Kein Wunder


Am Shabbat traf eine weiter entwickelte Gradrakete eine Schule in Ashkelon. Sie richtete eine Menge Schaden an, obwohl die Schulbauten gegen Raketen aus dem Gazastreifen verstaerkt worden war. Das ist ein Argument gegen die Defensivstrategie, Gebaeude zu verstaerken. Die Raketenbauer sind uns immer eine Nase voraus. Wer dem Angreifer die Initiative ueberlaesst, kann nur noch reagieren. Wahrscheinlich ist diese Grad auch zielsicherer, so dass die Schule bewusst angepeilt und getroffen werden konnte.

Am Shabbat war die Schule leer. Von einem Wunder zu sprechen, geht an der Sache vorbei. Hamas kennt die israelische Woche gut genug. Es handelte sich um eine Warnung, mit der sie ihren Forderungen (Freilassung von Gefangenen, offene Grenzuebergaenge unter ihrer Kontrolle) bei den Waffenstandsverhandlungen Nachdruck verleihen will. „Das naechste Mal“, so die Botschaft, „koennte es auch an einem Wochentag knallen. Reizende Kinder habt ihr. Waere ein Jammer, wenn ihnen etwas zustossen sollte.“

Aber die Geberkonferenz in Sharm el Sheik laesst sich durch solche Kleinigkeiten nicht beeindrucken. 900 Millionen Dollar werden von den USA erwartet, davon soll ein Drittel fuer den Gazastreifen verwendet werden. Die EU hat 41 Millionen Euro schon fest zugesagt (knapp 51 Millionen Dollar) und wird wohl noch drauflegen. Eine Milliarde haben die Saudis Versprochen. Insgesamt sind also schon fast zwei Milliarden zusammen. Fayyad, der Finanzminister der PA, geht davon aus, dass er wie gewuenscht etwa 2.8 Milliarden bekommt.

Nur Bibi stellt die naheliegende Frage: Netanyahu: Why pour money into Gaza before rockets stop?

2 Antworten

  1. Sehr schön zu lesen ist in diesem Zusammenhang auch Ban Ki-moons Werben für den Wiederaufbau in Gaza und die Fortführung des Friedensprozesses. Die Wörter „Hamas“ oder „Terrorismus“ kommen in seinen Ausführungen (natürlich) nicht vor. Und schwadronieren kann er auch:

    Our objective should not be merely to return to the situation that prevailed before Dec. 27, in Gaza or in the peace process. Now more than ever is the time for a full and comprehensive peace between Israel and its Arab neighbors.

    Zudem schreibt er:

    As we strive to provide urgently required assistance and to reconstruct Gaza, we must also tirelessly pursue the goals that have long united but evaded us: the end of the occupation that began in 1967; the establishment of a State of Palestine in Gaza and the West Bank, including East Jerusalem, to coexist alongside Israel in peace and security; and a comprehensive, just and lasting peace between Israel and all its Arab neighbors.

    Ich wusste gar nicht, dass Gaza immer noch besetzt ist. Verfügt der UN-Generalsekretär da etwa über Informationen, die einfachen Bürgern vorenthalten werden?

  2. Der libanesische Diplomat Khalil Makkawi hat sich darüber auch so seine Gedanken gemacht. Allerdings aus einem anderen Blickwinkel, der seinerseits auch wieder die verlogenheit der MSM und der Gebergemeinschaft bzw. der ihnen assoziierten NGO’s betrifft:

    http://backsp.wordpress.com/2009/03/02/gaza-geldgeber-sollten-sich-an-nahr-al-bared-erinnern/

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