Alibijuden: Anat Saragosti


Heute darf Anat Saragosti in Y-Net ihre Meinung zu der Massenveranstaltung abgeben, mit der Hamas ihr 21jaehriges Bestehen feiert.

Nach dem Titel Hamas rally our fault braucht niemand mehr ueberrascht zu sein, dass all die alten Luegen wieder aufgetischt werden, wonach Israel Hamas selber gegruendet habe (und natuerlich kamen die Juden in New York an einem sonnigen Herbsttag nicht zur Arbeit und das Haus Rothschild hat schon den ersten Weltkrieg eingefaedelt).

Ich habe das Internet ein bisschen nach der Autorin abgesucht und nicht viel gefunden. Sie scheint sich als feministische Journalistin zu verstehen. Auf ihre Ausfuehrungen, dass Israel auch fuer die Lage der Frauen in muslimischen Laendern verantwortlich ist, warte ich gespannt. Das scheint mir ein klares Beispiel fuer boesartigen Narzissmus zu sein, der sich als Selbstlosigkeit verkleidet.

Natuerlich leitet sie dann schnell zum duemmlichen „wir da unten – ihr da oben“ ueber. In Wirklichkeit sind ja nicht „wir“ (das gute Volk der Israelis und das gute Volk der Palaestinenser) verantwortlich, sondern nur die boesen Politiker.

Interessant waere es, diesen Gedanken mit den Bildern von Menschenmassen in Gaza in Einklang zu bringen. Granted, das gute pal. Volk ist nur der Leidtragende. Israel hat die armen Menschen dazu getrieben, bei den halbwegs freien Wahlen ihr Kreuzchen (ihren Halbmond? – vielleicht bin ich kulturell nicht sensibel genug) bei Hamas zu machen. In Wirklichkeit bringen sie dem Terror der Hamas nur Abscheu entgegen und alle anderslautenden pal. Umfragen sind gefaelscht. Wenn das so ist, dann muessten sie von Hamas mit Gewaltandrohung oder nackter Gewalt zur Teilnahme an dieser Feier gezwungen worden sein. Hamas waere dann alles andere als die authentische Vertretung der Menschen im Gazastreifen und Israel sollte in den Gazastreifen einmarschieren, um diese brutale Unterdrueckung zu beenden.

Irgendwie habe ich meine Zweifel, dass Saragosti diese Schlussfolgerung unterstuetzen kann.

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4 Antworten

  1. Das Denken dieser Dame erinnert mich ein wenig an jenes eines dauerschikanierten Kindes: „Es ist meine Schuld. Wenn ich nur noch ein wenig lieber bin, noch ein wenig mehr ertrage, mich einfach noch mehr anstrenge, dann werden sie mich endlich mögen und aufhören, mich zu piesacken.“

  2. Ja, das sehe ich auch so. Diesmal habe ich den Querverweis auf Kenneth Levin „The Oslo Syndrome“ nicht gebracht, aber natuerlich erklaert das auch Anat Saragosti.

  3. >>bei den halbwegs freien Wahlen ihr Kreuzchen (ihren Halbmond? – vielleicht bin ich kulturell nicht sensibel genug)<<
    Herrlich! Das hast du gut formuliert! 🙂

  4. […] (Serie bei Beer7): Shlomo Sand (Shlomo Zand), Jeff Halper, Shraga Elam, Uri Davis, Anat Saragosti, Avraham […]

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