Kibbutz Nir Am


Waehrend der Pessachwoche besuchten mein Mann und ich das kleine Museum im Kibbutz Nir Am. Unsere Fuehrerin war eine aeltere Dame, die sich sehr aufrecht hielt und das Selbstbewusstsein eines alteingesessenen Kibbutzmitglieds ausstrahlte.

Ihre Fuehrung war mit vielen Anekdoten und persoenlichen Geschichten gespickt. Eine davon spielte zu der Zeit, als sie und ihr Jahrgang im Kibbutz etwa 5-6 Jahre alt waren. Zu dieser Zeit schliefen die Kinder im Kibbutz nicht bei ihren Eltern, sondern nach Altersgruppen in Kinderhaeusern. Eines Nachts wachte ein kleiner Junge auf.  Durch das Fenster bei seinem Etagenbett sah er unbekannte Maenner auf dem Kibbutzrasen. Der Kibbutz war noch sehr klein und dieses Kinderhaus lag nahe beim Zaun, der den Kibbutz umgrenzte. Wahrscheinlich hatte der Junge schon von Fedayeen gehoert. Jedenfalls reagierte er sehr besonnen. Er weckte die anderen Kinder, bedeutet ihnen leise zu sein und alle zusammen versteckten sich unter den Betten. Wenig spaeter kamen die Terroristen tatsaechlich ins Kinderhaus, fanden die Betten leer und suchten in der Kueche nach etwas, was sich mitzunehmen lohnte. Die Kinder lagen immer noch unter den Betten und waren ganz still, als einige Zeit spaet der Kibbutznachtwaechter auf seinem Rundgang auch im Kinderhaus vorbeischaute. Die Dame erzaehlte, dass ihre Eltern ihnen nur ueber den Kopf gestreichelt haetten mit einem ‘das habt ihr gut gemacht’ – im Kibbutz der damaligen Zeit wurden Gefuehle zwischen Eltern und Kindern eher unterdrueckt. “Aber eine solche Angst wie damals, habe ich mein ganzes Leben nicht wieder gehabt!”

Es tut mir so leid fuer diese Frau, dass sie jetzt im Alter wieder dieselbe Angst haben musste. Am Montag drangen Hamasterroisten ueber Tunnel ein, ihr Ziel war der Kibbutz Nir Am. Die Bewohner des Kibbutz mussten sich in ihre Haeuser einschliessen und still verhalten. Vier israelische Soldaten fielen im Gefecht mit diesen Terroristen.

 

Leichenfledderei


In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein Truppentransporter mit sieben Soldaten von einer Panzerfaust getroffen. Anscheinend ist es Hamasterroristen geglueckt, eine der Leichen oder einen Leichenteil zu schnappen.

Seit Sonntag feiern Palaestinenser im Gazastreifen und in Ramallah die “Entfuehrung”.

In Facebook haben digitale Leichenfledderer zusaetzliche Seiten fuer Oron Shaul erstellt, verkuenden von dort ihren Hass und bekommen “Like” Klicks.

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Ich glaube nicht, dass irgendjemand ermessen kann, was die Eltern, Verwandten und Freunde von Oron durchmachen muessen.

 

Anschauungsmaterial


Vor einer halben Stunde hatten wir Raketenalarm am Arbeitsplatz. Die Explosionen hoerten sich sehr nah an.

Vor kurzem zeigte uns mein Chef dieses Bild:

Rocket at Pool

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Einschlag war im Schwimmbad des Nachbarorts. Sein Sohn wollte dort schwimmen, als der Alarm kam. Wie alle anderen hat er sich in den Schutzraum des Schwimmbads gefluechtet. Inzwischen (23.07.14) habe ich erfahren, dass die Rakete noch in der Luft von Eisenkuppel neutralisiert wurde. Im Schwimmbad ist nur das etwa 2 Meter lange Metallrohr gelandet, ganz ohne Explosion und daher ohne Schrapnell

Die Gefahr besteht nicht darin, dass einem ein Metallrohr auf den Kopf faellt, sondern von einem oder mehreren der Metallteile, mit der die Rakete bestueckt ist und die durch die Explosion mit hoher Geschwindigkeit verstreut werden, getroffen zu werden.

