Kibbutz Nir Am


Waehrend der Pessachwoche besuchten mein Mann und ich das kleine Museum im Kibbutz Nir Am. Unsere Fuehrerin war eine aeltere Dame, die sich sehr aufrecht hielt und das Selbstbewusstsein eines alteingesessenen Kibbutzmitglieds ausstrahlte.

Ihre Fuehrung war mit vielen Anekdoten und persoenlichen Geschichten gespickt. Eine davon spielte zu der Zeit, als sie und ihr Jahrgang im Kibbutz etwa 5-6 Jahre alt waren. Zu dieser Zeit schliefen die Kinder im Kibbutz nicht bei ihren Eltern, sondern nach Altersgruppen in Kinderhaeusern. Eines Nachts wachte ein kleiner Junge auf.  Durch das Fenster bei seinem Etagenbett sah er unbekannte Maenner auf dem Kibbutzrasen. Der Kibbutz war noch sehr klein und dieses Kinderhaus lag nahe beim Zaun, der den Kibbutz umgrenzte. Wahrscheinlich hatte der Junge schon von Fedayeen gehoert. Jedenfalls reagierte er sehr besonnen. Er weckte die anderen Kinder, bedeutet ihnen leise zu sein und alle zusammen versteckten sich unter den Betten. Wenig spaeter kamen die Terroristen tatsaechlich ins Kinderhaus, fanden die Betten leer und suchten in der Kueche nach etwas, was sich mitzunehmen lohnte. Die Kinder lagen immer noch unter den Betten und waren ganz still, als einige Zeit spaet der Kibbutznachtwaechter auf seinem Rundgang auch im Kinderhaus vorbeischaute. Die Dame erzaehlte, dass ihre Eltern ihnen nur ueber den Kopf gestreichelt haetten mit einem ‘das habt ihr gut gemacht’ – im Kibbutz der damaligen Zeit wurden Gefuehle zwischen Eltern und Kindern eher unterdrueckt. “Aber eine solche Angst wie damals, habe ich mein ganzes Leben nicht wieder gehabt!”

Es tut mir so leid fuer diese Frau, dass sie jetzt im Alter wieder dieselbe Angst haben musste. Am Montag drangen Hamasterroisten ueber Tunnel ein, ihr Ziel war der Kibbutz Nir Am. Die Bewohner des Kibbutz mussten sich in ihre Haeuser einschliessen und still verhalten. Vier israelische Soldaten fielen im Gefecht mit diesen Terroristen.

 

Anschauungsmaterial


Vor einer halben Stunde hatten wir Raketenalarm am Arbeitsplatz. Die Explosionen hoerten sich sehr nah an.

Vor kurzem zeigte uns mein Chef dieses Bild:

Rocket at Pool

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Einschlag war im Schwimmbad des Nachbarorts. Sein Sohn wollte dort schwimmen, als der Alarm kam. Wie alle anderen hat er sich in den Schutzraum des Schwimmbads gefluechtet. Inzwischen (23.07.14) habe ich erfahren, dass die Rakete noch in der Luft von Eisenkuppel neutralisiert wurde. Im Schwimmbad ist nur das etwa 2 Meter lange Metallrohr gelandet, ganz ohne Explosion und daher ohne Schrapnell

Die Gefahr besteht nicht darin, dass einem ein Metallrohr auf den Kopf faellt, sondern von einem oder mehreren der Metallteile, mit der die Rakete bestueckt ist und die durch die Explosion mit hoher Geschwindigkeit verstreut werden, getroffen zu werden.

So sehen die Schrapnell- Einschlaege an einer Hauswand  gestern aus:

Etwa 1500 Raketen wurden seit Beginn der Aktion “Schutzkante” auf Israel abgefeuert. Koennt Ihr Euch vorstellen, wieviele Menschen die haetten toeten koennen, wenn Israel kein Abwehrsystem, keine Raketenalarme, Schutzraeume und eine disziplinierte Bevoelkerung haette, die sich auch an die Anweisungen haelt? Jeder Abschuss einer Rakete durch die “Eisenkuppel” kostet uebrigens eine Menge Geld. Mit Sicherheit werden die Steuern spaetestens 2015 wieder angehoben.

