Schnulze in der taz


und was zwischen den Zeilen deutlich zu lesen ist, wenn man nicht gar zu voreingenommen ist.

Auch wenn die taz natuerlich nur Israel die Schuld zuweisen will, dass Romeo und Julia nur unter Schwierigkeiten zusammeleben koennen, im Text selber finden wir Hinwesie, dass das so gar nicht ist:

Jasmin liess sich nach muslimischem Recht trauen, und hat damit Familienrecht der Sharia akzeptiert. Ob sie auch zum Islam uebergetreten ist, kann ich nicht beantworten, aber ich wuerde „Also bist du eine von uns“ als entsprechenden Hinweis sehen. Jasmins Eltern haben die Beziehung trotzdem sofort akzeptiert, Osamas Eltern nicht.

In Ramallah konnte Osama nicht in Ruhe leben und arbeiten, weil er von den pal. Sicherheitskraeften behelligt wurde: „Polizisten der Fatah nahmen mich fest“, sagt Osama mit schwerer Stimme. „Sie verprügelten mich und rasierten mir meine Haare ab.“ Warum, weiß er nicht. Vielleicht wegen seiner Ehe mit einer Israelin. Vielleicht aber auch, weil Osama nicht taktieren wollte. In Israel scheint Jasmin keinen derartigen Schikanen ausgesetzt worden zu sein.

Checkpoints und Armeekontrollen gab es auch vor dem Bau der Sperranlage in Jerusalem und zwar tendenziell mehr und haertere. Man erinnere sich an die Terrorwelle von 2001 bis 2002! Wenn Osama nach seiner Verurteilung in Atarot zu arbeiten konnte, dann heisst das, dass Checkpoints fuer ihn kein derartig unueberwindliches Hindernis sind. Hier wird offensichtlich etwas frisiert.

Worum es der taz und ihren Lesern wirklich geht, wird zum Schluss sehr deutlich, Schuldumkehr: Deutschland, das einstige Nazi-Land soll dem Land der Opfer, Israel, moralisch weit ueberlegen sein:

Was für ein Happy End das wäre: Das Land der einstigen Nazi-Täter gewährt der Tochter einer Holocaust-Überlebenden und ihrem Mann Zuflucht.

Nur leider ist auch Deutschland (wie jeder Staat) nicht irrational genug, ohne Pruefung jedemn Romeo und jeder Julia Aufenthaltsgenehmigungen zu erteilen…

crossposted bei Freunden der Offenen Gesellschaft

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: