Zerbrochener Dialog


Auf der islamistischen Webseite von IslamOnline berichtet ein junger Aegypter von seiner Begegnung mit einem israelischen Maedchen in Daenemark. (hattip Israellycool)

I was outside setting on the coach enjoying the great view of Vallekilde when a girl with a long dark curly hair showed up, she looked at me, I saw the sadness in her eyes, and I felt there is something different about her, but couldn’t know what exactly what it was.

She came towards me, “Hello.. I want to talk to you..” she said, I told to her “Sure.. what do you want to talk about?”, I was really shocked when I heard what she had to say after that, because I didn’t expect that she will come to me and the first thing she had to say is “Do you hate me?”

The first thing that I should be clear about here is to understand and explain what she meant by the terms “you” and “me”, I am a Muslim, Arab and Egyptian young man, and she is an Israeli girl, both of us met for the first time.

Das koennte der Anfang einer Schnulze mit Happy-end oder tragischem Ausgang a la Romeo und Julia werden, je nach Geschmack.

There was something inside of me that wouldn’t let me go, but all other parts of my mind and soul were pushing me in this direction to meet someone from Israel, the people who have several wars with Egyptians. Actually, visiting Occupied Palestine is a dream for all Arabs and Muslims, but someone like me couldn’t have such a chance without having really big problems before and after returning back home with the security departments in Egypt. This is why they don’t give you an Israeli Visa on your Passport, but it will be given in another temporary Passport, and this meeting could destroy my whole career history and also could give me a bad reputation as a person who came closer to Israeli people, and that’s why I can not publish this under my name.

The good thing is that I didn’t have to travel to Israel because the meeting is at a neutral place in Denmark where the “Media For Dialogue” course was held, I also knew there would be a chance to meet Arabs from Occupied Palestine, which meant I would be able to have a close look at the conflict. It’s not just another documentary movie, but I would meet real people, and have the ability to interact with them all, hoping to bring something good out of it. This is how I was thinking and how I make it easy for my self to accept it.

Offensichtlich fuehlt der junge Mann auch eine gewisse Faszination gegenueber Israel. Und natuerlich antwortet er, dass er sie nicht hasst.

I told her “Of course I don’t hate you, but I hate occupation, and you know that our countries had a very bad historical wars against each other, I believe that all humans should live together in peace”. She completely agreed with me like she had the same opinion as mine.

So weit, so gut, was unsere Schnulze angeht. Aber dann geht es so weiter:

I continued “I will be honest and tell you about what I really think because you are not the only one who feels the sadness, but I have also my deep sadness feeling, especially when I think about the future of Egyptians in coming generations. I believe we will have another big war with Israel, maybe it will take some time until this happen, but no one can stop that, recording to prophet Mohammed -peace and blessings be upon him- “The Hour will not come to pass until you fight the Jews..” to the end of the Hadith (mentioned by Abu Hurayrah in: Whole true small number -7,414). This war will be totally religious and All Muslims will be part of it, it’s not the same war that we have now in the Middle East against the Israeli occupation. and this me feel bad some how, because the war will never end between Muslims and Jews. Of course no body wants war but what to do?!

In aller Offenheit erklaert der junge Mann dem Maedchen, dass er sie zwar nicht hasst, dass er aber als Muslim die Verpflichtung zum eweigen Kampf gegen die Juden habe.

Surreal wird es, wo der junge Mann dem Maedchen erklaert, dass er schon in der Schule zum Hass gegen Israel indoktriniert wurde und gar nicht versteht, wieso sie das ueberraschen kann. Er bemerkt selber, dass sie beide offensichtlich auf verschiedenen Planeten leben, aber sein eigener Stern erscheint ihm als das natuerlichste der Welt:

It’s not my fault that I raised holding hate in my mind and bad feelings in my soul to Israeli occupation

Natuerlich ist es nicht sein Fehler, wenn er zum Hass erzogen wurde, sondern derjenige seiner Erzieher. Ein junger, offensichtlich gebildeter Erwachsener sollte aber imstande sein, sich von einer solchen Erziehung zu distanzieren. Das kommt ihm aber gar nicht in den Sinn. Er hat alles verinnerlicht und glaubt daran (siehe den Satz vor dem zitierten). Vielmehr meint er, dass Erziehung zum Feindeshass ein integraler Bestandteil jeder Erziehung sei. Deswegen braucht er gar nicht zu fragen, ob das Maedchen ihn hasst. Er geht davon aus, dass es natuerlich so sein muss.

Uebrigens wird aus dem Text deutlich, dass Besatzung nur das Codewort fuer die Existenz des Staates Israel ist.

3 Antworten

  1. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden soll: Diese sture Verabsolutierung des Eingeimpften ohne jeglichen Ansatz von Bereitschaft einer Revidierung oder die Akzeptanz und Rechtfertigung dieses Denkens und Tun durch Westler.
    Ich erinnere mich an eine Bekannte, die Mitte der 80-er Jahre einen Iraner zitierte, der die Meinung vertrat, alle deutschen Frauen seien Huren. Grund: Wie sie sich kleiden, wie sie mit Männern verkehren usw. Meine Bekannte konnte den Typen gut verstehen – und war nicht bereit einzusehen, dass man von einem offensichtlich hoch gebildeten Menschen vielleicht erwarten könnte, dass er bereit ist zu akzeptieren, dass in Europa eine andere Kultur existiert, in der man nicht mit den Maßstäben der iranischen Revolution messen sollte. Nein, sie hatte Verständnis für den Mann und kein Verständnis für meine Kritik. Das war dann meine erste Begegnung mit dem westlichen Rechtfertigungsdenken, bei dem der andere, der Nichtwestler, alles darf und aufgrund seiner Herkunft gerechtfertigt ist – und über der Kritik steht, denn der Kritiker hat nicht verstanden und muss schweigen.
    Vor diesem Hintergrund, den du da beschrieben hast – kann es da Frieden geben? Die ehrliche Beantwortung dieser Frage – vorausgesetzt, es findet kein Wandel der Herzen statt – zeigt eine Katastrophe auf, auf die wir zusteuern.

  2. Erinnert mich an eine Dokumentation die ich vor längerer Zeit gesehen habe. Leider weiß ich den Namen nicht mehr, nur das zwei israelische Filmemacher festgenommene Terroristen in einem israelischen Gefängnis interviewten.
    Mohamed -den Namen weiß ich noch- war ein großer Fußballfan und antwortete auf die Frage, ob er denn auch eine Bombe in einem Fußballstadion gezündet hätte: „Natürlich nicht, jemand der Fußball liebt, der kann kein schlechter Mensch sein.“ Die Filmemacher bohrten nach und fragten ob er denn eine Bombe in einem israelischen Stadion zünden würde bei einem Match israelischer Mannschaften und alles Israelis auf den Rängen, Frauen, Kinder, junge und alte Männer, da war er dann doch sehr unsicher.
    Nach all den Erfahrungen im Laufe der Jahre denke ich, dass die Strukturen dermaßen anachronistisch und archaisch sind, das die Leute da alles mögliche glauben und verinnerlichen. Wenn man denen lang genug eintrichtert der Iran strebt die Herrschaft in der Region an, verbreitet den einzig wahren Glauben und will alle Araber und Nordafrikaner in’s Meer jagen, weil minderwertig, ich bin überzeugt die Massen würden Teheran stürmen.

  3. […] es Aussöhnung zwischen Israelis und Arabern geben? Wenn man liest, was Beer7 da aufgetan hat, dann muss man das wohl als Unmöglichkeit sehen. Wie soll man diese sture Verpflichtung dem Hass […]

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