Kopfschuetteln ueber eine Professorin


Sibylle Tönnies, 1944 in Potsdam geboren, studierte Jura in Kiel und Freiburg sowie Soziologie an der London School of Economics. Von 1974 bis 1978 war sie als Rechtsanwältin tätig. Von 1973 bis 2000 lehrte sie am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Bremen und ist jetzt Lehrbeauftragte an der Bucerius Law School.

erfahre ich bei Perlentaucher. Das aendert keinen Deut daran, dass die Professorin in der FAZ Bloedsinn von sich gibt: Sehnsucht nach der Weltregierung.

Ich sehe ihre Sehnsucht nach der Weltregierung als eine Steigerung der Sehnsucht nach dem starken Staat und damit als Angst vor der eigenen Verantwortung. In ihrem Wunschdenken laesst sie vollkommen aussen vor, dass ausser dem „failed state“ auch der totalitaere Staat die Menschenrechte nicht garantiert. Der Leviathan entwickelt sich dann nicht zum Behemoth, wenn die groesstmoegliche Anzahl der Staatsbuerger aktiv am Staat beteiligt sind und Verantwortung uebernehmen.

In ihren Ausfuehrungen zum Staat betont Toennies das Gewaltmonopol, zu Recht. In ihren Phantasien zum Weltstaat kommt das nur noch als Slogan vor „einiziger Supermacht“. Der Internationale Strafgerichtshof aber verfuegt ueber keine Bataillone. Dass dessen Sprueche nicht weniger hohl sind als die Geltung der Menschenrechte fuer Juden in der Nazizeit, laesst sich leicht auf diesem Bild erkennen.

President Omar Hassan al-Bashir of Sudan at the Arab League summit in Doha, Qatar, on Monday

President Omar Hassan al-Bashir of Sudan at the Arab League summit in Doha, Qatar, on Monday

Der Artikel in der New York Times, dem ich das Bild entlehne, stammt vom 30. Maerz 2009. Am 4. Maerz 2009 erliess der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen al-Bashir.

Witzigerweise haben die USA bisher eine Ratifikation des Status des Internationalen Strafgerichtshof abgelehnt. Was Frau Toennies vorschwebt, ist eine Weltregierung nach europaeischen Vorstellungen mit den USA als ausfuehrendem Organ „Weltpolizei“.

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5 Antworten

  1. Hallo Ruth,

    wenn du das eingefügte Bild an einem der äußeren Knotenpunkte packst kannst du es ein wenig verkleinern.

    Ist mir nur aufgefallen, weil die Bildunterschrift rechts nicht vollständig zu sehen ist.

    War nicht besserwisserisch gemeint 🙂

  2. Die plöde Tönnies ist mir auch schon mal aufgefallen.

    http://rungholt.wordpress.com/2007/10/11/blodsinnig/

    Scheint eine ganze Menge Mist von sich zu geben, die Frau… zu allen möglichen Themen.

  3. Die „Weltregierung“ würde jegliche Kompetivität unterbinden und könnte eigentlich nur faschistisch sein.

    Der Internationalismus, wie er von vielen gemeint ist, entspricht in etwa dem Gefahrenpotential des radikalen Nationalismus.

    Die Linke hängt dann auch dem Internationalismus an, aber dieser ist ohnehin bereits in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen.

  4. Danke fuer den Tip, Bernd!

    Lila, stimmt das ist dieselbe, doofe Tante.

  5. Und weißt du, wieso ich mir ihren Namen so gut gemerkt habe? Weil er wie TÜNNES klingt. Jawohl. 😀

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