Update 22/07/14: Gestern auf der Heimfahrt nach der Arbeit gab es wieder Raketenalarm. Ich verliess das Auto und legte mich (mit weisser Hose) baeuchlings in ein abgeerntetes Maisfeld. Das naechste Mal nehme ich das Handy mit und mache ein Selfie, damit Ihr etwas zu lachen habt. Die Kinder sind jetzt bei ihren Grosseltern im Norden und koennen ein paar Tage ohne Sirenen geniessen, falls die Hizbollah keine zweite Front eroeffnet, wie hier angedroht. Man sollte meinen, sie waeren in Syrien ausgelastet. Oder haben die Achse Iran-Assad-Hizbollah einerseits und ISIS-Al Qaida-Saudiarabien andererseits das syrische Staatsgebiet schon stillschweigend aufgeteilt und jagen nun jeder fuer sich Moderate und Christen ? Ich sehe gerade, dass die Opferzahlen im syrischen Buergerkrieg deutlich hoeher sind als im Gazastreifen. Aber kaum jemand scheint sich ueber tote Kinder in Syrien zu echauffieren?!

 

Hamas: Wir wollen keinen Waffenstillstand


Seit gestern Abend liegt ein aegyptischer Vorschlag fuer Waffenstillstandsbedingungen auf dem Tisch. Heute morgen wurde er dem israelischen Kabinett vorgelegt und angenommen. Seit heute 9:00 morgens sollte Waffenruhe herrschen, worauf dann binnen 48 Stunden die endgueltigen Bedingungen ausgehandelt wuerden. Im Entwurf war eine Rueckkehr zum Status Quo vor dieser Runde vorgesehen plus Erleichterungen bei den Grenzuebergaengen fuer Hamas.

Hamas liess mitteilen, dass sie nicht interessiert ist.

Nun ja, vielleicht ist das blosse Rhetorik, dachte man sich in Israel und gab seinerseits zu Protokoll, dass Israel die Luftangriffe ab 9:00 heute morgen einstellen werde.

Wir sind ja schon daran gewoehnt, dass die Uhren im Gazastreifen nachgehen, wenn Waffenstillstaende eingehalten werden koennten. Ueber die Raketen, die etwas nach 9:00 auf israelischem Gebiet einschlugen, wurde daher kein Wort verloren.

Hamas meint aber genau, was sie sagt und zur Bekraeftigung wurden weitere Salven abgefeuert. Ich komme gerade von einem Sprint in den Schutzraum zurueck – wir zaehlten 9 Explosionen.

Ob uns die USA nun freundlichst erlauben moegen, gegen Hamas vorzugehen?!

Aus dem Familienleben geplaudert


Uns geht es im Prinzip gut, auch wenn der Hausarrest und die Anspannung an den Nerven zerren.

Normalerweise mache ich am Donnerstagabend den Einkauf im Supermarkt und gehe Freitagmorgen auf den Markt. Ich liebe es, dort frisches Obst, Gemuese, Fisch und Fleisch zu kaufen. Je nachdem, was mich am meisten anlacht, plane ich das Menu fuer Shabbateingang und das Mittagessen am Shabbat.

Gestern abend wollte ich unsere Kleine zum Einkaufen mitnehmen, sie hatte den ganzen Tag die Nase noch nicht vor die Tuer gesteckt. Sie ist  eine furchtbare Troedlerin, an Schulmorgen treibt sie uns oft fast in den Wahnsinn, wenn sie eine halbe Stunde braucht, um ein Paar Schuhe anzuziehen. Und so dauerte es auch dieses Mal sehr lange, bis wir startklar waren. Mit einer Menge leerer Einkaufstaschen und einer mit den Pfandflaschen in der Hand, hatten wir die Haustuer schon geoeffnet, als die Sirene losheulte. Tuer wieder zu und ins Bunkerzimmer. Das war die Serien von Salven mit 2o Raketen und zwei Treffern in Beer Sheva, ueber die ich kurz berichtet habe.

