Wieder Luecken bei der FAZ


Heute titelt die FAZ Israelischer Angriff trifft abermals Schulgebäude, mit Screenshot, falls wieder online geaendert werden sollte.
Israelische Luftwaffe setzt Angriffe fort-1Die Schlagzeile verkuendet als Fakt, dass Israel schon mindestens einmal eine Schule angegriffen habe. Auch im Artikel fehlt jeder Hinweis darauf, dass bei dem einen frueheren Beschuss einer Schule keineswegs sicher ist, dass es sich um israelischen Beschuss handelte. Die IDF hat Bildmaterial vorgelegt, wonach eine irregeleitete Granate den leeren Schulhof traf. Vorher hatte der UNRWA Sprecher schon mitgeteilt, dass es auch zu Beschuss durch pal. Kombattanten gekommen war. 

Wieder wird vorgtaeuscht, dass Israels Premierminister sich jeder Waffenruhe verweigere. Dass Hamas sich nach wie vor weigert, einer Waffenruhe zuzustimmen, wenn nicht alle ihre Forderungen erfuellt werden, bleibt einfach unberichtet.

Auch beim Vorwurf, dass Israel Krankenhaeuser beschiesse, sollte fairerweise erwaehnt werden, dass der Beschuss des Shifa Krankenhauses mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine palaestinesische Rakete erfolgte und dass unbestritten Hamas eben dieses Krankenhaus als Kommandozentrale nutzt.

Ein italienischer Journalist bestaetige auf Twitter, dass
1) das das Fluechtlingslager Shati von einer palaestinensischen Rakete getroffen wurde und
2) Hamas Journalisten offensichtlich bedroht, wenn ihre Berichterstattung sich nicht an die Hamasvorgaben haelt.

Ueber die Einschuechterung von Reportern durch die Terroroganisationen im Gazastreifen koennte die FAZ auch mal berichten!

Auch bei dem berichteten Fall muss erst noch geklaert werden, welche Partei fuer den Beschuss verantwortlich ist. Dass Hamas, bzw. von ihr kontrollierte Sprecher, Israel die Schuld zuschreiben, sollte mit Vorsicht genossen werden, s.o.

Arabische und US Diplomatie


Am 23. Juli uebernahm Mahmud Abbas eins zu eins die Hamas-Forderungen fuer einen Waffenstillstand. Der US Aussenminister, John Kerry, uebernahm  am 27. Juli die Hamas-Forderungen ebenfalls fast eins zu eins in seinen Entwurf eines Waffenstillstandsabkommen. Das war Mahmud Abbas aber auch nicht Recht. Merke, in arabischer Diplomatie muss man schon unterscheiden, was fuer’s Publikum geaeussert wird und was eigentlich gemeint ist.

Bei dem Vorgehen der gegenwaertigen US-Regierung stellt sich regelmaessig die Frage:  Sind die wirklich so bloed und merken nicht, dass sie das Gegenteil von dem bewirken, was sie nach eigener Aussage erreichen wollen? Oder sind ihre eigenen Aussagen auch nur gezielte Irrefuehrung fuer’s Publikum und sie beabsichtigen genau das, was sie vorantreiben?

Ich neige inzwischen eher zur zweiten Option.

Im Telefongespraech zwischen Obama und Netanyahu, in dem Obama eine sofortige und bedingungslose Waffenruhe (Kapitulation) verlangte, machte er deutlich, dass er Hamas weiterhin bewaffnet sehen will und zwar um damit ein Druckmittel gegen Israel in der Hand zu haben, wenn Israel bei amerikanisch gesponserten “Friedensgespraechen” nicht spurt, siehe auch hier (aber meine Analyse war zuerst!).

Kerry Warnung vor einer dritten Intifada war also keine unbedachte Aeusserung, sondern als Drohung gedacht. Die vorhersehbaren Folgen der “Friedensgespraeche” waren geplant. Caroline Glick kommt zum selben Ergebnis.

“Die Bedrohung ist hier.”

Und das Geschaeft laeuft mit Qatar und dem Iran. Womit sich meine Frage, was fuer die Europaeer dabei abfaellt, auch schon beantwortet hat.

Kaeufliche US Diplomatie


Selbst die ultralinke Zeitung Ha’aretz wundert sich, wie Kerry ernsthaft ein Waffenstillstandsabkommen vorschlagen konnte, das den Hamasforderungen entspricht und Israels Sicherheitsanliegen uebergeht.

