Gestern in der Synagoge


kam nach dem Kiddush schnell das Gespraech auf den Wahlsieg Obamas. Nachdem unsere Gemeinde zur konservativen Stroemung gehoert, stammen viele Gemeindemitglieder aus den USA. Zu meiner Verblueffung war die Stimmung enthusiastisch. Offensichtlich hatten oder haetten die meisten Obama gewaehlt.

Ein Freund bezog sich auf die Verteilung der Waehlerstimmen, wie sie hier bei BBC dargestellt ist. Er war stolz auf die Tatsache, dass Minderheiten, (Farbige 95%, Juden 78%, Latinos 66%) junge Waehler (Erstwaehler 68%, Waehler unter 30 66%) und Frauen (56%) ueberwiegend fuer Obama gestimmt hatten. Ich sehe das anders: Die 95% der Farbigen sind nur durch Rassismus erklaerbar. Fuer die meisten dieser Waehler ging es mit Sicherheit nicht um Inhalte, sondern darum, „einen von uns“ zu waehlen. Der hohe Anteil an jungen Waehlern und auch den relativ hoeheren Anteil bei Frauen* wuerde ich darauf zurueckfuehren, dass Obamas Wahlkampf vor allem an die Gefuehle appelierte und diese Waehlergruppen tendenziell emotional waehlen. Beides finde ich eher bedenklich als positiv.

Aber von einer Stellungsnahme wie dieser moechte ich mich deutlich distanzieren:

Das Anstandslose und Primitive, das Entartete wird zum gesellschaftlichen Mainstream, die Geisteskranken werden allmählich zur Mehrheit.

(Hattip Lindwurm)

Wer solches von sich gibt, hat die Zivilisation, die er zu verteidigen vorgibt, laengst verlassen.

*Mir ist klar, dass ich damit meine bona fida Identifikation als Feministin untergrabe…

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38 Antworten

  1. Also ich habe mich über Obamas Sieg gefreut und daran wird sich auch nichts ändern. Deiner Analyse, die mir zu sehr von einer Emotionalität ausgeht, kann ich nicht zustimmen. Wir sollten anderen Menschen schon mehr zutrauen als nur emotional gewählt zu haben.
    Er wird hoffentlich einiges verändern, sicher auch Dinge, die uns nicht gefallen werden, aber nachdem Bush das Land als ein Bankrottes übergibt, war ein Wechsel mehr als nur angebracht.

  2. Yael,

    bitte fuehle Dich nicht angegriffen. Es mag viele gute Gruende geben, fuer Obama zu stimmen, die ich aus meiner israelischen Perspektive nicht sehe. Die Aufbruchsstimmung, die die USA anscheinend erfasst hat, sticht auf jeden Fall wohltuend ab von der duesteren Stimmung der letzten Jahre. Emotionalitaet ist auch nichts Negatives an sich. Nur ein Uebermass an Emotionalitaet ist bedenklich.

    Deine Versicherung, dass Du Dich in jedem Fall ueber Obamas Wahlsieg freuen wirst, finde ich etwas uebertrieben. Warum willst Du jetzt schon ausschliessen, dass er bzw. die demokratische Politik Dich enttaeuschen koennten? Ich habe mich 1999 ueber Baraks Wahlsieg ueber Netanyahu gefreut. Der ueberstuerzte Rueckzug aus dem Libanon und erst recht sein Roulettespiel in Camp David haben mich dann sehr ernuechtert…

  3. Ich fühle mich nicht angegriffen, keine Sorge.

    Ich meinte mit „uns“ vor allem die Europäer, die wissen, dass Obama wesentlich mehr Engagement der Europäer (Bevölkerung), zum Beispiel in Afganistan, erwartet. Deswegen erstaunt mich die europäische Euphorie, denn die denken, dass Obama alles anders macht als Bush, in Bezug auf den Krieg gegen den Terror werden sie sich täuschen.
    Natürlich kann er mich enttäuschen, aber das ist normal in der Politik, er wird ja nicht so ticken wie ich. Aber ein McCain hätte mich mehr enttäuscht, das weiß ich, obwohl er kein Bush-Verschnitt ist. Aber allein schon der Gedanke, dass eine Palin Präsidentin geworden, wenn McCain etwas zugestoßen wäre, machte mir Horrorgedanken.
    Diese Frau ist sowas von dumm und nicht nur weil sie Afrika für ein Land hält.

