melde mich wieder zurueck


nach einem langen und wunderschoenen Purimwochenende.

Die „Saison“ begann am Donnerstag abend mit dem Purimball unserer Amuta fuer die Eltern. Meinen Mann konnte ich zwar nicht dazu ueberreden, sich zu verkleiden (dabei hatte ich auf dem Markt genau die richtige Muetze fuer Bert gefunden), aber ich selber hatte mir aus einem alten Deckenbezug eine Haube und eine Schuerze geschneidert. Schon lange habe ich nicht so viel getanzt! Das hat mir gut getan, wir sollten oefters mal so etwas machen.

Am Freitag durften die Kinder verkleidet in die Schule und die beiden Mary Poppins hatten ihren grossen Auftritt. Die Kostueme stachen in einem Meer von Prinzessinnen, Spanienierinnen, Feen usw. richtig hervor und wurden gebuehrend bewundert.

Am Shabbat dann zur Adloyada nach Sde Boqer. Die dortige Field School veranstaltet jedes Jahr zu Purim einen tollen Umzug. Jede der drei Klassen waehlt sich ein Thema und dann werden mit unglaublich viel Phantasie und Witz dazu Motivwaegen und Kostume gefertigt. Anschliessend nach dem Umzug machen in der Regel wir Picknick bei einem kleinen Waeldchen mit Spielplatz und Picknicktischen. Letztes Jahr hatten sich zu unserem Picknick so viele befreundete Familien dazugesellt, dass das Essen nicht reichte. Daher kochte ich dieses Jahr einen extra vollen Topf Chamin (der bleibt – Keramiktopf in Decken gewickelt – auch solange warm), aber obwohl wir beim Umzug fast noch mehr Freunde sahen, waren wir beim Picknick allein…

Die Maedchen mussten ein Mittagsschlaefchen halten und sahen das sogar selber ein, damit sie am Abend beim Lesen der Megillat Esther noch genuegend Kraft haetten, den Namen „Haman“ zu uebertoenen. Eine Anekdote von der Kleinen. Wie immer nahm ich einen Korb voller Laerminstrumente mit und verteilte, was wir selber nicht brauchten an andere Kinder. Hinter uns sass ein Maedchen, das bestimmt schon 16 war, aber als ich ihr einen Stab mit Clownskopf und Gloeckchen anbot, nahm sie ihn gern und klingelte eifrig beim Stichwort. Dreiviertel durch die Megilla reichte sie mir erschrocken den Clown nach vorn: Ein Gloeckchen hatte sich geloest und war abgefallen. Meine Kleine besah sich den Schaden. Ich kenne meine Tochter ja ein bisschen und wusste, dass sie nicht reagieren wuerde: „Da hat mir jemand mein Spielzeug kaputt gemacht.“ Trotzdem ueberraschte mich ihre Reaktion. Sie nahm das Cloewnchen mit dem fehlenden Gloeckchen, sagte dem jungen Maedchen „Das ist ueberhaupt nicht schlimm, damit kann ich noch gut Laerm machen“ und reichte ihr das eigene Clownsglockenspiel nach hinten, an dem noch alle Gloeckchen dran waren.

Im oberen Stock des Beit HaKnesseth hatten Jugendliche ganz tolle Spiele in Stationen aufgebaut. Fuer ein paar Shekel Eintritt konnten die Maedchen mitspielen. Im „wilden Zelt“ zum Beispiel musste man unter lauter Zeitungsfetzen ein kleines Baellchen finden. An einem anderen Stand galt es, Kerzen mit Wasser auszuspritzen, wieder woanders konnte man alle Neune kegeln, mit der Hand in einen Karton greifen und erraten, was man fuehlen konnte (Reis, Zucker usw.), Aepfel mit dem Mund aus einer Schuessel mit Wasser fischen usw. Die Maedchen hatten grossen Spass und kamen erst um 10 Uhr (zwei Stunden nach der ueblichen Schlafenszeit) ins Bett.

Heute begannen wir den Tag damit, die Manot vorzubereiten. Dann verkleideten wir uns und zogen los, sie auszuteilen. Zu meinen Traditionen gehoert, dass wir denjenigen Manot geben, die das ganze Jahr auch fuer uns da sind, soll heissen, die freundliche Dame vom kleinen Postamt in unserem Viertel, die Sprechstundenhilfe beim Hausarzt, die ehemalige Tagesmutter und adoptierte Grossmutter usw. Dann trudelten wir so allmaehlich im Altersheim ein, wo das Schulprojekt jedes Jahr mit Liedern und Spielen zu Besuch kommt und zum Schluss ebenfalls Manot verteilt. Ich glaube, das Programm sollte allmaehlich dem Alter der Kinder angepasst werden. Inzwischen sind die Kinder so gross, dass sie auch selber etwas vorbereiten koennten und nicht nur einfach durch ihre pure Anwesenheit „suess“ sein sollten. Das ist eins meiner Stichworte fuer’s naechste Boardmeeting. Mein anderes Stichwort ist die Idee, dass die Schule am staedtischen Umzug teilnehmen sollte und als Motto wuerde ich „Hogwarts“ vorschlagen. Da koennten sich verschiedene Klassen als Eulen, Besen und natuerlich auch Hogwartszoeglinge verkleiden und auch die Lehrer faenden leicht passende Rollen, vielleicht in der Varation „juedisches Hogwarts“? Mal schauen, was das Board dazu meint.

Am Nachmittag hatten die Kinder dann genug von Purim. Ich hatte noch eine Freundin der Grossen eingepackt und wir beschlossen nach dem Mittagessen in den Park zu gehen. Dort entwickelte sich ein sehr phantasievolles Spiel, die Grosse und ihre Freundin waren ein weltberuehmtes Sportlerteam und erlebten ein Abenteuer nach dem anderen. Die Kleine und ein Junge, der sich dazu gesellte, waren die Managerin und der Sportreporter (und ich war das Publikum der Lifesendungen).

Auf dem Nachhauseweg trafen wir wieder einmal unseren Freund, einen kleinen Hund. Er begleitete uns bis fast vor die Haustuer und spielte entzueckt mit den Maedchen, die nicht weniger entzueckt von ihm waren.

Waehrend die Kinder sich dann auf dem Wohnzimmerteppich mit Lego niederliessen, konnte ich mich nicht bremsen und schrubbte den Boden. Das Katerchen verliert jetzt zum Fruehling hin soviele Haare, dass ich gar nicht oft genug wischen kann…

Und dann die kleine Freundin nach Hause bringen, und in die Badewanne mit unseren beiden und noch Freunde, die uns ihre Mana bringen wollten und die Karten fuer die diejaehrige Vorstellung von LOGON (Light Opera Group of the Negev) am Donnerstag

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