Alibijuden: Paula Abrams-Hourani


Sacher Abu Al Oun, mein Contra-Blogger bei http://www.kurier.at hat sich nicht mehr gemeldet. Ehrlich gesagt waere ich nicht ueberrascht, wenn er zur Hamas gehoerte und mit ihr in den Untergrund gegangen waere. Hamas fuehrt ein totalitaeres Regime im Gazastreifen und ihre PR ueberlaesst sie nicht dem Zufall und irgendwelchen objektiven Journalisten.

Der Kurier brauchte also Ersatz, um „ausgewogen“ mit dem gegenwaertigen Konflikt umzugehen. Gefunden haben sie Paula Abrams-Hourani.

Das Pfund, mit dem diese Dame wuchert, ist ihre juedische Abstammung. Ohne diese waere sie nur eine weitere westliche Antisemitin, pardon Antizionistin. Dass es ihr keineswegs um das Leid der Palaestinenser geht, wird durch einen einfachen Vergleich offenkundig.

Im Mai/Juni 2007 begann der Buergerkrieg zwischen Hamas und Fatah. Nach diesen Angaben kamen dabei insgesamt 346 Menschen zu Tode, 98 davon Zivilisten. Das ist so weit nicht weg von den Zahlen, die jetzt genannt werden. Aber so sehr ich das Internet auch absuchte, ich konnte keinen Aufschrei von Frau Abrams-Hourani finden.

Aus allen ihren Aeusserungen geht hervor, dass Frau Abrams-Hourani nur eine Loesung des Nahostkonflikts sieht: die Selbstaufloesung des Staates Israel.

Ihre Darstellung der Lage im Gazastreifen:

die schutzlos in einem Gefängnis unter freiem Himmel eingeschlossen sind, einem Ghetto umschlossen von Hochsicherheit Crossing Points und Mauern, wo es kein Entrinnen gibt, Palästinenser, die von dieser hochgerüsteten Militärmacht Israel abhängig sind, ob Wasser, Elektrizität, Lebensmittel, Medikamente in dieses Ghetto “Gaza” hineingelassen werden.

ist hochdramatisch und sicher effektiv, um die Stimmung von Antisemiten, pardon Antizionisten aufzuheizen. Sie widerspricht aber der Selbsteinschaetzung der Hamasherrschaft im Gazastreifen.

In a sign of reassurance to the residents of the West Bank who are facing a joint campaign by the occupation forces and the Palestinian [National] Authority of Mahmud Abbas. Al-Zahhar said: „We tell our oppressed people in Ramallah that the sun of freedom has shone in the Gaza Strip and will shine on them in Ramallah, God willing.“

Addressing the senior officials of the PNA in Ramallah, Al-Zahhar said: „Those who think that by oppression and imprisonment they can put off the candle of freedom which has been lit in Gaza are entertaining illusions. Those who did not read the Gaza history, let them read it.“

(Hervorhebungen von mir)

Auch das ist typisch fuer dies Art Antisemiten, pardon Antizionisten: Sie benutzen den pal.-isr. Konflikt als Rationlisierung ihrer Ressentiments, hoeren dabei aber nie zu, was die angeblichen Objekte ihrer Fuersorge sagen.

32 Antworten

  1. Wie kann ein Jude Antisemit sein? Ich glaube, rein logisch geht das nicht. Sie kann Antizionistin sein.
    Daraus folgend stelle ich mir die Frage (das heißt bei mir wirklich, daß ich mich frage), ob der Antizionismus nicht tatsächlich etwas anderes ist als Antisemitismus in anderem Gewand?
    Mir wurde vor einer Weile klar, daß der Antizionismus emotional und „unlogisch“ ist. Dabei ähnelt er stark dem Antisemitismus – und er richtet sich ja auch meist gegen die gleichen Leute. Ich habe also die Meinung übernommen, daß Antizionismus die Fortsetzung des Antisemitismus mit anderen Mitteln ist.
    In Emotionalität und Unlogik entspricht der Antizionismus auch dem AntiBushismus. Wenn er sein Verwandter ist und nicht mit dem Antisemitismus verbandelt, ist das dann ein gutes Zeichen?

  2. Natürlich kann ein Jude Antisemit sein. Ein Deutscher kann ja auch „Antideutscher“ sein.

    In den kranken Hirnwindungen einiger vorlauter Spinner ist keine politische Theorie zu absurd, um nicht einmal laut angedacht zu werden.

  3. Wobei sich „Antideutsch“ zu „Deutschen“ dann doch anders verhält als „Antisemitismus“ zu „Juden“…

  4. So? Inwiefern denn bitte?

  5. ich hatte einmal einen Freund israelischer Herkunft. Er war ein orientalischer Jude und hatte recht ähnliche Ansichten wie Abrams-Hourani.

    Sogar noch krasser. So machte er die Ashkenasim für die Shoa verantwortlich. Das wären anbeglich überhaupt keine Juden, sondern Deutsche, Polen, Russen usw. Unglaublich. Mir wurde richtig schwindelig. Dann meinte er noch, daß orientalische Juden und Palästineneser sich prächtig verstehen würden, während Ashkenasim Israel angeblich in eine „faschistische Diktatur“ verwandelt hätten. Wenn wir uns stritten, dann schaute er mich scheel von der Seite an und meine, ich wäre auch so ein Ashkenasim. Er schämte sich auch Jude zu sein. War ich nicht dabei, gab er sich gegenüber den Deutschen als Türke oder Spanier aus.

  6. Solche „Freunde“ hatten wohl schon die meisten von uns im Freundeskreis.

    Ich hatte mal einen Freund, mit dem ich durch Dick und Dünn gegangen bin. Wir sind zusammen auf verschiedenen Lehrgängen gewesen und haben… ach was soll es.

    Eines Tages schleppte er einen neuen palästinensischen Bekannten an. Der äußerte in meiner Gegenwart, dass außer Juden alles Menschen seien.

    Ich überhörte das nicht und stellte klar, dass dieser Mensch nicht dieselbe Luft atmen dürfe wie ich. Er nahm seinen Freund in Schutz und relativierte dessen Äußerungen mit seinen schlimmen Erlebnissen. Ich für meinen Teil lege keinen Wert auf Menschen, die solche Äußerungen relativieren oder tolerieren.

    Allerdings war ich von der Haltung meines Freundes vollkommen überrascht. Als Angehöriger der deutschen Sicherheitsbehörden hat man ja gewisse einschlägige Erfahrungen mit diesem Personenkreis gemacht. Man erwartet daher tendenziell eher einen systembedingten Rassismus, der sich zum Nachteil dieser muslimischen Personengruppen auswirken würde. Obwohl dieser systembedingte Rassismus definitiv existiert (es wird niemand bewusst schikaniert, aber die Auswertung und Lageanalyse wird schließlich auch nur von Menschen gemacht und ist daher nicht wirklich vollkommen objektiv. Einen sehr guten Aufsatz dazu findet man hier:
    http://www.cilip.de/ausgabe/44/aden.htm

    Seit damals bin ich überzeugt, dass es auch in der Gegenwart noch eine gewisse Form des Antisemitismus gibt. Zwar nicht mehr in seiner ursprünglichen Form, aber in einer sehr viel perfideren. Er nährt sich aus politischen Zielen, die zu den Interessen Israels gegenläufig sind. So wird z.B. von der deutschen Regierung eine bedingungslose pro UN-Politik betrieben und die deutschen Ostgebiete sind (auch wenn man das niemals zugeben würde) nie wirklich aufgegeben worden.

    Aus dieser politischen Haltung heraus wird durch die deutsche Politik immer und immer wieder eine Position bezogen, die in ihrer Konsequenz eine unterschwellige Form des Antisemitismus darstellt. Das äußert sich dann in einer merkwürdigen Wortwahl (Gewaltspirale, Vergeltung, etc.) und in einem Suchen nach Ausgleich, wo Ausgleich gar nicht möglich oder sinnvoll ist.

    Das wird von der Bevölkerung wahrgenommen und unreflektiert übernommen. Es ist erschreckend.

  7. „Antideutsch“ würde ich mit Gebietszielen assoziieren – so in der Art, Antideutsche wollen kein starkes Deutschland.
    „Antisemitismus“ assoziiere ich mit Vernichtung von Juden. Die eigene Vernichtung als Mensch wollen nur sehr wenige, in psychischen Ausnahmezuständen.

    Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Antizionismus einem Antisemitismus entspricht. Selbst wenn man ihn als Ablehnung definiert, die nicht auf Vernichtung aus ist (, sondern über diese als Konsequenz dann nur ganz betroffen sein wird.)

    Die Aufarbeitung der Taten im Dritten Reich hat in Deutschland eher zu einer unreflektierten Unterstützung für alles was kräht „ich bin schwach und unterdrückt“ geführt. Und der Mensch bleibt einfach gestrickt. Wer am lautesten kräht ist am unterstützungswürdigsten.