It’s not clear what Kerry was thinking when he presented this draft. It’s unclear what he had in mind when he convened the Paris summit. It can only be seen as surreal. Along with foreign ministers from Europe’s major nations Kerry greeted with regal honors Hamas’ Qatari and Turkish patrons, ignoring what Israel, Egypt, and the Palestinian Authority might have had to say.
Es ist nicht klar, was Kerry sich gedacht hat, als er diesen Entwurf vorlegte. Es ist nicht klar, was er im Sinn hatte, als er zum Gipfel in Paris einlud. Das kann nur surreal gesehen werden. Zusammen mit den Aussenministern der wichtigsten europaeischen Staaten begruesste Kerry mit koeniglichen Ehren die Schutzpatrone der Hamas, Qatar und Tuerkei und ignorierte, was Israel, Aegypten und die Palaestinensische Autonomiebehoerde dazu sagen koennten.

Offensichtlich dachte Kerry daran: US strikes $11bn arms deal with Qatar.

Und was faellt fuer die Europaeer ab?

US Secretary of State John Kerry, third from left, stands with from left, Qatari Foreign Minister Khaled al-Attiyah, Turkish Foreign Minister Ahmet Davutoglu, French Foreign Minister Laurent Fabius, British Foreign Secretary Philip Hammond, German Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier and Italian Foreign Minister Federica Mogherini after their meeting regarding a cease-fire between Hamas and Israel in Gaza, Saturday, July 26, 2014, at the foreign ministry in Paris, France. With a 12-hour humanitarian cease-fire in Gaza Saturday, Kerry is continuing with efforts to reach a longer truce between Israel and Hamas. (photo credit: AP/Charles Dharapak) Read more: Kerry ‘completely capitulated’ to Hamas in ceasefire proposal, say Israeli sources | The Times of Israel http://www.timesofisrael.com/kerry-completely-capitulated-to-hamas-in-ceasefire-proposal-says-israel/#ixzz38fVbbf6z Follow us: @timesofisrael on Twitter | timesofisrael on Facebook

 

Todesopfer im Gazastreifen II


Bei Elder of Ziyon findet sich eine Auswertung der Todesopfer im Gazastreifen basierend auf den Al-Jazeera Angaben vom vergangenen Freitag.

Immer noch ist deutlich erkennbar, dass die Toten in keiner Weise die Bevoelkerungspyramide im Gazastreifen widerspiegeln:

Darueber hinaus wissen wir, dass diese Statistik ALLE Toten im Gazastreifen beinhaltet: natuerliche Todesfaelle, sogenannte Kollaborateure, die von Hamas ermordet wurden, die Opfer von zu kurz geschossenen Raketen usw.

Update vom 28/07/14: Hier der Bericht eines Soldaten

“At first, when we crossed the fence and went into Gazan territory, it looked like another training exercise. We felt they would be no match for us, that we were a lot stronger. But the next day, Friday morning, I realized what the difference was between Hamas and us. We saw an elderly man lying wounded on the ground with a bullet in his leg. I approached him to help him up. I stretched out my hand and touched him, and it was then I realized that there were grenades around and underneath him. We moved back, and then he came to throw the grenade at us. One of the soldiers reacted quickly and shot him. Then we learned that he had been 76 years old, and that he had already been in prison in Israel. The level of cynicism they can reach is just beyond belief.”

“Am Anfang, als wir den Grenzzaun ueberquerten und ins Gebiet des Gazastreifens kamen, fuehlte es sich wie eine weitere Uebung an. Wir meinten, dass die uns nicht gewachsen sind, dass wir viel staerker sind. Aber am naechsten Tag, Freitag morgen, kapierte ich den Unterschied zwischen Hamas und uns. Wir sahen einen alten Mann verwundet am Boden liegen, mit einer Kugel im Bein. Ich naeherte mich, um ihm aufzuhelfen. Ich streckte die Hand aus und beruehrte ihn und da merkte ich, dass Handgranaten um ihn herum und unter ihm lagen. Wir bewegten uns zurueck und da warf er eine Handgranate auf uns. Einer der Soldaten reagierte schnell und erschoss ihn. Wir erfuhren spaeter, dass er 76 Jahre alt war und schon in einem israelischen Gefaengnis gesessen hatte. Es ist unglaublich, zu wieviel Zynismus sie faehig sind.” (Uebersetzung von mir)

Der Ehrgeiz der Hamas III


Seit Beginn der Aktion Schutzkante frage ich mich, warum Hamas ausgerechnet jetzt die Auseinandersetzung wollte. In israelischen Analysen vor der Eskalation hiess es immer wieder, dass Hamas eigentlich gar kein Interesse daran haben koennte. Aber offensichtlich sah Hamas das anders.

