Die fehlenden Rufe nach Blutrache bestaetigen: Juden gehoeren nicht in den Nahen Osten


Hier wieder einmal eine uebersetzte Satire von Pre-occupied Territory

Ramallah, 18. Juni – Arabische Experten und Aktivisten verweisen auf die wenig gehaessige, kollektive Reaktion auf die Entfuehrung dreier Jugendlicher durch Hamas als weiteren Beleg, dass die Juden in dieser Weltgegend ein Fremdkoerper sind und keine legitime Souveraeinitaet haben koennen.

Die israelischen Meden haben sich darauf konzentriert ueber Massengebete um die Heimkehr der Jungen zu berichten, die Solidaritaet mit den Familien und die nuechteren Analysen, welche militaerischen Vorgehensweisen noetig sein koennten, um ihre Freilassung zu erreichen. Auffaellig sei, dass der Ruf nach Rache, Voelkermord, Pluenderung und weitreichende Zerstoerungen fehlten, grundlegende Elemente fuer einen im Nahen Osten authentischen Ansatz, wie sie es nennen.

Als Exempel verweisen diese Experten auf den Irak, wo keine der Konfliktparteien irgendwelche Zurueckhaltung in ihren Bemuehungen zeigt, den Feind zu besiegen, einzuschuechtern, abzuschlachten oder in anderer Weise zu ueberwinden. Berichte ueber Hinrichtungen von Gefangenen der irakischen Streitkraefte im grossen Stil durch die Aufstaendischen wurde mit der summarischen Toetung von 44 sunnitischen Gefangenen beantwortet und mit Rufen nach der totalen Ausloeschung der sunnitischen Minderheit im Land. Seit 10 Jahren kommen Selbstmordattentate und Anschlaege mit Schusswaffen fast jede Woche im ganzen Land vor, in dem Kurden, Sunniten und Schiiten um die Vorherrschaft kaempfen. Im Gegensatz dazu waren israelische Reaktionen immer viel schwaecher, wobei der Ruf nach Vertreibung der Palaestinenser als ausserhalb eines legitimen Diskurs angesehen wird. Eine solche Zurueckhaltung, sagen die Aktivisten, hat keinen Platz in der Region und ist ein unnatuerliches Transplant, das entfernt werden muss.

“Kein echter Orientale, der bei Sinnen ist, wuerde eine langfristige Koexistenz als verfolgenswertes Ziel betrachten”, sagt Massik Themal, ein palaestinensischer Aktivist. “Die blosse Vorstellung, den Feind am Leben zu lassen, ganz zu schweigen von Aussoehnung, ist in dieser Gegend fremdartig und muss zusammen mit dem ganzen Rest des zionistischen, kolonialistischen Unternehmes mit den Wurzeln ausgerottet werden.” Er sagte, dass Zugestaendnisse, wonach besiegte Volksgruppen am Leben gelassen wurden, immer eine post facto Anpassung an die tatsaechlichen Gegebenheiten waren und kein akzeptabler a priori Ansatz sein koennen.

“Sie werden bemerkt haben, dass wir keine Massaker durch israelischen Truppen mit Dutzenden oder Hunderten von Toten mehr behaupten”, sagte er. “Das letzte Mal haben wir das 2002 gemacht. Prinzipiell haben wir festgestellt, dass ein solches Vorgehen in diesem Teil der Welt zu Hause ist und jeder, der das nicht unterstuetzt, auch wenn er selbst gerade nicht die Gelegenheit hat, Massaker zu verueben, gehoert einfach nicht hierher.”

Arabische Experten sind verwirrt durch die israelische Betonung von Gebet und guten Wuenschen, da sie mehr an das Schwingen von Waffen als rhetorischem und politischem Mittel der Wahl gewoehnt sind. “Das gibt uns ein unbehagliches Gefuehl und muss draussen bleiben”, sagte Mamser Durrur von der Gruppe der Elf Nationen, die Israel in den Muelleimer der Ewigkeit werfen wollten – [Group of Eleven Nations Operating to Chuck Israel into the Dustbin of Eternity (GENOCIDE)]. “Sie koennten keinen besseren Nachweis verlangen, warum Juden hier nichts verloren haben.”

Respekt fuer Heilige Staetten?


Respekt zeigen Muslime auf dem Tempelberg ihrem “Erhabenem Heiligtum” nicht, jedenfalls nicht nach dem westlichem Verstaendnis von Respekt.

Auf dem Tempelberg wird Fussball gespielt, politische Demonstrationen werden durchgefuehrt, Besucher werden beschimpft und belaestigt. Natuerlich werden auch Steine geworfen und Krawall gemacht.

Die letzten, groesseren Krawalle auf dem Tempelberg, als sich junge Muslime in der Al Aksa Moschee verschanzten und vor dort aus die Polizisten angriffen, fanden in der Pessachwoche statt.

Heute ist Jerusalemtag, an dem die Wiedervereinigung der Stadt vor 47 Jahren gefeiert wird, nachdem sie fuer 19 Jahre geteilt gewesen war. Naechste Woche feiern wir Shavuot, das Wochenfest, an dem das Volk Israel die Thora empfangen hat. Und natuerlich bieten sich diese Feste wieder fuer Krawalle auf dem Tempelberg an.

Ueblicherweise wird argumentiert, dass nur wenige Jugendliche hinter solchen Aktionen stecken. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass der Wakf, die muslimische, religioese Behoerde, die den Tempelberg verwaltet, je diese Unruhestifter verurteilt oder auch nur ermahnt haette.

Wir sollten daher von der entgegengesetzten These ausgehen: Der Kampf gegen Unglaeubige ist im Islam eine religioese Pflicht. Insofern sind Unruhen gegen unglauebige Besucher und/oder juedische Polizisten kein Sakrileg , sondern entsprechen der richtigen Praxis des muslimischen Glaubens. Wenn der Kampf gegen die Unglaeubigen fuer das Heiligtum in naechster Naehe zum Heiligtum selber durchgefuehrt wird, dann wird das Heiligtum dadurch in keiner Weise geschaendet, sondern im Gegenteil geehrt.

Dass der Tempelberg gleichzeitig die Heiligste Staette des Judentums ist, wird geleugnet. Aber auch in Faellen, wo die Heiligkeit von bestimmten Orten fuer andere Menschen nicht abgestritten wurde, haben sich Muslime nicht respektvoll in unserem Sinne verhalten. Ja, es waren nie “die Muslime”, immer nur bestimmte Gruppen, aber es fand sich kein “main-stream” Islam, der dagegen aufgestanden waere.

Fair is foul, and foul is fair:

 

Und jetzt zu Abbas’ “Verurteilung” des Holocausts


Mahmoud Abbas, der seit Jahren nicht mehr demokratisch legitimierte Vorsitzende der Palaestinensischen Autonomiebehoerde, hat sich puenktlich zum Holocausttag zu Wort gemeldet. Die meisten westlichen Medien zitieren nur einen Ausschnitt seiner Aussage. Hier in der tagesschau:

Anlässlich des morgigen Gedenktages drückte er in einem Gespräch mit einem Rabbiner sein Mitgefühl mit den Hinterbliebenen der Opfer aus sowie “mit den vielen unschuldigen Menschen, die von den Nazis ermordet wurden”. Die Judenvernichtung während der NS-Zeit bezeichnete er erstmals als das “schlimmste Verbrechen der Neuzeit”.

Und so geht es im vollen, offiziellen Text von Abbas Aussage  weiter:

President Abbas stressed that the Holocaust is a reflection of the concept of ethnic discrimination and racism which the Palestinians strongly reject and act against.

‘The world must do its utmost to fight racism and injustice in order to bring justice and equality to oppressed people wherever they are.  The Palestinian people, who suffer from injustice, oppression and denied freedom and peace, are the first to demand to lift the injustice and racism that befell other peoples subjected to such crimes.’

‘On the incredibly sad commemoration of Holocaust Day, we call on the Israeli government to seize the current opportunity to conclude a just and comprehensive peace in the region, based on the two states vision, Israel and Palestine living side by side in peace and security.’

Praesident Abbas betonte, dass der Holocaust ein Ergebnis des Konzepts ethnischer Diskrimiernung und Rassismus ist, das die Palaestinenser entschieden zurueckweisen und dagegen vorgehen.

Die Welt muss ihr Aeusserstes tun, um Rassismus und Ungerechtigkeit zu bekaempfen, um allen Voelkern Gerechtigkeit und Gleichheit zu bringen, ganz gleich, wo sie sich befinden. Das palaestinensische Volk, das unter Ungerechtigkeit und Besetzung leidet und dem Freiheit und Friede verwehrt sind, sind die ersten, die verlangen, dass bei anderen Voelkern, die solchen Verbrechen ausgesetzt sind, die Ungerechtigkeit und der Rassismus aufgehoben werden, 

An diessem unglaublich traurigen Gedenktag an den Holocaust, rufen wir die israelische Regierung dazu auf, die gegenwaertige Gelegenheit zu nutzen und einen gerechten und umfassenden Frieden in der Region zu schliessen, auf der Basis der 2-Staaten-Loesung, Israel und Palaestina, die nebeneinander in Friede und Sicherheit leben.

Auf elegante, aber eindeutige Weise suggeriert Abbas, dass die Palaestinenser das Gleiche durchmachen, wie die juedischen Opfer des Holocausts. Israel rueckt demnach an die Stelle der Naziverbrecher.

Vor dem Hintergrund von Samuel Tandros Analyse des Antisemitismus in Aegypten wuerde ich vermuten, dass Abbas in Wirklichkeit die aus seiner Sicht katastrophale Auswirkung des Holocaust betrauert: die Entstehung des Staates Israels, nicht etwa den Voelkermord an den Juden.

Fuer internen Gebrauch stellt der Sprecher der PLFP (Front for the Liberation of Palestine, eine marxistisch ausgerichtete, palaestinsische Terrororganisation) klar, wie Abbas’ Aussage zu verstehen sei:

Ghoul said, “These statements reflect the principled and ethical position of the Palestinian people against Nazi fascism against humanity, including Jews, regardless of the numbers that are being circulated as victims of the Holocaust.

Ghoul added, “The Zionist movement has exploited the Holocaust and Jewish suffering in the promotion and establishment of its racist, fascist colonial entity at the expense of the Palestinian people, and the governments of the Israeli occupation of successive did not draw the lessons of the Holocaust, but rather re-produced and practiced the policies that the Nazis perpetrated, including massacres and violations of the rights of the Palestinian people and the rights of the Arab peoples. This requires the international community to deal with the state of the occupation and its policies the same way that they dealt with Nazism and its crimes against humanity.”

Trotz solcher Winke mit dem Zaunpfahl und Klarstellungen ist die Aussage fuer viele Araber immer noch bedenklich:
“Recognizing the Holocaust more dangerous than calling Israel a Jewish State”

Niemand, der Tadros Text zu Ende gelesen hat, kann davon ueberrascht sein.

Samuel Tadros: Die Urspruenge des Antisemitismus in Aegypten


Dem Namen nach stammt Samuel Tadros aus einer aegyptischen, koptischen Familie, der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist offensichtlich Aegypten.

Sein neuester Text behandelt Antisemitismus in Aegypten und erscheint mir so wichtig, dass ich ihn in voller Laenge ins Deutsche uebersetzen werde. Leider habe ich es nicht mehr rechtzeitig zum Holocaustgedenktag geschafft.

Die Ursprünge des ägyptischen Antisemitismus

Samuel Tadros

Die eine Idee, die Ägypter, vom Liberalen bis zum Islamisten, verbindet, ist der Antisemitismus. Woher kommt er? Warum ist die ägyptische Kultur so durchtränkt mit dieser giftigen Ideologie? Und was bedeutet das für die Welt und Ägyptens Zukunft?

Original veröffentlicht am 21. April 2014

“Sisi ist Jude und Ägypten ist nun zionistisch besetzt!” So kreischte am 21. September 2013 die Schlagzeile von Rasad, dem von der Muslimbrunderschaft gegründeten und unterstütztem Nachrichtenportal. Die Story unter der Schlagzeile benutzt als Quelle die auf antisemitische Verschwörungstheorien spezialisierte Webseite “Veterans Today”, als US-Seite verleiht sie in ägyptischen Augen einen Anstrich von Glaubwürdigkeit. Der Artikel erklärt, General Abdel Fattah al-Sisi, Ägyptens Verteidigungsminister und de facto Herrscher sei Jude nach Abstammung, weil seine Mutter eine marokkanische Jüdin namens Malika Titani sei. Sisis Onkel mütterlicherseits heisse Youri Sabbagh und wird als wichtiger Zionist beschrieben, der in Ben Gurions Partei gedient habe. Die Informationen aus diesem Artikel wurden Tausende Male zitiert, wenn man inzwischen Sisis Name auf Arabisch in Google eingibt, erhält man als erste Suchoption “Sisi Jude”.
Continue reading

Koennte israelische Wassertechnologie im Nahen Osten Frieden schaffen?


Natuerlich nicht!

Uebersetzung des Textes: “Could Israeli water expertise bring Mideast peace? Of course not!” von Elder of Ziyon
Wunschdenken im Leitartikel der New York Times von Seth M. Siegel:

Ausbreitung von Atomwaffen, religieoser Fanatismus und materielle Ungleichheit sind wesentliche Bedrohungen der Stabilitaet im Nahen Osten. Leider koennte sich eine weitere an: Wasserknappheit.

Die menschlichen Ausloeser sind klar: Rasantes Bevoelkerungswachstum, veraltete Infrastruktut, exzessive Ausbeutung des Grundwassers, ineffiziente Landwirtschaft, Verunreinigung durch Duenger und Pestizide. Ausserdem beschleunigt sich der Klimawandel und damit das Verdunsten von Seen und Fluessen und die Niederschlaege nehmen ab.

Ein Land in dieser Weltgegend koennte die Loesung zu diesen Wasserproblemen haben: Israel. Es hat dieselben Probleme mit dem Klima und der Wuestenbildung wie seine Nachbarn, aber es hat die Bewirtschaftung seiner Wasservorraete gemeistert, so dass es Zeiten der Duerre ueberstehen kann, waehrend es gleichzeitig eine wachsende Bevoelkerung versorgt. Seine Wasserwirtschaft kann nicht nur ein Beispiel geben, sondern sogar die regionalen Spannunngen verringern.

Verschwenderische, landwirtschaftliche Praktigen – im besonderen, ein Feld unter Wasser zu setzen, um es zu bewaessern – sind die wichtigsten Faktoren hinter der regionalen Wasserknappheit. Seit den 1960er Jahren haben die israelischen Bauern diese Praxis aufgegeben und durch Tropfchenbewaesserung ersetzt, wodurch der Wasserverlust durch Verdunstung heruntergedrueckt, das Wasser effizienter an die Wurzeln gebracht wird und, besonders zentral, weit groessere Ernten erzielt werden koennen, als mit konventioneller Bewaesserung. Israel behandelt auch das Abwasser aus Haushalten als eine wertvolle Resource und verwendet ueber 80% davon in der Landwirtschaft. Im Iran und in vielen arabischen Laendern, laesst man Abwasser unbehandelt abfliessen, was die oeffentliche Gesundheit bedroht, weil so Quellen und Grundwasser verunreinigt werden.

… Niemand sollte sich irgendwo eine Wasserkrise wuenschen. Wenn die Wasserprobleme aber zunehmen, hofft man, dass Ideologie von Prgamatismus abgeloest wird und sich dadurch eine Tuer fuer freundschaftliche Kontakte zwischen der arabischen und islamischen Welt mit Israel oeffnen koennte. Eine Partnerschaft, die bei den Ingenieuren anfaengt und sich auf die Landwirte ausdehnt, koennte zu einem Kompromiss, vielleicht sogar zur Aussoehnung bei den Regierungen fuehren. Anstatt Israel als ein Problem zu betrachten, waeren Israels Gegner gut beraten, in ihm eine Loesung zu sehen.

Wann wachen die Leute endlich auf?

Araber hassen Israel nicht einfach – sie sind emotional darauf angewiesen, den Hass auf Israel beizubehalten. Das schliesst auch Israels “Friedenspartner” in Aegypten und Jordanien mit ein. Es mag einige, taktische Zusammenarbeit geben und die Beziehungen florieren unter dem Tisch, wo sie auf gemeinsamen Interessen beruhen, aber sie werden sich nie in einen richtigen Frieden verwandeln, so wie normale Leute Frieden definieren.

Jedes arabische Land hat Organisationen, die sich dem Kampf gegen “Normalisierung” mit Israel widmen. Jeder arabische Staat beleidigt Israel routinemaessig in internationalen Gremien. Arabische Medien werden so gut wie nie oeffentlich Antisemitismus oder Holocaustleugnung entgegentreten. (Letzte Woche gab es eine der sehr seltenen Ausnahmen.)

Die Athmosphaere ist vergiftet, und drei Generationen wurden schon mit diesem irrsinnigen Hass gross gezogen. Gelegentlich bemerken ein paar Araber, dass Araber einander schlechter behandeln, als Juden mit Arabern umgehen, aber das nicht wirklich als Kompliment gemeint.

Heute morgen hat mir gerade ein idiotischer Twitter auf meinen Beitrag geanwortet, in dem ich aufzeige, dass die arabischen Staaten planten, ihre juedische Bevoelkerung noch vor der Abstimmung zum UN Teilungsplan im November 1947 zu verfolgen, mit der Behauptung, es handle sich dabei um eine Reaktion darauf, dass Juden Araber aus ihren Heusern vertrieben. (Tatsaechlich waren die einzigen Mensche, die in Palaestina vor der Teilung aus ihren Haeusern vertrieben wurden,  Juden.)

Arabische Luegen ueber Israel dienen nicht nur dazu, Israel und Juden zu daemonisieren. Sie sollen auch die arabische Schande mildern, dass sie von Juden besiegt wurden. Westliche Menschen koennen einfach nicht verstehen, wie zentral Ehre/Schande in der arabischen Kultur sind. Israels blosse Existenz ist schandbar und eine staendige Erinnerung an die arabische Unfaehigkeit. (Deswegen werden dafuer auch uebertriebene Worte wie “Naqba” und “Nasqa” verwendet, aber nie fuer innerarabische, weitaus toedlichere Kriege oder Kriege, die von westlichen Maechten in der arabischen Welt gekaempft wurden.)

Das ist ein Problem, das nicht geloest werden kann, ausser durch Israels Vernichtung.

Israel kann nur sicherstellen, dass solche Technologien seinen Nachbarn in einer Weise zur Verfuegung gestellt werden, dass sie sie umettikettieren koennen, als kaemen sie aus Europa – und weiterhin oeffentlich den Hass auf Israel beibehalten koennen.

Arabische Regierungen moegen im Stillen darueber froh sein, dass es Israel gibt, weil die Alternative ein zweites Libyien oder Syrien waere und niemand mag das an seinen Grenzen. Laender wie Marokko werden weiterhin in aller Stille mit Israel Handel treiben. Abkommen ueber spezifische, gemeinsame Angelegenheite – einschliesslich Wasser – werden manchmal unter Schirmherrschaft einer dritten Partei entworfen werden. Aber die arabischen Staaten wollen und koennen Israel nicht als dauerhaften Staat in ihrer Mitte akzeptieren.

