Vergewaltigung auf mehreren Ebenen


Ein israelischer Professor hat seine Machtposition ausgenutzt, um von Doktorandinnen Sex zu bekommen. Das erfuellt nach israelischem Recht den Tatbestand der Vergewaltigung.

Zu seinen Doktorandinnen gehoerte auch Tal Nitzan. Wir koennen nicht wissen, ob sie ebenfalls zu Prof. Ben Aris Opfern gehoerte oder nicht.

Tal Nitzan schrieb ihre Doktorarbeit unter Ben Aris Betreuung: ‘Controlled occupation: the rarity of Military Rape in the Israeli Palestinian Conflict’. Nach ihrer Argumentation laesst sich die Tatsache, dass israelische Soldaten keine Palaestinenserinnen vergewaltigen, nur durch israelischen Rassismus erklaeren.

Bekanntlich laeuft derzeit im tuerkischen staatlichen Fernsehsender eine Serie, in der israelische Soldaten gezeigt werden, wie sie alle moeglichen Graeueltaten begehen. Das Bemerkenswerte daran ist, dass keine dieser angeblichen Verbrechen halbwegs plausibel der IDF vorgeworfen werden kann, wohingegen es nicht an Indizien mangelt, dass tuerkische Truppen solche Taten begehen. In einem Wort Projektion.

Eine Episode zeigt, wie israelische Soldaten Palaestinenserinnen vergewaltigen. Die Frauen werden anschliessend von palaestinensischen Kaempfern geehrenmordet. Das empfinden die Palaestinenser als Verrat. Man beachte, dass sie sich nicht etwa gegen den Vorwurf verteidigen, dass die Opfer von Ehrenmorden getoetet werden. Stattdessen behaupten sie, dass es zu keinen Vergewaltigungen kommt. Allerdings fuehren sie das nicht auf israelischen Rassismus zurueck, wie Nitzan, sondern auf den Heldenmut ihrer Kaempfer.

4 Antworten

  1. Interessant, ich kannte „Tal“ bisher nur als Männername.

    Leider zeigt sich nicht nur angesichts der hier erwähnten Fernsehserie, dass die Türkei auf keinem guten Weg ist, seit Erdogan und seine AKP da das Sagen habe.

  2. Tal, Gal, Noam, Ron, Chen, Stav, Aviv, Shachar, Shaked – es wimmelt nur so von Unisexnamen. In der Familie sagen wir Tal-haben und Tal-habat ebenso wie Noam-habat und Noam-haben, um die verschiedenen Kinder halbwegs auseinanderzuhalten.

    Ich bin froh, dass unsere beiden eindeutig weibliche Vornamen haben, wobei es ja mindentesten einen Exzentrikert gibt, der obwohl maennlich „Michal“ als Vorname gewaehlt hat.

  3. Zum Thema Türkei empfehle ich „The loss of Turkey“ von Caroline Glick, diesem Artikel kann ich- naja mit Ausnahme der Ausführungen zur Folter, da habe ich generell ein Problem mit manchen Neocons- voll und ganz zustimmen, auch in bezug auf die EU, die der Türkei ohnehin viel zu lange falsche Hoffnungen gemacht hat, eine absolut treffende Analyse.

    Was der Professor gemacht hat, ist schrecklich und egtl. keines Kommentars würdig. Soll er doch in ein Lusthaus in Tel Aviv gehen, wenn er so notgeil ist…

  4. das ist wie mit der Stadtbahn in Jerusalem. Sie geht auch nach Ostjerusalem also schreien alle wegen Verletzung internationalem Rechts von wegen Infrastrukturausbau auf „besetztes“ Gebiet. Ich gehe jede Wette ein würde sie eben _nicht_ nach Ostjerusalem gehen würden genau dieselben Personen genausolaut schreien weil sie _nicht_ hingeht und damit die armen Ost-Yerushalyim diskriminiert werden …

    … es ist so einfach einfach dagegen zu schreien …
    … und so schwer mal selber zu machen …

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