Inzwischen reime ich mir folgende Antwort zusammen: Fuer Rosh Hashana, des juedische Neujahrsfest, dass dieses Jahr auf Ende September faellt, plante Hamas eine grossangelegte Offensive. Ueber die verschiedenen Terrortunnel sollte eine grosse Zahl Hamasterroristen in Israel eindringen, wobei die Bewohner der anliegenden Gemeinden massenhaft ermordet und ein paar auch entfuehrt werden sollten, um ein Druckmittel gegen Israel in der Hand zu haben.

Soweit stammen diese Angaben von gefangenen Hamasterroristen. Das weitere ist meine Spekulation: Gleichzeitig sollten Hamasterroristen im Westjordanland die dritte Intifada ausrufen. Bei dieser Gelegenheit haette Hamas dort die Fatah entmachtet und sich an die Herrschaft geputscht, wie sie es 2007 im Gazastreifen gemacht hat.

Und dann kam der Al-Kawasme-Clan von Hebron und entfuehrte die drei Teenager, Naftali, Gilad und Eyal. Waehrend der Suche nach den entfuehrten Jugendlichen verhaftete Israel fast die gesamte Fuehrungsriege der Hamas im Westjordanland. Es wurde auch laut darueber nachgedacht, Hamasfunktionaere in den Gazastreifen zu deportieren.

Damit waere die Haelfte des Plans, der sich im Westjordanland abspielen sollte, verunmoeglicht worden. Hamas erhoehte die Anzahl und bald auch die Reichweite der Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel. Als Bedingung fuer Waffenruhe wurde immer an erster Stelle verlangt, dass die waehrend der Suche nach Naftali, Gilad und Eyal Verhafteten frei gelassen werden muessten. Israel liess sich nicht darauf ein. Darauf beschloss Hamas anscheinend, dass der Plan den neuen Gegebenheiten angepasst und jetzt schon durchgefuehrt werden sollte. Vermutlich war das Kalkuel, dass die Palaestinenser in den Autonomiegebieten westlich des Jordans durch die massive Suche noch aufgeruehrt waren und eine dritte Intifada jetzt leichter ausgeloest werden koennte als in drei Monaten, wenn die Raedelsfuehrer schon wochenlang im Gefaengnis sitzen.

Bis jetzt hat mindestens die Hamasfuehrung in Qatar die Hoffnung nicht aufgegeben, den Flaechenbrand schon im Juli zu erreichen. Er scheint sich auch Schuetzenhilfe von Hizbollah zu erhoffen.

Fuer heute hatte John Kerry Israel zu einer 12-stuendigen Waffenruhe gezwungen, die in Paris versammelten Aussenminister verlangten eine Verlaengerung um 4 Stunden bis heute Mitternacht. Die “humanitaere Waffenruhe” sollte natuerlich den Zivilisten im Gazastreifen zugute kommen. Symptomatisch dafuer, wie wenig Ruecksicht Hamas auf die eigene Bevoelkerung nimmt, ist, dass Hamas selber keiner Verlaengerung zustimmte und prompt um 20:00 mit dem Abschiessen von weiteren Raketen begannt.

Ich glaube, dass die Kaempfe noch laenger dauern werden. Und zwar selbst dann, wenn die USA wieder per Flugverbot Druck machen wollen. Die wirtschaftlichen Einbussen sind bitter, aber die von der Hamas ausgehende Gefahr ist zu gross, als dass ihr noch einmal Gelegenheit zur Aufruestung gegeben werden kann. Umso mehr, als die westlichen Nationen ja schon Schlange stehen, um die Kassen der Hamas wieder aufzufuellen. Die “Aufbauhilfe” wird mit Sicherheit ebenso zivilen und humanitaeren Zwecken zugefuehrt, wie mit den gesamten Zementlieferungen Krankenhaeuser und Schulen gebaut wurden. Die naechste Bestellung fuer Raketen aus Nordkorea ist schon unterzeichnet.