So sehen die Schrapnell- Einschlaege an einer Hauswand  gestern aus:

Etwa 1500 Raketen wurden seit Beginn der Aktion “Schutzkante” auf Israel abgefeuert. Koennt Ihr Euch vorstellen, wieviele Menschen die haetten toeten koennen, wenn Israel kein Abwehrsystem, keine Raketenalarme, Schutzraeume und eine disziplinierte Bevoelkerung haette, die sich auch an die Anweisungen haelt? Jeder Abschuss einer Rakete durch die “Eisenkuppel” kostet uebrigens eine Menge Geld. Mit Sicherheit werden die Steuern spaetestens 2015 wieder angehoben.

Update 22/07/14: Gestern auf der Heimfahrt nach der Arbeit gab es wieder Raketenalarm. Ich verliess das Auto und legte mich (mit weisser Hose) baeuchlings in ein abgeerntetes Maisfeld. Das naechste Mal nehme ich das Handy mit und mache ein Selfie, damit Ihr etwas zu lachen habt. Die Kinder sind jetzt bei ihren Grosseltern im Norden und koennen ein paar Tage ohne Sirenen geniessen, falls die Hizbollah keine zweite Front eroeffnet, wie hier angedroht. Man sollte meinen, sie waeren in Syrien ausgelastet. Oder haben die Achse Iran-Assad-Hizbollah einerseits und ISIS-Al Qaida-Saudiarabien andererseits das syrische Staatsgebiet schon stillschweigend aufgeteilt und jagen nun jeder fuer sich Moderate und Christen ? Ich sehe gerade, dass die Opferzahlen im syrischen Buergerkrieg deutlich hoeher sind als im Gazastreifen. Aber kaum jemand scheint sich ueber tote Kinder in Syrien zu echauffieren?!

 

Waffenstillstand – wie gehabt II


Heute hat Hamas um einen zweistuendigen, humnitaeren Waffenstillstand fuer das Viertel Saja’iyya in Gaza City gebeten. Man wolle Verwundete und Tote bergen. Israel liess sich darauf ein, obwohl man befuerchtete, Hamas koenne den Waffenstillstand fuer Entfuehrungen oder Gefechtsvorbereitungen ausnutzen. Wie auch immer dauerte es keine Stunde, bis Hamas in der besagten Wohngegend IDF Truppen beschoss. Trotzdem bot die IDF an, den humanitaeren Waffenstillstand in Saja’vyya auf drei Stunden zu verlaengern. Hamas ist nicht interessiert. Ihr ging es darum, grausige Photos zu machen und als “Beleg” fuer israelische “Massaker” um die Welt zu schicken.

In genau diesem Stadtviertel fielen letzte Nacht insgesamt 13 israelische Soldaten. Mir tut das Herz weh, wenn ich die Familien denke, die nun ihre Soehne begraben muessen. Moege der Allmaechtige die Trauernden troesten.

Uebrigens wurden die Einwohner schon seit Tagen aufgefordert, ihre Haeuser zu verlassen, aber Hamas bestand darauf, dass sie als menschliche Schutzschilde dort bleiben muessten.

Wie Yaacov Lozowick ganz richtig bemerkt: Wenn Israel die Bewohner von Sjahija (tausendundeine Transliteration ist moeglich) nicht gewarnt haette, waeren wahrscheinlich weniger israelische Verluste zu beklagen. Mit anderen Worten: aus Ruecksicht auf palaestinensische Zivilisten wurde das Leben von israelischen Soldaten auf’s Spiel gesetzt und das Leben von dreizehn jungen Maennern verspielt.

Dazu passt, dass Israel gleichzeitig Massaker vorgeworfen werden. Jenin laesst gruessen.

 

Beduinen in Israel unter Raketenterror


Gestern Mittag schlug eine Rakete aus dem Gazastreifen in der Naehe von Dimona ein. Dort leben Beduinen in nicht anerkannten Wellblechsiedlungen, Beispiel hier. Ein junger Mann wurde getoetet, sein Baby liegt schwer verletzt im Soroka-Krankenhaus, Mutter und Tante des Babys sind ebenfalls verletzt und im selben Krankenhaus.

Es tut mir sehr leid fuer diese Familie. Vorwuerfe an den Staat Israel sind jedoch fehl am Platz. Man kann nicht gleichzeitig darauf bestehen, in einer nicht anerkannten Siedlung zu leben und fordern, dass der Staat alle Infrastruktur zur Verfuegung stellt.

Auch in anerkannten und legalen beduinischen Staedten und Doerfern sieht es duester aus. Eigentlich verlangen die israelischen Bauvorschriften, dass in jeder Kommune fuer ausreichend Schutzraeume  gesorgt ist. Die beduinischen Kommunen sind diesen Vorgaben nicht nachgekommen. Der Staat Israel wiederum hat seine Aufsichtspflicht nicht erfuellt. Angesichts der jahrelangen und eklatanten Verstoesse gegen die Raumplanungsvorschriften in allen beduinischen Kommunen haette der Staat schon laengst die gewaehlten Ortsvorsteher absetzen und durch staatlich ernannte Buergermeister ersetzen sollen. So wurde z.B. Amram Mitzna zum Buergermeister von Yeruham ernannt, nachdem sein Vorgaenger die arme Kleinstadt in der Wueste ruiniert hatte.

Ich kann nur spekulieren, warum das nicht passiert: Das Thema ist zu heikel, jede staatliche Einmischung wuerde als Diskrimierung der arabischen Buerger empfunden werden und wie schnell internationale Organisationen mit anti-israelischer Agenda auf derartiges anspringen, haben wir ja schon gesehen.

Aus dem Link oben ueber die Zustaende in Rahat vor zwei Jahren:

But a visit to the town Tuesday indicated residents had decided they had nothing to fear, ignoring warnings to stay indoors and to avoid congregating. Those tendencies are a cause of worry for the local officials in charge of their safety.

People in Rahat, one city official said with a grim smile, have a “mental Iron Dome.”

The lively atmosphere in the city — markedly different from the one in the neighboring Jewish city of Beersheba, which feels largely deserted and thoroughly spooked — belies a dangerous reality, according to municipal officials here.

There is not a single public bomb shelter in Rahat — only five small portable rooms of reinforced concrete that were recently delivered and can house a small number of people. Barely half of the homes have safe rooms built to withstand rocket fire, as required by current construction codes. More than half of the residents are under 18, and with schools closed, thousands of children are spending their days wandering around outside.

To make things worse, each building here tends to house an extended clan rather than a small nuclear family, meaning that a direct hit could exact a high toll in human life.

Part of the reason for the lack of safety precautions lies with the government’s long-standing neglect of Israel’s one-fifth Arab minority. Part lies with the fact that Rahat is poor, the local authorities cash-strapped, often dysfunctional, and lacking any meaningful clout with the state offices that dole out funds.

Ein Besuch der Stadt am Dienstag verraet, dass die Einwohner beschlossen haben, sie waeren nicht gefaehrdet. Sie ignorieren die Warnungen, die Haeuser nicht zu verlassen und Menschenansammlungen zu vermeiden. Diese Tendenzen sind ein Grund der Sorge fuer die kommunalen Amtsinhaber, die fuer die Sicherheit zustaendig sind.

“Die Menschen in Rahat haben eine mentale Eisenkuppel”, sagte ein Stadtangestellter mit grimmigen Laecheln.

Die lebhafte Atmosphaere in der Stadt ist deutlich anders als in der juedischen Nachbarstadt Beer Sheva, das sich verlassen und wie eine Geisterstadt anfuehlt und spottet der realen Bedrohung, sagen die Zustaendigen in der Stdtverwaltung.

 Es gibt keinen einzigen oeffentlichen Schutzraum in Rahat – nur fuenf kleine, mobile Raeume aus verstaerktem Beton, die vor kurzem angeliefert wurden und eine kleine Anzahl von Menschen aufnehmen koennen. Nur knapp die Haelfte aller Haeuser haben raketensichere Schutzraeume, wie sie nach derzeitigen Baurecht vorgeschrieben sind. Ueber die Haelfte der Einwohner sind unter 18 Jahre alt und jetzt, wo die Schulen geschlossen sind, verbringen Tausende Kinder ihre Tage draussen.

Was die Lage noch schlimmer macht, in jedem Haus leben ausgedehnte Grossfamilien und keine kleinen Kernfamilien, so dass ein direkter Treffer viele Menschenleben kosten koennte.