    Auch was Israel betrifft werden wir zunächst abwarten müssen.

  4. Die statistischen Werte bedeuten wohl im Umkehrschluss, dass weiße Männer über 40 zu mindestens 80% für McCain gestimmt haben. 🙂
    Das Wahlergebnis war ziemlich knapp, irgendwas mit 52:48, wenn ich richtig informiert bin.

  5. Die Geschichte mit „Afrika“ scheint Palin uebrigens angehaengt geworden zu sein, wie so manches boesartige Geruecht schon im Wahlkampf. Schaust Du hier?
    http://corner.nationalreview.com/post/?q=YWViMjhiZjI4ODlkZjg0NDg5MTJmNmIwYmFiNDRmNWU=

  6. DrBuffo, so lese ich das auch…

  7. Obama lag bei den Stimmen der Wahlmänner relativ weit vorn, Prozentmäßig war das Ergebnis recht knapp.

  8. Ich persönlich hätte Hillary Clinton als US-Präsident lieber gesehen aber Obama ist auch okay.

    Die Regierung Obama hat sich zum Ziel gesetzt Arbeiter und Rentner steuerlich zu entlasten, alternative Energiequellen zu fördern (also keine fossilen) und ein, auf Solidarbasis beruhendes Krankenversicherungssystem zu schaffen (KV für alle). Das sind ehrenwerte Ziele und allein hierfür wäre er schon wählenswert gewesen.

  9. Mehr „Sozialdemokratie“ wagen, genau darauf wird es hinauslaufen. Die Anwälte werden auch wieder mehr zu tun haben. „Steuerliche Entlastungen“ sind eher nicht zu erwarten.

  10. Perry,

    alternative Energiequellen muessen nur dann staatlich gefoerdert werden, wenn sie wirtschaftlich nicht rentabel sind. Andernfalls gibt es naemlich genuegend Investoren.

    Die staatliche Foerderung von Kraftstoff aus Mais haben wir ja schon erlebt, nicht wahr? In welchem Ausmass deswegen die Produktion von Nahrungsmitteln verringert wurde, wird sicher ein kuenftiger Historiker mal erarbeiten.

    Die staatliche Foerderung von Windkraft erlebst Du in Deutschland seit mindestens 15 Jahren. Mit der Wirtschaftlichkeit hapert es immer noch. In solchen Faellen waere es besser, wenn der Mangel an Rentabilitaet nicht durch staatliche Zuschuesse kaschiert wuerde, dann koennte man unproduktive Ansaetze schneller fallen lassen und andere Ansaetze versuchen.

    Ein staatlicher Zwang zur allgemeinen Krankenversicherung ist auch kein ungetruebter Segen. Die europaeischen Staaten erleben, wie die Kosten explodieren, waehrend die Versorgungsqualitaet nicht mithalten kann.

  11. drbuffo,

    das sehe ich auch so. Zusammen mit den Steuerentlastungen fuer bestimmte Klientele wurden ja auch immer Steuererhoehungen fuer andere angekuendigt. Ich bin auch ziemlich sicher, dass der 2. Teil des Wahlversprechens umgehend umgesetzt wird, waehrend der 1. Teil auf bessere Zeiten warten muss.

  12. Generell ist es so, dass der Wählerinnenanteil im linken Lager grösser ist als im rechten. Und in den USA heisst das halt, dass die Demokraten einen grösseren Frauenanteil inder Wählerschaft haben als die Republikaner. Man muss also insofern nicht einmal die Emotionen als Grund für Obamas Wahlsieg bei den Frauen anführen. Das ist eine Tendenz die sich so schon seit Jahrzehnten zeigt.

  13. „Ein staatlicher Zwang zur allgemeinen Krankenversicherung ist auch kein ungetruebter Segen. Die europaeischen Staaten erleben, wie die Kosten explodieren, waehrend die Versorgungsqualitaet nicht mithalten kann.“

    Ein heftiger Einspruch, gerade was die USA betrifft. Es behauptet ja niemand, dass KV (der auch kein staatlicher Zwang sein muß, in Dtl. leben auch heute noch Menschen ohne KV) das beste aller besten ist.
    Aber in den USA leben im Gegensatz zu Deutschland nicht so viel ältere Menschen, die eben die Kosten enorm machen. Und wenn es wie hier, immer weniger junge Menschen gibt, dann wird es noch schlimmer.

