eine Krankheit namens Hausaufgaben und andere Kleinigkeiten


Gestern morgen stand die Kleine ganz zerknittert auf und klagte ueber starke Kopfschmerzen. Ich mass ihr gleich Fieber (keins). Beim Frueckstueck weinte sie still vor sich hin. Das Wetter ist derzeit so wechselhaft, dass viele Menschen darauf reagieren. Ich gab ihr daher einen Kindersyrup gegen Schmerzen. Auf dem Weg zur Schule telefonierte ich noch rasch mit der Lehrerin. Ich war genau 2 Stunden im Buero, da rief die Schulsekretaerin an, ich solle die Kleine bitte abholen kommen.

Irgendwie hatte ich nicht den Eindruck, dass ihr wirklich etwas fehlte. Mein erster Test war, dass ich ihr sagte, ich muesse noch in den Supermarkt, um Zutaten fuer die obligatorische Huehnerbruehe zu kaufen. Ob ich sie erst nach Hause bringe solle oder ob sie mitwolle? Wirklich kranke Kinder haben keinen Spass am Einkaufen. Sie wollte mit. Zuhause steckte ich sie ins Bett. Wirklich kranke Kinder schlafen bald ein und bleiben lange liegen. Die Kleine blieb nur 20 Minuten im Bett. Ob sie wirklich schlief oder nur so tat, kann ich nicht mit Sicherheit beantworten, aber ich tippe auf Letzeres. Weil die Huehnersuppe laenger kochen sollte, machte ich zwischendurch Toast. Sie ass mit gutem Appetit zwei Toasts. Ich regte an, dass sie ja an ihrer Hausarbeit zu den 10 Plagen arbeiten koennte. Der Vorschlag fiel auf fruchtbaren Boden. Die Kleine sass 4 Stunden fast ununterbrochen am Computer und arbeitete. Selbst als ihre Schwester nach Hause kam und einen Film ansehen durfte, blieb sie bei ihrer Arbeit. Sie schaffte es fertigzuwerden, bevor ihr Begabtenunterricht anfing und auf meine Frage hin, antwortete sie, dass sie natuerlich hingehen wolle.

Wie es der Zufall will, ist heute der Abgabetermin.

Waere es nicht effizienter gewesen, wenn die Kleine ihre buehnenreife Vorstellung dafuer verwendet haette, einen Aufschub zu bekommen, anstatt sich die Zeit zu verschaffen, rechtzeitig fertig zu werden?!

Am Unabhaenigkeitstag wollen wir wieder mit Zelt und Grill in den Yattirwald. Diesmal kommen auch die Fahrraeder mit. Spontan habe ich auch die Witwe von G. und ihren Sohn eingeladen. Dabei hatte ich ganz uebersehen, dass wir zur Zeit nur ein Auto haben. Ein Kollege leiht mir aber seinen Wagen, so dass die Logistik geloest ist. Zwei weitere Kolleginnen wollen auch kommen.

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4 Antworten

  1. Vielleicht nicht begabt genug.
    😉

  2. Im Gegenteil, sie denkt sehr clever und sucht sich den aus ihrer Sicht besten und „bequemsten“ Weg. Das Trara für einen Aufschub zu benutzen, hätte sie irgenwie bloßgestellt. So musste sich – aus ihrer Sicht – nicht zugeben, dass sie zu spät dran war. Man könnte auch sagen, sie versuchte ihr Gesicht zu wahren. Völlig logisch. Und effizient.

  3. Meine Sympathie ist ganz mit der jungen Dame. Na gut, fast ganz: auch mit den Eltern. So etwas Süßes zu erziehen wird ja nicht einfach sein.

  4. […] für Kopfschmerzen verantwortlich gemacht: Bei sommerlichen Hochs war es die Hitze, bei einem wechselhaften Wetter eben die häufigen Luftdruckschwankungen, im Winter die Kälte oder die fehlende […]

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