Zum Teil wurden die mangelenden Sicherheitsvorkehrungen durch die langjaehrige Vernachlaessigung der arabischen Minderheit durch die Regierung verursacht. Zum Teil liegt es auch daran, dass Rahat arm ist, den kommunalen Behoerden wenig Geld zur Verfuegung steht, sie oft auch unfaehig sind und wenig Einfluss bei den staatlichen Stellen haben, wo Geldmittel bereitgestellt werden. (Uebersetzung von mir)

Viele Beduinen im Negev haben Verwandte im Gazastreifen. So sollen z.B. Schwestern von Ismael Haniye in Tel Sheva verheiratet sein. Ob sie den Beteuerungen glauben, dass die Raketen zwischen Juden und Arabern unterscheiden koennen?

Update 21/07/14: Uebrigens hat der Oberste Gerichtshof einem Eilantrag stattgegeben und geprueft, ob bei der Vergabe von mobilen Schutzraeumen durch die IDF irgendeine Diskriminierung auszumachen sei. Das wurde klar verneint, jedoch verlangt, dass innerhalb von 30 Tagen ein Plan ausgearbeitet und vorgelegt werden soll, wie die Beduinen besser geschuetzt werden koennen.

Kollektivstrafe – hausgemacht II


Inzwischen geht die UN mit dem Vorwurf hausieren, die juengsten Feindseligkeiten und natuerlich Israel haetten daran Schuld, dass das Grundwasser im Gazastreifen verunreinigt ist und Abwasser ueberlaeuft.

Wer hier im Blog fleissig mitliest, erinnert sich vielleicht, dass diese Zustaende schon jahrzehntelang herrschen und weder mit der gegenwaertigen Militaeraktion noch mit Israel etwas zu tun haben.

Ganz im Gegenteil versorgt die israelische Wassergesellschaft, Mekorot, den Gazastreifen mit frischem, sauberen Wasser und diese Versorgung laeuft weiter, genau wie die Stromversorgung und die taeglichen LKWs mit Gebrauchswaren.

Update: Der selbst verschuldete Schaden an einer Stromleitung wurde von Israel gestern schon wieder repariert. Die Arbeiter trugen kugelsichere Westen, Spezialhelme und wurden von der Armee bewacht. Trotzdem mussten sie immer wieder mal in Deckung gehen, wenn wieder Raketen auf Ashkelon und Umgebung abgefeuert wurden. (Das waren eine ganze Menge, wie man hier sehr anschaulich beobachten kann.)

Workers of the Israel Electric Corp. take cover as a siren warning of incoming rockets is heard near the Israel and Gaza border on Monday | Photo credit: AP

 

Todesopfer im Gazastreifen


Seit Beginn der israelischen Luftangriffe veroeffentlicht Hamas keine Namen von Toten. Offensichtlich moechten sie alle Opfer als Zivilisten ausgeben, und bei der Aktion Gegossenes Blei gelang es Bloggern anhand der Namen zu belegen, dass etwa die Haelfte der “Zivilisten” in Wirklichkeit Terroristen waren.

Wir wissen, dass immer wieder Raketen zu kurz fallen und im Gazastreifen selber Schaden anrichten. Wenn dadurch Menschen getoetet werden, wird auch das Israel in Rechnung gestellt.

Heute hat Al-Jazeera eine Liste der Toten mit Namen, Geschlecht und in den meisten Faellen auch Altersangaben veroeffentlicht.

Ich habe daraus eine kleine Statistik samt Graphik gemacht:

Tote im Gazastreifen Jul-14

Und hier die Tabelle dazu:

Bevoelkerungsgruppe Anzahl Prozent
Kinder 0-12 Jahre 18 10%
Frauen ab 13 Jahren 14 7%
Maennliche Jugendliche 13 7%
Maenner 18-40 93 49%
Maenner 41-50 14 7%
Maenner ueber 50 20 11%
Maenner ohne Altersangabe 17 9%
Gesamt 189 100%

Das ist keine normale Bevoelkerungspyramide im Gazastreifen. Kinder und Frauen sind krass unterrepraesentiert und Maenner im Kaempferalter sind deutlich ueberrepraesentiert.

Soviel zu “ueberwiegend Zivilisten”!

Update 16/07: Elder of Ziyon hat genauere Ergebnisse vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center, die auch die Namen recherchieren und den verschiedenen Terrororganisationen zuordnen.