  8. Antisemitismus ist nicht genetisch vererbt, sondern wird kulturell erworben. Juden koennen also ohne weiteres antisemitische Klischees verinnerlichen. Manchmal wird von juedischem Selbsthass gesprochen, aber mir scheint es sinnvoller, Antisemitismus Antisemitismus zu nennen.

    Die Arbeitsdefinition der EU zum modernen Antisemitismus enthaelt auch das Kriterium – Vergleiche Israels mit Nazideutschland. Da Frau Abrams-Hourani das routiniert macht, gibt sie regelmaessig Antisemitisches von sich. Der Gedanke, dass sie Antisemitin ist, wird nicht von der Hand zu weisen sein.

  9. @markusoliver:
    Es ist sehr erstaunlich, wie Sie dazu kommen, daß „die deutschen Ostgebiete […] nie wirklich aufgegeben“ worden seien – Sie beziehen es ja ganz offensichtlich auf die deutsche Regierungspolitik. Ich wäre sehr daran interessiert zu lesen, woran Sie das festmachen, immerhin gibt es inzwischen eine ganze Reihe von völkerrechtlichen Verträgen zur Anerkennung der Oder-Neiße- und anderen Grenzen…

  10. Ja, völkerrechtliche Verträge gibt es zuhauf. Die Oder-Neiße-Grenze, nun, ich halte die Anerkennung dieser Grenze für einen politischen Schachzug. Die Wirksamkeit ist auch unter Staatsrechtlern umstritten, aus dem Kopf bekomme ich die Argumentation nicht hin, aber es hat was mit dem Wortlaut des 2+4-Vertrages zu tun. Bei Gelegenheit muss ich das noch einmal raussuchen.

    Abgesehen davon, dass ich die Legitimierung von völkerrechtswidrigen Vertreibungen durch Anerkennung solcher Verträge für falsch halte, gehe ich auch davon aus, dass die politische Haltung des Auswärtigen Amtes kein Zufall ist. Deutschland ist stets mit am stärksten bemüht die israelische Siedlungspolitik zu delegitimieren. Auch der sehr engagierte Einsatz für Flüchtlinge ist kein Zufall. Außenpolitik wird über Jahrzehnte gemacht, nicht für wenige Jahre.

    Die krampfhafte Osterweiterung der EU, mit teilweise absurden Hürden und unvorstellbar hohen Kosten; die Visaerteilung für Osteuropäer quasi als Blankovorlage zum Selbstausfüllen; eine wirtschaftliche Stärkung bestimmter Staaten und Gebiete (und eben bestimmter Staaten bzw. Gebiete nicht) und das alles für eine Osterweiterung der EU, die Deutschland im Grunde nichts einbringt. Jedenfalls nichts, über das man offen sprechen würde.

    Für die Rohstoffversorgung brauchen wir Polen komischerweise nicht. Die Ostsee-Pipeline heisst so, weil sie durch die Ostsee führt. Die Mehrkosten für die Verlegung durch die Ostsee sind übrigens gigantisch. Warum bitte nimmt man solche Kosten in Kauf? Meine Erklärung ist, dass man zukünftig politische Probleme mit Polen erwartet. Und zwar Probleme solchen Ausmaßes, dass sie nicht mehr durch Vermittlung innerhalb der EU zu lösen sein werden, denn wenn man das gedacht hätte, dann hätte man die Pipeline auch durch Polen legen können.

    Wenn es wirklich um Friede, Freude, Eierkuchen gehen würde, dann hätte man den Balkan schon längst in die EU geholt. Als ob die paar Hungerleider in Mazedonien und Albanien und wirklich in wirtschaftliche Probleme bringen würden. Die EU könnte diese Gebiete aus irgendwelche Haushaltstiteln finanzieren, deren Existenz niemanden mehr bekannt ist (solche Haushaltstitel gibt es wirklich).

    In Richtung Balkan tut sich aber gar nichts. Im Gegenteil: Man hält Serbien hin und verlangt die zuvorige Auslieferung von Mladic. Als ob das ein Grund wäre; glaubt hier jemand, Polen hätte man vor ein ähnlich hohes Hindernis gestellt? Die hat man ja sogar aufgenommen, obwohl schon abzusehen war, was die für Probleme machen würden.

    Es wird mit Sicherheit keine Forderungen nach Gebietsabtretungen geben, aber bestimmte polnische Gebiete liegen einfach zu günstig und werden schleichend immer weiter unter deutschen Einfluss kommen. Zeitgleich werden andere Gebiete Polens weiter herunterwirtschaften, was ein übriges tun wird.

