Momentaufnahme: Antisemitismus unter NZZ-Lesern


Lila von Rungholt schrieb vorgestern: Ich moechte lieber nicht wissen, wievielen Zuhoerern in Europa Ahmadinejad aus der Seele spricht.

Gestern begann ich eine Momentaufnahme anhand der Berichterstattung in der NZZ ueber Ahmadinejads Rede bei der Eroeffnung der UN Anti-Rassismus-Konferenz in Genf. Dazu wurden bis gestern mittag wurden 46 Kommentare gepostet, unter 41 verschiedenen Namen. Ich gehe mal davon aus, dass jeder Name eine natuerliche Person bedeutet. Die NZZ ist ja nicht gerade eine Boulevardzeitung. Alle 41 Personen schreiben ausgezeichnetes Deutsch und koennen sich gut ausdruecken.

Die meisten der Kommentatoren sind Leute, mit denen ich mich gern mal auf einen Kaffee treffen wuerde, aber nicht alle.

Vermutlich waere Audrey Fischer ueberracht, dass ich sie als Antisemitin einordne. Sie arbeitet an der Basler Universitaet im Departement Physik

Eindeutig antisemitisch ist an ihrem Kommentar, dass sie Israel unterstellt, einen Holocaust an den Palaestinenser zu verueben:

Erstaunlich ist für mich immer wieder, dass die Israeli den Palestinensern das antun, was sie selber auch erlebt haben. Verfolgung, Unterdrückung, Gewalt, Folter.

Wenn die Israelis die Nazis von heute sind, dann hat Ahmadinejad im Prinzip recht, auch wenn seine Rede fuer Frau Fischer „kein Bravourstück“ war. Da seit 60 Jahren weder Krieg noch Friedensverhandlungen, die aber von Fr. Fischer nicht wahrgenommen wurden, zu einer Loesung des pal.-isr. Konflikts gefuehrt haben, koennte man es vermutlich ihrer Meinung nach mal mit dem Ansatz des Irans versuchen. Welche „Uebersetzung“ von Vernichtung sie vorzieht, kann ich nicht beurteilen.  Aus der Tatsache, dass Frau Fischer unter ihrem eigenen Namen schreibt und sich nicht bemueht, ihre Opfer-Taeter-Umkehr zu verklausulieren, schliesse ich, dass sie sich ihres Antisemitismus gar nicht bewusst ist.

Ein weiterer Antisemit ist Benjamin Behringer. Leid kann ich nicht klaeren, welcher von zwei Kandidaten der Verfasser ist. Sein einziger Einwand gegen Ahmadinejads Rede ist, dass er nicht deutlich genug sagt, gegen wen es geht:

Wenn er wenigstens klar Regierung adressieren würde, anstelle dem pauschalisierenden „Zionissmus“-Retorik könnte man ihm ja recht geben und er würde sicher mehr erreichen.

Dann koennte Behringer ihm nicht nur Recht geben, sondern auch zur Seite stehen bei seinem Projekt, Israel zu vernichten.

Bei dem Antisemiten Günter Dedié koennte es sich um diesen Lehrer am Karl-von-Closen Gymnasium in Eggenfelden handeln

Auch wenn der Iran sich unbeliebt macht, Fakt ist, daß Israel 1. den Palästinensern das Land raubt (wie die USA den Indianern), 2. eine Mauer baut (wie die DDR), und 3. sich als auserwähltes Volk sieht und sich so benimmt (hier spare ich mir vorsichtshalber den Vergleich).
Aus der Reaktion der USA und Europas ist abzulesen, daß man mit allen Mitteln zu verhindern sucht, daß diese Dinge transparent werden, und vielleicht sogar etwas dagegen getan werden müßte …

Er scheint an die zionistische Verschwoerung zu glauben, die die USA und Europa unter der Fuchtel hat. Eigentlich muesste etwas gegen Israel unternommen werden. Ahmadinejad hat ja Recht. Dass er den Nazivergleich lieber nicht ausschreibt, weist darauf hin, dass Dr. Dedie ein bewusster Antisemit ist.

Joachim Daners ist vermutlich der ehemalige Vizedirektor der Galaxy Development AG. Er sieht das ganz aehnlich wie Dr. Dedie. Ahmadinejad hat Recht, alle die es nicht wahrhaben oder zugeben wollen, sollten zum Zuhoeren verflichtet werden.

Die Konferenz sollte wieder abgehalten werden. Und wieder muss der Iran mit an den Tisch. Ganz egal was die Israelis dazu sagen. Es geht um Menschenrechte, und diese wurden wie man vor kurzem in Gaza sah, mit Füssen getreten. Leider hat die EU und die USA dazu geschwiegen. Eine Schande. Das muss sich ändern und genau dazu braucht es eben diese Konferenzen. Man sollte die Länder verpflichten dabei teilzunehmen.

Auch Daniel Frei tutet in dasselbe Horn. Ahmadinejad hat Recht und die westlichen Laender sollten besser zuhoeren. Der Name ist zu verbreitet, als dass ich den Schreiber identizifieren koennte. Ich tippe eher auf den Kommunikationfritz als auf den Sportjournalisten.

Justine Natell scheint das Pseudonym eines Antisemiten zu sein, das ausschliesslich fuer die NZZ angelegt wurde. Der Name taucht sonst nirgends auf. Angesichts des Stils laesst sich vermuten, dass der Schreiber gute Gruende hat, sich nicht offen zu bekennen.

Schade nur, das alle die feinen Leute (Israel, USA, EU) dem Achmadinedschad überliessen, auf das Verbrechen hinzuweisen. In Gaza hat die beste nahostliche Armee einen Krieg gegen die Kinder geführt, siehe z.B. „GAZA – mit Panzern und Bomben gegen die Kinder“
http://kinder-alarm.blogspot.com/2009/02/gaza-mit-panzer-und-bomben-gegen-die.html
Das geschah mit der Duldung auch von Ban Ki Moon . Die freie Medien haben nicht übers Herz gebracht uns über die Grausmakeit überhaupt zu informieren. Israel sucht sich immer jüngere Feinde aus. Israel ist im Übrigen die einzige Demokratie im Nahen Osten, die Folter zulässt, die andere sind keine Demokratien.
USA garantiert den Folterknechten die Straffreiheit, ein anderes Vorbild der Demokratie. Die deutsche Demokratie ist nicht weniger vorbildlich, sie ist schliesslich „made in USA“, genauer „made in CIA“ siehe Video http://video.google.com/videoplay?docid=7627198159872984011 .

Der von Natell verlinkte Blog „argumentiert“ uebrigens, dass Israel willentlich und bewusst Kinder ermorde (der alte Ritualmordvorwurf), weil die Alterspyramide im Gazastreifen einem 3.-Welt-Land entspricht. Nach der gleichen Logik, ist jede Partei, die in einem 3.-Welt-Land irgendwelche militaerischen Aktionen durchfuehrt, ein sadistischer Kindermoerder, das muesste dann auch fuer die Bundeswehr in Afghanistan gelten.

Auch Kurt Macquat aus Cham ist eindeutig Antisemit.

Undiplomatisch hat ein Staatspräsident hat die Wahrheit im Klartext ausgesprochen. Die vom eigenen Gewissen geplagten Diplomaten haben den Saal verlassen. Keine gute Methode um einen Beitrag an die Verständigungsprobleme dieser Welt zu leisten.

Matthias Schlegel ist kein seltener Name. Vorsichtshalber entferne ich Bild und versuchte Identifizierung. Ich moechte niemanden zu Unrecht beschuldigen. Der Schreiber ist offensichtlich ein virulenter Anti-Zionist, der seine Vorurteile vor unpassenden Fakten zu schuetzen weiss:

Zum Teil absurd die Kommentare hier. Ahmadienjad wird als Despot verunglimpft, dabei wurde er demokratisch gewählt. Von Menschenrechtsverletzungen im Iran weiss man höchtens vom Hören sagen, aber Israel hat noch Anfang Jahr den Gazastreifen in Schutt und Asche gelegt, mit hunderten ziviler Opfer. Palästinenser haben weder in Israel noch in den besetzten Gebieten irgendwelche Rechte. Die humanitäre Situation im Gazastreifen ist katastrophal, die Menschen müssen mit internationaler Hilfe vor dem Hungertod gerettet werden. Israel knechtet ein ganzes Volk und zieht in Israel ein Apartheidsystem auf. Aber hier ist man empört wenn Ahmadinejad die erwartet provokante Rede hält. Man tut, als ob Merz Ahmadinejad persönlich eingeladen hätte, dabei ist das eine UNO Konferrenz. Die Hamas ist die demokratisch gewählte Regierung des Gazastreifens, und das ist die Politik des Westens: Demokratie als allseligmachendes Mittel, aber auch nur dann wenn sie politisch ins Konzept passt.

Max Bernard ist wieder ein klarer Antisemit. Er wohnt im Grossraum Zuerich und hat in einem Schreiben an Micheline Calmy-Rey schon darueber geklagt, dass die Immobilienpreise wegen des Fluglaerms sinken. Er hat es auch mit der Antisemitismuskeule. Sein angeblicher Philosemitismus von vor 30 Jahren ist in Antisemitismus umgekippt und er geniesst es, die Juden als „Herrenvolk“ zu denunzieren. Der Nazivergleich lugt um die Ecke.

Auch Wolfgang Krug halte ich fuer antisemitisch. Eher unauffaellig laesst er die in antisemitischen Kreisen verbreitete Meinung einfliessen, dass Israel sich von den USA finanziell aushalten lasse. Deutlich verraet er seine Geisteshaltung, wo er schwadroniert:

Dass aber Israel mit dem Verständnis gegründet wurde, dass Araber Menschen untergeordneter Bedeutung seien, und auch heute nach diesem Prinzip handelt, ist erwiesen. Die Herren Europäer haben wieder einmal, statt Ahmadinejad zur Rede zu stellen, feige den Saal verlassen. Die israelische Peitsche funktioniert immer noch.

Bei Rolf Kojer bin ich mir nicht im Klaren. Moeglicherweise ist er einfach schlecht informiert. Allerdings kann sein lueckenhaftes Wissen auch auf selektive Wahrnehmung hinweisen, wie bei Mathias Schlegel. Seiner Meinung nach hat Ahmadinejad zwar schwer uebertrieben, aber etwas Recht habe er eben doch in seiner Daemonisierung Israels.

Dann gibt es noch die Leute, die von oben herab auf Israel und den Iran blicken und sich selber fuer etwas Besseres halten. Aequidistanz hat nicht nur den Vorteil, das eigene Ueberlegenheitsgefuehl zu polstern, sondern auch, dass man rein gar nichts wissen muss. Wenn nur ein genuegend grosser Abstand eingenommen wird, sieht man sowieso so gut wie nichts.

Ein Beispiel fuer diese Haltung bietet Dieter Stephan Speidel

Wie Kinder im Kindergarten!
Betrachtet man die Menschheit mal aus einer gewissen Distanz, so stellt man fest, dass sich die Menschen wie Kinder im Kindergarten aufführen, wären da nicht all die Verletzungen und Morde involviert.
Sowohl das Verhalten des Iranischen Präsidenten, wie das der Israeli ist kindisch und das „trötzeln“ wird hoffentlich unter der Führung Obama’s ein Ende nehmen. Die Annerkennung anderer und dies gilt sowohl für Christen, Muslime, Atheisten und auch Juden wäre wirklich an der Zeit. Offenbar beginnt der Rassismus leider immer wieder bei den Religionen. Aus dieser Sicht gesehen bringen die Religionen immer wieder viel, viel Unheil statt Heil in die Welt. Wo ist denn hier der Heiland geblieben? Sogar Christen bekämpfen sich untereinander in der Grabeskirche in Jerusalem. Total kindisch! Dass sich die Schweiz neutral verhält und die Interessen der USA und Iran vertritt wird soga in den Schweizer Medien nicht verstanden! Kläglich!

