Bloggeburtstag


Heute wird mein Blog zwei Jahre alt. Er ist ein Teil meines Lebens geworden, auf den ich ungern verzichten wuerde. Eine Art Sudelbuch, aber auch ein kleiner Treffpunkt. Danke an alle Leser und noch mehr an jeden, der hier kommentiert! Das Jahr 2008 habe ich uebrigens mit 80.720 Treffen abgeschlossen, was immerhin fast eine Verdoppelung gegenueber 2007 mit 43.099 war.

Was ich sonst so treibe? In der Nacht sind anscheinend einige Katjushas gefallen. Wir haben nur immer die Einschlaege gehoert. Die Sirene in Beer Sheva ist immer noch nicht in Ordnung und hier koennen wir sie nur hoeren, wenn alle Fenster auf sind. Dazu ist es aber nachts zu kalt (5 Grad!)

Ich will daher ein paar Moebel aus dem Arbeitszimmer-Schutzraum raeumen, um die Matrazen der Kinderbetten zusaetzlich zum Gaestebett in den Schutzraum quetschen zu koennen. Dann schlafen wir alle zusammen im Bunkerzimmer.

Natuerlich ist es am besten, wenn Schreibtisch, Computer und Regal schon in die Arbeitsecke in unserem Schlafzimmer kommen. Dazu muss ich nur den Schrank verschieben. Als ich alle Kleider ausgeraeumt und auf unser Bett geschichtet hatte, dachte ich, wie dumm es doch waere, wenn ich die gleiche Arbeit noch einmal machen muss. Sinnvoll ist es, jetzt gleich die Wand hinter dem Schrank zu streichen. Ein Blick auf die Uhr, schnell den Primer aufgetragen, dann kann ich mittags die erste Schicht und am Nachmittag die zweite Schicht streichen, und am Abend die Kleider wieder einraeumen.

Weil der Primer gerade reichte, machte ich mich auch an das kleine Klo. Da muss nichts ausgeraeumt werden, so dass es in einem Schwung mitgestrichen werden kann.

Farbe musste ich noch kaufen. Der junge Beduine, der mich bediente, war etwas belustigt ueber meine Plaene. Aber er gab mir einen Rabatt fuer die Farbe und versprach, denselben Rabatt auch am Sonntag machen zu koennen. Wenn die Lage so weitergeht, streiche ich das Kinderzimmer auch noch.

15 Antworten

  1. Herzlichen Glückwunsch und frohes Neues!

  2. Auch von mir herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Spass beim Streichen…..

    Wie war der Besuch? Kurz und…?
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-599033,00.html

    Warum nicht im Sudelbuch berichten?
    Alles Liebe
    Urs

  3. ebenfalls alles Gute für das neue Jahr und Gratulation für zwei Jahre Blick auf die Welt!

    Mal zum Kontrast wie das hier ist so ohne Bunkerzimmer. Gegen Abend waren wir bei Mutter, aber sie war nicht dazu zu bewegen, mit uns ins Restaurant zu gehen. So gingen wir dann leider ohne sie in das Restaurant und bei ca -5 Grad zurück nach Hause. War schneidend kalt.

    Die -5 Grad und sich verirrende Sylversterraketen sind hier unsere „Problemchen“. Kein Vergleich zu eurer Lage. Jedes Mal wenn ich deine Situationsberichte lese erinnere ich mich daran, dass ich beinahe heute im Bunkerzimmer leben würde, hätte meine Mutter dem Willens des Vaters meines damals wie heute besten Freundes keinen Riegel vorgeschoben. Der wollte nämlich ohne seine Frau und dafür mit seinem Lieblingssohn und mir nach Israel in den Kibuz auswandern. Es war schon alles vorbereitet und die Koffer waren gepackt.

    Damals, ich glaube es war Mitte der 70er, war uns die prekäre Situation in I. überhaupt nicht bewusst, obwohl der Jom-Kippur-Krieg noch allgegenwärtig war. Zu unserer Ehrenrettung möchte ich erwähnen, dass wir uns damals anscheinend gar nicht vorstellen konnten, dass die Aggression nicht beendet wäre. Wie dumm wir waren.

  4. Gratulation!

    Und alles Gute!

    Bernd

  5. Masal tov! Mach so weiter,

    NB Die Alarmmeldungen kommen jetzt live auf Reschet Bet und den Lokalsendern. Ihr brauchtr Zeva Adom gar nicht mehr.

  6. Herzlichen Glückwunsch, Danke für Ihre Texte und alles Gute in diesen Zeiten.

  7. Wie, Ihr habt in Beer Sheva 5 Grad? In den Nachrichten war nur von einer die Rede…

    Makabere Witze beiseite! Herzlichen Glückwunsch zum Bloggeburtstag, und schenke uns noch viele, viele Artikel!

    Herzlichen Glückwunsch natürlich auch zur neugewonnenen Prominenz – ungeachtet der unerfreulichen Umstände, denen Du sie verdankst!

  8. Natuerlich Vered, hatten wir die Nachrichten im Radio. Aber nachts moechten wir kein Radio eingeschaltet haben, das stoert den Schlaf schon ein bisschen.

    Manfred, gerade war es die fuenfte Gradrakete. Wenn eine starke Korrelation zwischen Temperatur und Raketen bestehen sollte, dann freu ich mich, dass sinkende Temperaturen vorhergesagt sind.

  9. herzlichen glueckwunsch und weiter so🙂

  10. Gratulation, weiter so! Und paß auf Dich auf!!!

  11. „Wenn eine starke Korrelation zwischen Temperatur und Raketen bestehen sollte, dann freu ich mich, dass sinkende Temperaturen vorhergesagt sind.“

    Na, wenn das so ist, wünsche ich Dir einen dramatischen Klimawandel: permanent null Grad! 😀

  12. Auch von mir alles Gute! Bleib wie du bist….

  13. Da ich jetzt das Wort Bunkerzimmer zum wiederholten mal lese und ich – als Mitteleuropäer der Nachkalterkriegszeit- mit sowas herzlich wenig anfangen kann, sei die Frage erlaubt, was konkret ich mir darunter vorstellen muss?
    Ist das einfach mehr oder weniger „Erdbebensicher“ und versiegelt oder eine Art Kellerzimmer? Hat jeder bei euch sowas?
    Ich hoffe meine Fragen sind nicht „zu blöd“.

    Wünsche dir und deiner Familie alles Gute und bin überrascht von so vielen Einschlägen in deinen neueren Posts zu lesen, stellte die erste 40km Rakete doch eher eine Ausnahme da, dachte man.

  14. Lieber Andreas,

    Deine Frage ist natuerlich gar nicht bloed und ich haette das laengst schon erklaeren sollen.

    Seit 1991 (1. Golfkrieg) gebaute Haeuser muessen einen Schutzraum haben. Der muss aus besonders starkem und dicken Eisenbeton sein. Entweder hat er ken Fenster oder das Fenster hat Fensterladen aus dickem Stahl, die dicht geschlossen werden koennen. Auch die Tuer ist aus schwerem Stahl. Entweder jede Wohnung hat einen solchen Raum oder etagenweise gibt es einen solchen Raum. Bei aelteren Gebaeuden gibt es oft im Keller einen Schutzraum und in aeltern Vierteln gibt es auch oeffentliche Bunker. Die werden zu normalen Zeiten anders genutzt: Als Judoschule, Ort, wo man laut Musik machen kann, Kleidersammelstelle usw.

    Am bequemsten ist es natuerlich, einen Schutzraum in der Wohnung zu haben und zwar ein richtiges Zimmer, wie es bei uns der Fall ist. Meine Schwiegerelten z.B. haben nur einen begehbaren Schrank als Bunkerzimmer und das war im Sommer 2006 unbequem und eng. Unser Schutzraum diente bis jetzt als Arbeits- und Gaestezimmer und ein bisschen als Abstellkammer. Zu Pessach soll ihn die Grosse als ihr Zimmer bekommen.

  15. Danke für die Antwort.
    Ob ich als Kind/ Jugendliche den als Zimmer haben möchte ist aber so ne Sache. Weil ist ja dann irgendwie „mein“ Revier, welches ich ungern im Fall der Fälle um/auf/ent-räumen würde, damit die Familie Platz findet…

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