Weihnachtsgruesse


Zunaechst einmal allen meinen Lesern, die Weihnachten feiern: Frohe Feiertage!

Per e-mail erhielt auch ich einen Weihnachtsgruss:

Als ich auf die „Unterschrift“ klickte, gelangte ich zu einem Foto von einem Panzertransport in Grenznaehe des Gazastreifens (Zikim) und diesem Text:

israel vertraut nicht mehr auf gott, sondern auf die vereinigten staaten. natürlich kann man einen bund mit der stärksten macht eingehen, die U-boote mit atomwaffen und die armee mit der modernsten technik ausrüsten. all das gibt das gefühl der sicherheit und überlegenheit gegenüber allen anderen. das problem ist ist nur, dass israel an diesen gefühlen bereits seit ein paar tausend jahren leidet, und ihre verstärkung ihm nichts gutes bringen wird. vor gott kann man sich nicht schützen.

die sowjetunion festigte ebenfalls seine atheistische zuversicht mittels ungeheurer mengen an panzern und kampffliegern und bereitete sich jeden tag auf den krieg vor. wir wissen, wie der krieg begann, und wir wissen auch, welche opfer das sowjetische volk auf dem altar dieser gefühle bringen musste. wenn das land keine feinstoffliche energie und keine zukunft besitzt, wird keine miiliätische ausrüstung mehr helfen.

wir können unser schicksal nicht lenken. wenn wir uns aber ändern, kann unser schicksal von oben geändert werden. äusserlich ist die steuerung durchaus zulässig, aber auf der tiefsten ebene ist unser schicksal mit dem schicksal des universums verflochten und wir haben kein recht darauf, es zu beeinflussen. wir müssen lernen, das wichtigste von dem nebensächlichen zu unterscheiden.

S.N. Lazarev | Der Mensch der Zukunft

Der Text ist Bloedsinn. Einerseits argumentiert der Autor, dass das Buendnis mit einer militaerischen Supermacht das Gefuehl von Sicherheit und Ueberlegenheit verschaffe, anderseits behauptet er, das juedische Volk „leide schon seit Jahrtausenden“ an einem Gefuehl der Sicherheit (!) und Ueberlegenheit. Dass Juden sich angeblich fuer etwas Besseres hielten, ist ein alter antisemitischer Topos, der die Erwaehlung durch Gott als rassistischen Ueberlegenheitsanspruch deutet – ein Fallbeispiel fuer Projektion. Dass Juden aber seit Jahrtausenden an einem uebertriebenem Gefuehl der Sicherheit litten, ist neu. Sonst wird uns eher juedische Paranoia vorgeworfen.

Wenn diese beiden Gefuehle aber so stark und schon so lang im Judentum verankert sein sollen, muesste das juedische Volk im ungefaehr selben Zeitraum Buendnisse mit militaerischen Weltmaechten genossen haben. Komisch, ich erinnere mich aus Geschichte und Thora nicht an diese einzigartigen Alliancen – mit dem antiken Aegypten, dem babylonischen, dann persischen Grossreich, natuerlich dem Alexandereich, dem Roemischen Reich, dam Ostroemischen Reich, dem Kalifat in seinen verschiedenen Auspraegungen, dem British Empire?!

Lazarev ist offensichtlich ein New-Age Mystiker und selbst ernannter Hellseher und Wunderheiler. Wieder einmal wird belegt, dass Wissen und rationales Denken dem Karma offensichtlich nur hinderlich ist.

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Eine Antwort

  1. Die Verwendung des Begriffes „feinstofflich“ reicht völlig … Leute, die ihre Mitmenschen als „dumme Ungläubige“ ansehen und das dann auch noch in solche Floskeln verpacken – nein danke! 😉

    Dir und deinen Lieben jedenfalls die besten Wünsche!

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