Gleichzeitig in Berlin

Juni 26, 2008

entwickelt sich eine Konferenz fuer “Frieden” in eine antisemitische Veranstaltung mit Vertreter von Syrien, Libanon, Saudiarabien und Iran,

Former Deputy Minister of Iranian Foreign Affairs Dr. Mohammad Javad Ardashir Larijani gave a speech Wednesday at an international conference calling for the cancellation of the “Zionist project”, which he said turned in the past 60 years into a “failed plan” that “created only violence and atrocities.”

Deutsche Steuerzahler finanzieren mit:

It was “generously” funded as described in the event’s program, by the German government, the Friedrich Ebert Foundation connected to the German Social-Democratic party and the German Protestant Church.

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Schnulze in der taz

Mai 15, 2008

und was zwischen den Zeilen deutlich zu lesen ist, wenn man nicht gar zu voreingenommen ist.

Auch wenn die taz natuerlich nur Israel die Schuld zuweisen will, dass Romeo und Julia nur unter Schwierigkeiten zusammeleben koennen, im Text selber finden wir Hinwesie, dass das so gar nicht ist:

Jasmin liess sich nach muslimischem Recht trauen, und hat damit Familienrecht der Sharia akzeptiert. Ob sie auch zum Islam uebergetreten ist, kann ich nicht beantworten, aber ich wuerde “Also bist du eine von uns” als entsprechenden Hinweis sehen. Jasmins Eltern haben die Beziehung trotzdem sofort akzeptiert, Osamas Eltern nicht.

In Ramallah konnte Osama nicht in Ruhe leben und arbeiten, weil er von den pal. Sicherheitskraeften behelligt wurde: “Polizisten der Fatah nahmen mich fest”, sagt Osama mit schwerer Stimme. “Sie verprügelten mich und rasierten mir meine Haare ab.” Warum, weiß er nicht. Vielleicht wegen seiner Ehe mit einer Israelin. Vielleicht aber auch, weil Osama nicht taktieren wollte. In Israel scheint Jasmin keinen derartigen Schikanen ausgesetzt worden zu sein.

Checkpoints und Armeekontrollen gab es auch vor dem Bau der Sperranlage in Jerusalem und zwar tendenziell mehr und haertere. Man erinnere sich an die Terrorwelle von 2001 bis 2002! Wenn Osama nach seiner Verurteilung in Atarot zu arbeiten konnte, dann heisst das, dass Checkpoints fuer ihn kein derartig unueberwindliches Hindernis sind. Hier wird offensichtlich etwas frisiert.

Worum es der taz und ihren Lesern wirklich geht, wird zum Schluss sehr deutlich, Schuldumkehr: Deutschland, das einstige Nazi-Land soll dem Land der Opfer, Israel, moralisch weit ueberlegen sein:

Was für ein Happy End das wäre: Das Land der einstigen Nazi-Täter gewährt der Tochter einer Holocaust-Überlebenden und ihrem Mann Zuflucht.

Nur leider ist auch Deutschland (wie jeder Staat) nicht irrational genug, ohne Pruefung jedemn Romeo und jeder Julia Aufenthaltsgenehmigungen zu erteilen…

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Alibijuden in der ZEIT

Mai 13, 2008

Die ZEIT hat wie vorausgesehen Ilan Pappe einen Text zum 60. Unabhaengigkeitstag schreiben lassen. Den tue ich mir aber nicht an. Den Inhalt kann sich jeder auch ohne Lektuere vorstellen, wenn man sich die Homepage des Herrn ansieht, die mit zwei pal. Fahnen und typischen pal. Ikonen (alter Mann mit Schluessel, Felsendom etc.), geschmueckt ist. Unter “Links” werden die notorische antisemitischen Seiten, Counterpunch und Electronic Intifada, als Nachrichtenquellen angeboten.

In Israel ist Pappe voellig diskreditiert, gerade auch von Linken.

Jetzt stellt sich nur die Frage, was ein schlechteres Licht auf die ZEIT werfen wuerde: Dass sie keinerlei Ueberpruefung des Autors unternimmt, bevor sie ihre Seiten fuer dessen Texte oeffnet oder dass sie Pappe nicht in Unkenntnis sondern gerade wegen dessen pathologischem Hass auf Israel als Autoren fuer diese Reihe zur “Feier” des 60. Unabhaengigkeitstags gewaehlt hat.

Entweder der Antisemitismus oder die Verbloedung oder beides zusammen ist in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen.

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Alibijuden: Shlomo Sand

April 10, 2008

Shlomo Sand oder Zand wurde knapp nach Ende des 2. Weltkriegs in Linz in Oesterreich geboren.

Und schon beginnt meine Phantasie zu arbeiten: Die Eltern haben irgendwie den Holocaust ueberstanden, ihre Traumata koennen wir nicht einmal im Ansatz ermessen. Sie entscheiden sich, dem millionenfachen Mord ihre Affirmation des Lebens entgegenzusetzen, heiraten, bekommen ein Kind und nutzen sehr schnell die Moeglichkeit, das Massengrab Europas zu verlassen, um im zu gruendenden oder gerade gegruendeten Judenstaat ihre Heimat zu finden.

Der abrupte Schlusstrich und Neuanfang, den die Eltern vollzogen haben, hat Auswirkungen auf den Sohn. Shlomo Sand hat nach meinem Empfinden noch mehr Anspruch auf “mildernde Umstaende” als andere Alibijuden.

In der Auseinandersetzung mit den eigenen Beschaedigungen gelangt Shlomo Sand zu einem Ansatz, der weder besonders neu noch originell ist. Arthur Koestler hat schon 1976 versucht, Antisemitismus als pures Missverstaendnis “aufzuklaeren”. (Ich habe das Buch gerade zu Hause, aus der AACI Bibiliothek mitgenommen, finde es aber unlesbar, weil voellig veraltet.)

Wie Tom Segev voellig richtig (und zustimmend) in seiner Besprechung zu Sands neuem Buch schreibt, geht es um Sands politische Agenda.

His book, “When and How Was the Jewish People Invented?” (published by Resling in Hebrew), is intended to promote the idea that Israel should be a “state of all its citizens” - Jews, Arabs and others - in contrast to its declared identity as a “Jewish and democratic” state.

Ami Isseroff schreibt alles, was sich zu der These sagen laesst. (Hattip SimplyJews)

Witzigerweise sind es oft die gleichen “talking heads”, die aus der sehr jungen Selbstdefinition des pal. Volkes weitreichende politische Rechte ableiten und Juden nicht als Volk gelten lassen wollen. Sobald wir davon ausgehen, dass es sich nicht um rationales Denken handelt, sondern um irrationalen Judenhass (oder Selbsthass), wird der augenscheinliche, logische Widerspruch aufgeloest.

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