Als Beiweis braucht man nur zu sehen, was Israel heute schon anbieten kann und anbietet, weit mehr als Wassertechnologie, und die arabische Welt weigert sich, davon zu profitieren, obwohl es ihr unendlich helfen koennte. Nichts wuerde Israel lieber tun als Professoren als Dozenten an arabische Universitaeten zu schicken oder zu arabischen Regierungen als Berater fuer technische Themen wie Landwirtschaft, Medizin und Katastrophenschutz. Fuer Araber waere das oeffentliche Annehmen von israelischer Hilfe ein weiterer Fall arabischer Schande.

Friede ist unmoeglich. Entspannung ist das Ideal und in grossem Ausmass bereits erreicht. Das Einzige, was die Entspannung noch verbesseren kann, ist israelische Staerke, so dass seine Existenz als gegebene Tatsache akzeptiert werden kann. Israelische Zugestaendnisse dagegen machen den Arabern Hoffnung, dass sie die “Naqba” rueckgaengig machen und ihre Schande tilgen koennen.

Wie geht es Mahmoud Abbas gesundheitlich?


Demnaechst feiert Mahmoud Abbas seinen 79. Geburtstag. Er raucht wie ein Schlot und litt (leidet?) unter Prostatakrebs.

Falls Abbas etwas zustossen sollte, ist das Chaos vorprogrammiert. Abbas hat sich immer geweigert, einen Nachfolger zu ernennen. In Gesellschaften wie der palaestinensischen kann so etwas sich in ein Todesurteil verwandeln, ganz ohne israelische Moerder. Daher ist nachvollziehbar, dass Abbas im Gegenteil systematisch denjenigen ein Bein stellte, die als moegliche Nachfolger gehandelt wurden.

Seit Anfang des Jahres gibt es merkwuerdige Geruechte und Verschwoerungstheorien aus der Palaestinensischen Autonomiebehoerde:

1) Saeb Erekat verbreitete, dass Israel Abbas eliminieren moechte.

2) John Kerry soll Abbas gedroht haben, er werde wie Arafat enden, wenn er die US Vorschlagen zu den Gespraechen mit Israel ausschlage. Wenn Kerry so etwas sagte, dann meinte er isoliert und irrelevant wie Arafat in seinen letzten Jahren. Die Palaestinenser aber hoeren Polonium-Vergiftung.

3) Zippi Livni soll eine erfahrene Moerderin fuer den Mossad sein und bedrohe Abbas’ Leben.

Seit gestern ist sogar die Rede davon, einen Stellvertreter zu ernennen.

Was wissen die Fatah-Granden ueber Abbas’ Gesundheitszustand? Wird hier der naechste Mordvorwurf an Israel vorbereitet, sobald Abbas das Zeitliche segnet?

Eid al Adha – das muslimische Opferfest – eingeuebte Verrohung


Diese Woche wird das Opferfest, Eid al Adha, gefeiert. Der Hintergrund im Koran wurde deutlich der Thora entnommen. Ibrahim (Avraham) soll seinen Sohn opfern (im Islam Ishmael statt Yitzchak), in letzter Minute wird er davon abgehalten und opfert stattdessen ein Tier.

Zur Feier schlachten Muslime jedes Jahr zum Opferfest Tiere. Soweit ich sehen kann, handelt es sich dabei nicht um eine religioese Pflicht, der jeder Muslim nachkommen muss, sondern um eine Tradition derer, die es sich leisten koennen, ein Tier zu Ehren des Fests zu schlachten. Dabei handelt es sich auch nicht um eine Opferung, denn die Schlachtung ist keineswegs an einen bestimmten Ort gebunden und es gehoert kein Ritual dazu, das ueber eine normale muslimische Schlachtung hinausginge. Im Unterschied zum Judentum, wo ein Schochet (Schaechter) eine mehrjaehrige Ausbildung absolvieren muss, ist es jedem maennliche Muslim erlaubt, Tiere zu schlachten.

Im Gazastreifen gibt es offensichtlich trotz der jahrezehntenlangen “humanitaeren Krise” ziemlich viele, die sich die Schlachtung leisten koennen. Zusaetzlich zur lokalen Zucht von Schafen und Rindern wurden seit Anfang Oktober von Israel ueber 2000 Kaelber eingefuehrt.

Bei Elder of Ziyon gibt es Videos und Bilder dazu. Beachtet die Buben – ich schaetze den Juengsten auf dem unteresten Bild auf 3 Jahre alt – die ueberall zuschauen.

Was geschieht in einem Kind, das jedes Jahr mitanschaut, wie sein Vater einem Tier die Kehle durchschneidet? Was geschieht mit ihnen, wenn sie Maenner geworden sind und selbst regelmaessig eine solche Schlachtung vollziehen?

Einigermassen unumstritten kann ein Mensch Lust beim Toeten und beim Zusehen empfinden.

Ich halte dafuer, dass das Toeten von Tieren zu einer Verrohung fuehrt. Eine Toetungshemmung wird so geschwaecht.

Es ist kein Zufall, dass bei vielen Morden durch Muslime dem Opfer die Kehle durchgeschnitten wird, bis hin zum Abtrennen des Kopfes: Daniel Pearl 2002, Nicholas Berg 2004, … viele mehr , Colin Greenaway 2013

Seit 2010 hatte PETA uebrigens nichts mehr zu Eid al Adha zu sagen.

Iran: Worte und Taten


Rouhanis Charmeoffensive scheint bisher erfolgreich zu sein, seine Propaganda an das amerikanische Volk darf der iranische Praesident in der Washington Post veroeffentlichen, wie kuerzlich Putin in der New York Times.

Niemand mag sich erinnern, dass der Praesident im Iran nicht eigenstaendig Politik macht. Rouhani wurde auch nicht im westlichen Sinn demokratisch, sondern aus einer Handvoll auserlesener Optionen gewaehlt.

Vergessen wird auch, dass ein erheblicher Teil von Rouhanis Karriere darin bestand, der International Atomic Energy Agency (IAEA) Sand in die Augen zu stoeren, waehrend der Iran sein Programm fortsetzte. Vor den Wahlen buchstabierte  Rouhani diese Taktik in einem Interview im iranischen Fernsehen.

Stattdessen freut man sich allenthalben, dass der Iran nun “moderat” geworden sei.

Die FAZ zeigt sich bereits ungehalten ueber den Stoerenfried bei der allgemeinen Euphorie. Damit die Botschaft auch von denen verstanden wird, die textliche Nuancen nicht so ganz wahrnehmen, werden die Bilder sorgfaeltig ausgewaehlt:

Israels Ministerpraesident Benjamin Netanjau dpader iranische Praesident Hassan Rohani dpa

Leser Heinrich Thiry versteht denn auch sofort:

Also für mich sehr aufschlussreich die beiden Fotos na so ca. 15 sec. intensiv anzusehen und meinen Gefühlen dabei nachzugehen.

Ueberhaupt sind mit einer Ausnahme, Rainhart Raack, die Kommentatoren ueberwiegend von Misstrauen gegenueber Israel gepraegt.

Waehrenddessen berichtet die libanesische Zeitung As-Safir, dass der Iran enger mit Hamas und Hizbollah kooperieren und die “Achse des Widerstands” staerken will.

Waehrenddessen veruebt die Al-Kaida-nahe, somalische Terrororganisation Al-Shabaab den Anschlag auf das Einkaufszentrum in Nairobi mit Waffen und Ausruestung, die sie wahrscheinlich vom Iran geliefert bekam.

Und so sagt ein iranischer Blogger, sehen viele in Teheran Obama:
obama seen in tehran

Waffengesetze und Gewaltverbrechen: Harvard Studie


Mit diesem Thema habe ich mich ausfuehrlich 2006 beschaeftigt und kurz 2008.

