Kids & Biz


Gestern nachmittag ging es zuerst zum Friseur. Beide Maedchen wollen den Sommer mit etwas kuerzeren Haaren beginnen. Anschliessend schlug ich ihnen vor, in der nahen Negev-Mall Haarbaender und/oder Reifen zu kaufen, weil das zur neuen Laenge gut passt. Sie waren natuerlich dabei.

In der Mall wird gelegentlich an kleinen Staenden rund um den Lichthof eine Art Markt betrieben. Kunst- (oder auch Kitsch-)Handwerker bieten ihre Waren an. Oder saisonale Produkte, etwa zu Schulbeginn, werden staerker beworben.

Gestern waren wieder Staende aufgebaut, gleich wurden wir auch angesprochen und zwar von einem etwa 14-jaehrigen Jungen, der ein rotes T-Shirt mit Schulaufdruck trug. Inzwischen haben sich in Israel Schuluniformen weitgehend durchgesetzt. Nur darf man sich nichts vorstellen, was an so etwas erinnern koennte:

Stattdessen tragen die Schueler T-Shirts (im Winter Sweat-Shirts) in verschiedenen Farben mit dem Namen und dem Wappen ihrer Schule als Aufdruck.

Der Markt war Teil eines Schulprogramms „Young Entrepreneurs“, bei dem die hoeheren Klassen (entspricht der US high school) eine Geschaeftsidee entwickeln – das kann ein Produkt sein wie hier und hier oder auch Export/ImportFirma. Sie gruenden eine Firma und versuchen, sich auf dem Markt einzufuehren.

Die verschiedenen Schulen, die gestern auf der Ausstellung vertreten waren, hatten sehr unterschiedeliche Konzepte. Eine Gruppe wollte umweltvertraeglich Wasch- und Putzmitteln aus den USA einfuehren. Eine andere hatte die Idee, aufblasbare Kissen mit Tasche als Lloesung fuer bequemes Schlafen auf den Wertsachen beim Campen anzubieten. Eine dritte Gruppe entwickelte einen Tortenheber, der die Kuchenstuecke nicht nur schneidet, sondern auch gleich umfasst und sauber herausheben laesst (Nachteil, funktioniert nur bei runden Kuchen im Einheitsformat). Eine weitere Gruppe hatte ein Picknickset entwickelt, das vom Wind nicht vom Tisch geweht werden kann (oder nur die Becher). Eine vierte hatte lustige Duschvorleger entworfen. Eine fuenfte vertrieb reines Jojobaoel vom Kibutz Chatzerim in ansprechender Verpackung. Eine sechste hatte das magnetische Sodukoboard erfunden. Eine siebte bot statt dem ueblichen Federmaepchen flache Etus an, die im Ordner eingehaengt werden koennen. Mindestens eine Gruppe ist mir gerade nicht praesent.

Mir und der Grossen machte es sehr Spass, uns die verschiedenen Produkte erklaeren und zeigen zu lassen. Einen Duschvorleger und flaches Maeppchen haben wir auf der Stelle gekauft. Fuer den Tortenheber, die Campingkissen und das Sodukoboard haben wir uns auf einer Liste eingetragen. Von allen Gruppen haben wir uns Visitenkarten geben lassen. Der Kleinen wurde in der Halbzeit langweilig und sie schaute lieber einer Kindertheaterauffuehrung zu.

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Eine Antwort

  1. 🙂

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