    Die Saat dafür ist jedenfalls schon ausgesäät und niemand kann diese Entwicklung jetzt noch stoppen. Das wird langsam gehen, aber stetig vorangehen. Irgendwann wird alles kippen.

  11. Es macht die Diskussion mit den Leuten, die nun nicht besonders israel-freundlich gesonnen sind, nicht einfacher, wenn sie israel-kritische Israelis zitieren … Herr Avnery gehört auch zu denen, die kein gutes Haar an Israel lassen!
    Wenn man in einige Blogs schaut, kann man ganz schoen das Fuerchten lernen oder das Kot … bekommen ueber so viel Hass!

  12. Und noch etwas fällt mir dazu ein: Während die Osterweiterung der EU mit einem enormen Eifer vorangetrieben wird, wird sie in andere Richtungen vollkommen unterlassen. Warum z.B. wird nicht versucht Norwegen stärker einzubinden? Island, jetzt in der Zeit der Not, würde sich das doch anbieten.

    Es gäbe aber auch Staaten außerhalb des europäischen Kontinents, die sehr stark von einer stärkeren Anbindung an die EU profitieren würden. Australien und Neuseeland z.B.. Aus unerfindlichen Gründen geht da niemand heran. Ich denke es liegt daran, dass man sich nicht in die britische Einflusssphäre drängen will, räumliche Entfernungen sind doch nebensächlich. Frankreich hat schließlich auch Überseegebiete. Und ich weiß, dass es bei Bewohnern Neuseelands und Australiens inzwischen eine starke Sehnsucht nach einem „EC-Passport“ gibt. Kulturell stehen Australien und Neuseeland dichter an Europa als es Bulgarien oder die umstrittene Türkei ist.

    Der Straßenbau ist auch verdächtig. Warum bitte wurde die A2 in Rekordtempo saniert, während wesentlich belastetere Autobahnen schon seit Jahrzehnte nicht angerührt werden? Die Ostanbindung soll funktionieren, sie hat oberste Priorität.

    Das sind alles natürlich keine besonders stichhaltigen Argumente. Aber mir konnte bislang auch noch kein Experte die Widersprüche stichhaltig aufhellen.

    Die deutsch-russische Anbindung ist ja praktisch in einem noch nie dagewesenem Tempo vorangetrieben worden. Es gibt nicht die geringsten Spannungen im deutsch-russischem Verhältnis.

    Mein Verdacht ist, dass es zwischen Deutschland und Russland eine Abmachung gibt. Deutschland darf seinen Einfluss in Osteuropa erheblich stärken und dafür bekommt Russland deutsche Unterstützung. Wie die aussieht, weiß ich nicht. Es muss ein Bereich sein, in dem Russland gerne vorankommen möchte. Ist es vielleicht der chinesische Nachbar, der Russland zu denken gibt? Ist es der zunehmende Einfluss der Amerikaner in Zentralasien?

    Ich weiß auch nicht alles und kann nicht alles erklären. Aber mir fällt eben sehr viel auf. U.a. auch, dass sich niemand mehr für die deutsch-französische Freundschaft interessiert. Die hat sich mittlerweile auf Arte beschränkt. Es gab mal eine Zeit, da war die in aller Munde und das jeden Tag. Heute muss man sich daran erinnern, dass es die mal gab.

    Ich glaube an vieles, aber nicht an Zufall. Zufall ist das alles nicht.

    Ach, eine Bemerkung habe ich für unsere israelischen Freunde noch: Ich bin auch der festen Überzeugung, dass Israel in den nächsten Jahren noch große Gebietsgewinne machen wird und diese von seinen Nachbarn toleriert werden. Jedenfalls von Jordanien und Ägypten. Ich erkläre absichtlich nicht warum, aber legt Euch diesen Kommentar gut weg und holt in mal in ein paar Jahren wieder hervor.

  13. Hallo Leute ! Kurz zur Einfuehrung : ich bin Evangele und seit mehr als 30 Jahren mit Eretz verbunden.
    Ich habe Israel nicht aus *politischen* Erwaegungen gewaehlt : sondern einfach weil ich dort Freunde gefunden habe uns mich dort wohl fuehle.
    In 30 Jahren habe ich nicht mehr gelernt als 3vDinge :
    um in diesem Krieg nicht verrueckt zu werden, musst Du parteilich sein. >> Nun : meine Partei habe ich gerade bestimmt ;-))
    Europaer – vor allem die mit deutschem Pass – sollten Israelis keine Ezes geben :immerhin muessen wir ja nicht die Konsequenzen ausbaden.
    Und das Dritte ist mir auch wichtig :gerade weil ich Partei bin : Leute wie Gidean Levy und Amira Hass und Barenboim suchen nach Wegen zum Frieden .Da geht es doch auch um die Zukunft und Sicherheit von Eretz! Jedesmal habe ich Angst um meine Freunde, wenn wieder
    Krieg ist. Und um ihre Kinder und meine praesumptive Schwiegertochter und mein Enkelkind!

  14. Markus Oliver : nun mal halblang! Die Oder-Neisse Grenze wurde im Grundsatzvertrag mit Polen garantiert! Anno Willy Brandt. Warste da noch Quark im Schaufenster?? ;-))
    In den 2+4 Vertraegen wurden dann die Gueltigkeit der BRD-Vertraege auf die *neue* Republik uebertragen.
    Wennde mal polnische Poltik beguckst : da hat Deutschland nix zu tuten ;-))

  15. Ich empfehle mal einen Blick in die entsprechende staatsrechtliche Literatur.

  16. […] ihrer Ressentiments, hören dabei aber nie zu, was die angeblichen Objekte ihrer Fürsorge sagen. Beer7, 03.01.09 über Alibijuden/jüdische Antisemiten, pardon: […]

  17. Danke erstmal für den informativen Artikel über Paula Abrams-Hourani. Die Dame wirkt in Österreich als jüdisches Feigenblatt für diverse antizionistische und islamistische Veranstaltungen (siehe z.B. http://israelsolidarity.blogspot.com/2008/12/dokumentation.html).

    Nun zum zweiten: Wie hier über „Antideutsche“ diskutiert wird ist beinahe zum Lachen. Um es mal total kurz auf einen Satz runterzubrechen, antideutsch bedeutet nicht Feindschaft gegenüber Deutschen (oder wie hie und da durch die Blogosphäre geistert, der Glaube dass den Deutschen der NS im Gencode säße), sondern die Gegnerschaft zu einer bestimmten soziökonomischen Situation, einer Ideologie, die als „deutsch“ bezeichnet wird. Um nicht weiter zu verwirren, schnell noch ein ein Link zu einem lesenswerten Text der Aufschluss gibt: http://cafecritique.priv.at/antideutsch.html

  18. Suerlaenner,

    dass es Menschen wie Gideon Levy in erster Linie um Frieden gehen sollte, bezweifle ich. Dieser Mann bezieht seine Idenitaet daraus, Israel schlecht zu finden. Ihm geht es vor allem um sein Ego.

    Gideon Levy, Amira Hass und Akiva Eldar haben den „Lynchtest“ nicht bestanden. Sie brachten es nicht einmal ueber sich, die Palaestinenser zu kritisieren, als zwei Reservisten in Ramallah auf’s Brutalste ermordet und ihre Leichen geschaendet wurden.

  19. Hallo Ruth

    Ich glaube, ich verstehe nicht mehr, was Antisemitismus ist – in Abgrenzung zu normalen Vorbehalten, die Menschen eben Menschen anderer Völker, Religionen und Kulturen gegenüber haben.

    Bisher habe ich ihn wohl naiv als die Beurteilung der Juden als so schädlich und so mächtig verstanden, daß sie getötet werden müßen.

    Aber scheinbar ist es das nicht. Ich würde es gerne vorsichtig diskutieren. Wo ist die Grenze zu Vorurteilen – die haben doch alle Menschen anderen Gruppen gegenüber. Und ist ja nicht immer verkehrt.

  20. Beer7 : ich kenne mich mit Levys und Hass‘ und Eldars – und um noch einen Reiznamen zu nennen – Segevs Ego nicht so aus : nun vermute ich,Dir geht es ebenso.
    Kehren wir also zum politischen Diskurs zurueck :
    Levy – wie uebrigens auch David Grosman – bemerkte letzthin etwas unwiderlegliches : Israelis und Palästinenser sind und
    bleiben Nachbarn. Und es gilt, einen Weg zur Nachbarschaft zu finden. Gerade in diesen boesen Tagen ist das doch wahr?
    Zu Deinem Lynchtest : frag doch einfach mal Gideon und Amira, wieso sie meinten, sich da nicht auch noch zu Wort melden zu muessen — ueber solche Barbarei entsetzt zu sein, ist doch selbstverstaendlich. ( Nebenbei : ist das Lynchen nicht etwas unzivilisiert??)
    Und noch etwas : dass es Leute gibt wie Gideon,Amira Yoram und David gehoert zu den grossen Staerken Israels
    als einer liberalen Demokratie >>> Ist das nix?

    Gruesse nach Beersheva >>> Schlaft gut und ohne Grads ;-))

  21. Markus Oliver : guck ma weniger in staatsrechtliche Literatur sondern in die reale Politik >> da siehste, wie wenig Einfluss
    unser Laendle oestlich der Oder hat ;-))

  22. Ein weiterer Alibijude: http://fm4.orf.at/burstup/225982/main

  23. Surlaenner,

    aus den Texten all der Genannten lassen sich schon Rueckschluesse ziehen.

    „Bemerkt“ klingt so, als ob andere Israelis sich der Erkenntnis verschliessen wuerden. Das trifft nicht zu. Noch vor der Gruendung des Staates machten sich verschiedene Zionisten einige Gedanken zum Thema und mehr. Von den Kontakten zwischen Weizmann und Faisal von Arabien hast Du schon gehoert?

    Natuerlich gehoert es zu einer lebendigen Demokratie dazu, dass alle moeglichen Meinungen vertreten werden. So moechte ich auch keinem den Mund verbieten, nehme mir aber das Recht, sie Alibijuden zu nennen und das entsprechend zu begruenden.

  24. ggkritik,

    John Bunzl wuerde ich zumindest nach diesem Interview nicht als Alibijuden einordnen. Er schaut durch die antiimperialistische Brille, aber er verwendet keine antisemitischen Klischees. Darueber hinaus ist er entweder ein Fachidiot oder er stellt sich doof, wenn er einen taktischen Vorteil fuer Israel darin vermutet, dass die IDF im Sommer 2005 den Gazastreifen geraeumt hat und nun um genau dieselben strategischen Punkte kaempfen muss, wo frueher Siedlungen standen.

  25. beer7 : dieses Treffen zwischen Weizmann und Feisal ist mir natuerlich bekannt…
    Nun : wenn Dir ‚bemerkt‘ als nicht richtig erscheint : dann ersetz es einfach durch ’schrieb‘;-))

    Und verzeih : ich mag nicht zwischen Juden und Juden unterscheiden >> aus Dir sicher verstaendlichen Gruenden.

    Wie ich lese teilst Du die Einsicht, dass Israelis und Palaestinenser als Nachbarn leben werden : was folgt fuer Dich daraus? Was waeren praktische Schritte?

    Ach nochmal zum Thema Alibi : mit einigen Freunden blockierte ich die Ausfahrt eines Polaris U-Bootes aus dem Hafen von Bangor. Die Mörder Maschine trug den Namen Corpus Christi. Nun : nach 12 Stunden waren wir in Polizeigewahrsam – nicht überraschend – und ich wurde
    ausgewiesen : als Alibi-Christ ;-)) Klar : wir waren alle aus der K-Gruppe : Kirche ;-))

    Und nochmal : Zeev Sternhell wurde verletzt aufgrund seiner Haltung, die der von Gideon und Amira sehr aehnlich ist : Findest Du nicht,dass das ein Warnzeichen ist??

  26. @beer7 zum Thema Bunzl gibt’s mehr als nur dieses Interview. Tatsächlich arbeitet er mit den übelsten Antiimps zusammen die es nur gibt. Ich schick nur ein paar links ins Rennen: http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=304 http://adf-berlin.de/html_docs/berichte_oesterreich/karl_pfeifer_3_7_03.html http://www.antiimperialista.org/index.php?option=com_content&task=view&id=518&Itemid=0

    Die AIK ist übrigens ein absolut übler rot-brauner Haufen, mehr dazu hier: http://www.doew.at/frames.php?/aktuell/aktion/aik.html

  27. Suerlaenner,

    ich finde es auf keinen Fall richtig, andersdenkende Menschen physisch anzugreifen. Ob uebrigens tatsaechlich Rechtsextreme die Bombe bei Sternhells Haus zu verantworten haben, ist bisher meines Wissens nicht nachgewiesen. Auch wenn es Rechtsextreme waren, ist das kein Beweis fuer die Richtigkeit von Sternhells Ansichten. Diese Art von „Argumenten“ funktioniert in keine Richtung.

    Ein Alibichrist (als Paralle zu meinem Alibijuden) koenntest Du nur sein, wenn Du in Saudiarabien bei gemeinsamen Veranstaltungen mit der dortigen Religionspolizei immer wieder Kritik am Christentum und an christlichem Verhalten zum Besten gaebest.

    Das Problem des Zusammenlebens liegt ja vor allem darin, dass viele Muslime und alle Islamisten immer noch den Traum hegen, Israel vernichten zu koennen. Wir haben nun schon 15 Jahre lang versucht, ihnen durch „vertrauensbildende Massnahmen“, „Land fuer Frieden“ etc. entgegenzukommen. Das Verdikt ist eindeutig. Entgegenkommen, Kompromissbereitschaft wird als Schwaeche verstanden und verschaerft die Unversoehnlichkeit umso mehr, als es wahrscheinlicher scheint, Israel besiegen zu koennen.

    Ein richtiger Schritt zu einem kuenftigen friedlichen Zusammenleben ist daher die Abschreckung wieder herzustellen. Ich hoffe, das passiert im Augenblick gerade ein bisschen. Nur wenn Israel als zu stark empfunden wird, kann irgendwann der Prozess einsetzen, dass sich die muslimische Welt damit abfindet. Der Iran leistet ganz gute Schuetzenhilfe. Vor die Wahl gestellt wuerden alle arabischen Staaten und vermutlich sogar eine Mehrheit der arabischen Buerger Israel akzeptieren, anstatt sich dem persischen Hegemon zu beugen.

  28. @ Einschätzung von Gideon Levy: mir erscheint es als zu billig, jeden Gegner, den man nicht mag (heute weist er in Haaretz z.B. darauf hin, wie die Kinder, die in Gaza in diesen Tagen umgebracht worden sind, wohl später reagieren werden – und selbstverständlich gilt das auch für alle Kinder, die von Hamas-Selbstmördern in Israel umgebracht werden, man kann ja noch selbst denken, oder?) selbstgerecht zu kritisieren. Jede und jeder kann sagen, dem und der ginge es einzig um sein „Ego“. So schreibt er aber gar nicht. Während ich hier bei Ihnen keinen Hinweis auf die vielen toten Kinder der anderen Seite finde. Genau das, was Sie Gideon Levy unterstellen…

    Ansonsten lese ich diesen blog mit Interesse. Ich scheine ziemlich vieles zu teilen, was Sie über Hamas und die Gegner Israels denken. Und kaum etwas über Ihre – nicht erst bei George W. Bush mit Millionen Toten bezahlte und gescheiterte – Abschreckungspolitik. Im Grunde ist der Hintergedanke dabei immer: mit „denen“ wird es nie Friede geben, „wir, die Guten“ haben es ja lange versucht. Aber das stimmt ja gar nicht. Derzeit ist die Diskussion fast unmöglich. Die „Antideutschen“ wollen nicht diskutieren, wie man überall (nicht nur auf „Lizas Welt“) sehen kann. Die, die die Hamas für eine „Widerstandsbewegung“ halten, die für ihre grauenhaften Selbstmordattentate auch noch „Gründe“ hätten, auch nicht. Man darf aber nicht vergessen, daß bisher niemals die Idee, die Abschreckung „wieder herzustellen“, zu Frieden geführt hat. Ich fände es schon gut, wenn Sie sich ab und zu fragen würden, warum es nach jeder Abschlachterei fanatischere Gegner gibt, keineswegs nur im Nahen Osten. Mir ist es zu selbstgefällig, über die vielen Toten einfach hinwegzugehen (über 1000 Umgebrachte nun seit Ende Dezember, davon mehr als 300 Kinder), indem man sich an eine Abschreckungsideologie klammert. Und das heißt wirklich in keiner Sekunde, daß ich die Selbstmordattentäter der Hamas schönreden wollte. Das sind Terroristen.
    Israel ist objektiv „zu stark“, wie Sie das wollen – aber Moshe Zuckermann sagt zurecht, wie ich finde, darauf sollen wir nicht für alle Zeiten bauen. Er sagte oft, er wolle in Frieden leben, ohne das Gefühl, das nur durch Unterdrückung zu schaffen. Auf der andern Seite leben auch Menschen. Und das ist ein Fakt, nicht „naiv“.

    Was mich an allen antideutschen blogs stört, ist, daß sämtlich auf die immergleichen Adressen verlinkt wird. Die unsägliche „Achse des Guten“ mit den Kämpfern gegen die Wissenschaft, Maxeiner/Miersch, ist z.B. in jedem einzelnen blog zu finden. Wieso sind sie denn alle so gleich? Ist es nicht besser, eigene Meinungen zu haben? Warum sollten alle, die sich für Israel sehr interessieren, banale Leugner der Klimaveränderung sein, womit der unsägliche Maxeiner seit vielen Jahren sein Geld verdient? Auch in Israel gibt es bedeutende Klimaforscher, die wissen, wovon sie reden, und Medienleute wie Maxeiner als das sehen, was sie sind🙂.