Am selben Abend lieferte eine Salve nach Ashdod ebenfalls zwei direkte Treffer. Und heute morgen, wieder in Ashdod, kam es zu dem Treffer auf die Tankstelle. Dem Himmel sei Dank, nur Verwundete und keine Toten, aber mindestens ein Mensch ist schwer verletzt.

Angesichts dieser Serie halte ich es fuer wahrscheinlich, dass Hamas eine Schwaeche unseres Abwehrsystems, Eisenkuppel, ausgemacht hat und ausnuetzt.

Heute morgen ging ich nicht auf den Markt – dort gibt es keine Schutz vor Raketenangriffen, sondern machte nur Einkaeufe im naechsten grossen Supermarkt, wobei ich unsicher darueber nachdachte, dass daneben grosse Gastanks stehen. Vielleicht haette ich doch lieber zu einem weiter entfernten fahren sollen? Und natuerlich ging ich allein.

Unsere Grosse plant schon seit langem, diese Nacht bei einer engen Freundin zu schlafen. Andere Freundinnen sind auch eingeladen und das waere eine schoene Abwechslung fuer sie. Die Freundin wohnt nicht weit von uns und die Familie hat ebenfalls einen Schutzraum. Vor diesem Hintergrund stimmte ich im Prinzip zu.

Nach den Einkaeufen kam das uebliche Kochen. Mittendrin dachte ich auf einmal daran, dass ich den Maedchen an diesem Wochenende zeigen koennte, wie man mit der Naehmaschine umgeht. Waehrend der naechsten Wochen haetten sie so eine interessante und kreative Beschaeftigung, waehrend ich arbeiten gehe und sie unter Hausarrest stehen. Wir machten also noch einen kurzen Ausflug zum Stoffladen.

Und weiterkochen und sauber machen. Mir geht es aehnlich wie Lila, Hausarbeit beruhigt. Moegen Raketen auf uns abgeschossen werden, wenigsten sind die Ritzen zwischen den Fliesen sauber. Mein Mann reagierte aehnlich und begann, im Garten alles Verwelkte wegzuschneiden. Leider ist es ziemlich viel. Wir experimentieren vielleicht zu sehr, wie man Wasserrechnung und Garten moeglichst effizient ausbalanziert. Aber den Jasmin in der Ecke hat er uebertrieben gestutzt. Hoffentlich spriesst der klaegliche Rest im Herbst beim ersten Regen wieder.

Am Nachmittag bekamen wir ueber Zeva Adom, die Applikation, die uns die Raketenalarme im ganzen Land auf dem Laufenden haelt, die dringende Warnung des Heimatschutzes, dass heute Abend alle zuhause bleiben sollten. Das passt sehr gut zur Ermahnung unseres Premierministers, dass auch die frommen Juden heute lieber nicht oder wenn, dann nur in Synagogen mit Schutzraum gehen sollten. Seufzend verzichteten mein Mann und ich auf den Besuch im Schwimmbad, der auch zu unserer Freitagsroutine gehoert.

Unserer Grossen sagte ich, dass wir sehen wollen, wie sich die Lage entwickelt bis nach dem Abendessen. Wir sassen gerade beim Essen, da kam wieder Alarm, wieder mehrere Salven unmittelbar hintereinander und wieder ein direkter Treffer in Beer Sheva. Unter diesen Umstaenden wollten mein Mann und ich nicht, dass sie bei ihrer Freundin schlaeft. Sie hatte kein Verstaendnis fuer unsere Bedenken und warf uns in typischer Teenagermanier einige Unverschaemtheiten an den Kopf. Damit verbaute sie sich jede Chance, dass wir ihr die Uebernachtung bei der Freundin doch noch erlauben konnten. Oder genauer, ich wurde schon wieder weich, aber mein Mann fuehlt, dass wir heute unmoeglich schlafen koennen, wenn nicht alle Kinder zuhause sind, und da hat er natuerlich auch Recht.

Die verschiedenen, unerfreulichen Szenen haben den Abend weitgehend verdorben. Dabei habe ich die Lieblingsspeisen von allen gekocht und gebacken und wollte spaeter mit Brettspielen einen gemuetlichen Familienabend machen. Inzwischen ist Mitternacht vorbei und ich kann auch mit allen Kindern im Haus nicht schlafen.

 

 

 

2 Einschlaege in Beer Sheva


Vor wenigen Minuten hatten wir mehrere Sirenen, ein Alarm direkt nach dem anderen. 20 Raketen wurden insgesamt innerhalb von Minuten auf Beer Sheva abgefeuert. Zwei konnten von der Eisenkuppel nicht neutralisiert werden. Ein Einschlag soll in der Naehe einer Sporthalle passiert sein, mehrer Menschen dort erlitten einen Schock. Die zweite soll in ein Haus eingeschlagen sein, wo aber kein Mensch zu Schaden kam.

Wir waren alle zuhause und im Schutzraum.

In Ashdod kam bei einer aehnlich schweren Salve auch mindestens eine Rakete zur Explosion am Boden. Es scheint, dass ein Mensch dabei lebensgefaehrlich (anush) verletzt wurde. Zur Sprachregelung: “anush” heisst in der Regel “noch nicht klinisch tot”. Das scheint eine Fehlinformation zu sein, dem Himmel sei Dank. Nun ist nur noch von Verletzten in der Gegend von Eshkol die Rede, einer “schwer”, einer “leicht”.

 

“Friedenskonferenz” mit ironischen Elementen


Gestern veranstaltete Ha’aretz, die pro-paelestinesische Zeitung Israels und Lieblingslektuere von Journalisten weltweit, eine “Friedenskonferenz”.

Es wimmelte nur so von ironischen Aspekten:

1) Kein Vertreter der Palaestinenser nahm an der Konferenz teil.

2) Naftali Bennett, der Vorsitzende der rechten Partei “Juedisches Heim”, konnte kaum seine Rede halten. Der Veranstalter, Amos Schocken, musste das Publikum daran erinnern, dass es doch moeglich sein muesste, Bennet anzuhoeren, nachdem man schon mit Arafat gesprochen hatte. Trotzdem wurde seine Rede wiederholt gestoert und als Bennett das Podium verliess, soll er taetlich angegriffen worden sein.

3) Obama liess von seinen Ghostwritern eigens einen Leitartikel fuer Ha’aretz schreiben, der an diesem Tag veroeffentlicht wurde. Darin wird Mahmud Abbas als verlaesslicher Friedenspartner beschrieben: “And, in President Abbas, Israel has a counterpart committed to a two-state solution and security cooperation with Israel.” Wir wissen, welche Stellungsnahme das Praesidialamt von Mahmud Abbas am selben Tag veroeffentlichte.

4) Die Teilnehmer der “Friedenskonferenz” mussten ueberstuerzt in Schutzraeume fliehen, weil aus dem Gazastreifen Raketen auf Tel Aviv abgeschossen wurden.

Zusammengefasst: Da gab es ein Klassentreffen mit unbeirrten Friedensprozesslern, die andere Meinungen nicht tolerieren koennen, und von der Realitaet – Krieg – eingeholt wurden.