Dass die Aequidistanz latent gegen Israel gerichtet ist, wird aus dem Schlussatz deutlich. Die Schweiz vertritt die Interessen der USA und des Irans. Um die Interessen Israels schert sie sich nicht. Herr Speidel ist politisch alles andere als uninteressiert, zumindest in der Schweizer Innenpolitik. Seine zur Schau gestellte Oberflaechlichkeit zum Thema Nahost hat moeglicherweise mit selektiver Wahrnehmung zu tun. Leider hat er Recht damit, dass wir uns auf den „Kindergaertner“ Obama gefasst machen muessen!

Adrian Cobbe, Christoph Steffen und Chrysostomos Luethy ueben sich in wohlfeiler Aqeuidistanz, gepaart mit mangelhaftem Wissen, zweifelhafter Logik und latenter Feindseligkeit gegenueber Israel.

Herr Luethy meint, dass die Selbstdefinition Israels als Juedischer Staat ein Beweis fuer institutionellen Rassismus sei. Das ist natuerlich Bloedsinn. Auch die deutsche Staatsbuergerschaft wird u.a. nach ethnischen Gesichtspunkten definiert. Ist Deutschland also ebenso rassistisch wie der Iran und Israel?

Herr Steffen sieht Israel als Gottesstaat und „Ziehkind“ der USA und Europas. Er gibt offen zu, dass er die Existenz des Staates Israels zur Disposition stellen moechte, wenn es dafuer iranisches Oel gibt:

Israel und den Iran verbindet vieles. Beide Gottestaaaten erheben unter Berufung auf die Geschichte auf Vormachtstellungen. Die Atomprogramme beider Staaten sind im Dunkeln. Ebenso ungenau nehmen es auch beide mit den Menschenrechten. Europa und die USA haben das „Problem“ des jüdischen Gottestaates Israel geschaffen. Im Interesse des Friedens tun wir gut daran, auch mässigend auf unser recht aggressives Ziehkind einzuwirken statt nur auf dem vollmundigen Präsidenten des Irans herumzuhacken. Dies umsomehr, weil der Westen mehr vom iranischen Öl abhänigig ist als von der Existenz eines jüdischen Gottesstaates.

Herr Cobbe stellt Ahmadinejad und Israel gleich, also einen Regierungschef und einen Staat. Das passiert ihm nicht nur einmal, sondern zweimal in seinem kurzen Text, hat also etwas zu bedeuten. Wahrscheinlich ist der Iran fuer ihn zu retten, wenn ein „Moderater“ gewaehlt wird, aber Israel ist an sich radikal und blind. Dazu passt, dass er an die Macht der Antisemitismuskeule glaubt.

Lukas Meier macht aus seinem Desinteresse eine Tugend:

Vor der eigenen Tür kehren
Es gibt viele kleine Probleme, über die man in der Politik streiten kann. Der Nahostkonflikt ist ein grosses Problem und so verwundert es nicht, wenn es zum Eklat kommt, sobald ein Beteiligter einmal ausspricht, was er wirklich denkt (und natürlich mit einem guten Schuss Interessenpolitik und Polemik vermischt).
Gegenseitige Beschuldigungen bringen jedoch nichts. Jeder sollte erst vor der eigenen Tür kehren.

Nicht ganz nachzuvollziehen ist fuer mich, warum er ueberhaupt das Beduerfnis hatte, etwas zu schreiben.

Und zum Schluss etwas Statistik. Mit 26 von 41 Personen (63.4%) wuerde ich Kaffee trinken, mit 5 Aequidistanten (12.2%) nur, wenn es unbedingt sein muss, weil ich nicht glaube, dass es Sinn haette, ihnen etwas mehr Information und eine weniger distanzierte Sicht  nahezubringen. Zu den 10 Personen (24.4%), die ich fuer Antisemiten halte, wuerde ich mich auf keinen Fall an den Tisch setzen.

Eine Quote von 24 bis 34% Antisemiten in der Schweiz halte ich fuer realistisch.

50 Antworten

  1. Herr Arnold Hottinger drückt in einem Interview mit der Basler Zeitung ebenfalls eine sehr „eigene“ Meinung aus: «Ahmadinejad hat sich in Sachen Holocaust gemäßigt»

    http://bazonline.ch/schweiz/standard/Ahmadinejad-hat-sich-in-Sachen-Holocaust-gemaessigt/story/28009627

    So hat wohl jedes Land seinen Steinbach plätschern.

    Frau Calmy-Rey und Herr Merz mäßigen sich im übrigen ja auch sehr stark, wie du schon berichtet hast…dann passt es doch wieder ganz gut auf dem Wege zur bilateralen Wertschätzung…

  2. Danke für diese aufschlussreiche Auflistung und Einschätzung.

    Allerdings sei Kritik geäußert, vor allem, da ich selbst schon öfters vor einem ähnlichen Problem stand. Exemplarisch:

    Ein weiterer Antisemit ist Benjamin Behringer Ob der Informatiker an der Universitaet Karlsruhe oder der gleichnamige Maschinenbaustudent an der FH Offenburg den Text verfasst hat, kann ich nicht klaeren. Sein einziger Einwand gegen Ahmadinejads Rede ist, dass er nicht deutlich genug sagt, gegen wen es geht:

    Sofern nicht eindeutig geklärt werden kann, von wem der Kommentar stammt würde ich keine „Verdächtigungen“ äußern, da du so in jedem Fall eine der beiden Personen zu Unrecht mit Antisemitismus in Verbindung bringst. Auch wenn ich die Verlockung nur allzu gut verstehen kann, jeden Antisemiten nach Möglichkeit zweifelsfrei zu identifizieren: in solchen Fällen sollte ihr widerstanden werden. Das gilt insbesondere für folgende Aussage, vor allem in Verknüpfung mit dem Foto:

    Matthias Schlegel ist kein seltener Name. Ich tippe auf den Arzt am St. Gallener Kantonsspital.

    Wieso tippst du auf den Arzt? Ist er die aus anderen Kontexten bekannt?

  3. Alle anderen Mathias Schlegel sind geographisch weit von der Schweiz entfernt.

    Was Behringer angeht, hast Du Recht. Ich werde das aendern.

  4. Die Antisemitenquote ist in der Tat recht hoch, viele sind aber einfach nur unfähig eine angemssene Meinung zu Israel zu entwickeln. Bspw. ist das pazifistische Gesurre, das in D seit Jahrzehnten zu hören ist, dem abträglich, führt dazu Täter und Opfer zu verwecheln, „Beide haben Schuld.“ ist diejenige These, die für einen großen Teil des Antisemitismus ursächlich ist. Eventuell sollte man das in vglw. vielen Fällen auch nicht Antisemitismus nennen, diejenigen, die sich antisemitisch äussern, empfinden sich oft als Freunde der Juden (kennen natürlich oft keine ;–).

    Es gibt auch noch „richtige“ Antisemiten, die sich im braunen Spektrum verorten lassen, die sind noch um einiges übler.

  5. […] Beer findet sich eine interessante Auflistung,  Lila stellt unbequeme Fragen und einige andere machen sich ebenfalls […]

  6. Sky,

    die nenne ich ja auch nicht Antisemiten, sondern Aequidistante.

    Meine Kriterien fuer die Diagnose sind diesmal ganz einfach. Ahmadinejad ist Antisemit. Wer ihm Recht gibt, ist es auch. Die Gleichsetzung von Nazis und Juden ist ebenfalls klar antisemitisch.

  7. Antisemitismus hat eigentlich einen Vernichtungsgedanken, dieser ist oft nicht gegeben, also ist die Bezeichnung „antisemitsch“ oft eher Debattenkultur. Ich finde es auch gut Richtung Antisemitismus gehende Vorträge anzugreifen, aber es ist oft die mangelnde pol. Verständigkeit, die antisemitische (oder „antisemitische“) Äusserungen hervorbringt.
    Anders formuliert: Es sind keine 25% der Europäer Antisemiten.

  8. Sky,

    mit dieser engen Definition schoenst Du Dir das Bild. Aber im vorliegenden Fall habe ich selber sehr enge Kriterien verwendet:

    Der Vernichtungsgedanke ist bei Ahmadinejad nicht zu uebersehen, ganz egal wieviele „Uebersetzungsfehler“ behauptet werden. Wer ihm Recht gibt, hat damit offensichtlich kein Problem.

    Da Nazis (ausser natuerlich in Nazikreisen) als eindeutig boese gelten, gehen Nazivergleiche in diesselbe Richtung. Im uebrigen hat die EU Arbeitsdefinition genau diese Vergleiche als Form von Antisemitismus definiert.

    In allen Umfragen zu Europa, die ich gesehen habe, kommen immer 20-30% Antisemiten heraus. Vielleicht solltest Du mal begruenden, warum das nicht sein kann?

  9. Alles Definitionssache, wer den Antisemitismus oder etwas anderes „in der Mitte der Gesellschaft“ finden möchte, findet ihn auch dort.
    Antisemiten mit Vernichtungsgedanken gibt es jedenfalls nicht allzu viele.
    Ich wollte Deinen Analysen eigentlich auch gar nicht widersprechen, da sind einige ganz dumme Leute am Start, die Antisemitisches von sich geben.

  10. Alle anderen * sind geographisch weit von der Schweiz entfernt.

    tel.local führt für die Schweiz vier weitere auf. Daneben gibt es wahrscheinlich auch Männer dieses Namens, die sich nicht in dieses Verzeichnis eintragen ließen.

    skydumont,
    man rät hier an manchen (öffentlichen!) Schulen den Eltern, ihre Kinder nicht mit Davidstern-Anhänger zum Unterricht gehen zu lassen. Mit Kippa natürlich schon gar nicht. Wenn es Übergriffe gibt, muss man Verständnis haben für die Situation des Angreifers, und überhaupt, es gibt doch diese jüdischen Schulen, vielleicht wäre es dem Kind dort wohler. „Hier“ ist in der Schweiz. Aus Frankreich, Italien oder England hört man noch Ungemütlicheres, von skandinavischen Ländern ganz zu schweigen.

    Beunruhigend sind nicht so sehr die Übergriffe. Es sind die verbreiteten Relativierungen und die Toleranz dafür.

  11. Das sind dann aber ausschliesslich unsere islamischen Freunde, oder?

  12. *lach* Noch ein Nachtvogel.

    Nein, nicht ausschließlich. Es spielt auch keine Rolle. Sie leben hier und sind Teil dieser Gesellschaft, die solche Verhaltensweisen toleriert.

  13. Hab‘ dich im HC-Newsletter (Honestly Concerned)eingestellt.

    Grüße
    Bernd

  14. Sky,

    Wenn Du nur diejenigen als Antisemiten definierst, die auch persoenlich gern Juden toeten wuerden, dann gibt es wirklich nicht allzu viele.

  15. @sky

    Antisemitismus hat eigentlich einen Vernichtungsgedanken, dieser ist oft nicht gegeben“

    Dochdoch…. leider. Letztlich läuft Judenhass immer auf Vernichtung und/oder Vertreibung hinaus – oder wird zumindest billigend in Kauf genommen. Natürlich möchten sich Viele nicht selbst die Finger schmutzig machen, erklären durchaus, auch Juden hätten ein Recht zu leben… sie unterstützen aber in Worten und Taten Leute, die ihnen die Dreckarbeit abnehmen.

  16. Bezüglich der Diskussion ein aktueller Artikel aus der WELT.

    Alles Definitionssache, wer den Antisemitismus oder etwas anderes “in der Mitte der Gesellschaft” finden möchte, findet ihn auch dort.

    Das kann man auch umdrehen: Wer Antisemitismus in der „Mitte der Gesellschaft“ nicht sehen will, der sieht ihn auch nicht.

  17. @Moe:
    Nun, ich rate mal sich mit den so genannten Vorurteilsforschern um Prof.Heitmeyer zu bschäftigen.
    Der bemüht sich recht erfolgreich um die Zersetzung der Gesellschaft in dem er alles mögliche in deren Mitte zu finden glaubt.

  18. BTW, wenn wir schon bei der Medienkritk und bei Meinungsäusserungen der werten Leserschaft sind:
    Das bekannte Blog SPIEGELFECHTER bietet sich hier an, um festzumachen, was ich gemeint habe.
    Bemerkenswert am Autoren des o.g. Blogs ist, dass er sich eindeutig gelegentlich antisemitisch äussert, ein grundsätzliches Problem mit Israel zu haben scheint, dafür viel Empathie für islamisch Motivierte, vgl. auch sein Essay zur „Sauerlandgruppe“, aber ansonsten OK ist und mit beiden Beinen auf den Füssen des Rechtsstaats steht.
    Es wäre interessant, liebe Ruth, einmal dieses Phänomen auszuforschen.
    Dumm ist der Mann – im Gegensatz zu vielen anderen „Israelkritikern“ – auch nicht.

  19. Standen die Braunen seinerzeit nicht auch mit beiden Beinen auf den Füßen des Rechtsstaates? Wenn ich mich nicht irre, hatten sie die Gesetze ja angepasst?

  20. Wenn man Antisemitismus dingfest machen will, steht man oft vor dem Problem, dass er nicht immer manifest ist, wie das bei besagten 25 % der Fall ist. Er existiert häufig latent, in Gestalt bloßer Denkfiguren: Juden-Geld, Juden-Rache, Juden-Kindermord, Juden-Arroganz etc., darüber hinaus die Identifikation Jude-Feind. Nicht nur, aber besonders in Deutschland gibt es darüber hinaus die Vorstellung, Patriotismus und Antisemitismus bzw. umgekehrt seien zwei Seiten derselben Medaille. Man stößt darauf oft in Zusammenhängen, in denen man überhaupt nicht damit rechnet.

    Nun könnte man sagen, Denkfiguren töten nicht, und warum soll man sich mit einem Antisemitismus beschäftigen, der bloß latent bleibt? Sucht man da nicht mit der Lupe nach dem Haar in der Suppe?

    Ich fürchte, die Bereitschaft, jedes antiisraelische Ammenmärchen zu glauben, selbst wenn es aus trübsten Quellen stammt, rührt genau von dieser Art Antisemitismus. Die Vorurteile liegen sozusagen auf der Lauer und werden aktiviert, sobald eine Information eintrifft („… wurden zwei palästinensische Kinder getötet“), auf die sie zu passen scheinen.

  21. Aber nur, wenn das Dritte Reich ein Rechtsstaat war.

    Ist schon besser den Kollegen auf den Zahn zu fühlen und dabei nicht zu übertreiben; reicht doch schon aus, was die so abliefern, man kanns auch ganz ohne Übertreibung zerlegen. Und antisemitische Möchtegerntäter sinds eben oft nicht.

    Einfach nüchtern darlegen, was die gebissen hat.

  22. Staatsrechtler bin ich keiner. Als Laie gehe ich von der Annahme aus, unter einem Rechtsstaat sei ein Staat zu verstehen, dessen Rechtsordnung auf einem System von Gesetzen beruhe, an die sich die staatlichen Organe zu halten haben. Soweit ich weiß, war das im Zwölfjährigen der Fall. Manchmal wäre es eben Anstand, das Gesetz zu brechen.

    Was die Spiegelfechter gebissen hat, weiß ich nicht. Noch weniger, ob es sich lohnt, sich eingehend damit auseinanderzusetzen. Geht es um den Nahostkonflikt, so haben die Autoren (oder ist ’s immer derselbe?) offensichtlich den Hau weg, der mir auch im „realen Leben“ oft begegnet. Ich zweifle aber keinen Moment daran, dass sie alle jedes Jahr „zutiefst betroffen“ Kerzen ins Fenster stellten, sobald es einen Gedenktag zur Erinnerung an ein ausgelöschtes Israel gäbe. Denn dann wären die Juden wieder das, was sie in den Augen dieser Leute wohl auf ewig zu bleiben gehabt hätten: wehrlose Opfer.

  23. _Der_ SPIEGELFECHTER wäre m.E. exemplarisch auf das beste geeignet um das zu beschreiben, was ich „dummen Antisemitismus“ nenne (nein, es gibt keinen schlauen A. ;–).
    In diesem Fall hätte man einen schlauen Menschen als befallen, eine nette Datenprobe.
    Hat schon viel Israel- und Iranmaterial abgeliefert.

  24. „Standen die Braunen seinerzeit nicht auch mit beiden Beinen auf den Füßen des Rechtsstaates?“

    Nein, sie haben elementare Grundrechte außer Kraft gesetzt (z.B. Reichstagsbrand erlassene Notverordnung „zum Schutz von Volk und Staat“ vom 28. Februar 1933) und somit den Rechtsstaat ausgehöhlt. Mord blieb allerdings immer strafbar.

  25. Danke für die Korrektur, skydumont. Dass es im Plural eine Kabarett-Gruppe wäre, habe ich nur dadurch herausgefunden. – Gestern stöberte ich ein wenig im Einzahl-Blog. Da fand ich solchen Unsinn wie das ‚Argument‘ von der ‚Unverhältnismäßigkeit‘ und die ‚israelische‘ (oder doch jüdische?) ‚Kontrolle über die Medien‘. Das Nachplappern solcher Parolen spricht in meinen Augen nicht gerade für die Intelligenz des Autoren, denn um zu erkennen, dass es sich dabei um Unsinn handelt, reichen 5 Sekunden Nachdenken. Nicht mal ich brauchte länger, als ich sie zum ersten Mal hörte, und ich bin ja nun wirklich kein besonders helles Köpfchen.

    yael1, eine Ignorantenfrage (ich weiß es wirklich nicht): Dann ist ein Rechtsstaat nicht einfach ein Staat, in dem sich die Staatsorgane an die geltenden Gesetze halten müssen? (Egal, ob und welchen ethischen Ansprüchen diese Gesetze nun genügen.)

  26. *hmpf* „des Autors“ (Ich fürchte, ich werde diese Sprache nie beherrschen.)

  27. […] und eo ipso zum Antisemitismus. Dass der Antisemiten-Anteil in der NZZ-Leserschaft entsprechend hoch ist, vermag daher nicht zu überraschen, wird sich  in dem Artikel “Israels neue Regierung gibt […]

  28. […] ungenierter als Kommentatoren auch bei angesehenen Medien, z.B. der NZZ. Beer7 hatte mal wieder reichlich zu tun. Ihre Leser ergänzen aus anderen Organen in den […]

  29. Liebe(r) Beer Sheva,
    ich kenne Sie nicht und Sie kennen mich nicht. Erstaunt bin ich jedoch über ihre Falschinformationen und Ihre Verurteilung anderer Menschen, insbesondere wenn sich jemand erlaubt die ganze Sache (wäre sie nicht so ernst) als „Kindergarten“ anzuschauen.
    Ich brauche nicht zu erklären, dass ich viele jüdische Freunde habe, weil ich mich mit Ihnen nicht anbiedern möchte.
    Sie und die Leute in Israel, welche einen jüdischen Staat fordern, unterstützen den Rassismus in Reinkultur und tut letztlich exakt dasselbe, was die Staaten tun, welche Sie als Ihre Feinde ansehen.
    Mein Lieber, ich bin mit Sicherheit kein Antisemit und es Sie sollten es sich nicht so einfach machen und über andere Menschen zu urteilen, Menschen die Sie nie in Ihrem Leben gesehen, gesprochen oder getroffen haben! Sie haben einfach gesagt keinen Schimmer und keine Ahnung mein lieber und ich schliesse mich der Vision Obama’s an, denn er ist in meinen Augen ein Friedensbringer in dieser Welt und ich unterstütze die Idee des Staates Israel (nicht des jüdischen Staates, denn das ist Rassismus pur) und ich bin der Meinung, wie viele andere auch, dass jene, welchen man ihr Land gestohlen hat, dass auch diese ein Recht auf einen eigenen Staat haben! Und warum Sie mein Bild in Ihrem Blog veröffentlichen weiss ich nicht. Ich weiss Sie haben es von meiner Homepage http://www.karatpromotion.com und wie Sie auf meinem Bild sehen können, bin ich ein ganz normaler, fröhlicher Schweizer, welcher die Menschen ALLER Religionen liebt! Auch Sie liebe ich, Beer Sheva aus ? und wo ist Ihr Photo?? Dieter Stéphane Speidel, Schweiz, http://www.karatpromotion.com

  30. Liebe(r) Beer Sheva,
    was für mich überraschend ist, ist die Tatsache, dass Sie offenbar sozusagen jede Person, welche eine dezidierte und zumeist kritische Meinung äussert, die er/sie sich wohl überlegt hat und als eigene Meinung äussert, als Antisemitisch darstellen. Das ist sowas wie: „Wer nicht für mich ist, der ist mein Feind“. Dieser Umgang mit Kritik oder mit Gedanken Andersdenkender, ohne diese anzuerkennen als eigene Meinung anderer führt nicht dazu, dass sich die Situation entspannt, sondern weiter anspannt.
    Uebrigens verhalten sich beispielweise evangelikale Christen sehr ähnlich. Sie haben ihre Sichtweise der Dinge, des Lebens, der Menschen, und die Meinung über Gott sosehr eingeengt, dass jeder, welcher einmal etwas in Frage stellt schon als Anti-Christ dargestellt wird. Offenbar sind Sie Beer Sheva (da Sie kein Bild von sich veröffentlich haben, weiss ich nicht ob Sie Mann oder Frau oder Kind sind) derselben Sache auf den Leim gegangen, wie die Evangelikalen Christen, welchen der geistige Horizont verengt wurde und welche offenbar nicht mehr mit Toleranz, Nächstenliebe und Heiterkeit an die Sache herangehen können und bereits den versöhnenden neuen US-Präsidenten verunglimpfen müssen! Es stimmt traurig und man kriegt Mitleid, wenn man diese enge Denkweise, die etwas spiesserisches an sich hat, beobachten muss. Die jüdischen Freunde die ich habe – und es sind viele, einige gehören zu meiner Familie – die haben mehr Humor und Heiterkeit und können eine Diskussion wie erwachsene führen. Wer jemanden den er nicht kennt verurteilt, der wird selbst geurteilt. An mir prallt es ab, doch ich habe Spass am Dialog und den wollen wir doch wie Erwachsene führen, ohne andere Leute öffentlich zu verurteilen. Das geschieht nur in reaktionären Staaten und Regimen und ich glaube nicht, dass Sie sich dazu zählen wollen. Richtig?

  31. Ach jetzt habe ich Ihr Foto doch noch entdeckt, Frau Sheva, jetzt kann ich Sie informieren. Ich schlage Ihnen vor, dass Sie meine jüdischen Freunde und Bekannten in der Schweiz wie Robert Bloch, Peter Ottenheimer (mein Cousin), Ronnie Bern, Jürg Vontobel, Sam Tksekman, Christine Baer doch mal anfragen und über meinen „Antisemitismus“, wie Sie es beurteilen interviewen, bevor Sie öffentlich andere Menschen in der Form wie Sie es tun – verurteilen. Vielleicht kennen Sie das Gesetz des Bumerangs? Alles Negative, was Sie über andere sagen oder anderen antun, das wird Sie selbst treffen! Grüsse aus der Schweiz! Dieter Stéphane Speidel http://www.karatpromotion.com

  32. Nicht Bern, sondern Bernheim.

  33. Noch was Frau Sheva: Was mich sehr nachdenklich stimmt ist die Tatsache, dass Sie meinen ersten Beitrag offenbar nicht freigeschaltet haben. Meine jüdischen Freunde habe ich immer eher als Freigeist und gesprächsbereite Menschen mit weitem Horizont wahrgenommen. Ihnen scheint der Freigeist etwas abhanden gekommen zu sein. Locker Frau Sheva, die Quarterbacks im American Football Spiel reden nicht über Sie, wenn sie die Köpfe zusammenstecken!

  34. Herr Speidel,

    ein erster Kommentar von einem neuen Leser, der Links enthaelt, wird nicht automatisch freigeschaltet. Das ist eine Funktion von WordPress, die gegen SPAM hilft. Ich halte sie fuer sinnvoll. Da ich auch Familie habe, bin ich nicht immer vor dem Computer und so mussten Sie warten, bis ich Ihren ersten Kommentar freischalten konnte.

    ich hatte Sie nicht als Antisemit eingeordnet, sondern Ihnen Aequidistanz attestiert. Die belegen Sie auch in Ihren Kommentare in aller Deutlichkeit. Dieser Satz scheint aber noch ein bisschen ueber Aequidistanz hinauszugehen:

    Sie und die Leute in Israel, welche einen jüdischen Staat fordern, unterstützen den Rassismus in Reinkultur und tut letztlich exakt dasselbe, was die Staaten tun, welche Sie als Ihre Feinde ansehen.

    Sie wissen sicher, dass so gut wie alle Staaten in Nahost sich in ihrer Verfassung als arabisch und islamisch definieren. Das entspraeche „juedisch“ als ethnischem bzw. religioesem Kriterium. Vergleichsweise hoert man wenig Stimmen, die das Existenzrecht von Jordanien, Aegypten, Lybien, Marokko, Jemen, Syrien, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Oman, Tunesien und Mauretanien in Frage stellen. Auch der Rassismusvorwurf gegenueber diesen Staaten scheint mir sehr verhalten. Und das, obwohl alle genannten Staaten ihre Minderheiten nicht gleichberechtigt behandeln.

    Darf ich Ihre juedischen Freunde gezielt auf diesen Satz hin ansprechen? Mich wuerde tatsaechlich interessieren, wie sie das sehen.

  35. Das war aus meiner Sicht kein „Äquidistanter“.

  36. Hallo Sky,

    hier bist Du das erste Mal schaerfer als ich. In meinem Beitrag habe ich Herrn Speidel eindeutig den Aequidistanten und nicht den Antisemiten zugeordnet. Seine Bemerkung oben bringt mich aber zum Nachdenken, ob er nicht ein Upgrade verdient haben koennte.

    Aber lassen wir ihn doch selber antworten.

  37. Liebe Frau Sheva,
    danke, dass Sie den ersten Artikel frei geschaltet haben.
    Zu Ihrer 5.21 Antwort: Ich kann nicht verstehen, dass sich Israel auf der gleichen (niedrigen) Ebene wie die islamischen Staaten, welche als ebensolche firmieren, begibt. Ich kann nicht verstehen, warum man mit der Forderung nach der Anerkennung eines rein jüdischen Staates exakt dasselbe tut wie diese Islamischen Staaten. Ich kann nicht verstehen, warum hier Israel nicht einen intelligenteren und letztlich friedlicheren Weg gehen will.
    Sie kennen sicher die Aussge eines Weisen Verstorbenen: „When the power of LOVE has overcome the love for POWER, the world will know peace“. Die Suche nach Frieden (peace) ist aus meiner Sicht der intelligentere Weg. Nicht der Weg des Konkurrenzkampfes, der Weg des Krieges, der Weg der Toten! Liebe heisst Leben! Warum gehen Sie persönlich und Ihre Freunde auf diesen Plattformen hier nicht den Weg der Lieben? Warum nicht?
    Grüsse aus der verregneten Schweiz!
    DSP
    http://www.karatpromotion.com

    PS: Noch was: Ich fände es intelligenter, wenn Sie nicht mit Ihren manipulativen Aesserungen argumentieren würden, wie ….mit meinen jüdischen Freunden darüber reden …..oder „Upgrade“…….dies sind beides Aeusserungen von jemanden, welcher den anderen manipulieren will und damit den anderen und seine andere Meinung nicht respektiert und damit den anderen (den Nächsten) nicht liebt, sondern womöglich hasst und hier sind wir dann wieder beim Bumerang Effekt Frau Sheva,denn das prallt an mir ab und kommt in voller Wucht auf Sie persönlich zurück, das sollten Sie wissen..

  38. Liebe Frau Sheva,
    Ihre Bemerkungen um 6.02 zeugen aus meiner Sicht von Zynismus und wiederum von Manipulation. Ich habe aus Skydumonts Antwort das Gegenteil gelesen, als Sie.
    Liebevoll gesagt empfinde ich Ihre Ausserungen als leicht paranoid und etwas hysterisch.
    So kommen wir im Dialog – und ich gehe davon aus,dass Sie einen Dialog führen wollen, denn sonst würden Sie keine öffentlichen Blogs schreiben – kommen wir im Dialog nicht weiter.
    Was ist Ihr Ziel? Menschen öffentlich anzuprangern oder eine einverständliche Lösung, einen Weg zu finden? Ist Ihr Ziel der Hass oder ist es Ihr Ziel einen liebevollen Umgang mit den Mitbürgern auf diesem Planeten zu suchen und die Probeleme auf dieser Ebene mit Geduld und Liebe anzugehen?

    Bin gespannt auf Ihre Antwort!

    Grüsse aus der Schweizer!
    DSP
    http://www.karatpromotion.com

  39. Herr Speidel,

    Sie schwafeln, um es mal ganz klar beim Namen zu nennen. Jeder Staat hat das Recht, Buergerrechte nach eigenen Kriterien zu verleihen. Rassismus ist das nicht, auch wenn ethnische Abstammung eines der Kriterien ist. Der Staat Israel hat eine grosse arabische Minderheit. Es gibt Diskriminierung von arabischen Israelis in Israel, aber nicht staatlich strukturiert, im Gegensatz zu der Lage auch christlicher Minderheiten in arabischen Staaten.

    Israel entspricht vielleicht nicht Ihren Anforderungen, befindet sich aber auf einer ganz anderen Ebene als die arabischen Staaten, was den Umgang mit Minderheiten und den Schutz der Menschenrechte angeht.

    Ihre Unterstellung, Israel wuerde nicht nach Frieden suchen, ist historisch nicht zu belegen, ganz im Gegenteil.

    Haben Sie irgendwelche Zweifel daran, dass Israel, wenn es seine Wehrhaftigkeit aufgibt, aufhoeren wird zu existieren?!

    Ich habe die e-mail Adressen von zweien der von Ihnen angegebenen Gewaehrsleuten gefunden. Angesichts Ihres unhoeflichen Tons werde ich sie anschreiben.

  40. @beer:
    Es scheint so zu sein als ob der Kollege ein Problem damit hat, dass Israel ein jüdischer Staat ist.
    Alleine daraus leitet er dann seinen wortreichen Vortrag ab, gewürzt mit persönlich gehaltenen Ratschlägen und dem sich wiederholenden Rasissmusvorwurf.
    Alles was sonst noch kommt ist unangenehm, aber nicht substanziell.
    Ein Antizionist und unsympathischer Mensch, der keine Empathie zeigt, Du darfst gelegentlich gerne berichten, was aus diesem Patienten geworden ist.
    Muss aber nicht sein.

  41. Liebe Leser,
    Offensichtlich ist man hier nicht daran interessiert nach einem konstruktiven Dialog zu suchen, ausser Sie können mich davon überzeugen, dass Sie wirklich an einem ernsthaften Dialog interessiert sind. Vergessen Sie die Bumerang-Regel nicht!
    Grüsse
    DSP
    http://www.karatpromotion.com

    PS: Ihre „Drohungen“ mit Anschreiben von Bekannten von mir zeugt von Ihrem Unvermögen selbst hinzustehen und selbst den Dialog zu führen. Ich freue mich von meinen Bekannten zu hören, welche Sie anschreiben wollen, in der Hoffnung, dass sich dort ein konstruktiver Dialog ergibt, denn daran bin ich wirklich interessiert!

  42. Warum gehen Sie persönlich und Ihre Freunde auf diesen Plattformen hier nicht den Weg der Lieben? Warum nicht?

    Das ist aber schon eine böswillige Unterstellung, nicht? Wenn die bösen Juden nicht immer so kriegerisch wären, endlich zu Pazifisten würden, dann, ja dann…

    Dabei verdrängen sie, daß alle Kompromisse, die im Bemühen um Frieden in diesem Konflikt eingegangen wurden *ausschließlich* von den Israelis eingegangen wurden – während „die Gegenseite“ an ihren Maximalforderungen festhält. Vielleicht kann Frieden zwischen den Menschen ja nur entstehen, wenn beide Konfliktparteien ihn wünschen? Wenn sie Israelis befragen -oder sich entsprechende Umfragen ansehen- werden sie eine *extrem* hohe „Friedensbereitschaft“ finden, auch die Überzeugung, daß für einen wirklichen Frieden kaum ein Preis zu hoch ist…

  43. @switzerland:
    „Ich schlage Ihnen vor, dass Sie meine jüdischen Freunde und Bekannten in der Schweiz wie … doch mal anfragen.“

    Das geschieht nun wohl anscheinend, wenn Sie das bedroht, nunja…
    Ansonsten, bitte demnächst etwas substanzieller, so wie Sie vortragen kann ja kaum geantwortet werden.
    Und vergessen Sie die Kokusnuss-Regel nicht.

  44. Ja Skydumont,
    habe keinerlei Probleme damit, denn in der Schweiz können wir respektvoll einen Dialog führen und können andere Meinungen respektieren!
    An Substanz fehlt es hier nicht.
    Und die Bumerang Regel gilt für alle!

  45. Willow:
    Ich respektiere Ihre Meinung und habe das, was Sie sagen auch schon im Dialog gehört und bei meinen Israel besuchen mit Menschen diskutiert. Das ist ein guter Weg des Dialogs ….ich respektiere Ihre Meinung und denke, dass Sie da weitgehend recht haben!

  46. @switzerland:
    Kennen Sie überhaupt die Kokosnuss-Regel?

  47. Zum Bumerang fällt mir hauptsächlich Ringelnatz ein….. ein sehr weiser Mensch – ganz im Ernst!

  48. @Skydumont
    Ich kenne die Kokosnuss und die Bumerang Regel. Kennen Sie die Morgarten- und die Sempach-Regel?

    War das der Grund ihrer Aufregung?

  49. Wie lautet denn die Kokosnuss-Regel _genau_?

  50. @skydumont:
    Mit Ihrer „Versteifung“ auf Nebenschauplätze nähren Sie bei mir die Vermutung, dass Sie nicht wirklich an einem konstruktiven Dialog interessiert sind.

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