Kratzen am blinden Staatsvertrauen


Die Bankenkrise hat weit und breit Leuten erlaubt, ihr lang gehegtes Misstrauen in den Kapitalismus laut gerechtfertigt zu finden. Der Staat solle es richten, der koenne das besser als die gierigen Spekulatanten.

Nun ist gegen ein eingefleischtes Vorurteil kein Kraut gewachsen, und wer von Wirtschaft nichts versteht, wird sein dumpfes Misstrauen behalten. Aber man sollte sich doch einmal anschauen, wie eine rein staatliche Institution wirtschaftet:

Die AHV (Alters- u. Hinterbliebenen-Versorgung) ist das Rentensystem der Schweiz.

Für den überhasteten Verkauf des Goldes waren die Bundespolitiker verantwortlich. Für die Anlagepolitik des AHV-Fonds sind Verbandspolitiker am Drücker. Der Bundesrat delegiert sie in den Verwaltungsrat des AHV-Fonds und muss «den Versicherten, Wirtschaftsverbänden, Versicherungseinrichtungen, dem Bund und den Kantonen eine angemessene Vertretung gewähren». Da sind alle die geselligen Kommissionsfunktionäre wieder beisammen, die sich schon anderswo und überall treffen. Der AHV-Fonds hat kein externes Audit-Gremium, das sich in die Anlagepolitik permanent einbringt. Die Rechnung wird nur von der Eidgenössischen Finanzkontrolle buchhalterisch geprüft.

(Hervorhebungen von mir)

Nachahmenswert, nicht wahr?

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