P.S. Sehr traurig finde ich, dass  der arabisch-israelische Autor, dessen Buecher ich auch kaufe und mehrfach lese, Sayed Kashua,  fuehlt, dass die arabisch-juedische Koexistenz gescheitert ist. Ich bin nicht sicher, ob es sich um ein endgueltiges Scheitern handelt. Aber auch ich empfinde, was Lila ungefaehr so beschrieben hat: Hier brechen Dinge weg, auf die wir uns verlassen hatten. Fuer mich war dies der Knackpunkt. Im Sueden leben wir mit den Beduinen zusammen: Beim Einkaufen, bei Arzt- und Behoerdenterminen, Veranstaltungen ist das Publikum immer gemischt, Juden und Beduinen. Bei der Geburt unserer Kinder war ich in der Entbindungsstation mit vielen Beduininnen zusammen. Meine Lieblingsohrringe habe ich einer beduinischen Silberschmiedin abgekauft. Im Kindergarten war der beste Freund unserer Kleinen ein Junge aus der nahen Beduinenstadt Lakiya. In Hura habe ich immer wieder getankt. Wenn wir dort vorbeifuhren auf dem Weg zu unserem Lieblingspicknickplatz, haben kleine Buben uns zugewunken und wir haben zurueckgewinkt. Dabei bin ich auch immer extra langsam gefahren, eben weil Buben dicht bei der Strasse spielen.

Natuerlich waren es nur wenige Randalierer, die einen Mordanschlag auf israelische Autofahrer veruebt haben. Aber wo waren die anderen Einwohner von Hura? Sie muessen doch gesehen haben (die Stadt liegt an einem Hang mit gutem Blick auf Strasse 31), dass ein Hinterhalt vorbereitet wurde. Auf der Strasse wurde brennender Muell verteilt, damit Autos verlangsamen und anhalten mussten. Die Steinwerfer standen bereit und die Steine waren auch schon im Voraus dorthin geschafft worden. Im Fernsehen sah man den Brocken, der auf Miki Zahawi geschleudert wurde. Das war kein Stein, wie er in der Negev einfach herumliegt, sondern Bauschutt, der eigens an den Strassenrand geschafft worden war.

NZZ und FAZ: unfreiwillig komisch


Mindestens aus isralischer Sicht hat die Berichterstattung in der NZZ etwas Komisches:

Die Redaktion titelt in  bewaehrter Manier:

Israel startet Militäroffensive

Wir wissen ja schon, dass nur Israel Offensiven starten kann. Kein noch so massiver Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen wuerde eine vergleichbare Schlagzeile bekommen.

Israelische Kampfflugzeuge bombardieren zahlreiche Ziele im Gazastreifen. Die Hamas warnt vor Attacken auf Wohnhäuser. Passagiere eines deutschen Kreuzfahrtschiffes geraten ungewollt in den sich zuspitzenden Konflikt. Die Sorge vor einem neuen Gaza-Krieg wächst.

(dpa) Nach massiven Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israel eine neue Offensive in dem Küstengebiet gestartet. Laut Vertretern der radikalislamischen Hamas flogen israelische Kampfflugzeuge am frühen Dienstagmorgen Dutzende Angriffe. Auch Wohnhäuser seien beschossen und zerstört worden. (…)

Ausser Raketenabschussrampen wurden gezielt die Haeuser von vier Hamasfunktionaeren zerstoert. Die Menschen wurden jeweils rechtzeitig durch Telefonanrufe, Textnachrichten oder Warnschuesse gewarnt, so dass sie Zeit hatten, sich in Sicherheit zu bringen.

Natuerlich gibt es deswegen keine Toten und relative wenige und leicht Verletzte. Die Logik ist einfach: Wenn die Fuehrer der Hamas selber einen hohen Preis bezahlen muessen, ueberlegen sie sich vielleicht noch einmal, ob sie wirklich Krieg wollen. Dass sie sich einen Dreck um das Leben und das Wohlbefinden der Bevoelkerung im Gazastreifen scheren, ist seit langem bekannt.

Die besagten Hamasfunktionaere sollen alle einem Raketenteam in Khan Yunis angehoeren. Aus dieser Ecke wird ueblicherweise Beer Sheva beschossen. Ob das der Grund ist, dass es in Beer Sheva bisher ruhig geblieben ist?

Das Problem der NZZ ist natuerlich, dass dieses ueberaus vorsichtige Herantasten der IDF – Hamas bekommt immer wieder Gelegenheit, vom Ast herunterzukommen – nicht zu den Vorurteilen gegen Israel passt, die in den Koepfen so vieler Intelektuellen und Linken herumspuken.

Uebrigens hatten wir heute bereits zweimal Raketenalarm in der Firma.