Und hier ein Beispiel, dass auch ein 17-Jaehriger (weiland als Kind betrachet) einer Terrororganisation angehoeren und als Kombattant getoetet werden kann.

Hamas: Wir wollen keinen Waffenstillstand


Seit gestern Abend liegt ein aegyptischer Vorschlag fuer Waffenstillstandsbedingungen auf dem Tisch. Heute morgen wurde er dem israelischen Kabinett vorgelegt und angenommen. Seit heute 9:00 morgens sollte Waffenruhe herrschen, worauf dann binnen 48 Stunden die endgueltigen Bedingungen ausgehandelt wuerden. Im Entwurf war eine Rueckkehr zum Status Quo vor dieser Runde vorgesehen plus Erleichterungen bei den Grenzuebergaengen fuer Hamas.

Hamas liess mitteilen, dass sie nicht interessiert ist.

Nun ja, vielleicht ist das blosse Rhetorik, dachte man sich in Israel und gab seinerseits zu Protokoll, dass Israel die Luftangriffe ab 9:00 heute morgen einstellen werde.

Wir sind ja schon daran gewoehnt, dass die Uhren im Gazastreifen nachgehen, wenn Waffenstillstaende eingehalten werden koennten. Ueber die Raketen, die etwas nach 9:00 auf israelischem Gebiet einschlugen, wurde daher kein Wort verloren.

Hamas meint aber genau, was sie sagt und zur Bekraeftigung wurden weitere Salven abgefeuert. Ich komme gerade von einem Sprint in den Schutzraum zurueck – wir zaehlten 9 Explosionen.

Ob uns die USA nun freundlichst erlauben moegen, gegen Hamas vorzugehen?!

Der Ehrgeiz der Hamas II


Offensichtlich hat Hamas die anderthalb Jahre seit Aktion Wolkensaeule sehr gezielt zur Aufruestung fuer die naechste Runde eingesetzt. Am 7. Tag des gegenwaertigen Konflits konnten sie immer noch 130 Raketen abschiessen.

Heute morgen versuchte die Terrororganisation ein neues Mittel: Eine mit Sprengstoff beladene Drohne wurde ueber Ashdod abgeschossen.

Haette Hamas seit 2005 all das Kapital und die Muehe in die Infrastruktur des Gazastreifens und in die Bildung der Bewohner gesteckt, waere der Gazastreifen heute wahrscheinlich eine bluehende Enklave am Mittelmeer. Aber Hamas definiert sich selber ueber den Kampf gegen Israel und den Mord an Juden. Sie kann sich nicht um das Wohl der Bevoelkerung im Gazastreifen kuemmern, ohne ihre Identitaet aufzugeben.

Kollektivstrafe – hausgemacht


“Kollektive Bestrafung” ist auch so ein Lieblingsvorwurf an Israel. Wenn z.B. die Anwohner unter einer grossangelegten Suchaktion leiden, dann wird von “kollektiver Bestrafung” geschwafelt.

Hamas hat mehrfach behauptet, dass Israel dem Gazastreifen den Strom abgestellt habe mit verlogenen Photos.

Gestern Nacht hat eine Hamas-Rakete die Stromleitung beschaedigt, ueber die ca. 70,000 Bewohner des Gazastreifens mit Elektrizitaet versorgt werden. Die Arbeiter des israelischen Elektrizitaetswerks muessten angsichts der anhaltenen Raketenangriffe ihr Leben riskieren, um die Leitung zu reparieren. Dieses Mal werden sie damit warten, bis der Beschuss aufhoert.

Ueber den Kerem Shalom Grenzuebergang schickt Israel fast jeden Tag Lastwagen mit humanitaeren Guetern in den Gazastreifen. Das hindert palaestinensische Terroristen nicht, ihn gezielt anzugreifen.  Es gibt keine militaerische Basis bei Kerem Shalom, nur der Grenzuebergang oder der Kibbutz kann gemeint sein.

Auch das ein deja vue – 2008 wurde der Grenzuebergang Nahal Oz angegriffen, ueber den Treibstoff in den Gazastreifen geliefert wird, wobei die beiden Angestellten der Oelfirma, die gerade eine Lieferung durchgefuehrt hatten, ermordet wurde. Auch da sprach Viktor Kocher in der NZZ von Kollektivestrafen.

 

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