    Insgesamt finde ich Ihre Seite, auch wenn ich viele ihrer Ansichten nicht teile, eine im Vergleich zu anderen „anti“deutschen Seiten, die aus Deutschland kommen, argumentative Seite. Insgesamt überwiegt im Internet nämlich das hau-ruck-Prinzip auf allen Seiten – will sagen, man knallt Meinungen gegeneinander, und nie ändert sich auch nur 0,0001% der jeweils eigenen Meinung. Das Schlimme am knallharten Aufeinanderprallen statt dem schwierigen Versuch, der anderen Seite auch nur ein bißchen zu vertrauen, ist, daß DANN tatsächlich am Ende nur die Abschreckungsidee bleibt. Und dabei geht die gerade, mit dem von Ihrer Seite allzu hochgelobten Trio Bush, Cheney, Rice. Es ist schon seltsam – auf einmal dürfen diese hardliner kritisiert werden – während vorher alle Kritik an ihnen automatisch „antisemitisch“ genannt wurde. Sehr sonderbar… Die ganze Diskussion läuft doch arg auf Schienen. Eine offene Diskussion würde z.B. auch anderen Positionen, wie der von Daniel Barenboim, erst einmal zuhören, ohne ihn sofort zu verachten. Erst wenn einer ständig nur polemisiert, wie unsere „Achse des Guten“ in Dauerwiederholung, kann man sagen, „gut, die polemisieren und vereinfachen nur noch“.
    Ihnen alles Gute!

  29. ….und, um das vielleicht zu illustrieren, hier ein mir sehr gut erscheinender Artikel aus Haaretz – ein Brief an Gideon Levy.

    http://www.haaretz.com/hasen/spages/1055977.html

    Darin wird Gideon Levy sehr sachlich kritisiert – nämlich dafür zum Beispiel, dass er die Leiden israelischer Kinder und die Morde der Hamas-Selbstmordattentäter nicht genauso kritisiert wie die Leiden der Kinder in Gaza. Auch darüber könnte man ja lange verschiedene Meinungen austauschen, aber dies hier ist eine Kritik, die ohne das einfache „Erledigen“ auskommt, wie es in aus Deutschland geschriebenen „anti“deutschen blogs leider Standard ist. Ist das nicht ein guter Artikel?

  30. @klempie:
    Ziemlich sick, was Sie da von sich geben, immer wieder diese Judenzitate und der Vergleich mit antideutschen Quellen.
    Die Abwertung des journalistischen Inhaltsangebots „Achse des Guten“ hat hier auch nix zu suchen, LOL.
    Tja, Ihre alten Einstellungen sind nicht mehr zu halten, wenn auf der einen Seite sowas wie die Hamas steht, das ist schon klar, war das jetzt Ihre Nachricht oder um was gings?
    Ansonsten, die „Alibijuden“ sind hier eine beliebte Serie, das an den Pranger stellen scheitn mir notwendig, ist zwar nicht schön, und oft sind es Leute aus den hinteren Reihen, die es erwischt, aber Beer ist für ihre, äh, ausgezeichnete Recherche bekannt und es ist oft hilfreich zu wissen, welcher Alibijude gerade wieder, bspw. in D, zitiert wird und warum (also, was der so themenmässig zu bieten hat, die sind ja oft spezialisiert, Barenboim, Moshe, Levy, Miersch, LOL).

  31. Klemperer (ein etwas hochgegriffenes Pseudonym, scheint mir),

    Gideon Levy habe ich am Wochenende im Fernsehen ausfuehrlich erlebt. Der Mann ist von Hass auf Israel zerfressen, das ist unuebersehrbar. Seine Verwendung von antisemitischen Klischees in seiner Verurteilung israelischer Politik ist nachgewiesen. Da jede Politik auch ohne Antisemitismus kritisiert werden kann, ist das ein klarer Hinweis auf die Psyche von Levy.

    Uebrigens nennt ihn auch A.B. Yehoshua, dessen Brief an Levy Sie verlinken, selbstgerecht, in so many words. Oder wie wuerden Sie diesen Satz anderes interpretieren:

    The doleful thought sometimes crosses my mind that it is not the children of Gaza or of Israel that you are pining for, but only for your own private conscience.

    Was Ihren Hinweis auf die Kinder der anderen Seite angeht, beachten Sie bitte meinen neuesten Beitrag.

  32. […] (Fortsetzung): – Paula Abrams-Hourani – David Eliasson – Evelyn Hecht-“Galinski” (s.o.) – Naomi Klein (gleich zweimal) […]

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