    Und in den USA ist es so krass, dass Patienten nur in die Notaufnahmen der Krankenhäuser gehen können und dort als Notfall wohlgemerkt, teilweise bis zu 48 Stunden warten müssen, gerade in den letzten Monaten wurden zwei Fälle bekannt, als Patienten dort sogar verstorben sind, ohne dass es jemanden gekümmert hätte (und das nur, weil die Überwachungskameras das gefilmt und es andere den TV-Sendern zugesendet haben, die Dunkelziffer möchte ich gar nicht wissen). Dann ist es ja klar, dass die Menschen erst zum Arzt gehen, wenn das Kind schon im Brunnen liegt, was auch Folgenkosten verursacht. Daher ist eine gesetzliche KV immer noch besser als die Zustände es jetzt sind.
    Daher bitte nicht alles schlecht reden, nur (und das ist leider mein Eindruck) von Obama kommt. Außerdem hat er selber gesagt, dass es nicht möglich sein wird, alles in gerade mal 4 Jahren zu schaffen.
    Die Verhältnisse in den USA waren noch nie so schlimm, wie Obama sie jetzt übernehmen muss. Das hat allein Bush zu verantworten, der vor 8 Jahren einen ausgeglichenen Staatshaushalt übernommen hat und die heutige Verschuldung nie so hoch war wie bisher.
    All das gilt es zu bedenken, dass Obama nicht alles ändern kann, was Bush im wahrsten Sinne des Worten verbrochen hat.

  14. Yael,

    kein Zweifel, die Versorgung im Krankheitsfall ist in den USA schlecht und ineffizient geloest. Als ich in Deutschland lebte und arbeitete, gab es schon die Pflicht zur Krankenversicherung. Nur gab es auch Ersatzkassen und Privatversicherungen. Wie sieht das jetzt aus?

    „Die Verhältnisse in den USA waren noch nie so schlimm, wie Obama sie jetzt übernehmen muss.“ Du uebertreibst. Die Grosse Depression, der Buergerkrieg oder auch die Stagflation unter Carter…

    Einzig Bush soll an allem schuld sein? Da misst Du ihm ja geradezu uebernatuerliche Kraefte zu. Wenn ich mich recht erinnere, hatte Bush nie einen Kongress und einen Senat mit republikanischer Mehrheit.

  15. Danke fuer die Korrektur Mara, Du hast natuerlich Recht.

  16. Privatversicherungen gibt es immer noch. Was die neue Gesundheitsreform bringen wird (wo jeder, egal wo versichert, den gleichen Prozentsatz zahlen und ab sofort jeder versichert sein muss) wird man abwarten müssen, obwohl ich da nichts gutes erwarte.

    Unter Bushs Führung haben sich allein die Militärausgaben vervierfacht und dass das eine ganze Menge kostet ist klar. Clinton hat es doch auch geschafft, ein völlig verschuldetes Land Schuldenfrei zu hinterlassen.
    Die Verschuldung ist heute höher denn je. Und die Ursache heißt Bush. Er hinterläßt ein absolutes Chaos, das schlimmste Chaos was ein Präsident je hinterlassen hat. Egal wie man zu Obama steht, um den Job wird ihn keiner beneiden.

  17. Yael,

    „Und die Ursache heißt Bush. Er hinterläßt ein absolutes Chaos, das schlimmste Chaos was ein Präsident je hinterlassen hat. “

    Du wiederholst Deine Uebertreibung. Fuer ein bisschen Perspektive, schaust Du hier?
    http://www.powerlineblog.com/archives/2008/11/022035.php

  18. Das sind aber keine Übertreibungen, sondern Tatsachen, die ich nicht ändern oder auch nur geschaffen habe.

  19. Yael,

    dann hast Du die Zahlen also gecheckt, ja? Kannst Du mir Deine Quellen nennen? Ich suche naemlich schon eine Weile vergeblich nach einer Statistik der Militaerausgaben, der Arbeitslosigkeit, Inflation, Verbrechenrate – USA verglichen mit anderen Industriestaaten – der letzten Jahrzehnte. Wenn Du nach andere Kriterien hast, die Du fuer „Chaos“ relevant haelst, die ich nicht beruecksichtigt habe, bin ich fuer Daten natuerlich auch dankbar.

