noch ein bisschen Hintergrund zur Bandenkriminalitaet im Gazastreifen
August 5, 2008Letzte Woche starb Akram al-Masri, 31 im Gazastreifen eines gewaltsamen Todes. Derselbe junge Mann hatte sich im Jahr 2002 um Asyl in Australien bemueht und war abgelehnt worden. Vor diesem Hintergrund geht Paul McGeough im Sydney Morning Herald der Frage nach, warum Akram sterben musste. (Hattip IsraellyCool)
Die kurze Antwort lautet: Blutrache in einer Sippenfehde.
Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall.
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Tribal clans such as his are powerful players in the inter-factional cauldron of Gaza politics. The mango row was just one of hundreds of feuds caused by the slightest transgression.
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“We fought the Kafarnehs like they were the Israelis,” a senior Masri man said at the time.
Under Yasser Arafat’s rule, the Masri clan had control of the General Intelligence Department, or Mukhabarat, through the appointment of General Mohammed Masri.
Interclan rivalry over the appointment and the power and resources that flowed to the Masri clan as a result has been cited as a cause of the enmity between the Masris and Kafarnehs. Their ongoing feud prompted the Masris to erect a four-metre-high wall around their enclave in the southern Gaza town of Khan Younis.
But the clan is fighting on other fronts. It has vowed to inflict death on the Dughmush clan, which was responsible for the abduction last year of the BBC reporter Alan Johnston, and it has made threats against Hamas since the party took control of Gaza last June.
Many clans have struggled to come to terms with the new power structure in Gaza and Hamas is trying to bring them to heel.
“There are about 6000 men in the Masri family, and Hamas knows that if it enters the family quarter it would face a battle far worse than [any] it has already fought,” a senior Masri figure has warned.
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Hervorhebungen von mir.
Von den offensichtlich zahlreichen Opfern der Blutrache im Gazastreifen hoert man relativ wenig, will mir scheinen. Ich behaupte mal frei von der Leber weg, dass diese Toten und Verletzten - wo immer moeglich - als Propagandamunition gegen Israel eingesetzt werden. Erinnert sich noch jemand an die Geschichte des alten Mannes, der angeblich voellig unmotiviert von israelischen Soldaten erschossen worden sein soll? Ein solches Opfer wuerde gut in den Kontext Blutrache passen. Da kommt es schliesslich nicht darauf an, ob von dem Mann irgendeine Gefahr ausging, sondern nur darum, dass er ein maennliches Mitglied (Frauen zaehlen bei der Blutrache nicht - Feministinnen sollten gegen die Ungleichbehandlung protestieren) des richtigen Clans war.
Wie Aussie Dave ganz richtig fragt: Wenn die Palaestinenser nicht einmal dem Leben ihrer Mitpalaestinenser Wert zumessen, geschweige denn Juden - sind sie dann wirklich reif, in Frieden mit Israel zu leben?
Eigentlich sollten meterhohe “Apartheid”-Mauern den Palaestinensern ein richtig heimeliges Gefuehl verschaffen. Erstaunlich, dass dieses bauliche Element im Gazastreifen gar nicht stoert, um Jerusalem herum aber umso mehr.
Bei den Kaempfen im Gazastreifen handelt es sich nicht wirklich um politische Auseinandersetzungen von wegen “moderate” Fatah gegen islamistische Hamas. Maechtige Sippen wollen ihre Autonomie bewahren und Hamas moechte ihr totalitaeren System auch nicht von Clans beeintraechtigen lassen.
Am Rande moechte ich noch festhalten, dass australische Behoerden (in einem westlicher Rechtsstaat) offensichtlich nicht das Gefuehl hatten, dass die Bedrohung, die ein Sippenkrieg fuer ein maennliches Clanmitglied mit sich bringt, eine ausreichende Grundlage fuer Asylrecht sei. Dabei ist Australien noch nicht einmal der erklaerte Feind der Palaestinenser. Aber wenn Israel das Asylrecht gewaehren soll, dann verwandelt sich die Wahrnehmung der Rechtslage drastisch.
Verfasst von beer7



