Paedagogik in UNRWA-Schulen


Auch in Israel gibt es Schulen, die von der UNRWA unterhalten und betrieben werden. In einer Maedchenschule in Ostjerusaelem ist gestern der Fussboden im ersten Stock durchgebrochen.

Israelische Polizisten und Rettungskraefte drangen in das Gebaeude vor. Dabei sahen sie Kinderzeichnungen, auf denen israelische Soldaten als Moerder dargestellt waren.

Wie jeder weiss, der schulpflichtige Kinder hat: Wenn ein Bild von der Lehrerin oder dem Lehrer aufgehaengt wird, bedeutet das eine Bestaetigung. Offensichtlich fuehlten von der UNRWA bezahlte Lehrer, dass die Botschaft – israelische Soldaten sind feige Moerder – paedagogisch wertvoll ist.

Erziehung zum Frieden?!

Als in Jerusalem 2001 der Fussboden einer Festhalle durchbrach und 23 Gaeste einer Hochzeit zu Tode fielen, wurden die Ursachen untersucht und vier Ingenieure verurteilt. Wahrscheinlich handelt es sich auch jetzt um einen Konstruktionsfehler oder mangelnde Instandhaltung. Mir ist nicht ganz klar, wer der Bauherr war. Vermutlich UNRWA, aber vielleicht hat die Organisation auch ein Gebaeude uebernommen. Die Stadt Jerusalem hat die Verantwortung, oeffentliche Gebaeude in der Stadt regelmaessig zu ueberpruefen und bei ernsthaften Maengeln Alarm zu schlagen. Der Staat Israel sollte nach meinem Verstaendnis ueberhaupt nicht ins Spiel kommen.

Ich weiss, dass juedische Eltern normalerweise vor Eroeffnung des neuen Schuljahres die Schulen ihrer Kinder besuchen, um etwaige Gefaehrdungen aufzuzeigen. Auch ich bin schon durch Kindergaerten gekrochen und habe Elektrokabel gecheckt. Wir verlassen uns nicht blind auf die Stadtverwaltung und das ist auch besser so. 1998 ist in Beer Sheva das Dach einer Schulsporthalle eingestuerzt und hat zwei Kinder getoetet.

Ob arabische Eltern aehnlich vorsichtig sind? Die Berichterstattung legt nahe, dass ihre Prioritaet darin liegen koennte, Israel zu verurteilen und nicht Schaden von den Kindern abzuwenden:

A commotion broke out in the area, with all of the school’s workers and the students‘ family members standing outside the building and looking for someone to blame. According to the crowd, the Jerusalem Municipality and Israeli government had neglected the place for years.

(…)

One of the residents, Ala, whose cousin was hurt in the incident and evacuated to the hospital, offered his own explanation. „It’s because the settlers are digging into the Western Wall,“ he told Ynet. „They dig under the earth and the Jerusalem Municipality is helping them.“

Ala also complained that east Jerusalem residents were constantly discriminated against. „The State doesn’t care for us, and this school is an example. No one cares about the Arab residents.“

Raleb, whose daughter was in the classroom, also blamed the settlers for illegally digging under the school. „This really makes us angry. The settlers are digging under the classrooms, causing people to get hurt. Look how angry all the people here are.“

Erziehung zum Frieden!

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9 Antworten

  1. Die UN-Institutionen, die oft im Kern oder nur teilweise verbrecherisch sind, gehen mir auch ein wenig auf die Nerven.
    Lustig wie in D von den staatlichen Medien berichtet wird, wenn der UN-„Menschenrechts“-Rat D selbst „untersucht“:
    http://www.tagesschau.de/ausland/menschenrechtsrat102.html

  2. Faszinierend:
    http://www.welt.de/politik/article3133105/Iran-beklagt-Gewalt-gegen-Fremde-in-Deutschland.html

  3. Vielen Dank, skydumont. Offenbar ist keine Satire so schrill und so absurd, dass sie von der Wirklichkeit nicht noch übertroffen würde.

  4. Es wäre recht interessant zu wissen, nach welchen Kriterien die LehrerInnen in UNRWA-Schulen rekrutiert werden.

  5. Hm, bei uns sind die Kommunen für die Instandhaltung zuständig. Aber die werden auch nur auf Antrag tätig, wenn der Hausmeister oder Lehrer oder Eltern Bescheid geben, dass da was nicht mehr in Ordnung ist. (Ausnahme: Außengelände, dessen Spielgerät wird regelmäßig alle halbe Jahr oder so vom Grünflächenamt kontrolliert.)
    Die Vorwürfe, dass die Stadtverwaltung nichts tut, mögen stimmen – aber ist die auch informiert worden? Hat die den Bau abgenommen? Auch eine Stadtverwaltung ist auf Informationen angewiesen, um handeln zu können. Und gerade da besteht nach meinem Wissen ein Problem.

  6. Soweit ich weiss, muss die Stadtverwaltung regelmaessig kontrollieren. Aber gerade in Ostjerusalem werden israelische Kontrolleure ungern gesehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass deswegen die Kontrollen in groesseren Abstaenden oder auch viel lascher erfolgten, als in juedischen Stadtvierteln.

  7. […] sind halt härter im Nehmen, oder damit, Kinder zum Hass auf Israel zu erziehen, wie dieser hervorragende Blog berichtet  und der den Qualitätsjournalisten deutscher Medien ans Herz zu legen wäre, wäre das nicht von […]

  8. Ist ja toll*, daß „jüdische Eltern“ – nein, daran habe ich in dieser Pauschalität meine Zweifel, aber ich glaube Ihnen einfach mal, daß es auf diejenigen jüdischen Eltern in Ihrer Umgebung zutrifft – Schulen und Kindergärten persönlich auf Gebäudesicherheit hin überprüfen.

    Aber glauben Sie mir bitte einfach umgekehrt: Ich habe schon an der einen oder anderen Ecke dieser schönen Welt gelebt, und ein übliches Verhalten unter Eltern ist das nicht, weil die meisten das a) nicht für notwendig halten und b) nicht das Fachwissen zu haben glauben, was im Übrigen auch vollkommen vernünftig ist.

    *Hauptsächlich im Sinne von „großartig“. Hauptsächlich.

  9. […] wird (so wie die Schulen im Gazastreifen), sondern auch, welche Art Bilder dort an den Wänden aufgehängt […]

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