  20. Yael,

    jetzt habe ich doch halbewegs verlaessliche Daten gefunden. Und Deine „Tatsachen“ bleiben Uebertreibungen. Du schreibst „Unter Bushs Führung haben sich allein die Militärausgaben vervierfacht“

    Im Jahr 2000 stellten die US Militaerausgaben 3.07% des GDP (Seite 16) dar. Acht Jahre und zwei Kriege spaeter stellen die US Militaerausgaben im Budget 2009 4.06% des GDP. Das sieht nicht nach einer Vervierfachung aus.

    Auch in absoluten Zahlen (die truegerisch sind, weil weder Inflation noch Wirtschaftsentwicklung beruecksichtigt werden) handelt es sich nach dieser Quelle nur um eine Verdoppelung.

    Dieselbe Seite gibt das Jaehrliche Budget fuer Verteidigung, Bildung und Gesundheit von 2003 bis 2009. Wenn ich die Steigerungsrate von 2003 bis 2009 rechne, dann ist das Budget fuer’s Militaer um 26.8%, das fuer Bildung um 15.99% und das fuer Gesundheit um 7.02% gestiegen.

    Du bist mit den Prioritaeten sicher nicht einverstanden, aber von „Chaos“, schlimmste Lage oder Vervierfachung der Militaerausgaben sind die Zahlen weit entfernt.

    Noch ein letzter Nachtrag: Das Budget muss natuerlich immer den Kongress und Senat passieren. Es war keineswegs Bush allein oder auch nur die Republikaner gegen die Demokraten. Hinsichtlich der Verteidigungsausgaben gab es einen parteiuebergreifenden Konsens.

  21. Noch etwas zur Verschuldung und Fakten:

    http://www.wdr.de/themen/politik/1/hart_aber_fair/faktencheck_081105/index.jhtml

    Josef Joffe über die Staatsverschuldung der USA

    Josef Joffe sagt, die amerikanischen Gesamtschulden seien im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt niedriger als die Gesamtverschuldung Deutschlands. Und auch die Neuverschuldung sei in diesem Jahr mit ca. drei Prozent des Bruttosozialproduktes kleiner als die in Europa. Stimmt das?

    Josef Braml: Josef Joffe hat immer Recht. Im Ernst: Die Stoßrichtung von Joffes Argument stimmt. Im Vergleich zu früheren Verschuldungen Amerikas, vor allem in der Reagan -Ära in den 1980er Jahren, nimmt sich das Finanzgebaren der Bush-II-Administration fast schon sparsam aus. Auch im internationalen Vergleich der Gesamtschulden/Haushaltsdefizite zur Wirtschaftsleistung (BIP) steht Amerika nicht schlechter da als die Europäer. Viele europäische Länder haben Schwierigkeiten, die so genannten EU-Konvergenzkriterien – das Haushaltsdefizit darf maximal drei Prozent des BIP betragen; die Gesamtverschuldung darf 60 Prozent des BIP nicht überschreiten – einzuhalten. Diese als Maastricht-Kriterien bezeichneten Grenzen wurden von Deutschland und auch von anderen EU-Ländern seit 2002 mehrfach nicht mehr eingehalten.

  22. Seit Amtsantritt des derzeitigen US-Präsidenten George W. Bush ist die Staatsverschuldung der USA in einem nie gekannten Maß angestiegen. In den nunmehr knapp sieben Jahren stieg sie um knapp 60 Prozent von 5.727.776.738.304,64 US-Dollar am 19. Januar 2001 – dem Vortag von Bushs Vereidigung – auf 9.154.986.584.732,22 US-Dollar am 3. Dezember dieses Jahres. Nimmt man als Bezugspunkt jeweils den Anfang des Monats Dezember eines jeden Jahres, so ist die Staatsverschuldung der USA seit Bushs Amtsantritt jedes Jahr um über 500 Milliarden US-Dollar gewachsen. Sollte es einem Nachfolger Bushs – so denn dieser nicht einen dann aktuell geführten Krieg nutzen wird, um seine Amtszeit zu verlängern – Anfang 2009 also nicht umgehend gelingen, diese Situation zu ändern, was allerdings wenig wahrscheinlich scheint, so wird die Staatsverschuldung der USA in nicht einmal mehr zwei Jahren bei über 10 Billionen US-Dollar liegen. Dieser Ansicht ist man auch im Weißen Haus. Damit wird die bekannte Schuldenuhr in New York dann nicht mehr in der Lage sein, die Staatsschulden der USA anzuzeigen, da ihr hierfür eine Ziffer fehlen wird.

    http://www.freace.de/artikel/200712/061207a.html

    Das Staatsdefizit wächst und wächst: Die Staatsverschuldung der USA hat nach Angaben des Finanzministeriums die Grenze von neun Billionen Dollar überschritten – erstmalig.

