Reaktionen in Europa


Martin Woker in der NZZ weiss, dass Israel nicht wirklich ein Rechtsstaat ist, weil den arabischen Buergern „gewisse Grundrechte verweigert“ werden. Welche eigentlich? Ist die obligatorische Wehrpflicht jetzt zum Grundrecht mutiert? Freiwilligen Wehrdienst und Ersatzdienst duerfen die arabischen Israelis naemlich leisten.

Die Berichterstattung in der FAZ ist angemessen und korrekt, nur dass nicht wirklich von einer „Kehrtwende“ gesprochen werden kann. Barry Rubin war in der Lage, Netanyahus Position bereits vor drei Wochen fast deckungsgleich zu erkennen. Dito in der Welt.

Christiane Schloetzer in der Sueddeutschen hat das Gefuehl, dass Netanyahu Barrieren gegen den Frieden errichte. Der Bericht selber aber zeigt, dass die Bedingung, der pal. Staat muesse demilitarisiert sein, keineswegs neu ist. (Dass die Polizeitruppen aufgeblaeht und schon heute de facto ein Armeeersatz sind, faellt natuerlich unter den Tisch. Meines Wissens hat niemand je einen Baustopp in den Ortschaften der Palaestinenser verlangt, also koennen die Familien dort ein ebenso normales Leben fuehren, wie es Netanyahu fuer die Siedler beansprucht. Wie wir bereits wissen, halten sich die Palaestinenser nicht an die Empfehlungen von Frau Schloetzer.

Was den Spiegel und aehnliche „Organe“ angeht, hoffe ich im Stillen, dass die Zeitung fuer Schland die Schmutzarbeit uebernimmt.

12 Antworten

  1. Fühle mich geehrt und es ist auch etwas in Arbeit. Bin aber aus Gründen, die du erahnen kannst, sehr müde und in Zeitnot😉

  2. „Martin Woker in der NZZ weiss, dass Israel nicht wirklich ein Rechtsstaat ist, weil den arabischen Buergern “gewisse Grundrechte verweigert” werden. Welche eigentlich? “

    das ist das gaengige verhalten.
    „israel verletzt menschenrechte“ / „israel verletzt die genfer konvention“

    und wenn man nachhackt, die rechtsnorm wissen will, dann bekommt man allenfalls einen verweis zu einer homepage des irk.
    und auch dort sprechen sie dann von allenmoeglichen rechtsverletzugnen, aber eine rechtsnorm kann keiner benennen. gefuehlte rechtsverletzungen eben.

  3. Zum SPIEGEL hat No Blood for Sauerkraut sich schonmal eine Aussage vorgenommen:
    Ich schieße, also bin ich

  4. „nachhakt“ muss das heissen

  5. Beer,
    die Reaktion der der Presse war doch zu erwarten. Denn völlig gleichgültig, was und wie Netanyahu auf Obama geantwortet hätte, selbst wenn er auf ganz Jerusalem verzichten würde und alle Siedlungen räumen ließe, die Palästinenser fänden ganz sicher einen Grund zur „Nörgelei“ und würden immer noch vom „Schlag ins Gesicht“ reden! Und ich bin sicher, dass man es im Endeffekt doch wieder so gedreht hätte, dass ISRAEL nicht willens ist, Frieden mit den Palästinensern zu schließen.
    Wäre doch auch jammerschade, wenn man (durch das Entgegenkommen Israels) sein Feindbild ändern müsste.

    „Bleibt alles anders!“ singt Grönemeyer und nichts ist so gewiss, wie ein gut manifestiertes Vorurteil!
    Ich hätte mich jedenfalls sehr gewundert, wenn man auf Netanyahus Rede mit Wohlwollen reagieren würde.

  6. Den Vogel schießt der Depp Charles A. Landsmann im Tagesspiegel ab. Der sollte besser über seinen Kleingärtnerverein berichten.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Israel-Netanjahu;art123,2823981

  7. Lizas Welt hat auch u.a. was zu dem SPIEGEL-Deppen

  8. @yael1:
    Ja, der Tagesspiegeltyp ist auch sehr krass. Bei solchen Leuten fragt man sich manchmal, ob sie auch nur die geringste Ahnung von dem haben, über das sie schreiben…

  9. Sorry, dass ich hier den Kommentarstrang vollposte, aber lalibertine hat über den SPON-Artikel geschrieben:
    http://fdog.wordpress.com/2009/06/15/netanjahu-exposed/

  10. Mr. Moe, keine Ursache zu Entschuldigungen. Ganz im Gegenteil, vielen Dank, dass Du mich darauf aufmerksam machst!

  11. Hab jetzt doch auch noch was dazu geschrieben, mit Schwerpunkt u.a. auf dem unsäglichen Charles Landsmann vom Tagesspiegel.

  12. […] Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus: “Netanyahu hat seine Rede gehalten” sowie “Reaktionen in Europa” […]

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