heutige Direktor des UN Bueros fuer Humanitaere Angelegenheiten, John Ging, im Interview mit Radio Canada.

Ich kann mich nicht erinnern, die dazugehoerende Verurteilung durch die UN gesehen zu haben. Auch heute blieben fuer die Terroristen, die die Fluechtlinge in der Schule zu Geiseln genommen und ihr Leben auf’s Spiel gesetzt hatten, keine scharfen Worte uebrig.

Am gleichen Tag wurden in einer dritten UNRWA Schule Raketen gefunden.

Heute, einen Tag spaeter starben drei israelische Soldaten in einer UNRWA Klinik. Weitere 15 Soldaten wurden verletzt, zum Teil sehr schwer. Unter dem Gebaeude war ein Tunneleingang entdeckt worden. Ausserdem war die Klinik vermint. Beim Versuch, die Sprengfallen zu entschaerfen, kam es zur Explosion, das Gebaeude stuerzte ein und begrub die Soldaten.

Auf die Verurteilung der Terrororganisationen, die Kliniken der UNRWA verminen, warte ich noch.

Die UNRWA-Mitarbeiter, die selber keiner Terrororganisation angehoeren, haben offensichtlich Angst

Auch viele Privathaeuser wurden zu Sprengfallen umgeruestet. Wenn die Haeuser dabei zerstoert werden, ist das kein Problem: Die Truemmer sind fotogen, hinterher kann auf die Einfuhr von Baumaterialien bestanden werden – natuerlich mit Schuetzenhilfe der UN und “Menschenrechtsorganisationen” – und dabei faellt dann auch Material fuer das erneuerte Tunnelsystem ab.

 

Im 10. Stock des Gebaeudes des Internationalen Roten Kreuzes im Gazastreifen hat Hamas eine Scharfschuetzenposition eingerichtet.

The sniper positions were placed in the tenth floor of the Red Cross building in Khan Younis, in line with Hamas’s doctrine of using sensitive civilian buildings as military posts to make it more difficult for Israel to strike them without incurring civilian casualties.

(Jetzt wissen wir auch, welche Art von Erziehung und Ausbildung die malaysische Delegation im Gazastreifen unterstuetzen wollte. Und welche Art einer “besseren Welt” einem Mann wie Ahmad Sani Araby Al-Kahery vorschwebt.)

Wenn zivile Einrichtungen zu Gefechtspositionen umgenutzt werden, verlieren sie ihren Schutzanspruch unter Kriegsvoelkerrecht, wie auch der Generalsekretaer der UN, Ban Ki Mooon, vor einer Woche noch wusste:

Ban “expresses his outrage and regret at the placing of weapons in a UN-administered school,” a United Nations statement said. UNRWA is sheltering 102,000 people in 69 of its schools amid the renewed violence.

“By doing so, those responsible are turning schools into potential military targets, and endangering the lives of innocent children, UN employees working in such facilities and anyone using the UN schools as shelter,” the statement said.

Waffenstillstand – wie gehabt V


Heute rief Israel eine einseitige 4-stuendige, humnitaere Waffenruhe aus, von 15:00 bis 19:00 israelischer Zeit.

Die pal. Terrororganisationen berufen sich darauf, dass die Waffenruhe nicht mit ihnen vereinbart wurde und nutzen sie wie gewohnt:

Updates
Code red alert sounds in Eshkol Regional Council
(16:08 , 07.30.14)
Ya’alon: No time and place limits when tunnels are concerned
(15:52 , 07.30.14)
Iron Dome intercepts rocket over Ashdod, rocket explode in open area in Hof Ashkelon
(15:21 , 07.30.14)
Code red alert sounds in Hof Ashkelon, Eshkol Regional Councils
(15:19 , 07.30.14)
Code red alert sounds in Ashkelon, Ashdod
(15:13 , 07.30.14)
Rocket explodes near community in Eshkol Regional Council

 

Wieder Luecken bei der FAZ


Heute titelt die FAZ Israelischer Angriff trifft abermals Schulgebäude, mit Screenshot, falls wieder online geaendert werden sollte.
Israelische Luftwaffe setzt Angriffe fort-1Die Schlagzeile verkuendet als Fakt, dass Israel schon mindestens einmal eine Schule angegriffen habe. Auch im Artikel fehlt jeder Hinweis darauf, dass bei dem einen frueheren Beschuss einer Schule keineswegs sicher ist, dass es sich um israelischen Beschuss handelte. Die IDF hat Bildmaterial vorgelegt, wonach eine irregeleitete Granate den leeren Schulhof traf. Vorher hatte der UNRWA Sprecher schon mitgeteilt, dass es auch zu Beschuss durch pal. Kombattanten gekommen war. 

Wieder wird vorgtaeuscht, dass Israels Premierminister sich jeder Waffenruhe verweigere. Dass Hamas sich nach wie vor weigert, einer Waffenruhe zuzustimmen, wenn nicht alle ihre Forderungen erfuellt werden, bleibt einfach unberichtet.

Auch beim Vorwurf, dass Israel Krankenhaeuser beschiesse, sollte fairerweise erwaehnt werden, dass der Beschuss des Shifa Krankenhauses mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine palaestinesische Rakete erfolgte und dass unbestritten Hamas eben dieses Krankenhaus als Kommandozentrale nutzt.

Ein italienischer Journalist bestaetige auf Twitter, dass
1) das das Fluechtlingslager Shati von einer palaestinensischen Rakete getroffen wurde und
2) Hamas Journalisten offensichtlich bedroht, wenn ihre Berichterstattung sich nicht an die Hamasvorgaben haelt.

Ueber die Einschuechterung von Reportern durch die Terroroganisationen im Gazastreifen koennte die FAZ auch mal berichten!

Auch bei dem berichteten Fall muss erst noch geklaert werden, welche Partei fuer den Beschuss verantwortlich ist. Dass Hamas, bzw. von ihr kontrollierte Sprecher, Israel die Schuld zuschreiben, sollte mit Vorsicht genossen werden, s.o.

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