Hattip Israelmatzav

Kibbutz Nir Am


Waehrend der Pessachwoche besuchten mein Mann und ich das kleine Museum im Kibbutz Nir Am. Unsere Fuehrerin war eine aeltere Dame, die sich sehr aufrecht hielt und das Selbstbewusstsein eines alteingesessenen Kibbutzmitglieds ausstrahlte.

Ihre Fuehrung war mit vielen Anekdoten und persoenlichen Geschichten gespickt. Eine davon spielte zu der Zeit, als sie und ihr Jahrgang im Kibbutz etwa 5-6 Jahre alt waren. Zu dieser Zeit schliefen die Kinder im Kibbutz nicht bei ihren Eltern, sondern nach Altersgruppen in Kinderhaeusern. Eines Nachts wachte ein kleiner Junge auf.  Durch das Fenster bei seinem Etagenbett sah er unbekannte Maenner auf dem Kibbutzrasen. Der Kibbutz war noch sehr klein und dieses Kinderhaus lag nahe beim Zaun, der den Kibbutz umgrenzte. Wahrscheinlich hatte der Junge schon von Fedayeen gehoert. Jedenfalls reagierte er sehr besonnen. Er weckte die anderen Kinder, bedeutet ihnen leise zu sein und alle zusammen versteckten sich unter den Betten. Wenig spaeter kamen die Terroristen tatsaechlich ins Kinderhaus, fanden die Betten leer und suchten in der Kueche nach etwas, was sich mitzunehmen lohnte. Die Kinder lagen immer noch unter den Betten und waren ganz still, als einige Zeit spaet der Kibbutznachtwaechter auf seinem Rundgang auch im Kinderhaus vorbeischaute. Die Dame erzaehlte, dass ihre Eltern ihnen nur ueber den Kopf gestreichelt haetten mit einem ‘das habt ihr gut gemacht’ – im Kibbutz der damaligen Zeit wurden Gefuehle zwischen Eltern und Kindern eher unterdrueckt. “Aber eine solche Angst wie damals, habe ich mein ganzes Leben nicht wieder gehabt!”

Es tut mir so leid fuer diese Frau, dass sie jetzt im Alter wieder dieselbe Angst haben musste. Am Montag drangen Hamasterroisten ueber Tunnel ein, ihr Ziel war der Kibbutz Nir Am. Die Bewohner des Kibbutz mussten sich in ihre Haeuser einschliessen und still verhalten. Vier israelische Soldaten fielen im Gefecht mit diesen Terroristen.

 

“Selbstgebastelte Raketen”


Immer mehr internationale Fluggesellschaften setzen ihre Fluege nach Tel Aviv aus. Der Grund: In Yahud, einem Vorort von Tel Aviv in unmittelbarer Naehe zum Flughafen hat eine Rakete  ein grosser Metallrest der von Eisenkuppel noch in der Luft zur Explosion gebrachten Rakete ein Einfamilienhaus getroffen und in eine Ruine verwandelt.

Die Gefahr, dass ein landendes oder startendes Flugzeug getroffen werden koennte, ist real, aber nicht sehr gross. Immerhin hat Eisenkuppel bisher alle Raketen auf den Grossraum Tel Aviv abgefangen. Aber ich kann die Fluggesellschaften verstehen, die kein derartiges Risiko eingehen wollen.

Was ich nicht verstehen kann, ist der Nachdruck, mit der die Staaten dieser Fluggesellschaften bis zum heutigen Tag darauf bestehen, dass Israel dringend die Kontrolle ueber hoeher gelegenes Territorium nur 17 km vom Flughafen entfernt an Palaestinenser abgeben muss.