Inzwischen liegt eine Studie der Universitaet Harvard vor, die zum selben Ergegnis kommt wie ich: Schaerfere Waffengesetze korrelieren nicht mit einer niedrigeren Rate an Gewaltverbrechen. Im Gegenteil scheint die umgekehrte Korrelation vorzuliegen:

Obviously there are certain people who should not be allowed to own any deadly instrument. Reasonable as such prohibitions are, it is unrealistic to think those people will comply with such restrictions any more readily than they do with laws against violent crime.82 In any event, studies analyzing acquaintance homicide suggest there is no reason for laws prohibiting gun possession by ordinary, law‐abiding responsible adults because such people virtually never murder. If one accepts that such adults are far more likely to be victims of violent crime than to commit it, disarming them becomes not just unproductive but counter‐productive.83

Harvard hat ja nicht gerade den Ruf, ein Nest fuer Waffenarren, Hardcore-Republikaner und Tea-Party-Aktivisten zu sein…

Europaeischer Konsens


In der NZZ erfahren wir, was europaeischer Konsens sein soll:

(…) darin sind sich Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit einig: Netanyahu zerstört faktisch die Zweistaatenlösung durch seine völkerrechtswidrige Siedlungspolitik (…)

Das moegen sich Politik, Wissenschaft und Oeffentlichkeit gemeinsam einbilden, da es ihnen seit Jahren von den Medien, darunter auch von der NZZ weisgemacht wurde. Wahr wird diese Aussage trotzdem nicht.

1) Israelische Siedlungen im Westjordanland sind nicht voelkerrechtswidrig. Wie klar aus dem Wikipedia-Eintrag hervorgeht, sind es vor allem UN-Gremien, welche die Illegalitaet behaupten. Angesichts der strukturellen Voreingenommenheit der UN gegenueber Israel ist das nicht weiter ueberraschend, kann aber dementsprechend nicht ernst genommen werden.

2) Netanyahu treibt die Siedlungspolitik gerade nicht voran. Immer wieder muss wiederholt werden, dass seit dem Abschluss der Oslovertraege Siedlungstaetigkeit praktisch darauf begrenzt ist, innerhalb von bestehenden Siedlungen zusaetzliche Flaeche zu bebauen. Und die bestehenden Siedlungen, innerhalb derer gebaut wird, sind ueberwiegend solche, die nach allen bisherigen Annaeherungen bei Israel bleiben wuerden.   Diese Realitaet ist sogar bei der Washington Times angekommen:

Twenty-five years ago, Israel’s government openly aimed at building West Bank settlements that would block a Palestinian state. But that policy changed following the 1993 Oslo accords. Mr. Netanyahu’s government, like several before it, has limited building almost entirely to areas that both sides expect Israel to annex through territorial swaps in an eventual settlement.

Im ersten Jahr seiner Amtszeit 2009 fror die Regierung Netanyahu unter amerikanischem Druck fuer 10 Monate jede Bautaetigkeit auch innerhalb von solchen Siedlungen ein, um damit Abbas zur Rueckkehr an den Verhandlungstisch zu bewegen. Die Palaestinensische Autonomiebehoerde nahm diese Einladung kurz vor Ablauf der 10 Monate an, verlangte eine Verlaengerung und Ausweitung, worauf sie  sich schmollend wieder zurueckzog. Seither weigert sich die PA, direkt mit Israel zu verhandeln.

In den Jahren seither hat Israel behutsam innerhalb der bestehenden und  - wie auch von PA Unterhaendlern zugestanden – bei Israel bleibenden Siedlungen gebaut. Wiederum unter amerikanischem Druck wird inzwischen laut darueber nachgedacht, noch einmal einen vollstaendigen Baustopp durchzuziehen. 

Wir Israelis wissen, dass auch ein erneuter, kompletter Baustopp nichts bringen wird. Die Palaestinenser wollen keinen eigenen Staat, sie wollen den Staat Israel zerstoeren.

Was nun Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit in Europa betrifft, habe ich allmaehlich den leisen Verdacht, dass sie dieses Ziel unterschwellig teilen.

 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 102 Followern an

%d Bloggern gefällt das: