Mal wieder ein Leserbrief an die NZZ


Weil es diesmal um einen nicht allzu politischen Punkt geht, mache ich mir leise Hoffnungen auf eine Reaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,

in der Einleitung zu diesem Artikel „Kriegerische Stationen des Staates Israel“ steht:

Heute begeht Israel offiziell seinen 60. Geburtstag. Für die Juden in aller Welt ist dies ein Grund zum Feiern. Am 14. Mai 1948 rief David Ben-Gurion, später der erste Ministerpräsident Israels, den jüdischen Staat aus.

Das ist so nicht richtig. Israel begeht seinen Unabhaengigkeitstag ebenso wie alle anderen Feste nach dem juedischen Kalender und nicht nach der gregorianischen Zeitrechnung. Dementsprechend feiert Israel offiziell seinen Unabhaengigkeitstag am 5. (dargestellt durch den Buchstaben Heh mit dem Zahlen wert 5) Ijar. Dieses Datum fiel 1948 auf den 14. Mai, aber dieses Jahr auf den 10. Mai. Weil das ein Shabbat war, wurden die Feiern auf den 8. Mai vorgezogen.

Koennten Sie das bitte korrigieren?

Mit freundlichen Gruessen

4 Antworten

  1. Du bist optimistisch. Viel Glück, ich wüßte gern, ob sie das korrigieren.

    Mich stört viel mehr die Aussage „für alle Juden…“. Ich will nicht mal nachdenken, auf wie vielen Ebenen mich das stört und nervt.

  2. Stimmt, „die Juden in aller Welt“ ist auch Bloedsinn. Offensichtlich haben die NZZ Redakteure noch nie von Typen wie Pappe oder denen auf Deiner Liste von gestern gehoert. Das ist ja schon fast Determinismus…

  3. „Alle Juden“ bedeuten immer ein oder zwei, je nachdem wer gerade greifbar ist und sich kritisch zu Israel äußert. „Alle anderen“ sind bösartige Zionisten.
    Was die Reaktion auf deinen Brief betrifft dürfte es 2018 auch bei der NZZ durchgesickert sein.

  4. Was mich am meisten dabei störte, war der Unterotn, „für alle JUDEN… während es für alle ANDREN eine Katastrophe ist…“. Wieder mal das Judenghetto. Als ob sich nicht auch Nichtjuden an der historischen Gerechtigkeit freuen könnten, einem ethnisch hier seit Jahrhunderten, ach -tausenden vertretenen Volk ein Scheibchen Staat über die Theke zu reichen, „nimm, Liebschen“.

    Was ist daran verwerflicher als an der Gründung Jordaniens? Ich habe es schon oft gefragt und noch nie eine vernünftige Antwort gekriegt, nur irrationales Gesülze.

    Jawohl.

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