Raketen jetzt auch am Arbeitsplatz


Die Kinder haben immer noch raketenfrei. Weil Donnerstags die Haushaltshilfe kommt und bald Pessach ist, habe ich arrangiert, dass heute die Kinderzimmer auf Vordermann gebracht werden.

Bis gestern hatten wir Geschaeftsfreunde zu Besuch in der Firma. Die verschiedenen Raketenangriffe waren kein Thema. Wir (das israelische Team) hatte die leise Hoffnung, dass unsere Gaeste keine Nachrichten gehoert oder gesehen hatten. Wahrscheinlich waren sie aber einfach zu hoeflich, um etwas zu sagen. Und heute morgen sind sie in aller Frueh wieder abgeflogen. Und das ist gut so:

Vor wenigen Minuten hoerten wir Sirenenalarm in der Firma. Fuer mich war es das erste Mal, seit ich vor einem guten Jahr hier angefangen habe.
1) Der Schutzraum ist etwas zu weit vom Buero entfernt. Rennen soll man nicht, schon gar nicht im Fabrikgebaeude, das wir durchqueren muessen, um zum Schutzraum zu gelangen. Wir waren noch nicht im Schutzraum, da hoerte man schon die erste Explosion.
2) Der Schutzraum koennte groesser sein. Zwar passen alle Arbeiter und Angestellten hinein, aber sie muessen sich enger draengen, als die Intimzone auf die Schnelle zulaesst. Die hinten Stehenden zoegern ein paar Momente, ehe sie sich sardinenmaessig anordnen. Daher dauert es zu lange, bis alle Menschen drin sind.
3) Die Sirene kann nicht in allen Abteilungen gehoert werden. Mancherorts ist der Maschinenlaerm zu gross und die Arbeiter tragen deshalb Gehoerschutz. Da muss sich der Sicherheitsbeauftragte des Werks noch etwas einfallen lassen.

6 Antworten

  1. Oh Mann, wie hältst Du das aus, wenn die Sirene heult und Du nicht bei den Mädchen bist. Ich hatte bisher Glück, als bei uns Alarm war, hatte ich die Kinder bzw das Kind bei mir.

    Das ist wirklich unerträglich. Ich habe gesten die Bilder von den Menschen in diesen Betonröhren gesehen und fast geheult. Otef Aza, die Leute sind einfach fertig.

    Viel Glück, ich denk an Euch. Kommt zu Pessach in den Norden – hier ist es im Moment ruhig… unberufen.

  2. Ich war eher froh, dass die Kinder den Raketenalarm nicht miterlebten. In Beer Sheva war es heute ruhig (und die Kinderzimmer blitzen nur so).
    Eine Kollegin hatte ihren 10-jaehrigen Buben dabei. Der stand auch zwischen die Lieute gezwaengt und fuehlte sich sichtlich unwohl.
    Hoffentlich bleibt der Norden ruhig! Das fehlte noch, dass ein Zweifrontenkrieg ausbricht.

  3. Ach so, Du arbeitest weit genug weg, so daß die Kinder es nicht mitkriegen. Entsetzliche Lage. Ich denk an Euch – hoffentlich beruhigt sich die Lage bald wieder.

  4. Meine Güte! Hört das denn nie auf? Einfach nur schrecklich!

  5. […] Der Schutzraum koennte groesser sein. Zwar passen alle Arbeiter und Angestellten hinein, aber sie muessen sich enger draengen, als die Intimzone auf die Schnelle zulaesst. Die hinten Stehenden zoegern ein paar Momente, ehe sie sich sardinenmaessig anordnen. Daher dauert es zu lange, bis alle Menschen drin sind. […]

  6. Ich bin in Gedanken bei Euch.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: