Das T-Wort


Paul13 auf „No Blood for Sauerkraut“ hat heute einen schoenen Text dazu, auf wen westliche Medien das T-Wort anwenden und auf wen nicht.

Mir faellt zum selben Thema bei der Epoch Times etwas auf: Sucht man dort mit dem Wort „Terrororganisation“, stellt sich schnell heraus, dass Al Kaida anscheinend die Markenbezeichung fuer sich reservieren konnte. Zu Hisbollah wird vermerkt, dass die USA sie als solche sehen, aber die EU nicht. Ausserdem rutschen noch Islamischer Jihad und Asar el-Islam mit einer einzigen Nennung in diese Kategorie, Hamas kein einziges Mal, von so moderaten Gruppen wie den Al-Aksa-Brigaden ganz zu schweigen.

Aber es gibt noch einen Fall, wo die Bezeichnung offensichtlich keinem Zweifel unterliegt:

Vater von Obamas neuem Stabschef war Mitglied einer Terrororganisation

Und im Aufreisser heisst es:

Der Vater vom Stabschef des gewählten Präsidenten Barack Obama war ein Mitglied einer der skrupellosesten Terrororganisationen der Welt, verantwortlich für die Tode vieler britischer Soldaten und unschuldiger Zivilisten im damaligen Palästina. Diese höchst beschämende Enthüllung wird die Debatte bezüglich seiner eigenen früheren Verbindungen zu radikalen Gruppen, die die Wahlkampagne Obamas ständig begleitet hatten, sicher weiter anheizen.

Hier erfahren wir also, dass ETZEL (Irgun Zvai Leumi = Nationale Wehrorganisation) Al-Kaida wohl hinter sich laesst, was Skrupelosigkeit und Opferzahlen angeht. Wer weiterliest, findet im ersten Absatz, woher diese abenteuerliche Einschaetzung stammt. Der britische (!) Geheimdienst hat damals (!) die gegen die britische Mandatsregierung aktive Gruppe so eingeschaetzt. Relativiert die Sache ein bisschen, nicht wahr?

Kurz bevor Großbritannien 1947 schließlich aus Palästina abgezogen wurde – und den Weg pflasterte für die Gründung von Israel

Tststs und ich hatte gemeint, dass Grossbritannien das Mandat ausdruecklich erhalten hatte, um dort eine nationale Heimstatt fuer Juden auf den Weg zu bringen.

Als Erben der Philisophie des zionistischen Eiferers Vladimir Jabotinsky haftet die Irgun-Gruppe dem Traum eines jüdischen Staates vom Jordan bis zum Suezkanal an. Um ihn zu verwirklichen, hat die Gruppe zu den Waffen gegriffen. Ihre Insignien waren ein Gewehr, das mit geballter Faust emporgehalten wird, umrandet von dem Motto „nur das”.

Und hier formuliert der Autor, als ob Etzel weiterhin existierte und aktiv sei. Kleines Update: Ben Gurion hat die Organisation bereits im Juni 1948, also Tage nach der Staatsgruendung, aufgeloest, und Etzel liess sich gewaltlos aufloesen…

2 Antworten

  1. Hihi, Isarel wurde im Juni 1958 gegründet?

  2. Danke fuer den Tipp, hab’s korrigiert.

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