„gemaessigt“ = links


Die NZZ klaert freundlicherweise eindeutig, was sie unter „gemaessigt“ versteht. In ihrer Berichterstattung zu Ehud Baraks Spaltung der Arbeiterpartei steht der Satz:

Die Arbeitspartei ist die einzige gemässigte Kraft in der Koalition.

Diese Aussage kann nur dann Sinn ergeben, wenn „gemaessigt“ und „links“ als Synonyme definiert werden. Der Eindruck, dass Linke Andersdenkene als „Rechtsextremist“ und/oder „Rassist“ mundtot machen wollen, draengt sich schon eine Weile auf. Jetzt wurde er von berufener Seite bestaetigt.

5 Antworten

  1. Wobei Barak und die anderen Abgespaltenen wahrscheinlich auch als „rechts“ angesehen werden, während die Linksaußen-Hardliner der Avoda die gemäßigten sein sollen, oder?

  2. Natuerlich! Barak ist ja ausserdem ein „Kriegsverbrecher“ wegen Aktion „Gegossenes Blei“

  3. Ist „Rechts“ in Israel auch so negativ besetzt?
    Hier in D ist die CDU die „Partei der Mitte“ und dann gibt’es nur noch die NPD und die Reps und die „gehen gar nicht“.

    Es wurde vor kurzem in Berlin eine neue Partei „Die Freiheit“ gegründet und die wird auch schon als „rechtspopulistisch“ bezeichnet, nur weil sie sich islamkritisch positioniert.

  4. Ich bin nicht sicher, Markus. Vielleicht haengt es stark davon ab, wer das Vokabulat benutzt. In der Peripherie (Sueden und Norden) ist „smolani“ (Linker) negativ besetzt, gern auch kombiniert mit „zfonbon“ (Nord-Tel Aviver – dort sind die teuren Villenviertel mit entsprechender Bevoelkerung). Im Zentrum scheint es anders zu sein.

    Gestern im Speisesaal des Kibbutz war die Stimmung klar gegen Barak und dessen Coup. Orit Noked vertritt die Kibbutzbewegung und wurde als Verraeterin emfpunden, weil sie Barak in die neue Partei gefolgt ist. Zuhause in Beer Sheva dagegen (und die Schwiegerfamilie im Norden am Telefon) freute man sich darueber, wie Barak seine Gegner in dieselbe Grube fallen liess, die sie ihm zugedacht hatten.

  5. Danke für den Link zum Skandal um die „Pro-Köln Information“.

    Das ist klar rechtswidrig, denn für so eine Parteienarbeit sind die gar nicht zuständig. Die Kommunalaufsicht NRW muss einschreiten.

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