Steine werfen und die Folgen


Three teenage Israeli girls were indicted at the Jerusalem District Juvenile Court on Sunday for attacking police officers with rocks during the evacuation and demolition of an illegal structure in the Givat Harsina neighborhood of Kiryat Arba three days ago.

berichtet Y-Net

Das 15jaehrige Maedchen ist die Nichte einer Arbeitskollegin und langjaehrigen Freundin der Familie. Sie ist wie ich in unserem Schulprojekt aktiv. Ihr juengerer Sohn sitzt in der Schule neben der Grossen. Meine Kleine schwaermt fuer den aelteren Sohn und hat seine Kampagne, in die Schuelervertretung gewaehlt zu werden, effektiv unterstuetzt.

In den Kommentaren wird immer wieder nach den Eltern gefragt. In diesem speziellen Fall kann ich die Antwort geben. Die Mutter stammt aus Frankreich, sie ist vor 18 Jahren eingewandert. Die Familie lebt orthodox, aber keineswegs ultraorthodox. Die Eltern trennen sich alle paar Monate und kommen dann wieder zusammen. Die Mutter verwoehnt ihre Kinder nach Strich und Faden, so dass auch die aeltere Schwester des Maedchens in ihrem Leben noch nie im Haushalt geholfen hat. Die Eltern haben ihre Tochter mit Sicherheit nicht zum Steine werfen animiert. Ich nehme an, dass sich das Maedchen ohnehin mehr an Vorbildern ausserhalb der Familie orientiert. Die staendigen Trennungen und Versoehnungen duerften die Autoritaet der Eltern in den Augen der Kinder schon laenger ramponiert haben. Vermutlich war das einfach „Action“ an einem Samstagabend nach Shabbatausgang.

Das Kind (Fuer mich ist eine Fuenfzehnjaehrige noch ein Kind, vor allem wenn sie sehr behuetet aufgewachsen ist.) war ueber das vergangene Wochenende im Untersuchungsgefaengnis. Gestern wurde sie unter einer vorlaeufige Auflage entlassen. Fuer die naechsten 14 Tage darf sie sich nicht in Hebron oder naeherer Umgebung aufhalten. Das bedeutet effektiv, dass das Maedchen fuer 14 Tage von der Schule verwiesen ist. Da ihre Familie in Hebron lebt, braucht sie eine alternative Unterkunft. Meine Freundin ist bereit einzuspringen. Nur beherbergt sie schon seit einem Monat ihre Schwiegermutter. Die Familie hat eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern. Die Schwiegermutter hat das Elternschlafzimmer bekommen, die beiden Buben teilen sich das Kinderzimmer, meine Freundin und ihr Mann schlafen im Wohnzimmer. Deswegen habe ich angeboten, dass das Maedchen auch bei uns wohnen koennte. Unser Arbeitszimmer kann leicht in ein Gaestezimmer umgewandelt werden. Im ersten Instinkt lehnte meine Freundin ab. Sie stellt sich vor, dass das Maedchen bei der Betreuung seiner alten Grossmuter helfen kann.

Ich hoffe, dass ich das Maedchen auch so kennenlerne. Ich wuerde ihr gern ein paar Fragen stellen.

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