Update 23/07/14: Ich halte es fuer moeglich, dass die Obamaregierung bei der FAA leicht nachgeholfen hat, damit Kerry einen Stock in der Hand hat, mit dem Israel zum Waffenstillstand gepruegelt werden kann. Uebersehen wird dabei, dass es derzeit Hamas ist, die nicht auf den aegyptischen Entwurf einsteigen mag und die Aegypter, die sich weigern, Hamasforderungen (z.B. nach Oeffnung des Greznuebergangs nach Aegypten Rafiah) zu erfuellen. Aber schon bei den letzten “Friedensgespraechen” war die konstant falsche Praemisse der USA ja, dass Israel nicht willig sei und unter Druck gesetzt werden muesse, obwohl sich in den Verhandlungen immer wieder klar zeigte, dass Abbas kein “Ja” als Antwort akzeptieren konnte. Es waere nicht zum ersten Mal, dass die Obamaregierung eine Bundesbehoerde fuer politische Zwecke missbraucht. Immer mehr weist darauf hin, dass die Steuerbehoerde IRS gezielt auf politische Gegner angesetzt wurde. Bemerkenswert ist in jedem Fall, dass die FAA die Fluege nach Pakistan nicht eingestellt hat, obwohl es dort zu mehr als einem Angriff auf Flughaefen kam.

Inzwischen habe ich gelernt, dass auch diese Rakete von Eisenkuppel unschaedlich gemacht worden war, nur ein grosser Metalrest – vermutlich das Rohr – ist im Haus eingeschlagen, und das muss extrem leicht gebaut gewesen sein, Bretter, Gips und ein paar Ziegel. Uebrigens gilt das Gleiche auch fuer die Rakete im Schwimmbad in ‘Anschauungsmaterial’. Nur das Rohr landete dort, ohne Explosion. Das Rohr selber ist knapp 2 Meter lang.

Kollektivstrafe – hausgemacht II


Inzwischen geht die UN mit dem Vorwurf hausieren, die juengsten Feindseligkeiten und natuerlich Israel haetten daran Schuld, dass das Grundwasser im Gazastreifen verunreinigt ist und Abwasser ueberlaeuft.

Wer hier im Blog fleissig mitliest, erinnert sich vielleicht, dass diese Zustaende schon jahrzehntelang herrschen und weder mit der gegenwaertigen Militaeraktion noch mit Israel etwas zu tun haben.

Ganz im Gegenteil versorgt die israelische Wassergesellschaft, Mekorot, den Gazastreifen mit frischem, sauberen Wasser und diese Versorgung laeuft weiter, genau wie die Stromversorgung und die taeglichen LKWs mit Gebrauchswaren.

Update: Der selbst verschuldete Schaden an einer Stromleitung wurde von Israel gestern schon wieder repariert. Die Arbeiter trugen kugelsichere Westen, Spezialhelme und wurden von der Armee bewacht. Trotzdem mussten sie immer wieder mal in Deckung gehen, wenn wieder Raketen auf Ashkelon und Umgebung abgefeuert wurden. (Das waren eine ganze Menge, wie man hier sehr anschaulich beobachten kann.)

Workers of the Israel Electric Corp. take cover as a siren warning of incoming rockets is heard near the Israel and Gaza border on Monday | Photo credit: AP

 

Medizinische Versorgung im Gazastreifen


Nach wie vor liefert Israel Waren in den Gazastreifen. Hier eine Liste der LKW -Ladungen zwischen Sonntag, dem 6. und Donnerstag, den 10. Juli. Wir koennen sehen, dass eine Menge der LKWs Medikamente und anderes Material zur medizinischen Versorgung transportieren.

Gleichzeitig sperrt Aegypten den Grenzuebergang von Rafah fuer europaeische Aerzte und Helfer. Wenn wir uns an die Rolle des norwegischen Arztes, Mads Gilbert*, waehrend Gegossenem Blei, erinnern, haben die Aegypter vielleicht nicht ganz Unrecht. * Das ist er ja wieder und UNRWA empfiehlt ihn als serioesen Interviewpartner. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf UNRWA.

Der Blondschopf gehoert dem norwegischen Maoisten und Verschwoerungsanhaenger.

Unter dem Al-Shifa Krankenhaus in Gaza City soll die Hamas ihr Hauptquartier haben.

Natuerlich ist das ein Kriegsverbrechen, genauso wie Trainingslager der Hamas neben SOS Kinderdoerfen, Waffenlager in Moscheen und Abschussrampen in Wohnvierteln.

Update: Die Basler Zeitung hat ein Ruehrstueck zu diesem Thema veroeffentlicht. Ich moechte auf folgenden Punkt hinweisen:

An ihren Betten sitzt Kinans Grossmutter Amal Hammad. «Am Mittwochabend war die ganze Familie im kleinen Garten ihres Hauses beisammen», berichtet die 54-Jährige. Plötzlich sei eine Rakete in dem Haus im Ort Beit Hanun im Norden des Gazastreifens eingeschlagen. Sechs Menschen, drei Männer und drei Frauen, seien getötet worden.

