Alibijuden in der ZEIT


Die ZEIT hat wie vorausgesehen Ilan Pappe einen Text zum 60. Unabhaengigkeitstag schreiben lassen. Den tue ich mir aber nicht an. Den Inhalt kann sich jeder auch ohne Lektuere vorstellen, wenn man sich die Homepage des Herrn ansieht, die mit zwei pal. Fahnen und typischen pal. Ikonen (alter Mann mit Schluessel, Felsendom etc.), geschmueckt ist. Unter „Links“ werden die notorische antisemitischen Seiten, Counterpunch und Electronic Intifada, als Nachrichtenquellen angeboten.

In Israel ist Pappe voellig diskreditiert, gerade auch von Linken.

Jetzt stellt sich nur die Frage, was ein schlechteres Licht auf die ZEIT werfen wuerde: Dass sie keinerlei Ueberpruefung des Autors unternimmt, bevor sie ihre Seiten fuer dessen Texte oeffnet oder dass sie Pappe nicht in Unkenntnis sondern gerade wegen dessen pathologischem Hass auf Israel als Autoren fuer diese Reihe zur „Feier“ des 60. Unabhaengigkeitstags gewaehlt hat.

Entweder der Antisemitismus oder die Verbloedung oder beides zusammen ist in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen.

crossposted bei Freunden der Offenen Gesellschaft

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16 Antworten

  1. Wenn Du mal gaaanz viele Juden in serviler Haltung vor dem antizionistischen Mainstream sehen willst, dann klick mal hier http://www.guardian.co.uk/world/2008/apr/30/israelandthepalestinians

    Ich hoffe, Deine letzte Mahlzeit ist eine Weile her…

  2. ist das schrecklich 😦

  3. Pappe hat alle Aussichten, zum deutschen Medienstar aufzusteigen. DLF und Inforadio haben ihn aus Anlass des sechzigsten Jahrestages auch schon als „Experten“ interviewt. „Ethnische Säuberung“ hat er Israel ja schon vorgeworfen – spätestens wenn er von „Holocaust an den Palästinensern“ faselt, wird er zum autoritativen Nahost-Guru der deutschen Medien avancieren.

  4. Ruth, sieht man da nicht wieder den Grund, warum wir in Israel sind, und nicht in Deutschland/Europa?
    Ich habe ganz gute isrealische Bekannte, die nicht in Israel leben, sondern sich ganz nett in Deutschland eingerichtet haben. Und sogar hin und wieder in der berïchtigten SZ Artikel veröffentlichen. Ja, ich habe tatsächlich solche Freunde. Und jedesmal, wenn ich telefoniere oder Mail schreibe (was oft im Streit endet), höre ich eine grösseres Unverstaendnis für den Neuen Antisemitismus in Europa, und eine grössere Sehnsucht nach Israel heraus.
    Ich weiss auch nicht, was ich manchmal davon halten soll. Stockholm-Syndrom eventuell.

  5. Manfred,

    das tut er ja schon, siehe sein Konterfei auf dem Poster hier

  6. Zum Kotzen. Ich war zur Zeit des großen Pappe-Krachs an der Uni und kenne die Leute ganz gut, die damit zu tun haben. Alles brave linke Intellektuelle. Wenn denen Pappe nicht nur akademisch halbseiden, sondern auch israelfeindlich bis zur Phobie vorkommt, dann ist damit viel gesagt.

    Pfui Teufel, kann man da nur sagen. Und dann jammert er auch noch, daß keiner ihn mehr mag in Israel… Vielleicht hofft auch er auf einen guten Platz im Kalifat.

  7. Irgendwann, wenn wir ueber einem Kaffee sitzen, wuerde ich gern den Insiderklatsch zu dieser Geschichte von Dir hoeren!

  8. Ach, und jetzt haben sie auch Judith Butler dabei.

    http://www.zeit.de/2008/21/J_Butler?page=1

    Ist das nun zum Heulen oder Lachen? Was wetten wir, daß sie die Serie zu Ende bringen, ohne einen einzigen drusischen Offizier in der IDF, ohne einen Falafalverkäufer mit Flagge vor dem Laden und ohne eine Kindergärtnerin bei WIZO zu befragen, was sie denn nun davon halten…? Oder wie wäre es mit Sana Elbaz?

  9. Ich wollte nicht so weit gehen, Dan Shueftan als Ausgleich zu fordern. Aber siehe da, sie haben ihn einen Essay schreiben lassen.

    http://www.zeit.de/online/2008/20/israel-arabische-nachbarn?page=all

    Darauf wird es zwar vermutlich nur Geifer in der Leserbrief-Sektion geben, aber mein innere Dämon ist damit besänftigt. Vielleicht kann ich ja jetzt sogar schlafen gehen…?

  10. […] Abbitte Mai 14, 2008, 22:29 Posted by Lila in Presseschau. trackback Nachdem die ZEIT uns letzthin geradezu durch ein Fantasialand intellektuell verhüllter oder offen geäußerter Israel-Feindlichkeit geschickt hat (unbestrittener “Höhe”punkt der unsägliche Ilan Pappe, naiv Geffen, klug Sarid, ermüdend Zuckerman… ), dachte ich heute bei der Lektüre von Judith Butlers unappetitlich selbstgerechtem Stücklein schon, was ich nur ganz selten denke: “verdammte arrogante Intellektuelle, verdammter akademischer Elfenbeinturm, verdammter kritisch verblümter jüdischer Selbsthaß!!!” und schloß mit meinem Milieu ab, voll Ingrimm. […]

  11. „…das tut er ja schon, siehe sein Konterfei auf dem Poster hier“

    Ach so, ja, dann ist natürlich klar, warum er interviewt wird, und dass seiner Karriere in Deutschland nichts mehr im Wege steht.

  12. I have a serious question. Can anyone tell me how is a person considered Jewish in Israel ? In Europe, it’s people who practice Judaism.

    In Israel, I think it’s if your parents or grandparents were Jewish. But then, it is a tautology.

    How is your parent considered Jewish, according to the State of Israel ?

    I am sympathetic of Israel, but cannot understand the „racial“ segmentation, and how it will face intermarriages.

  13. I was reading a book by Primo Levi. All he wanted was to live as a Jew like any other Italian, like Jews in Italy live today. One successful example is Roberto Benigni.

    Primo and his contemporaries were against racial policies and did not want to live in a segregated ghetto or camp.

    How come before, it was anti-semitic Europe that was confining Jews to ethnic Ghettos, not wanting them to mix with the rest, and now, it’s Israel who absolutely refuses to become a multinational state, and to respect all with the exact same rights ?

    I think holocaust victims of Europe, who aspired at nothing but a dignified life, as Jews, in a tolerant society that would protect their rights as in many democracies today, would find this horrible.

  14. Susan Kozma, 82, a holocaust survivor, said she does not understand the reason to implement unequal and discriminatory policies in the state-dividing two nations, Jews and Arabs that lived together in peace for centuries.

  15. Hallo Ruth, ich habe Deinen „Alibijuden in der Zeit“-Beitrag in einem Kommentar bei theolounge verlinkt. http://theolounge.wordpress.com/2008/05/14/israel-leider-kein-happy-birthday-zum-60ten/
    Liebe Grüße, Rika

  16. Imaginepeacenow

    You seem to live in a parallel universe. Enjoy yourselves there!

    With regard to „Imagine“ I have written my take on this hymn of the superficial and thoughtless here and here.

    Your attempt to instrumentalize Holocaust victims is despiceable!

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