Update: Hans-Christian Roessler, der es mit Sicherheit besser weiss, macht in der FAZ ebenfalls den Clown:

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden in der Stadt Chan Junis neun Menschen durch Splitter verletzt. Berichte über weitere Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht. Viele Gebäude waren vor den Angriffen offensichtlich evakuiert worden.

Und kein Wort zu den israelischen Vorsichtsmassnahmen, die Menschen im Gazastreifen zu warnen! Das koennte das anti-israelische Narrativ stoeren!

Hamas will Krieg


Als Einwohnerin von Beer Sheva kann ich Euch dieses Drohvideo des Islamischen Jihads oder Hamas im Gazastreifen nicht vorenthalten:

Hier die Uebersetzung des (uebrigens fehlerfreien) hebraeischen Textes:

An die Siedler von Beer Sheva:
Eure Fuehrer haben unsere Kinder getoetet,
unsere Haeuser bombardiert
und Euch zum Tod verurteilt
Flieht,
bevor es zu spaet ist.

Fuer die letzten Raketenangriffe auf Ashkelon, Ashdod, Gan Yavne, Gedera (also vom Norden des Gazastreifen aus ins israelische Zentrum) uebernimmt Hamas ausdruecklich die Verantwortung.

 

 

 

Gestern wieder Raketen: 3-jaehriges Kind im Gazastreifen getoetet


Gestern Abend wurde aus dem Gazastreifen wieder einmal eine Salve Raketen auf den Sueden Israels abgefeuert. Insgesamt sieben Mal schrillten die Sirenen. Vier Raketen landeten auf israelischem Gebiet. Zwei wurden vom Abwehrsystem Eisenkuppel unschaedlich gemacht, waeren also in Wohngebieten niedergegangen, zwei explodiertem im freien Feld. Mindestens zwei Raketen aber gingen noch im Gazastreifen nieder. Eine davon toetete ein dreijaehriges, palaestinensisches Maedchen und verletzte mindestens ein weiteres Kind und zwei weitere Familienangehoerige.

Nach Elder of Ziyon starben in diesem Jahr im Gazastreifen bereits 29 Menschen durch zu kurz geschossene Raketen, die meisten wohl Terroristen bei “Arbeitsunfaellen”. Aber ihrer “Arbeit” gehen die Terroristen auch bei sich zu Hause nach. Das kostete einem zweijaehrigen Buebchen im Maerz das Leben.

Wenn wieder einmal Pro-Palaestinenser mit dem Mythos “Juden = Kindermoerder” arbeiten, sollte man sich an die wehrlosen Kinder im Gazastreifen erinnern.

Hier noch ein Beispiel, wie man diese Nachricht so verpacken kann, dass fast kein Leser sie richtig zur Kenntnis nimmt.

Louis wird vermisst


Unser Kater ist seit fast zwei Wochen nicht nach Hause gekommen.
In den zwei Wochen vor seinem endgueltigen Ausbleiben liess er sich insgesamt dreimal mehrere Tage nicht sehen. Wenn er dann zuhause war, wirkte er erschoepft und schlief stundenlang. Er wirkte aber nicht krank und hatte keine Verletzung.

Louis Fruehling 2013Louis ist gerade mal zwei Jahre alt, ein gesunder, junger Kater, hat den empfohlenen Impfschutz.

Direkt vor unserem Haus ist ein Park, wo Louis normalerweise umherstreifte, wenn er unterwegs war. Wir sind sicher, dass er sich seit seinem letzten Verschwinden weder lebend noch tot dort befindet. Wir haben immer wieder nach ihm gerufen (normalerweise kommt er dann) und unter alle Straeucher geschaut.

Wir haben die einzige Strasse in der Naehe, auf der Autos zu schnell fahren, um fuer Katzen zu bremsen, bzw. den Katzen das Ausweichen zu ermoeglichen, jeden Tag kontrolliert und koennen mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass er nicht ueberfahren wurde.

Habt Ihr Theorien, was passiert sein koennte?

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