NZZ verschweigt systematisch


jeden Hinweis, dass Israel im Grenzzwischenfall mit dem Libanon Recht gehabt haben koennte.

Ingesamt drei Artikel hat die Schweizer „Qualitaetszeitung“ zum Thema veroeffentlicht, den ersten gestern abend.. Gut, da moegen sich die diversen Erkenntniss noch nicht bis nach Zuerich durchgesprochen haben. Obwohl ich der Redaktion ja eigentlich zutrauen wuerde, eine Landkarte zu ergooglen:

Aus dem Umfeld libanesischer Sicherheitskräfte verlautete, der Zwischenfall habe damit angefangen, dass die Israelis versucht hätten, einen Baum auf libanesischem Gebiet zu fällen.

Das israelische Militär erklärte hingegen, auf seine Soldaten sei gefeuert worden, während diese Routine-Aktivitäten auf israelischem Territorium nachgegangen seien.

Die leidige Frage, wer luegt und wer sagt die Wahrheit, haette man so beantworten koennen.

Heute vormittag kam der zweite Artikel. Bei der FAZ war man um die gleiche Zeit schon weiter:

„Libanesischer Offizier löste Gefecht aus“

lautete die Ueberschrift. Inzwischen hat die FAZ die Ueberschrift weiter auf den neuesten Stand gebracht:

Unifil: Libanesen feuerten zuerst

Dem NZZ-Leser werden solche sensiblen Fakten besser nicht mitgeteilt. Auch der dritte Artikel von heute nachmittag besteht hartnaeckig darauf, Israel nicht zu entlasten.

Beispiel gefaellig? Die FAZ schreibt schon im Untertitel:

Die UN-Schutztruppe Unifil bestätigte, die israelischen Soldaten hätten sich bei dem Gefecht auf eigenem Territorium befunden.

Im Text wird die Aussage verstaerkt:

Am Mittwoch verdichteten sich die Hinweise darauf, dass die israelischen Soldaten nicht auf libanesisches Gebiet vorgedrungen waren, wie es die libanesische Armee zunächst berichtet hatte. Die Bäume, die die israelischen Soldaten stutzten, hätten sich auf israelischem Gebiet befunden, sagte am Mittwoch ein Sprecher der UN-Truppe im Libanon (Unifil).

Die NZZ kann sich zu solch klaren Aussagen nicht durchringen. Lieber verfaelscht man ein bisschen die Aussage des UNIFIL Sprechers:

Ein Sprecher der Uno-Beobachtermission Unifil bestätigte am Mittwoch die israelische Darstellung. Der fragliche Baum sei im internationalen Schutzbereich der Grenze gestanden.

Wer Schweizer Boulevardblaetter liest, ist klar im Vorteil: UNO gibt Israel in zentralem Punkt recht

Die israelischen Soldaten hätten sich auf eigenem Staatsgebiet befunden, als der Schusswechsel an der Grenze ausgebrochen sei, erklärte die Libanon-Schutztruppe Unifil am Mittwoch. Die Soldaten waren unter Beschuss aus Libanon geraten, als sie am Grenzzaun einen Busch beschnitten.

Die in der sensiblen Grenzregion im äussersten Norden Israels stationierte UNO-Truppe kam nach einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass der Busch sich zwar jenseits des Grenzzauns, aber südlich der «blauen Linie» – und damit auf israelischem Territorium – befunden habe, die nach dem Rückzug Israels aus dem Libanon im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen als Grenzlinie festgelegt worden war.

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6 Antworten

  1. Das Luftbild oben kann nicht stimmen. Die Fotos vom Vorfall zeigen, dass die Arbeiten vor einer Linkskurve ausgeführt wurden; das Bild oben zeigt eine Rechtskurve.
    Elder of Ziyon hat bessere Google Maps gefunden:
    http://heplev.wordpress.com/2010/08/05/libanesische-fuhrer-widersprechen-sich-weiter-selbst/
    (Original: http://elderofziyon.blogspot.com/2010/08/lebanese-leaders-continue-to-contradict.html)

  2. Hier übrigens noch Bilder aus der Nähe:
    http://elderofziyon.blogspot.com/2010/08/photo-of-area-of-border-incident.html

  3. Das Dorf auf der libanesischen Seite: Ist das bewohnt? Auch die vorderen Häuser zu Israel? Die können die Grenze ja locker untertunneln. Kein Wunder, dass auf israelischer Seite keine Häuser zu sehen sind. Zu viele Scharfschützen auf libanesischer Seite.

    Ist das ein christliches Dorf? Ich meine im Hintergrund eine Kirche entdecken zu können, bin mir aber nicht ganz sicher.

  4. NZZ verschweigt systematisch— und der Tagesanzeiger bemüht
    einen „Nahost-Experten“, der aber auch gar nichts verschweigt.
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Ein-neuer-Konflikt-ist-absehbar/story/29123174

    Fazit: Her mit dem Boulevardblatt!

  5. Markus, nein, das Dorf ist nicht bewhnt und war es nie. Es handelt sich um ein Potemkinsches Dorf der Hisbollah.

    The IDF told us that what we were seeing was, essentially, a giant weapons storehouse pretending to be a Lebanese village.

  6. […] der dritte Artikel von heute Nachmittag besteht hartnäckig darauf, Israel nicht zu entlasten. Beer7, 04.08.10 über die „Berichterstattung“ der NZZ zum Hinterhalt der libanesischen […]

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