Kibbutz Nir Am


Waehrend der Pessachwoche besuchten mein Mann und ich das kleine Museum im Kibbutz Nir Am. Unsere Fuehrerin war eine aeltere Dame, die sich sehr aufrecht hielt und das Selbstbewusstsein eines alteingesessenen Kibbutzmitglieds ausstrahlte.

Ihre Fuehrung war mit vielen Anekdoten und persoenlichen Geschichten gespickt. Eine davon spielte zu der Zeit, als sie und ihr Jahrgang im Kibbutz etwa 5-6 Jahre alt waren. Zu dieser Zeit schliefen die Kinder im Kibbutz nicht bei ihren Eltern, sondern nach Altersgruppen in Kinderhaeusern. Eines Nachts wachte ein kleiner Junge auf.  Durch das Fenster bei seinem Etagenbett sah er unbekannte Maenner auf dem Kibbutzrasen. Der Kibbutz war noch sehr klein und dieses Kinderhaus lag nahe beim Zaun, der den Kibbutz umgrenzte. Wahrscheinlich hatte der Junge schon von Fedayeen gehoert. Jedenfalls reagierte er sehr besonnen. Er weckte die anderen Kinder, bedeutet ihnen leise zu sein und alle zusammen versteckten sich unter den Betten. Wenig spaeter kamen die Terroristen tatsaechlich ins Kinderhaus, fanden die Betten leer und suchten in der Kueche nach etwas, was sich mitzunehmen lohnte. Die Kinder lagen immer noch unter den Betten und waren ganz still, als einige Zeit spaet der Kibbutznachtwaechter auf seinem Rundgang auch im Kinderhaus vorbeischaute. Die Dame erzaehlte, dass ihre Eltern ihnen nur ueber den Kopf gestreichelt haetten mit einem ‘das habt ihr gut gemacht’ – im Kibbutz der damaligen Zeit wurden Gefuehle zwischen Eltern und Kindern eher unterdrueckt. “Aber eine solche Angst wie damals, habe ich mein ganzes Leben nicht wieder gehabt!”

Es tut mir so leid fuer diese Frau, dass sie jetzt im Alter wieder dieselbe Angst haben musste. Am Montag drangen Hamasterroisten ueber Tunnel ein, ihr Ziel war der Kibbutz Nir Am. Die Bewohner des Kibbutz mussten sich in ihre Haeuser einschliessen und still verhalten. Vier israelische Soldaten fielen im Gefecht mit diesen Terroristen.

 

Pharaohs verhaertetes Herz


Exodus 2. Buch Moses, 10. Kapitel, 1. Vers

Der Herr sprach zu Mose: Geh zum Pharao! Ich habe sein Herz und das Herz seiner Diener verschlossen, damit ich diese Zeichen unter ihnen vollbringen konnte

So kommt mir das Verhalten von Khaled Meshaal vor:

Die zivile Bevoelkerung im Gazastreifen leidet unsaeglich. Hamas verliert in allen Bereichen, heute morgen haben sich anscheinend zum ersten Mal in dieser Aktion massenhaft Hamasterroristen ergeben.

Khaled Meshaal said Hamas would not agree to a ceasefire until the terms had been negotiated

Aber Meshaal will sich auf keinen Waffenstillstand einlassen, solange die Hamas-Forderungen nicht akzeptiert werden, auch auf keine humanitaere Waffenruhe.

