Neueste Desinformation von B’Tselem


B’Tselem: Israel cutting off Gaza from West Bank

Hier wird mal wieder auf das kurze Gedaechtnis der Medienkonsumenten spekuliert. Fuer mein Teil erinnere ich mich gut an die jungen Maenner des Hillesclans, die vor der Hamas aus dem Gazastreifen flohen. Abbas wollte sie erst in den Gazastreifen zurueckschicken, dann gab er dem oeffentlichen Druck, vor allem aus Israel nach und liess sie nach Jericho, aber beileibe nicht Ramallah.

Lila hat damals die Hintergruende beleuchtet, warum Abbas die Maenner des Hillesclan nicht in der Westbank haben wollte.

PA officials explained that the reason behind their refusal to absorb the new „refugees“ was their desire not to encourage other residents of the Gaza Strip to leave.

„Everyone knows that if we allow people to leave the Gaza Strip, almost all the residents living there would try to cross the border into Israel,“ said a senior PA official. „We don’t want to leave the Gaza Strip to Hamas.“

(…)

The last thing Abbas needs is another 180 bitter Fatah thugs from the Gaza Strip patrolling the streets of Ramallah, Bethlehem and Nablus and imposing a reign of terror on the local population.

Past experience has shown that the Palestinians in the West Bank have never been enthusiastic about the presence of their brethren from the Gaza Strip among them.

Shortly after the establishment of the PA in 1994, former PA Chairman Yasser Arafat deployed dozens of policemen from the Gaza Strip in a number of West Bank cities. This resulted in an „intifada“ by the residents of these cities, many of whom openly rejected the presence of the Gazans in their communities. In many cases, West Bank families refused to rent out apartments to the „undesirables“ from the Gaza Strip.

The experience was repeated in June 2007 when hundreds of Fatah members fled the Gaza Strip following Hamas’s violent takeover of the area. Most of those who arrived in Ramallah are still finding it impossible to rent apartments in the city.

Many others continue to be shunned by local residents who treat them with great suspicion and often mock them for escaping from Hamas. A former Fatah security commander who was among the June 2007 „refugees“ said recently that he had stopped going to public places in Ramallah because he felt that he was „unwanted“ and because of the „ridiculing“ looks he got from people.

(zitiert aus der Jerusalem Post)

Die Bewohner der Westbank und des Gazastreifens fuehlen sich in ihrem Alltag nicht als eine Nation und Schickalsgemeinschaft. Diese Fiktion wurde von Arafat 1964 ins Leben gerufen und von den arabischen Laendern nach der Niederlage von 1967 verstaerkt uebernommen. Adressat war schon damals die oeffentliche Meinung im Westen, vor allem die „progressiven“, antiimperialistischen linken Gruppierungen. Und die haben das pal. „Narrativ“ mitsamt dem Widerhaken geschluckt. Psychologisch ist daher nachvollziehbar, dass eine Organisation wie B’Tselem auch noch an dieser Maer festhaelt, nachdem sie von den Palaestinensern selber vor gerade einem Monat fuer obsolet erklaert worden war.

Die Autonomie der PA in den Gebieten A und B wird von B’Tselem uebrigens vollkommen ausgeblendet:

Praktisch alle Staedte und groesseren Ansiedlungen unterstehen der PA. Wenn Israel darauf bestehen wuerde, dass sich Fluechtlinge aus dem Gazastreifen in der Westbank niederlassen, dann muessten sie entweder in isolierten Weilern oder juedischen Siedlungen leben oder neue Siedlungen muessten fuer sie angelegt werden.

Auch hier sehen wir wieder einmal die psychische Abhaengigkeit von Israel (Aehnliches gilt fuer die USA und den Antiamerikanismus), nicht nur bei den Palaestinensern, sondern auch bei Organisationen und Menschen mit einem Weltbild wie B’Tselem.

Der erste Kommentar bei Y-net ist ebenfalls ein gutes Beispiel. Ein israelischer Araber nennt sich selber „Palaestinenser“ und beklagt sich:

my wife and i live in 2 differant towns 30 minuets appart , and i cannot go to visit her because i hold an israeli citizeship and she cannot come to see me because she holds a palestinian id card ,

Wenn wir die Vorwuerfe ganz ungeprueft akzeptieren, dann verhalten sich Israel und PA reziprok: Niemand will die Buerger des jeweils anderen auf seinem Territorium. Aber der Kommentator weiss sehr genau, wem er die ungeteilte Verantwortung gibt: „there is nothing worst than the occupation“

Der Witz ist natuerlich, dass er ohne Probleme seine isr. Staatsbuergerschaft aufgeben koennte, um stattdessen Buerger der PA zu werden. Aber trotz seinem Bekenntnis „a palestinian, called israeli“ will er das natuerlich nicht. Damit steht er nicht allein.

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