Wenn wir davon ausgehen, dass Amal Hammad die Wahrheit sagt, dann deutet einiges darauf hin, dass diese Familie das Opfer einer zu kurz geschossenen Rakete aus dem Gazastreifen wurde. Die Rakete ging noch im noerdlichen Gazastreifen nieder, anstatt nach Israel zu fliegen. Israel schiesst keine Raketen auf den Gazastreifen, schliesslich gibt es die Luftwaffe, die wesentlich praeziser bombardieren kann. Von allen Seiten, auch von Palaestinensern wurde schon bestaetigt, dass Israel Zivilisten vor einem Angriff warnt und einen Angriff auch mal abbricht, wenn Kinder im Zielfeld erkannt werden. Eine Rakete ohne Vorankuendigung auf eine Familie, die im Garten sitzt (also aus der Luft deutlich erkennbar), das passt viel, viel besser auf eine zu kurz geschossene Rakete aus dem Gazastreifen als auf einen israelischen Luftangriff.

Bei der Militaeraktion Wolkensaeule versuchte Hamas Israel fuer den Tod von mindestens zwei Kindern verantwortlich zu machen, die in Wirklichkeit durch zu kurz geschossene Raketen der Hamas getoetet worden waren. Noch in diesem Juni wurde ein kleines Maedchen auf diese Weise getoetet.

Wenn Juden als Kindermoerder nicht so tief in der europaeischen Psyche verankert waere, koennten Journalisten sich vielleicht auch an solche Vorfaelle erinnern und ein bisschen kritischer nachfragen.

Update 14.07.14: Hamas hat offensichtlich damit begonnen, “Kollaborateure” zu ermorden. Das erklaert wahrscheinlich viele menschliche Schutzschilde. Die Chance, dass ein israelischer Soldat sich erbarmt und nicht schiesst, auch wenn es sich um ein legitimes, militaerisches Ziel handelt, ist mit Sicherheit groesser als sich auf Hamas’ Verstaednis zu verlassen.

Die Toten werden aber mit Sicherheit in der Rubrik “Zivilisten, von Israel getoetet” aufgefuehrt. Eine andere Rubrik gibt es gar nicht.

Der Ehrgeiz der Hamas


Warum genau Hamas gerade jetzt den Krieg wollte, kann ich mir immer noch nicht recht erklaeren.

Aber der Ehrgeiz ihrer Plaene kommt immer deutlicher zum Vorschein.

Waehrend Israel noch sehr ueberlegt, ob es Bodentruppen in den Gazastreifen schickt, hat Hamas inzwischen die zweite Infiltration ueber das Meer versucht.

Das erste Mal am Dienstag, den 8. Juli. Alle Terroristen wurden getoetet (und figurieren jetzt in den Statistiken, mit denen Israel “Massaker” vorgeworfen werden). Das zweite Mal am Mittwoch, den 9. Juli oder war es Fehlalarm?

Wie wichtig diese Aktionen fuer Hamas sind, zeigt sich auch darain, dass Hamas heute ein Youtube Filmchen hochgeladen hat, wonach die Aktion geglueckt und 11 Israelis getoetet worden seien. Solche Propaganda hat Tradition im arabischen Raum. Das Problem fuer unsere Feinde besteht darin, dass sie nach einer Weile dazu neigen, die eigene Propaganda zu glauben.

Auch ihre Raketenangriffe zeigen den Ehrgeiz: der internationale Ben-Gurion Flughafen bei Tel Aviv und die bekannte “Textilfabrik” bei Dimona. Uns allen sollte klar sein, dass bei solchen Zielen die gegenwaertige Zuverlaessigkeit der Eisenkuppel 90+% nicht ausreicht, auch 99.9% wuerden nicht ausreichen.

Es sieht wirklich so aus, als wollte Hamas mit aller Gewalt erreichen, dass Israel einmarschiert und ihnen die Verwaltung des Gazastreifens abnimmt. Amos Gilad meint dagegen, dass sie nur noch einen klaren Erfolg erreichen wollen, bevor sie nach einem Waffenstillstand rufen.

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