Und das sind die Bedingungen der Hamas:

  1. Abzug der israelischen Panzer von der Grenze zum Gazastreifen.
  2. Freilassung aller Gefangenen, die waehrend der Suche nach den drei entfuehrten Jugendlichen verhaftet wurden.
  3. Aufhebung der Blockade und Oeffnung der Grenzuebergaenge fuer Waren und Menschen.
  4. Aufbau eines internationalen See- und Flughafenshafen unter der Aufsicht der UNO.
  5. Ausweitung der Fischereizone auf 10 km von der Kueste.
  6. Internationalisierung des Rafah Grenzuebergangs (mit Aegypten) unter der Kontrolle der UNO und befreundeter arabischer Nationen.
  7.  Internationale Truppen entlang der Grenze.
  8. Israel muss Erleichterungen bei der Einreise fuer Beter in der Al Aksa Moschee gewaehren.
  9. Israel ist es verboten, sich in palaestinsische Politik hinsichtlich der Versoehnung (Fatah-Hamas) einzumischen.
  10. Wiedereinrichtung der Industrieparts and Verbesserungen fuer die wirtschaftliche Entwicklung im Gazastreifen.

Ich brauche wohl nicht im Einzelnen darauf einzugehen, warum ueber diese Forderungen nicht verhandelt werden kann, oder?

Israel bekommt dadurch die Zeit, weitere Tunnel und versteckte Raketenabschussbunker zu finden und zu zerstoeren.

“Selbstgebastelte Raketen”


Immer mehr internationale Fluggesellschaften setzen ihre Fluege nach Tel Aviv aus. Der Grund: In Yahud, einem Vorort von Tel Aviv in unmittelbarer Naehe zum Flughafen hat eine Rakete  ein grosser Metallrest der von Eisenkuppel noch in der Luft zur Explosion gebrachten Rakete ein Einfamilienhaus getroffen und in eine Ruine verwandelt.

Die Gefahr, dass ein landendes oder startendes Flugzeug getroffen werden koennte, ist real, aber nicht sehr gross. Immerhin hat Eisenkuppel bisher alle Raketen auf den Grossraum Tel Aviv abgefangen. Aber ich kann die Fluggesellschaften verstehen, die kein derartiges Risiko eingehen wollen.

Was ich nicht verstehen kann, ist der Nachdruck, mit der die Staaten dieser Fluggesellschaften bis zum heutigen Tag darauf bestehen, dass Israel dringend die Kontrolle ueber hoeher gelegenes Territorium nur 17 km vom Flughafen entfernt an Palaestinenser abgeben muss.

Update 23/07/14: Ich halte es fuer moeglich, dass die Obamaregierung bei der FAA leicht nachgeholfen hat, damit Kerry einen Stock in der Hand hat, mit dem Israel zum Waffenstillstand gepruegelt werden kann. Uebersehen wird dabei, dass es derzeit Hamas ist, die nicht auf den aegyptischen Entwurf einsteigen mag und die Aegypter, die sich weigern, Hamasforderungen (z.B. nach Oeffnung des Greznuebergangs nach Aegypten Rafiah) zu erfuellen. Aber schon bei den letzten “Friedensgespraechen” war die konstant falsche Praemisse der USA ja, dass Israel nicht willig sei und unter Druck gesetzt werden muesse, obwohl sich in den Verhandlungen immer wieder klar zeigte, dass Abbas kein “Ja” als Antwort akzeptieren konnte. Es waere nicht zum ersten Mal, dass die Obamaregierung eine Bundesbehoerde fuer politische Zwecke missbraucht. Immer mehr weist darauf hin, dass die Steuerbehoerde IRS gezielt auf politische Gegner angesetzt wurde. Bemerkenswert ist in jedem Fall, dass die FAA die Fluege nach Pakistan nicht eingestellt hat, obwohl es dort zu mehr als einem Angriff auf Flughaefen kam.

Inzwischen habe ich gelernt, dass auch diese Rakete von Eisenkuppel unschaedlich gemacht worden war, nur ein grosser Metalrest – vermutlich das Rohr – ist im Haus eingeschlagen, und das muss extrem leicht gebaut gewesen sein, Bretter, Gips und ein paar Ziegel. Uebrigens gilt das Gleiche auch fuer die Rakete im Schwimmbad in ‘Anschauungsmaterial’. Nur das Rohr landete dort, ohne Explosion. Das Rohr selber ist knapp 2 Meter lang.

Leichenfledderei


In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein Truppentransporter mit sieben Soldaten von einer Panzerfaust getroffen. Anscheinend ist es Hamasterroristen geglueckt, eine der Leichen oder einen Leichenteil zu schnappen.

Seit Sonntag feiern Palaestinenser im Gazastreifen und in Ramallah die “Entfuehrung”.

In Facebook haben digitale Leichenfledderer zusaetzliche Seiten fuer Oron Shaul erstellt, verkuenden von dort ihren Hass und bekommen “Like” Klicks.

Find all pages named _Oron Shaul_-1

Find all pages named _Oron Shaul_-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich glaube nicht, dass irgendjemand ermessen kann, was die Eltern, Verwandten und Freunde von Oron durchmachen muessen.

 

Anschauungsmaterial


Vor einer halben Stunde hatten wir Raketenalarm am Arbeitsplatz. Die Explosionen hoerten sich sehr nah an.

Vor kurzem zeigte uns mein Chef dieses Bild:

Rocket at Pool

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Einschlag war im Schwimmbad des Nachbarorts. Sein Sohn wollte dort schwimmen, als der Alarm kam. Wie alle anderen hat er sich in den Schutzraum des Schwimmbads gefluechtet. Inzwischen (23.07.14) habe ich erfahren, dass die Rakete noch in der Luft von Eisenkuppel neutralisiert wurde. Im Schwimmbad ist nur das etwa 2 Meter lange Metallrohr gelandet, ganz ohne Explosion und daher ohne Schrapnell

Die Gefahr besteht nicht darin, dass einem ein Metallrohr auf den Kopf faellt, sondern von einem oder mehreren der Metallteile, mit der die Rakete bestueckt ist und die durch die Explosion mit hoher Geschwindigkeit verstreut werden, getroffen zu werden.

So sehen die Schrapnell- Einschlaege an einer Hauswand  gestern aus:

Etwa 1500 Raketen wurden seit Beginn der Aktion “Schutzkante” auf Israel abgefeuert. Koennt Ihr Euch vorstellen, wieviele Menschen die haetten toeten koennen, wenn Israel kein Abwehrsystem, keine Raketenalarme, Schutzraeume und eine disziplinierte Bevoelkerung haette, die sich auch an die Anweisungen haelt? Jeder Abschuss einer Rakete durch die “Eisenkuppel” kostet uebrigens eine Menge Geld. Mit Sicherheit werden die Steuern spaetestens 2015 wieder angehoben.

Update 22/07/14: Gestern auf der Heimfahrt nach der Arbeit gab es wieder Raketenalarm. Ich verliess das Auto und legte mich (mit weisser Hose) baeuchlings in ein abgeerntetes Maisfeld. Das naechste Mal nehme ich das Handy mit und mache ein Selfie, damit Ihr etwas zu lachen habt. Die Kinder sind jetzt bei ihren Grosseltern im Norden und koennen ein paar Tage ohne Sirenen geniessen, falls die Hizbollah keine zweite Front eroeffnet, wie hier angedroht. Man sollte meinen, sie waeren in Syrien ausgelastet. Oder haben die Achse Iran-Assad-Hizbollah einerseits und ISIS-Al Qaida-Saudiarabien andererseits das syrische Staatsgebiet schon stillschweigend aufgeteilt und jagen nun jeder fuer sich Moderate und Christen ? Ich sehe gerade, dass die Opferzahlen im syrischen Buergerkrieg deutlich hoeher sind als im Gazastreifen. Aber kaum jemand scheint sich ueber tote Kinder in Syrien zu echauffieren?!

 

Beduinen in Israel unter Raketenterror


Gestern Mittag schlug eine Rakete aus dem Gazastreifen in der Naehe von Dimona ein. Dort leben Beduinen in nicht anerkannten Wellblechsiedlungen, Beispiel hier. Ein junger Mann wurde getoetet, sein Baby liegt schwer verletzt im Soroka-Krankenhaus, Mutter und Tante des Babys sind ebenfalls verletzt und im selben Krankenhaus.

Es tut mir sehr leid fuer diese Familie. Vorwuerfe an den Staat Israel sind jedoch fehl am Platz. Man kann nicht gleichzeitig darauf bestehen, in einer nicht anerkannten Siedlung zu leben und fordern, dass der Staat alle Infrastruktur zur Verfuegung stellt.

Auch in anerkannten und legalen beduinischen Staedten und Doerfern sieht es duester aus. Eigentlich verlangen die israelischen Bauvorschriften, dass in jeder Kommune fuer ausreichend Schutzraeume  gesorgt ist. Die beduinischen Kommunen sind diesen Vorgaben nicht nachgekommen. Der Staat Israel wiederum hat seine Aufsichtspflicht nicht erfuellt. Angesichts der jahrelangen und eklatanten Verstoesse gegen die Raumplanungsvorschriften in allen beduinischen Kommunen haette der Staat schon laengst die gewaehlten Ortsvorsteher absetzen und durch staatlich ernannte Buergermeister ersetzen sollen. So wurde z.B. Amram Mitzna zum Buergermeister von Yeruham ernannt, nachdem sein Vorgaenger die arme Kleinstadt in der Wueste ruiniert hatte.

Ich kann nur spekulieren, warum das nicht passiert: Das Thema ist zu heikel, jede staatliche Einmischung wuerde als Diskrimierung der arabischen Buerger empfunden werden und wie schnell internationale Organisationen mit anti-israelischer Agenda auf derartiges anspringen, haben wir ja schon gesehen.

Aus dem Link oben ueber die Zustaende in Rahat vor zwei Jahren:

But a visit to the town Tuesday indicated residents had decided they had nothing to fear, ignoring warnings to stay indoors and to avoid congregating. Those tendencies are a cause of worry for the local officials in charge of their safety.

People in Rahat, one city official said with a grim smile, have a “mental Iron Dome.”

The lively atmosphere in the city — markedly different from the one in the neighboring Jewish city of Beersheba, which feels largely deserted and thoroughly spooked — belies a dangerous reality, according to municipal officials here.

There is not a single public bomb shelter in Rahat — only five small portable rooms of reinforced concrete that were recently delivered and can house a small number of people. Barely half of the homes have safe rooms built to withstand rocket fire, as required by current construction codes. More than half of the residents are under 18, and with schools closed, thousands of children are spending their days wandering around outside.

To make things worse, each building here tends to house an extended clan rather than a small nuclear family, meaning that a direct hit could exact a high toll in human life.

Part of the reason for the lack of safety precautions lies with the government’s long-standing neglect of Israel’s one-fifth Arab minority. Part lies with the fact that Rahat is poor, the local authorities cash-strapped, often dysfunctional, and lacking any meaningful clout with the state offices that dole out funds.

Ein Besuch der Stadt am Dienstag verraet, dass die Einwohner beschlossen haben, sie waeren nicht gefaehrdet. Sie ignorieren die Warnungen, die Haeuser nicht zu verlassen und Menschenansammlungen zu vermeiden. Diese Tendenzen sind ein Grund der Sorge fuer die kommunalen Amtsinhaber, die fuer die Sicherheit zustaendig sind.

“Die Menschen in Rahat haben eine mentale Eisenkuppel”, sagte ein Stadtangestellter mit grimmigen Laecheln.

Die lebhafte Atmosphaere in der Stadt ist deutlich anders als in der juedischen Nachbarstadt Beer Sheva, das sich verlassen und wie eine Geisterstadt anfuehlt und spottet der realen Bedrohung, sagen die Zustaendigen in der Stdtverwaltung.

 Es gibt keinen einzigen oeffentlichen Schutzraum in Rahat – nur fuenf kleine, mobile Raeume aus verstaerktem Beton, die vor kurzem angeliefert wurden und eine kleine Anzahl von Menschen aufnehmen koennen. Nur knapp die Haelfte aller Haeuser haben raketensichere Schutzraeume, wie sie nach derzeitigen Baurecht vorgeschrieben sind. Ueber die Haelfte der Einwohner sind unter 18 Jahre alt und jetzt, wo die Schulen geschlossen sind, verbringen Tausende Kinder ihre Tage draussen.

Was die Lage noch schlimmer macht, in jedem Haus leben ausgedehnte Grossfamilien und keine kleinen Kernfamilien, so dass ein direkter Treffer viele Menschenleben kosten koennte.

Zum Teil wurden die mangelenden Sicherheitsvorkehrungen durch die langjaehrige Vernachlaessigung der arabischen Minderheit durch die Regierung verursacht. Zum Teil liegt es auch daran, dass Rahat arm ist, den kommunalen Behoerden wenig Geld zur Verfuegung steht, sie oft auch unfaehig sind und wenig Einfluss bei den staatlichen Stellen haben, wo Geldmittel bereitgestellt werden. (Uebersetzung von mir)

Viele Beduinen im Negev haben Verwandte im Gazastreifen. So sollen z.B. Schwestern von Ismael Haniye in Tel Sheva verheiratet sein. Ob sie den Beteuerungen glauben, dass die Raketen zwischen Juden und Arabern unterscheiden koennen?

Update 21/07/14: Uebrigens hat der Oberste Gerichtshof einem Eilantrag stattgegeben und geprueft, ob bei der Vergabe von mobilen Schutzraeumen durch die IDF irgendeine Diskriminierung auszumachen sei. Das wurde klar verneint, jedoch verlangt, dass innerhalb von 30 Tagen ein Plan ausgearbeitet und vorgelegt werden soll, wie die Beduinen besser geschuetzt werden koennen.

Hamas plant die “humanitaere Katastrophe”


Diese Taktik ist alt und erprobt: Wenn es der Bevoelkerung im Gazastreifen schlecht geht, wird der internationale Druck auf Israel erhoeht. Daher hat Hamas ein klares Interesse daran, eine solche Katastrophe herbeizufuehren oder wenigstens vorzutaeuschen.

Zunaechst werden alle Toten im Gazastreifen als “unschuldige Zivilisten” dargestellt.

Als naechstes wird dafuer gesorgt, dass die Versorgung mit dem Lebensnotwendigen der Zivilisten moeglichst ungenuegend ausfaellt. Raketen auf die Hochspannungsleitungen und das Kraftwerk in Ashkelon, das auch den Gazastreifen mit Strom versorgt, ist eine Methode, fuer Stromausfall zu sorgen.

Der seit Jahrzehnten desolate Zustand des Grundwassers soll auch wieder Israel angehaengt werden.

Ausserdem macht es sich gut, wenn Kinder und/oder Fluechtlinge sterben. Waehrend “Gegossenem Blei” hatte Hamas grossen Erfolg mit dem Vorfall um die Al-Fakhura-Schule der UNRWA.

Mir scheint es offensichtlich, dass dieser Erfolg wiederholt werden soll: Raketen werden in unmittelbarer Naehe von solchen Schulen abgefeuert. Eine Win-win Situation fuer Hamas: Entweder koennen sie von dort ungehindert Raketen auf Israel schiessen oder sie bekommen herzzerreissende Bilder und einen weltweiten Empoerungsschrei gegen Israel. Und die menschlichen Schutzschilde freuen sich darueber:

As the Hamas-made missiles screamed off into the sky, leaving a white vapour trail, the kids all cheered. One older boy of maybe 12, shouted in Arabic “They’re R160s,” named for the late Hamas leader Abdel Aziz Rantisi who was assassinated by Israel in 2004. These are the big, long-range rockets usually reserved for Tel Aviv, Jerusalem or the airport in between.

Die zwanzig Raketen, die in einer UNRWA Schule gelagert waren (und von der UN-Organistion anscheinend der Hamas uebergeben!) , stellen wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs dar. Auch Moscheen und natuerlich Wohnhaeuser dienen als Waffenlager.

Bisher kaum bekannt ist ein weiteres Vorgehen: Hamas erzwingt seit Tagen, dass die Banken geschlossen bleiben. Sie wollen verhindern, dass die Fatahangestellten an ihre Gehaelter kommen, solange ihre eigenen Angestellten nicht bezahlt werden. Das bedeutet natuerlich, dass die Versorgung der normalen Bevoelkerung immer prekaerer wird.

But the biggest problem might be the one that A. didn’t want to talk about — the banks. If the branches remain closed, it means that it will not be possible to carry out bank transfers, to withdraw cash, or to order goods (by transferring money). Which means that a Gazan merchant who wants to order goods from Israel will not be able to transfer money to his suppliers on the other side of the border.

And one doesn’t need to be a fortune teller to understand that in another week, more or less, the inventory of goods in Gaza will be drained. However you want to put it, Hamas is intentionally trying to create a humanitarian crisis. It wants to intensify the distress in order to bring international pressure on Israel.

Aber das groesste Problem ist vermutlich der Punkt, ueber den A. nicht reden mag – die Banken. Wenn die Filialen geschlossen bleiben, koennen keine Ueberweisungen durchgefuehrt werden, kein Geld kann abgehoben werden oder Waren bestellt werden (per Ueberweisung). Das bedeutet, dass ein Kaufmann im Gazstreifen, der Waren aus Israel bestellen will, keine Moeglichkeit hat, seine Lieferanten auf der anderen Seite zu bezahlen.

Man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, dass in einer oder zwei Wochen, der Lagerbestand im Gazastreifen ausgehen wird. Wie auch immer man das ausdruecken moechte: Hamas versucht mit Absicht eine humanitaere Krise herzustellen. Sie will das Elend steigern, um damit internationalen Druck auf Israel zuzuloesen. (Uebersetzung von mir)

Weil die Medien seit langer Zeit Israel als Kindermoerder, Unterdruecker, Unrechtsstaat usw. darstellen, werden alle diese Vorwuerfe leicht geglaubt. Der tragische Tod der vier Buben am Strand ist noch lange nicht aufgeklaert, reicht aber schon, um “aufrechte Linke” davon zu ueberzeugen, dass Israel mit voller Absicht, unbewaffnete Kinder und Jugendliche ermordet. Als Transportmittel verwenden Hamaskaempfer uebrigens gern Krankenwagen, in denen zur Sicherheit noch mehrere Kinder mitfahren. Und selbst die Washington Post berichtet, dass sie ihr Hauptquartier im Shifa Krankenhaus aufgeschlagen haben.

Waehrend ich diesen Text schreibe, musste ich uebrigens schon zweimal im Bunkerzimmer Schutz suchen. Auch heute wurden wieder mehrere Salven auf Beer Sheva abgefeuert. Die Kinder sind inzwischen zermuerbt und bitten jetzt doch darum, zu ihren Grosseltern gefahren zu werden.

Kollektivstrafe – hausgemacht II


Inzwischen geht die UN mit dem Vorwurf hausieren, die juengsten Feindseligkeiten und natuerlich Israel haetten daran Schuld, dass das Grundwasser im Gazastreifen verunreinigt ist und Abwasser ueberlaeuft.

Wer hier im Blog fleissig mitliest, erinnert sich vielleicht, dass diese Zustaende schon jahrzehntelang herrschen und weder mit der gegenwaertigen Militaeraktion noch mit Israel etwas zu tun haben.

Ganz im Gegenteil versorgt die israelische Wassergesellschaft, Mekorot, den Gazastreifen mit frischem, sauberen Wasser und diese Versorgung laeuft weiter, genau wie die Stromversorgung und die taeglichen LKWs mit Gebrauchswaren.

Update: Der selbst verschuldete Schaden an einer Stromleitung wurde von Israel gestern schon wieder repariert. Die Arbeiter trugen kugelsichere Westen, Spezialhelme und wurden von der Armee bewacht. Trotzdem mussten sie immer wieder mal in Deckung gehen, wenn wieder Raketen auf Ashkelon und Umgebung abgefeuert wurden. (Das waren eine ganze Menge, wie man hier sehr anschaulich beobachten kann.)

Workers of the Israel Electric Corp. take cover as a siren warning of incoming rockets is heard near the Israel and Gaza border on Monday | Photo credit: AP

 

Todesopfer im Gazastreifen


Seit Beginn der israelischen Luftangriffe veroeffentlicht Hamas keine Namen von Toten. Offensichtlich moechten sie alle Opfer als Zivilisten ausgeben, und bei der Aktion Gegossenes Blei gelang es Bloggern anhand der Namen zu belegen, dass etwa die Haelfte der “Zivilisten” in Wirklichkeit Terroristen waren.

Wir wissen, dass immer wieder Raketen zu kurz fallen und im Gazastreifen selber Schaden anrichten. Wenn dadurch Menschen getoetet werden, wird auch das Israel in Rechnung gestellt.

Heute hat Al-Jazeera eine Liste der Toten mit Namen, Geschlecht und in den meisten Faellen auch Altersangaben veroeffentlicht.

Ich habe daraus eine kleine Statistik samt Graphik gemacht:

Tote im Gazastreifen Jul-14

Und hier die Tabelle dazu:

Bevoelkerungsgruppe Anzahl Prozent
Kinder 0-12 Jahre 18 10%
Frauen ab 13 Jahren 14 7%
Maennliche Jugendliche 13 7%
Maenner 18-40 93 49%
Maenner 41-50 14 7%
Maenner ueber 50 20 11%
Maenner ohne Altersangabe 17 9%
Gesamt 189 100%

Das ist keine normale Bevoelkerungspyramide im Gazastreifen. Kinder und Frauen sind krass unterrepraesentiert und Maenner im Kaempferalter sind deutlich ueberrepraesentiert.

Soviel zu “ueberwiegend Zivilisten”!

Update 16/07: Elder of Ziyon hat genauere Ergebnisse vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center, die auch die Namen recherchieren und den verschiedenen Terrororganisationen zuordnen.

Und hier ein Beispiel, dass auch ein 17-Jaehriger (weiland als Kind betrachet) einer Terrororganisation angehoeren und als Kombattant getoetet werden kann.

Hamas: Wir wollen keinen Waffenstillstand


Seit gestern Abend liegt ein aegyptischer Vorschlag fuer Waffenstillstandsbedingungen auf dem Tisch. Heute morgen wurde er dem israelischen Kabinett vorgelegt und angenommen. Seit heute 9:00 morgens sollte Waffenruhe herrschen, worauf dann binnen 48 Stunden die endgueltigen Bedingungen ausgehandelt wuerden. Im Entwurf war eine Rueckkehr zum Status Quo vor dieser Runde vorgesehen plus Erleichterungen bei den Grenzuebergaengen fuer Hamas.

Hamas liess mitteilen, dass sie nicht interessiert ist.

Nun ja, vielleicht ist das blosse Rhetorik, dachte man sich in Israel und gab seinerseits zu Protokoll, dass Israel die Luftangriffe ab 9:00 heute morgen einstellen werde.

Wir sind ja schon daran gewoehnt, dass die Uhren im Gazastreifen nachgehen, wenn Waffenstillstaende eingehalten werden koennten. Ueber die Raketen, die etwas nach 9:00 auf israelischem Gebiet einschlugen, wurde daher kein Wort verloren.

Hamas meint aber genau, was sie sagt und zur Bekraeftigung wurden weitere Salven abgefeuert. Ich komme gerade von einem Sprint in den Schutzraum zurueck – wir zaehlten 9 Explosionen.

Ob uns die USA nun freundlichst erlauben moegen, gegen Hamas vorzugehen?!

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