Verdammt, wenn sie es tun


Dieser Text von Ralph Peters in der New York Post hat mir so gut gefallen, dass ich ihn in voller Laenge uebersetzt habe, sogar mit Umlauten!

Verdammt, wenn sie es tun

aber Israel ist tot, wenn sie es nicht tun

Tote Juden haben keinen Nachrichtenwert, aber das Töten von Terroristen bringt die Aktivisten weltweit in Rage. Am Samstag begann Israel machtvoll zurückzuschlagen gegen seine Peiniger. Jetzt ist Israel der Schurke. Mal wieder.

Wie lange wird es dauern, bis die UNO Generalversammlung eine internationale Holocaustfeier einführt?

Israels Luftangriffe auf unbestrittene terroristische Ziele der Hamas im Gazastreifen waren überfällig, sorgfältig geplant und präzise durchgeführt. Bis jetzt ist dieser Gegenschlag ein Lehrbuchbeispiel für postmoderne Luftwaffeneinsätze.

Anstatt mitten in der Nacht leere Gebäude zu bombardieren in der Hoffnung, damit blutrünstige Monster in friedensliebende Blumenbinder zu verwandeln – die Version der US-Luftwaffe von “Schock und Erfurcht” – hat sich die Israelische Armee daran gemacht, Terroristen zu töten.

Diesen Teil der Mission haben die israelischen Luftangriffe anscheinend erfüllt. Während ich schreibe, werden etwa 300 tote Terroristen aus dem Gazastreifen gemeldet. Inzwischen bemüht sich die Propagandamaschine der Hamas zu beweisen, daß 20 Zivilisten unter den Toten sind.

Angesichts der Tatsache, daß Hamas entsprechend terroristischer Praxis seine Kommandozentralen, Waffenlager und Übrungsplätze mitten in dicht bewohnte zivile Gebiete platziert, belegen diese Ergebnisse, daß die IDF unterstützt durch erstklassige Geheimdienstinformationen wohl eine Welle der akkuratesten Angriffe der Geschichte gefolgen hat, mit einem Verhältnis von 15 toten Terroristen auf einen getöteten Zivilisten.

Die schlechte Nachricht: das wird nicht reichen. Israel hat der Hamas einen schmerzhaften Schlag versetzt, aber keinen K.O. Die einzige Möglichkeit, eine solche Terrordrohung auch nur für eine begrenzte Zeit auszuschalten, wäre eine Bodenoffensive, bei der jedes Zimmer, jeder Keller und jeder unterirdische Gang in diesem Gebiet durchforstet wird.

Das würde hohe israelische Verluste bedeuten und natürlich die Verurteilung Israels durch jede selbstgerechte, korrupte und bigotte Organisation von Turtle Bay (Hauptquartier der UN in New York) bis Teheran.

Worin bestehen denn Israels “Verbrechen”? Nicht darin, palästinensisches Land zu rauben, sondern das Land fruchtbar zu machen, wodurch die Unfähigkeit und Faulheit der arabischen Kultur ausgestellt wurde.

Israels Verbrechen ist nicht, daß es gegen Terror zurückschlägt, sondern daß es Jahr für Jahr demonstriert, wie ein Land im Nahen Osten regiert werden kann, ohne auf Terror zurückzugreifen. Israels Verbrechen ist nicht, daß es Arabern Rechte verweigert, sondern daß es auf Menschenrechte für Frauen und Minderheiten besteht.

Israels Verbrechen besteht darin, daß es eine funktionierende Demokratie geschaffen hat, wo 5000 Jahre lang Tyrannei herrschte. Israels Verbrechen ist sein Überleben trotz der schlechten Chancen, während Legionen arabischer Nationalisten, islamistischer Extremisten und westlicher Linken jeden Juden tot sehen wollen.

Aber Israels größtes Verbrechen war, den globalen Opferkult bloßzustellen, zu beweisen, daß mit harter Arbeit, Ausdauer und Mut auch die größten Katastrophen der Geschichte überwunden werden können.

War es ein Verbrechen, den Gazastreifen der PA zu überlassen, dem Frieden eine Chance zu geben? Schaut Euch an, was Israel im Gegenzug bekommen hat, als es Land für Frieden tauschen wollte.

Laßt uns nie die grundlegende Wahrheit vergessen. Zwar sehnt sich Israel danach in Frieden mit seinen Nachbarn zu leben, aber diese Nachbarn geben öffentlich zu Protokoll, daß sie Israel vernichten und seine Bevölkerung ausrotten wollen.

Der arabische und regionale Neid gegenüber Israel ist so allumfassend, so notwendig, um die arabische Kunst des Versagens zu entschuldigen, daß auch diese zielgenauen Luftangriffe kaum eine Kerbe in die Terrordrohung schlagen werden.

Wenn Israel keine langfristige Bodenoffensive durchführt – und tausende IDF Reservisten sind mobilisiert -, dann wird es bestenfalls eine vorübergehende Atempause von den Terrorangriffen geben. Sogar eine erneute Besetzung des Gazastreifens könnte das Problem nicht vollständig lösen.

Wir behüteten Amerikaner wollen nicht verstehen, daß es bei religiösen und ethnischen Konflikten oft keine gute Lösung gibt und nicht einmal eine schlechte, abgesehen von wirklich barbarischen Aktionen.

Nur selten führt ein Konflikt zu andauerndem Frieden. Unabsichtige Nebenwirkungen überwiegen. Manchmal muß nur um Zeit, eine Atempause gekämpft werden oder darum, die Absichten des Feindes eine Zeitlang zu vereiteln.

Mit dieser Situation sieht sich Israel konfrontiert: Keine Hoffnung auf einen ultimativen Sieg, sondern ein ständiger Kampf ums’s Überleben. Feinde, die sich von ihrem Gott beauftragt fühlen, können nicht beschwichtigt werden. Für vom Glauben getriebene Terroristen, wie der harte Kern der Hamas, ist der Kampf gegen Israel ein Nullsummenspiel. Kompromiss kann höchstens als Mittel zum Ziel eingesetzt, nie als Endzustand akzeptiert werden.

Was werden wir in den nächsten Tagen sehen? Viel hängt von Israels Entschlossenheit ab. Das wahrscheinlichts Szenarion ist, daß Hamas noch ein paar Wochen Raketen abschiessen wird, um den verletzten Stolz zu lindern und das Image des “Widerstands” aufrecht zu erhalten, aber schließlich seine Angriffe auf Israel einstellen wird, um die Führungsriege wieder aufzubauen und das Waffenarsenal wieder aufzufüllen.

Israel wird Zeit gewonnen haben, nicht Frieden.

Was hätte Israel besser machen können? Es ist unerläßlich, die Topleute der Terroristen aus dem Verkehr zu ziehen.

Aber die Israelische Regierung zögert die Hamasführung, die sich feige in Damaskus verstehen, und sogar die Hamasführer, die im Gazastreifen geblieben sind, anzugreifen.

Für Terrorbosse sind Offiziere und Fußvolk entbehrlich und ersetzbar. Man kann nicht nur die Kämpfer töten. Man muß die bekannten Namen erwischen.

Wir mögen Mitleid mit der durchschnittlichen palästinensischen Familie haben, die von Generationen korrupter Führer ausgebeutet wurden und nun in eine neue Runde der Gewalt geraten sind. Aber laßt uns nicht vergessen: Israel hat keine Tausende von blinden Rakten in palästinensisch Städte gefeuert, Israelische Selbstmordattentäter jagen keine arabischen Restaurants und Bushaltestellen in die Luft. Israel versucht Zivilisten zu schonen, während Hamas so viele Zivilisten wie möglich töten will.

In einer Welt ohne gute Antworten hat Israel gerade so gut wie möglich reagiert. Die Haltung der Welt? “Was, die Juden wagen es, sich zu verteidigen!”

Die Menschheit macht keine Fortschritte. Sie wechselt nur die Kleider.

10 Antworten

  1. „Bis jetzt ist dieser Gegenschlag ein Lehrbuchbeispiel für postmoderne Luftwaffeneinsätze.“

    Einer dieser (essentielen) Sätze, die man nie in den deutschprachigen Medien lesen wird. Nicht mal selbst von den bekannten Befürwortern/Freunden Israels wie z.B. auf achgut oder bei den Bloggern auf debatte.welt.de.

  2. Hallo Ruth,
    toll, dass du das bringst, ich wollte es auch schon übersetzen. Der Text muss einfach weiter verbreitet werden.
    Nur zwei Dinge:
    – „Shock and Awe“ – Schock und Ehrfurcht (im Sinne von: dem Gegner soll die Luft weg bleiben)
    – „Turtle Bay“ ist der Ort, wo das UNO-Hauptquartier in New York steht.

  3. Danke Heplev, ich habe auch das verbessert. Bei Turtle Bay meinte ich auch instinktiv, das UN Hauptqurtier sei gemeint, dann googelte ich und fand stattdessen Hawaii.

  4. Gestern wurden 400 Zivlisten im Kongo ermordet, das interessiert die Welt auch nicht, aber wehe, wenn es die Paläst. trifft, dann ist das Geschreie zu groß.
    Was für eine verlogene Gesellschaft und was für verlogene Politiker.

  5. danke, yael1 !

  6. […] der von jedem gelesen werden sollte. Peters beschreibt Beer7 hat ihn dankenswerterweise ins Deutsche übersetzt. Einer der wichtigsten Texte, die es bisher zu den Kämpfen […]

  7. Toll, eine deutsche Blogseite, die fuer Israel und aus Israel ist!

    Ich habe diesen Artikel in meinen deutschen Gruppen und Blog veroeffentlicht.

    Shalom – Lilo

    http://www.standingwithisrael.org

  8. Interessanter Text, auch wenn ein rassistischer Unterton irritiert: “ … die Unfähigkeit und Faulheit der arabischen Kultur …“

  9. @lodges2009

    Worin bestehen denn Israels “Verbrechen”? Nicht darin, palästinensisches Land zu rauben, sondern das Land fruchtbar zu machen, wodurch die Unfähigkeit und Faulheit der arabischen Kultur ausgestellt wurde.

    Ja bitteschön, wer hat denn wortwörtlich „die Wüste erblühen“ lassen, die Araber!? Zeige mir bitte ein Land der arabischen Welt, wo durch der eigenen Hände Arbeit (nicht Öleinnahmen) ein Leben in relativem Wohlstand möglich wäre. Selbst in vielen Ölländern geht es der Bevölkerung jämmerlich.

    Ein -vermutlich rassistischer- britischer General befand in den 20ern : „Die Araber sind nicht nur die Söhne der Wüste – sie sind auch Väter der Wüste!“

  10. Die negative Beurteilung einer Kultur braucht nichts mit Rassismus zu tun zu haben. Rassismus ist der Glaube, dass zentrale Eigenschaften vererbt werden „Rasse ist Schicksal“. Kultur kann erworben und auch abgestreift werden. In arabischen Staaten herrschen allerdings Inkompotenz und Faulheit vor. Das liegt mE in erster Linie daran, dass es sich um unfreie Systeme handelt. Wer investiert gern Intelligenz und Fleiss, wenn er nicht vom Ergebnis profitieren kann? Arabische Einwanderer in die USA legen dagegen sehr viel Fleiss an den Tag und dass sie Erfolg haben, duerfte die Kompetenz belegen. Guckst Du hier? http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2004-48/artikel-2004-48-europa–islam–usa.html

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