Ein Rezept fuer den Selbstmord der modernen Gesellschaft


findet sich in der New York Times:

Nevertheless, a hallmark of liberal, secular societies is supposed to be respect for different cultures, including traditional, religious cultures — even intolerant ones.

(Hervorhebung von mir)

Das hat die Regierung der Bundesrepublik unter Willy Brandt mit ihrem Radikalenerlass damals etwas anders gesehen.

Feldmann schreibt weiter:

There is something discomfiting about a selective respect that extends to the Roman Catholic Church, with its rejection of homosexuality and women priests, but excludes Islam for its sexism and homophobia

Das Beispiel waere sicher ueberzeugender, wenn Schwule in ueberwiegend katholischen Laendern regelmaessig aufgehaengt wuerden. Ich habe auch meine Zweifel, ob der Ausschluss vom Priesteramt fuer Frauen wirklich einen Verstoss gegen die Menschenrechte darstellt…

4 Antworten

  1. Und eigentlich ist es ja genau umgekehrt. Es gehört geradezu zum guten Ton, die christlichen Kirchen und Glaubensrichtungen entweder zu verlachen oder zu verdammen. Dem Judentum gegenüber setzt man eher auf unterschwellige Andeutungen, „man könnte ja noch viel mehr sagen, wenn man nicht so viel Pietät für die Opfer…“ und so.

    Dagegen hält sich der kluge Mensch doch mit Islamkritik zurück, wenn ihm seine Haut lieb ist. Die sind ja immer so schnell gereizt!

  2. @Lila
    „Pietät für Opfer“ – wäre schön, wenn es nur das wäre. Die Argumentation geht eher dahin, dass von der Antisemitismus-Keule schwadroniert wird, mit der jegliche Kritik erstickt würde.
    Die Begründung für die fehlende Islamkritik trifft voll zu, sollte aber noch ein wenig ergänzt werden: Die Halal-Hippies unterstellen dazu immer noch Islamophobie (was ja bekanntlicherweise nach Maßgabe der OIC entweder schlimmer ist als Terrorismus oder der wahre Terrorismus ist.

  3. „Dagegen hält sich der kluge Mensch doch mit Islamkritik zurück, wenn ihm seine Haut lieb ist. Die sind ja immer so schnell gereizt!“

    „Die“ – das sind auch die netten Leute von nebenan , die Toleranz, Verständnis für alles und jeden auf ihre Fahnen schreiben und es gar nicht gut finden, wenn man auch nur ansatzweise und sehr, sehr vorsichtig nachfragt, wie Islam und westliches Demokratieverständnis unter einen Hut zu kriegen ist, wenn doch die islamischen Religionsgesetze in letzter Konsequenz unumstößlich sind …

    Nein, ich meine jetzt nicht die muslimischen Nachbarn!!!

    Ich meine den sozial engagierten Lehrer oder die politisch interessierte Tennispartnerin.
    Und ja, man wird von Leuten, die das Christentum schon hinterwäldlerisch und lebensfeindlich finden (ob des kath. Zölibats und der Evangelikalen im Lande) in die rassistische Ecke gestellt und natürlich der Intoleranz bezichtigt.

    Reden! Wenn nicht wir, wer denn und wenn nicht jetzt, wann dann?

  4. […] und seiner Homophobie ausschließt. Noah Feldman im Magazin der New York Times, 22.06.08. Dem hält Beer7 entgegen (übrigens völlig zurecht): Das Beispiel wäre sicher überzeugender, wenn Schwule in überwiegend […]

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