    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/157/141848/

    Unter dem Eindruck der Anschläge vom 11. September 2001 und des Krieges im Irak nimmt die amerikanische Regierung seit Jahren wieder Haushaltsdefizite von gigantischen Ausmaßen in Kauf. Das Jahr 2008 wird wegen des Rettungspakets für die Banken alles bisher Dagewesene übertreffen.

    Die Sünden der Vergangenheit: Auch in den USA haben die Schulden eine ungeheuere Höhe erreicht: Nach dem World Fact Book betrug Ende 2007 die Gesamtverschuldung 61% des Bruttoinlandsprodukts (Deutschland: 65%).

    http://www.staatsverschuldung.de/usa01.htm

    Das Internet ist voll davon. Also sage mir bitte nicht andauernd ich übertreibe. Das ist nicht redlich und das weißt du.

  23. „Dein Kommentar wartet darauf, vom Administrator genehmigt zu werden.“

    Seit wann das denn? Wegen mir?

  24. Okay, ich nehme an wegen der vielen Links. Slicha.

  25. hallo ruth,

    ich bin auch wieder in tel aviv angekommen.

    danke fuer den schoenen tag in beer sheva !

    es ist dann doch noch anders gekommen als gedacht. ich habe mich in beer sheva sehr kurz entschlossen in den bus nach jerusalem gesetzt … wollte noch zum kotel … nun bin ich wieder in tel aviv, gesund und munter, wenn auch etwas muede.

    in jerusalem bot sich uebrigens ein spannendes bild. die halbe stadt war mit wahlwerbung ueberdeckt … irgendwie … spannend … viel arbeit fuer die stadtreinigung …

    toda raba noch mal, bis bald,
    dirk 🙂

  26. Ja, Yael,

    es war wegen der vielen Links. Und weil ich gestern den halben Tag mit dem Grenzgaenger unterwegs war, habe ich erst jetzt freischalten koennen.

    Ich bin noch nicht dazu gekommen, Deine Angaben zu checken, aber eins springt mir bereits in die Augen:

    „einem Nachfolger Bushs – so denn dieser nicht einen dann aktuell geführten Krieg nutzen wird, um seine Amtszeit zu verlängern – Anfang 2009“ steht in dem freacenet Artikel. Das ist eine Verschwoerungstheorie vom Feinsten. Und daher wuerde ich keine Zahl glauben, bevor ich sie nicht aus anderer Quelle bestaetigt habe. Joffe ist mit Sicherheit die zuverlaessigere Quelle.

  27. „Joffe ist mit Sicherheit die zuverlaessigere Quelle.“

    Ganz ehrlich: Ich denke, weil es dir besser passt. Ich schrieb ja, man findet sehr viel darüber. Nun vielleicht lügen die alle, auch das Fernsehen.
    Darüber will ich aber nicht weiter streiten. Für mich steht aber eines fest: Es kann unter Obama nur besser werden und Bush ist bald weg, das Beste was der Welt passieren kann.

  28. Nein, Yael,

    sondern weil der Autor von Freacenet in Verschwoerungstheorien macht, was eine ueblicherweise negative Wirkung auf das Denkvermoegen hat.

    Moegest Du mit allen Deinen Erwartungen Recht behalten!

  29. „was eine ueblicherweise negative Wirkung auf das Denkvermoegen hat.“

    Zahlen sind Zahlen. Und Freacenet ist nicht die einzige Quelle, die die massive Überschuldung seit Bush belegen.

  30. Mit Zahlen kann sehr gut manipuliert werden, Yael. Ich brauche ja nur zu schauen, wie jeweils zum Jahresende hier jongliert wird, um die Verkaufszahlen und das Budget moeglichst in Uebereinstimmung zu bringen. Und wir sind eine sehr honorige Firma und verwenden nur voellig legale und uebliche Verfahren!

    Wenn Du oben bei meinen Links hineingeschaut hast, siehst Du, dass die absoluten Zahlen fuer die Militaerausgaben schwanken. Ganz einfach deswegen, welche Ausgaben dazu gerechnet werden oder nicht. Da gibt es immer Spielraum.

    Bei den Zahlen von Freacenet faellt mir sofort ein Trick ein, der funktionieren koennte: Die Schulden sind in absoluten Zahlen angegeben. Da der Dollar gegenueber anderen Waehrungen in den letzten Jahren sehr verloren hat, koennte die Betraege auf den heutigen Wert umgerechnet werden, wodurch die absoluten Zahlen unglaublich ansteigen wuerden, ohne dass auch nur 1 Cent Neuverschuldung aufgenommen wurde. Da Freacenet immer nur von Schulden spricht und nie von neuen Schulden, liegt nahe, dass die 60% u.a. auf diese Weise erreicht wurden.

  31. Statt Freace.de kann man ja gleich die Nationalzeitung oder den Muslim-Markt zitieren.

  32. drbuffo

    kennen wir uns? Nein, daher unterlassen Sie Ihre dumme sugestiven Unterstellungen.

    Aber dieses sich festfressen auf diese Seite hat wohl auch einiges zu sagen. Die anderen interessieren schlicht nicht.

    Nein danke, auf diese Art der Undiskussion habe ich keinen Bock mehr.

    Und Tschüss!

  33. Das gilt nicht für dich Ruth, vergiss einfach diese Seite. Ich habe ja auch andere angegeben. Mir fehlt schlicht die Zeit intensiv im Internet herumzusuchen. Trotz Meinungsverschiedenheit bist du fair geblieben, aber ich lasse mir als Jüdin nicht so dumm von irgendeinem Typen kommen, der mir nationalistisches und auch noch islamistisches Gedankengut unterstellen, eine Frechheit sondergleichen. Aber das Internet ist halt voll von Deppen.

    Halt die Ohren steif.

  34. Freace hat einen festen Abnehmerkreis im linken und auch im stramm rechten Spektrum. Die Art und Weise der dort betriebenen Desinformation und das ständige Wiederkäuen antiamerikanischer Grundhaltungen hat schon etwas Besonderes.
    Wie bereits mitgeteilt, diese Site ist defintiv nicht zitierfähig wenn es um Sacharbeit gehen soll.

  35. Yael,

    ich habe mir jezt auch die anderen Links angeschaut. Da ist von der Gesamtverschuldung die Rede, so dass ich den Eindruck habe, dass die geschwaechte Waehrung mit einberechnet ist. Nach der Sueddeutschen machen auch die Demokraten die Bushregierung nur „teilweise“ dafuer verantwortlich.

    Im Link Staatsverschuldung wird festgehalten, dass Deutschland im Verhaeltnis zum Bruttoinlandsprodukt (=GDP) noch etwas verschuldeter ist als die USA und dass das Rettungspaket fuer die Banken, das von Obama gefordert und unterstuetzt ist, die bisherige Staatsverschuldung in den Schatten stellen wird.

    Der alarmistische Ton stammt nur aus Freacenet und das ist wirklich keine ernstzunehmende Quelle.

  36. Mal von der nicht zitierfähigen Quelle abgesehen, die Staaten haben unter Bush in der Tat kräftig Schulden gemacht. Eigentlich untypisch für die Republikaner, Schuldenmachen galt immer als Markenzeichen der Demokraten (die als „sozialdemokratischer“ mehr Wahl-fixiert sind). Clinton war da anders und Bush hatte aus meiner Sicht (und zum jetzigen Zeitpunkt begutachtet 😉 ) in vielen Sachen leider keine glückliche Hand.

  37. Kein Zweifel, ich habe ja auch nur Uebertreibung moniert. Ich glaube, wir muessen etwas abwarten, bis wir die Praesidentschaft Bushs ingesamt beurteilen. Zeitlicher Abstand ist manchmal einfach noetig.

  38. Clinton hat die US Finanzlage verbessert, indem er die Wirtschaft ankurbelte und indem er das soziale Netz reformierte. Diese Politik wird ihm vom linken Fluegel der Demokraten als anti-sozial angekreidet.

    Obama will in dieser Hinsicht nicht in Clintons Fusstapfen treten. Stattdessen stehen die Zeichen der Zeit auf einer Pflicht zur Krankenversicherung. Dazu mag man stehen, wie man will, aber Sparen und allgemeine Krankenversicherung laesst sich nicht miteinander vereinbaren…

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