Gestern Abend


fand die Purimparty unseres Schulvereins statt, bzw. das dachte ich.

Zum erstenmal in den 13 Jahren, seit ich ihn kenne, konnte ich meinen Mann ueberreden, sich auch zu verkleiden. Er lieh sich den Hexenhut und Umhang von der Grossen aus und sah damit Lucius Malfoy frappierend aehnlich.

Ich selber hatte mich als Pirat ausstaffiert, komplett mit aufgemaltem Schnurrbart und Bartstoppeln. Als wir zu dem Lokal kamen, war ich verbluefft, dass keiner der bereits Anwesenden verkleidet war. Ein bisschen Herumhorchen brachte die Antwort. Weil am Sonntag nur noch in Jerusalem Purim gefeiert wurde, war Verkleiden nicht angesagt. Schnell entfernten wir unsere Accessoires und ich wischte mir die Schminke ab. Entgegen meinen Erwartungen gab es auch kein richtiges Essen, sondern nur Appetithaeppchen. Natuerlich hatte ich eine A4 Seite mit Informationen zum gesamten Purimprogramm der Amuta bekommen, aber nur das erste Drittel gelesen, weil ich es immer noch hasse, Hebraeisch lesen zu muessen.

Mir wurde klar, dass ich meinen Mann die naechsten 10 Jahre nicht mehr zum Verkleiden und nur mit Muehe zu einer Party wuerde ueberreden koennen. Muede war ich auch und dazu im Kopf eine Liste von Besorgungen, die ich haette erledigen koennen. Fast tat es mir leid, ueberhaupt ausgegangen zu sein.

Und dann begann die Auffuehrung:

„Lechu Atem“- A very successful collaboration with the artist and journalist Jeckie Levy. Levy – one of Israel’s most important publicists – as a religious Jew, whose family came to Israel from Morocco, is the social opposite of secular, European origined, Horovitz. These differences between both artists, represent modern Israeli society, and the common language that both artists find eventually on stage, is heartwarming for everybody who wishes for a new culture to emerge from the Israeli melting pot.

Die beiden sind gut! Sie sind sehr gut!

Der Titel der Show „Lechu atem“ kommt vom letzten Lied. Jeckie sinniert ueber Moses, der so gern auf Bergeshoehen stand und auch zum Schluss auf einen Berg hinaufstieg, um nie wieder herabzukommen. Die Strafe sei zu grausam, das Gelobte Land nicht sehen zu duerfen, nur weil er einen Felsen geschlagen habe! Und niemand sei bisher auf den Gedanken gekommen, dass es gar keine Strafe war. „Lechu atem“ Geht ihr schon mal. Und dann sang Horovitz sein Lied.

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