„Wir lieben den Tod“


ist eine Aussage, die von mehreren muslimischen Klerikern mit Stolz vorgetragen wurde. Ihrer Auffassung nach ist die juedische Liebe zum und Ehrfurcht vor dem Leben eine Schwaeche, eine Form der Feigheit und die Tatsache, dass Muslime eine andere Einstellung haben, garantiert ihren Sieg.

Die palaestinensiche Faszination gegenueber Gewalt und Tod hat sich inzwischen endgueltig von dem Vorwand „Besatzung“ getrennt. Im „Australian“ wird detailliert geschildert, dass Photos von innerpalaestinensicher Gewalt wie Pornobildchen behandelt werden. (Hattip Elder of Ziyon)

Liebe und Tod, Sexualitaet und Sterblichkeit werden schon seit langem und in ganz verschiedenen Kulturkreisen gepaart. In den spaetmittelalterlichen Totentaenzen ging es um eine Spiegelung der hierarchischen Gesellschaft, bei den meisten Paaren wird der Stand betont: Kaiser, Koenig, …, Bauer, Bettler. Seltener werden Lebensstationen gespiegelt: Kind, alter Mann. Relativ bald wurde das Paar Tod und Maedchen wurde aus dem Rahmen der (oeffentlichen) Totentanzdarstellungen herausgeloest und als Einzelblatt veroeffentlicht. Damit hat es voyeuristische, pornographische Qualitaet erhalten.

(Hans-Baldung Grien und zeitgenoessiche Variante von Rudolf Kraft)

Wo Liebe/Sexualitaet nicht gelebt werden kann und die erotische Zuwendung zum anderen Menschen im Gegenteil Scham ausloest, scheint sich sehr schnell das Faszinosum Tod als Ersatz einzustellen. Ich hatte hier schon einmal dazu spekuliert. Der Versuch der Hamas, Pornographie im Gazastreifen zu verbieten, duerfte deswegen auch nicht zum Samenstau fuehren, sondern den Snuffbildern und Filmen noch mehr Publikum verschaffen.

Ganz im Gegensatz zur Auffassung der zitierten Muslime bin ich der Meinung, dass nur die Liebe zum Leben und die daraus erwachsende Liebe zu Kindern einer Gesellschaft Fortdauer bringen kann. Wer den Tod liebt, bringt ihn ueber sich, seine Familie und seine Gesellschaft. Choose Life!

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4 Antworten

  1. Kennst Du Shrink Wrapped? Das könnte Dich interessieren. Die Serie The Arab Mind ist sehr interessant, auch wenn ich nicht alle seine Theorien unbesehen akzeptieren kann. Aber auf jeden Fall zu diesen Themen immer anregend.

    http://shrinkwrapped.blogs.com/blog/2008/05/the-arab-mind-3.html

  2. Ja, ich kenne und schaetze Shrinkwrapped (ist auch auf meiner Blogroll) und in seiner Serie zum Arab Mind entwirft er einige plausible Thesen. Allerdings hat er zwar die Rolle der Sexualitaet, aber nicht die Attraktion von Gewalt und Tod beruecksichtigt.

  3. Ja, jetzt sehe ich ihn auch auf Deiner Blogroll, war mir irgendwie entgangen 😀

    Na, vielleicht nimmt ja ein Leser den Tip auf, der ihn vorher noch nicht kannte.

  4. Das waere schoen. Vielleicht sollte jemand sich auch mal ans Uebersetzen machen. Das Englische scheint doch auch eine gewisse Sprachbarriere zu sein.

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