Europa macht sich immer noch etwas vor


Die NZZ berichtet ueber die neuesten iranischen Raketentests und schreibt:

Mit einer Reichweite von 2000 Kilometern könnte die «Sejil 2» nahezu so weit fliegen wie die «Shahab-3»-Rakete und Ziele in Israel sowie amerikanische Stützpunkte am Golf erreichen.

Als ob ausschliesslich Israel und die USA durch den Iran bedroht waeren.

In diesem Radius liegt auch ein grosser Teil der Energieversorgung Europas:

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4 Antworten

  1. Von Interesse vielleicht solche Meldungen:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,626522,00.html

    Die Iraner sind nicht doof, A ist als Problem von einigen durchaus erkannt worden.

  2. Sky,

    dass politische Konkurrenten A. fuer ein Problem halten ist banal. Und dass er Kritikern den Mund verbieten will, versteht sich in einer Diktatur auch von selber. Kritischer ist, dass die tatsaechlichen Machthaber sich fuer ihn einsetzen.

    Ausserdem hilft ihm die gegenwaertige US-Politik, sich als Erfolg zu verkaufen:

    It’s not so much that Iran launched a missile with a 1200-mile range but how that country’s president characterized the event:

    „We send them a message: Today the Islamic Republic of Iran is running the show. We say to the superpowers, ‚Who of you dare to threaten the Iranian nation? Raise your hand!‘ But they all stand there with their hands behind their backs.“

    But at the same time, Secretary of State Hillary Clinton told the Senate Foreign Relations Committee:

    „Our goal is to persuade the Iranian regime that they will actually be less secure if they proceed with their nuclear weapons program.“

    (…)

    I am not suggesting that the Obama administration is going to sell out anyone. But that’s not the real danger. The United States, Britain, and France today are simply not providing a credible deterrent. And that means not just a growing arrogance, ambition, and aggressiveness from Iran, but also a hysteria in large parts of the Arabic-speaking world and Muslim-majority states that Ahmadinejad (and others like Hizballah leader Nasrallah) is the man who will lead them to victory with swords flashing.

    At the very least, at the very minimum, we should be hearing some persuasive toughness from Western leaders. In a sense, what’s happening amounts to this: Please don’t hate us or kill us! After all, we’re bringing you an Arab-Israeli peace process and the TSS! (two-state solution).

  3. Mich täte erst einmal interessieren, ob so etwas bspw.:
    „Ich weiß, dass die Beschränkungen der Freiheit zugenommen haben“, sagte Chatami weiter. Durch erhöhte Einflussnahme im Wahlkampf solle verhindert werden, „dass der Wille der Menschen Gestalt annimmt“. Das Volk könne damit jedoch umgehen, weil es „erfahren und wach“ sei. Chatami warnte angesichts der unnachgiebigen Haltung Ahmadinedschads im Streit über das iranische Atomprogramm vor einer Politik, „die Iran isoliert und ihm noch mehr Druck beschert“.
    überhaupt stimmt oder ob hier eine Projektion des journalistischen Beobachters vorliegt.
    Sehe den Iran übrigens eher als klerikale Demokratie (gerne auch „Demokratie“) mit den islamtypischen despotischen Tendenzen, dennoch unterscheidet sich das Land bspw. von arabischen Ländern (bspw. Lybien, Syrien, Algerien), u.a. auch wegen der – wenn ich das so festhalten darf – Verständigkeit der Perser.

    Keinesfalls wollte ich hier eine „banale“ Gegenrede halten, LOL, aber da ich ohnehin Deine Meinungen grösstenteils teile kann ich nur bestimmte Aspekte beleuchten helfen (wenn ich nicht zum Claquer werden will ;).

  4. Sky,

    ich schaetze Deine Einwaende, wie Du weisst. Via Michael Totten bin ich auf die Serie von Jay Nordlinger gestossen. Guck‘ mal, was sie hier schreibt:

    Here is one of the most interesting things I will hear all conference long. An Arab intellectual says, “In our region, we have those who are hardliners for reform and those who are against reform; and we have hardliners against peace and those who are willing at least to consider peace. Unfortunately, the hardliners for reform are also the hardliners against peace.” In other words, these are Islamists — as I understand it — who want to shake up entrenched regimes and make government more accountable to the people. They also, of course, want to make war.

    The intellectual says, “Those who are both hardline for reform and hardline for peace are in a tiny, tiny minority.”

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